Betreutes Wohnen für Papa

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
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Plüschfussel
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AW: Betreutes Wohnen für Papa

Beitrag von Plüschfussel » Do 7. Apr 2011, 19:57

In dem Fall wird das Sozialamt einspringen.
Hier in der Gegend gibt es betreutes Wohnen ab ca 600€ pro Appartement.
Du solltest Dir noch andere Anlagen ansehen.
Vor allem aber muß man sich anmelden und das bedeutet häufig, daß man auf eine Warteliste kommt.

Die Leistungen, die dein Papa im einzelnen benötigt werden dann aus der Pflegeversicherung und vom Sozialamt übernommen, sofern Du nicht über einen bestimmten Satz verdienst.
Anders als beim Kindesunterhalt werden Deine Lebenshaltungskosten, die Du hast bei der Berechnung einer evtl. Zuzahlung angerechnet.

Wieviel Dein Paps an Pflege benötigt, das ist individuell und vom Zustand Deines Vaters abhängig und auch die Pflegestufe, die für ihn passend ist.

Bei dem Objekt, daß ich mir angesehen hab, wäre ich für meine Mutter mit der Pflegestufe ausgekommen und hätte dann für ein Frühstück und Abendessen jeweils 3,20 € bezahlt, für ein Mittagessen 4,30€.
Die Raumpflege konnte man selbst übernehmen oder durch seine Putzfrau leisten lassen. Ansonsten nahmen die 20€ Stundenlohn und 70€ monatlich
für das Waschen und bügeln der Wäsche.

Der Eigenanteil berechnet sich hier nach dem Aufwand der Pflege, die der Bewohner benötigt.


lg plüsch
Zuletzt geändert von Plüschfussel am Do 7. Apr 2011, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.



Plüschfussel
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Beitrag von Plüschfussel » Do 7. Apr 2011, 20:11




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Griesuh
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AW: Betreutes Wohnen für Papa

Beitrag von Griesuh » Fr 8. Apr 2011, 06:46

Hi mone88,

noch ein Tipp.
Nur nicht bei der Kasse den Antrag auf Pflegestufe I stellen.
Das hören die Kassen gar nicht gerne wenn ihnen das so vorgegeben wird.
Stelle einfach einen Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe.
( Ohne Benennung der Stufe)

Da er zur Zeit im Krankenhaus ist, wende dich an den dortigen Sozialdienst, diese stellen dann von der Klinik aus einen Einstufungseilantrag.
Meist ist dieser nach 7 tagen entschieden. Es gibt eine Vorläufige Pflegestufe, meist die PS I. Ist dein Vater wieder zu Hause, kommt der MDK ins Haus und ermittelt die Pflegestufe. Ihr erhaltet dann einen Bescheid von der Pflegekasse. Das ganze sollte vonm Tag der Antragstellung bis zum Bescheid der Kasse nicht länger wie 6 Wochen dauern.
Auch kann der Sozialdienst der Klinik alle erforderlichen Hilfsmittel wie z. B. Pflegebett, Rollstuhl, Toilettenstuhl usw. im Vorfeld der Klinikentlassung anfordern.
Sind alle erforderlichen Hilfsmittel zu Hause, kann er aus der Klinik entlassen werden.

Wie schon meine Vorschreiben sagten: schaue dir mehrere Einrichtungen an.
Es gibt hier gewaltige Preis und qualitätsunterschiede.
Hast du auch einmal an einen ambulanten Pflegedienst gedacht? An einen Hausnotruf?
Dann könnte er doch evtl. in seiner jetztigen Wohng bleiben.

LG


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*Angie*
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AW: Betreutes Wohnen für Papa

Beitrag von *Angie* » Sa 9. Apr 2011, 23:27

Hallo Mone ...

ja - wie kompliziert das alles ist, damit beschäftigt man sich meist vorher nicht, wenn man es nicht muss ;o)

Wenn Du Fragen hast, weißt Du ja wo Du uns findest.

Vergiss in dem ganzen Stress nicht, auch auf Dich selbst zu achten, das ist wichtig. Bau Dir Ruhepausen ein - auch beim Denken. Ich weiß, auch das ist nicht so einfach - aber auch das ist wichtig, damit Du bei Kräften bleibst.

Ich wünsche Dir ein gutes Gespräch und dass Dir der Sozialdienst da sehr unter die Arme greift!

Alles Gute erstmal,
herzlichst Angie


» Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

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