Bett -> Rollstuhl -> Bett, wie oft am Tag für Pflegepersonal zumutbar?

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
Analir
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AW: Bett -> Rollstuhl -> Bett, wie oft am Tag für Pflegepersonal zumutbar?

Beitrag von Analir » Do 16. Jun 2011, 10:21

Guten Morgen,

ich habe hier meinen Standpunkt mehrfach erläutert, meine Meinung kund getan, mich bemüht in gutem Ton zu schreiben. Ich habe auch geäußert, dass der Thread sich meiner Meinung nach vom der Ursprungsfrage entfernt und immerhin ist dies hier kein Pflegepolitik-Thema, sondern eine Angehörigenfrage (gewesen). Gestern Abend stand für mich dann fest - ich habe gar nichts mehr zu sagen, weniger wegen der Widerworte anderer, sondern weil ich inzw. dasselbe immer wieder schreibe und wir uns beginnen im Kreis zu drehen und eben zu streiten. Das wollte ich für mich nicht, daher mein Rückzug.

Ich hoffe dies wird nun besser verstanden.

Alles Gute für euch, machts gut, A.



thomas09
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AW: Bett -> Rollstuhl -> Bett, wie oft am Tag für Pflegepersonal zumutbar?

Beitrag von thomas09 » Do 16. Jun 2011, 16:00

Hallo Analir,

wahrscheinlich hast du Recht.

Das Thema ist hier durch und wenn ich es lese denke ich genauso, es dreht sich nur im Kreis!

über 60 Antw. hier, im parallelen nochmal fast 20, was soll man denn auch dazu sagen:

Normalerweise ja aber ...

Ich kann hier weder für noch gegen den AHbetreiber, oder für noch gegen das Personal noch für oder gegen den Angeh. oder wen auch immer sein oder argumentieren.

Ich kenne die Situation weder im AH, noch die Krankengeschichte.
Auch den doch offensichtlich etwas problematischen Umgang mit dem Bruder?
Da muss doch schon was größeres im Busche sein um ne Betreuung abzulehnen und einem Fremden zu übergeben um sich dann doch für den Bruder einzusetzen, der es anscheinend gar nicht will?
Ist diese Konstellation nicht schon problematisch, ohne die zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen vor der Erkrankung zu berücksichtigen und die kommen noch Erschwerend hinzu?

Mir fehlt der Glaube, dass alle die dort Arbeiten unmotiviert oder überlastet sind oder was auch immer.

Gibts dafür nen Grund?
Ist deine Wahrnehmung, du bist ja wahrscheinlich nicht dauernd da, selektiv?
Wird dir nicht alles gesagt, denn als nicht Betreuer geht dich ja vieles gar nichts an?
Du schreibst ja auch, über mehrere threads und Foren verteilt, dass nicht nur das Pflegepersonal sondern auch der Betreuer, der Hausarzt, PDL oder/und HL nicht in "deinem" Sinne handeln.

Bevor ich also sage:
geht nicht
unmöglich
unmotiviert etc.

würde ich gerne mehr über die Kommunikation, Erkrankung etc. Wissen, nur dann ist es mir möglich ne Meinung dazu zu haben. Ohne beide Seiten, oder sogar drei Seiten zu hören, um über Menschen/Institutionen so urteilen zu können, wie es teilweise hier getan wird.

Das dies den thread und das Internet sprengt ist mir klar und auch nicht mein Anspruch.

Man sollte sich mit Vorveruteilungen und gefestigter Meinung doch ein wenig zurückhaltend sein, ohne mehr Infos.
Zuletzt geändert von thomas09 am Do 16. Jun 2011, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.



A.v.Stösser
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AW: Bett -> Rollstuhl -> Bett, wie oft am Tag für Pflegepersonal zumutbar?

Beitrag von A.v.Stösser » Sa 18. Jun 2011, 12:50

Hallo Miteinander
ich finde die Diskussion zu diesem Thema durchaus ausgewogen und interessant, obschon sie sich von der Ausgangsfrage entfernt hat und streckenweise im Kreise dreht.
Ausgangspunkt war die konkrete Frage von Anton (Angehöriger) ob sein Bruder (bzw Heimbewohner in vergleichbarer Situation) einen Anspruch haben, täglich 1-3 x bzw. jeweils zu den Malzeiten in den Rollstuhl gesetzt zu werden. Die Antwort darauf, auch unter den Usern, ist einhellig: JA!!! Da gibt es auch nichts weiter zu diskutieren. Diese Leistung müsste so selbstverständlich sein, wie das tägliche Anreichen von Essen, bei Bewohnern die Hilfe brauchen.
Warum jedoch ist das in besagtem Heim nicht selbstverständlich? Um diese Frage rangt sich im Wesentlichen der Erfahrungsaustausch der Fachleute. Bei einigen ist die mehrmals tägliche Mobilisation in den Rollstuhl gelebte Praxis, andere räumen ein, dass dazu die Personalausstattung nicht reicht. Womit der Bogen zu den Verantwortlichen in der Politik geschlagen wird. Einige sind wir uns alle, dass wir einen höheren Personalschlüssel brauchten. Aber in diesem Falle scheint es sich eher um eine Fehlhaltung der Leitungskräfte zu handeln oder ein Kommunikationsproblem. Das können wir hier im Forum nicht beeinflussen. Dazu müsste man sich schon mit den Verantwortlichen und Akteuren vor Ort auseinander setzen.

Da der Pflege-SHV häufig direkt von Angehörigen in solchen Fällen um Hilfe gebeten wird, erkläre ich hier kurz, wie unser konkretes Einschreiten aussieht. In diesem Falle würde ich mich zunächst schriftlich an die Heimleitung wenden, die Situation wie von Anton berichtet kurz schildern, diese aus pflegefachlicher Sicht kommentieren. Freundlich, ohne Vorwurf, aber bestimmt würde ich die Heimleitung ersuchen, sich hier persönlich einzuschalten und darum zu kümmern, dass der Bewohner in angemessener Weise mobilsiert wird. Das reicht oft schon, um Bewegung in die Sache zu bringen. Sollte sich jedoch nichts tun, oder der Angehörige Schwierigkeiten bekommen, weil er sich an uns gewandt hat, melden wir die Sache der Heimaufsicht und MDK und natürlich dem Träger. Da kein Heim in die Negativschlagzeilen geraten will, werden unsere Schreiben durchaus ernst genommen.

Ein schönes Wochenende wünscht
A.v.Stösser
Zuletzt geändert von A.v.Stösser am So 19. Jun 2011, 13:33, insgesamt 1-mal geändert.



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