Neu und so viele Fragen

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
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Filia
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Neu und so viele Fragen

Beitrag von Filia » So 25. Sep 2011, 14:15

Hallo, möchte mich kurz vorstellen, ich bin 49 Jahre alt und seit kurzem in der Situation, dass meine Mutter (74) intensive Pflege benötigt. 1000 Fragen beschäftigen mich, ich hoffe hier ein paar Antworten zu finden.
Meine Mutter lebte alleine in einem betreuten Wohnen, hatte Pflegestufe 1 und wurde von einem privaten PD betreut. Mitte Juni verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand. Der PD musste mehr helfen. Zum Teil auch Doppeleinsätze, da meine Mutter adipös ist. Dann wurde eine erneute Begutachtung durch den MDK beantragt. Als sie 4 Wochen später sehr krank wurde (Lungenempyem, Zwölfingerdarmgeschüre) kam sie ins KH. Der MDK hatte den Termin zur Begutachtung, da war sie jedoch im KH. Nach 7 Wochen KH mit mehreren Operationen wurde sie dann entlassen. Da der PD die intensive Pflege nicht absichern konnte, musste ich eine andere Pflegeeinrichtung suchen. Nun wurde von dem Haus der MDK informiert, wo sie sich befindet und um Begutachtung gebeten.
Nun Frage: wird das Pflegegeld ab Tag der Antragstellung gewährt, und rückwirkend gezahlt? Der vorherige PD hat mir eine relativ hohe Rechnung geschickt.
Stimmt es, dass das Pflegegeld trotz KH-Aufenthalt 4 Wochen weiter gezahlt wird?
Leider sind die finanziellen Mittel meine Mutter erschöpft, da jetzt auch noch eine 3-monatige Kündigungsfrist der alten Wohnung mit gleichzeitiger Mietzahlung in der jetzigen Einrichtung auf uns zukommt. Die Doppelbelastung ist kaum tragbar. Ich will ja helfen, soweit ich kann, aber momentan sind die Kosten nicht überschaubar.
Danke schon mal im Voraus.



sophie
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Beitrag von sophie » So 25. Sep 2011, 15:35

Hallo Filia,

das Pflegegeld bei Höherstufung wird ab dem Tag der Antragstellung gezahlt. Hier besonders darauf achten, dass die Frist vor Heimeinzug angegeben wird bei der Begutachtung! Meist haben die Gutachter das aber schon in ihren Gutachtenanträgen vorgemerkt.

Bzgl. der Wohnung und er dreimonatigen Kündigungsfrist. Gibt es eine Möglichkeit für dich einen Nachmieter zu finden? Ansonsten kann ich dir die Beratung beim VDK empfehlen. Die beraten dich, ggf. kannst du noch andere Hilfen in Anspruch nehmen.

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Sophie


An den Fragen die sich dir stellen erkennst du das Leben, an den Antworten die du findest erkennst du dich selbst.

wenn ein Mensch und ein Hund sich im Himmel begegnen, muss sich der Mensch vor dem Hund verneigen (sibirisches Sprichwort)

Filia
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Beitrag von Filia » So 25. Sep 2011, 16:09

Einen Nachmieter kann ich nicht vermitteln. Unsere Wohnungsbaugesellschaft hat sehr viele Bewerber für diese Wohnungen, welche aber auch wieder Kündigungsfristen für ihre derzeitigen Wohnungen haben. Eine Umgehung der Kündigungsfrist wäre nur möglich, wenn meine Mutter in das Seniorenzentrum der Wohnungsbaugesellschaft gegangen wäre. Dort hat man aber keinen Platz für sie.
Danke für den Rat bezüglich des VDK.

LG Filia



sophie
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Beitrag von sophie » So 25. Sep 2011, 16:35

Dann setze sie doch dort auf die Warteliste..... Und sollte sie dann an die Reihe kommen kannst du absagen.

Sophie


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Regina Dettenrieder

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Beitrag von Regina Dettenrieder » Di 27. Sep 2011, 09:00

@ Filia

Ein herzliches Willkommen im Angehörigen-Forum auch von meiner Seite.

Sie fragen, ob das Pflegegeld auch während eines Krankenhausaufenthaltes weiter gezahlt wird.
Ja, es wird bis zu 28 Tage voll weiter bezahlt.

Ich nehme an, Sie haben bei der Pflegekasse die Kombileistung beantragt, d.h. häusliches Pflegegeld, das an Ihre Mutter bezahlt wird + Pflegesachleistungen, die der PD direkt mit der Pfegekasse abrechnet.

In der Zeit, in der Ihre Mutter im Krankenhaus ist, fallen ja keine Pflegesachleistungen vom Pflegedienst an. Das bedeutet, Ihre Mutter erhält das Pflegegeld aus der Pflegestufe für 28 Tage und in voller Höhe. Danach kommen Kürzungen.

Wie diese genau aussehen, kann ich nicht sagen. Die MitarbeiterInnen der Pflegekasse sollten Ihnen das genau sagen können.



Filia
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Beitrag von Filia » Di 27. Sep 2011, 11:54

Auch erstmal danke. Ich werde mich dann mal mit der Pflegekasse in Verbindung setzen. Der bisherige PD hat immer direkt mit der Kasse abgerechnet.
Ich habe so Angst, dass die Kosten von uns nicht beglichen werden können. Bitte nichts falsch verstehen, ich würde mein letztes Hemd geben, aber damit kann keiner was anfangen.
Danke



sophie
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Beitrag von sophie » Di 27. Sep 2011, 13:11

Hallo Filia,

du musst kein schlechtes Gewissen haben, dass das Geld sehr knapp ist. In der heutigen Zeit kennt wohl jeder diese Problematik. Hinzu kommt die Doppelbelastung von Wohnung und stationärer Pflege. Das ist ein ganz schöner Batzen und den kann wohl niemand grade so aus dem Ärmel schütteln (Spitzenverdiener sind hier wohl keine vertreten).

Sophie


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