Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname?

Alles zum Beruf Pflege was nicht mit der Pflege direkt zu tun hat.
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schw.-inge
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von schw.-inge » So 29. Jan 2006, 00:55

ich stelle mich bei meinen bewohnern nur mit meinem vornamen vor
die meisten behalten ihn, viele nennen mich aber nur schwester
obwohl ich denen jeden abend von neuem meinen namen sage, aber die bewohner vergessen ihn halt schnell wieder

am telefon stelle ich mich mit meinem nachnamen nur vor

ebenso bei den angehörigen, mit denen ich zwar selten in kontakt komme aber wenn dann nur mit nachnamen

die meisten bewohner siezen mich, obwohl es mir egal ist ob "du" oder "sie"

ausser bei den angehörigen, da bestehe ich schon auf das "sie"



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RanchRider
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von RanchRider » So 29. Jan 2006, 11:18

Also mich würde es schütteln, wenn mich jemand "Schwester Trudi" rufen würde :D .

In unserem Haus ist es so, daß alle mit Vornamen und eventuell einem "Schwester" davor angesprochen werden. Es gibt nur eine Ausnahme und die bin ich :smile . Ich stelle mich aber auch grundsätzlich mit "Ich bin Frau ..." vor.

Ich weiß gar nicht, warum...Vielleicht liegt es daran, daß ich 40 bin (wink @ Fibula ;) ). Aber wenn ich genau darüber nachdenke, finde ich, daß ich den gleichen Respekt von den Bewohnern erwarten kann, den ich den Bewohnern entgegenbringe.

Wobei ich aber wahrscheinlich den Unterschied machen würde, daß ich auch nichts dagegen hätte, mich duzen zu lassen, wenn ein Bew darum bittet. Wenn er sich damit wohler fühlt...

Aber ich habe das Gefühl, daß die Bewohner sich mit dem "Sie" wohler fühlen. Es ist schließlich ein professionelles Pflegeverhältnis und kein Mensch käme auf die Idee, zu seinem Hausarzt "Bruder Jakob" zu sagen. Letztendlich werde ich auch um einiges ernster genommen. Frau ... kann man nicht so leicht herumkommandieren wie Schwester .... Wobei das sicherlich nur ein I-Tüpfelchen ist.

Nö, ich werde mein "Sie" nicht hergeben und ich fühle mich damit sehr wohl!

LG,
RR



Liv-Estelle
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von Liv-Estelle » So 29. Jan 2006, 11:31

Him, ich stell mich nur mit meinen Vornamen vor, find ich persönlich auch schöner, den bei sovielen kollegen, ist es ziemlich schwer für bewohner sich die nachnamen zu merken.
Ich sprech meine bewohner mit nachnamen an, ´2 bewohner sprech ich mit vornamen an ,den die sind wirklich sehr dement und so kommt man eher an sie ran!



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WhiteTara
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von WhiteTara » So 29. Jan 2006, 19:54

Das handhabt jeder Bewohner bei uns unterschiedlich!
Als ich mit meiner Ausbildung angefing, stellte ich mich mit Vornamen vor. Das gesamte Personal auf dem Wohnbereich wird mit Vornamen angesprochen, auf dem Namenschild stehen aber auch Nachname und Qualifikation mit drauf. Am Telefon melden wir uns mit dem Wohnbereich und vollem Namen. Im Normalfall ist zwischen Bewohner und Mitarbeiter das Sie üblich. Einige Bewohner sind einfach ins Du gerutscht und das finde ich auch nicht schlimm. Was ich nicht mag, ist wenn mich jemand duzt und es so klingt als würde er mich nicht ernstnehmen, dann sage ich auch, dass ich lieber mit Sie angesprochen werden möchte. Es gibt einige Bewohner, die aus Prinzip immer ein Schwester vor den Namen setzen - ich finde es seltsam, denn dieser Titel gehört für mich zu den Ordensschwestern.
Eine Bewohnerin spricht die Mitarbeiter normaler Weise mit Vornamen an, aber wenn sie Hilfe braucht, fährt sie mit dem Rollstuhl auf den Flur und brüllt aus Leibeskräftern "Schwester!!!" und spricht einen dann auch nur mit Schwester an, wenn sie sagt, was sie möchte.
Angehörige sprechen uns meist auch mit Vornamen und Sie an, nur bei denen die wir schon lange kennen gibt es auch das Du.
Der Chef spricht alle förmlich mit Sie und Nachnamen an, nur bei einigen Kollegen, die er noch aus seiner nicht- Chefzeit kennt ist er beim Du und Vornamen geblieben.

Die Männer haben das Problem nicht: Sie werden natürlich nicht mit Schwester angesprochen aber entsprechend Pfleger oder gar Bruder werden sie auch nicht gerufen!

Im Prinzip ist mir die Anrede egal, so lange der Tonfall zeigt, dass mir der entspechende Respekt entgegen gebracht wird :)


LG WhiteTara

Hohenstein
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von Hohenstein » Di 31. Jan 2006, 20:46

also ich stelle mich auch immer mit Vornamen vor. Aber die Bewohner sagen auch immer Schwester dazu. Die meisten haben eh schnell wieder den Namen vergessen, den muß man dann sowieso öfter sgaen.
Und ich denke mal für die Bewohner ist es schwer genug sich Namen zu merken, da würde der Nachname noch zusätzlich verwirren.



andrea
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von andrea » Mi 1. Feb 2006, 07:44

WhiteTara hat geschrieben:Die Männer haben das Problem nicht: Sie werden natürlich nicht mit Schwester angesprochen aber entsprechend Pfleger oder gar Bruder werden sie auch nicht gerufen!
:)
da sagst du was, unsere Zivis werden oft genug mit Schwester von den BW angesprochen, die Gesichter der Zivis am Anfang waren echt zum Schreien.
Ich stelle mich mit Vor- und Zunamen u. mit der Qualifikation vor. Das Wort Schwester benutzen die BW von allein auch wenn ich es lieber ohne hätte.
Viele Angehörige sprechen uns beim Vornamen und Sie an oder auch mit Fr., aber auch mit Schwester. Ich vermute daß liegt daran dass wir in einer katholischen Gegend leben. :yo
Wichtig ist dass der Umgang miteinander locker und frei ist.



Jutti
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von Jutti » Mi 1. Feb 2006, 19:07

Hihi Michi
das ist genau der Grund, warum ich nicht im Telefonbuch stehe :-)
da ich weder eine Schwester habe, noch barmherzig bin, stelle ich mich grundsätzlich mit Vor- und Zunamen vor, wie das in der Erwachsenenwelt so üblich ist. Die Bewohner können dann wählen, ob sie Jutta oder Frau X. zu mir sagen. Auf Schwester höre ich nicht, bzw ich weise darauf hin, das ich keine Schwester bin - was den Zusammenhang hat, das ich ja nicht am Bett sondern im sozialen Dienst arbeite - sprich, wegen der zu leistenden Aufsicht in der Gruppe natürlich nicht mit jedem zwischendurch noch zum WC kann - auch wenn ich mir selbstverständlich nicht zu fein bin dafür (mache ich oft genug, wenn die PP in der Übergabe sind). Würde ich mich dort Schwester nennen lassen, hätte ich das Problem, das sie mich mit Pflege indentifizieren würden, die ich ja derzeit nicht als direkte Pflege leiste und das gäb Kuddelmuddel,ggg
Allerdings habe ich mich auch vorher immer mit Vor - und Zunamen vorgestellt und mich niemals Schwester Jutta selbst genannt.
vG
Jutti



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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname????

Beitrag von Pflegeakademiker » Mi 1. Feb 2006, 19:08

hallo liebe kolleginnen und kollegen,

uns wurde im studium empfohlen uns mit nachnahmen vorzustellen und mit sie sprechen zu lassen.

grund:
nimmt eine person später eine leitende position ein oder ist später selbst mit ehemaligen vorgesetzten gleichgestellt.. gab es in der vergangenheit schon probleme der akzeptanz.

allerdings muß ich sagen, dass ich mich in der praxis meistens mit vornamen vorstelle. das sie oder du angepasst, wie es auf der stat. oder dem wohnbereich üblich ist.

ich hatte mit diesem vorgehen bisher keinerlei probleme und war immer im team integriert.

was nicht vergessen werden sollte ist der respekt vor patient und kollegen. die arbeit achten und eine event. professionelle distanz halten.
also auch nicht im du den affen spielen.
einige stat.leitungen bestehen desegen auf ein sie. dies kann bei der arbeit auch von vorteil sein.



sophie
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname?

Beitrag von sophie » Do 4. Mai 2006, 19:35

uns wurde im studium empfohlen uns mit nachnahmen vorzustellen und mit sie sprechen zu lassen.

grund:
nimmt eine person später eine leitende position ein oder ist später selbst mit ehemaligen vorgesetzten gleichgestellt.. gab es in der vergangenheit schon probleme der akzeptanz.

allerdings muß ich sagen, dass ich mich in der praxis meistens mit vornamen vorstelle. das sie oder du angepasst, wie es auf der stat. oder dem wohnbereich üblich ist.

ich hatte mit diesem vorgehen bisher keinerlei probleme und war immer im team integriert.

was nicht vergessen werden sollte ist der respekt vor patient und kollegen. die arbeit achten und eine event. professionelle distanz halten.
also auch nicht im du den affen spielen.
einige stat.leitungen bestehen desegen auf ein sie. dies kann bei der arbeit auch von vorteil sein.
Hallo Pflegeakademiker,

ich denke das kommt auf die persönliche Führungsqualität des Einzelnen an. In der Einrichtung, in der ich meine Ausbildung gemacht habe, waren alle vom ersten Tag an per DU, auch die Heimleitung. Es gab niemals kompetenzgerangel oder probleme wer hier welchen Bereich hat. Die HL hatte alle "voll im Griff", die Dame wusste einfach was Führung ist. :-) )))

Auch an meinem jetztigen Arbeitsplatz dutzen alle unsere WBL und auch die PDL. Ich persönlich sehe darin kein Problem, solange sich jeder über die verschiedenen Kompetenzen des anderen bewusst ist.


So zu dem eigentlichen Thema,

bei uns auf dem WB werden wir alle mit dem Vornamen angesprochen. Ich persönlich möchte eigentlich auch nicht mit dem Nachnamen angesprochen werden. ( Da komm ich mir so alt vor ;-) ) Aber natürlich steht auf den Namensschildern Vor- und Zunamen und die Qualifikation.
Jetzt hat sich zufällig ergeben, dass die Mutter meines ehemaligen Lehrers bei mir auf dem WB liegt und ich viel mit ihnen zu tun habe, da sie zu "meinen Zimmern" gehört (Bezugspflege). Nun möchte er, da er mich dutzt, dass ich ihn auch dutze, und dass ist mir wiederum unangenehm. Es schafft eine Nähe die mir sehr unangenehm ist, aus welchen Gründen auch immer. Aber ich schiebe das immer auf meine "gute Erziehung" und bleibe beim Sie.

Gruss Sophie



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Mendax
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Beruf: Niederlassungsleiter
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AW: Schwester/ Pfleger, Vorname oder Nachname?

Beitrag von Mendax » Sa 6. Mai 2006, 22:00

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