Arbeitslose Altenpfleger - eine Umfrage

Alles zum Beruf Pflege was nicht mit der Pflege direkt zu tun hat.

Bist Du ein/e arbeitslose/r Altenpfleger/in?

Ja, ich habe nach der Ausbildung keine Stelle bekommen.
11
3%
Ja, ich habe bereits Berufserfahrung nach der Ausbildung gesammelt und bin nun trotzdem arbeitslos.
22
7%
Nein, ich war zwar mal arbeitslos, habe aber inzwischen wieder eine Stelle gefunden.
42
13%
Ich war in meinem Beruf als AP noch nie von Arbeitslosigkeit betroffen, und ich bin schon lange AP.
161
49%
Ich bin noch nicht lange AP, und war bisher noch nie von Arbeitslosigkeit betroffen.
91
28%
 
Abstimmungen insgesamt: 327

Mausiherz
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Beitrag von Mausiherz » Mo 12. Jul 2010, 14:11

Nicht ganz in einen behinderten Wohnheim, wo die Betreuung Vorrang hat und nicht die Pflege. Ist er mir sogar fachlich unterstellt. Er hat nicht Betreuer und das damit verbundene fachliche pädagogische Wissen.

Kannst du einen Entwicklungsbericht oder einen Förderplan schreiben?



thomas09
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Beitrag von thomas09 » Mo 12. Jul 2010, 14:17

Warum sollte das ein eingearbeiteter AP nicht können?

Er hat nicht Betreuer und das damit verbundene fachliche pädagogische Wissen.
Wenn du dich da mal nicht täuscht! Natürlich hat jeder neue MA hat in einem neuen FB Nachhol- und Schulungsbedarf.
Auch das ist Ausbildungsinhalt in der APausbildung.

Zum Fussboden wischen wird er ja nicht eingestellt sein?



Mausiherz
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Beitrag von Mausiherz » Mo 12. Jul 2010, 14:22

Ach quatsch ist er nicht, er soll ja nicht den Boden wischen. Würde er das tun gäbs krach mit den Bewohnern.
Nein er soll uns beim Tagesablauf unterstützen, die Leut beaufsichtigen während wir Medi setzten oder mit den Leuten Eisessen gehen oder sie ins Bad fahren. Solche Sachen muss er mitabdecken, einkaufen gehen oder oder oder... .

Eigentlich ist es schön bei uns, wir sitzen im Garten mit den Bewohnern oder schauen mit ihnen Fußball. Solche Sachen muss er machen, aber Boden wischen??



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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Mo 12. Jul 2010, 18:27

Hi Linade, alle 2 und 3 jährig examinierte dürfen jede Behandlungspflege ausführen. Einjährige dürfen nur bestimmte Behandlungspflegen machen.
da< gibt es aber ein paar Auflagen.
Ist so in den Verträgen und den Leistungsbeschreibungen die zwischen den Kassen und den Pflegeeinrichtungen abgeschlossen wurden so vereinbart.
Schaust du hier:
http://www.krankenpflege-gerling.de/dow ... g_2007.pdf

Nun kommen wir aber sehr weit vom Thema ab.
was hat deine Frage mit arbeitslosen PFK zu tun???


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johannes
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Beitrag von johannes » Mo 12. Jul 2010, 18:35

@ griesuh

Nein, habe ich noch nicht erlebt, daß alle ans Steuer wollen. Die meisten Pflegekräfte wollen an der Basis arbeiten. Mit Würde! Die muß man ihnen aber auch bieten, damit sie sich wohl fühlen.

Wenn der Arbeitgeber einen Mitarbeiter ständig aus dem Frei holt - wird hier soooo oft gepostet - und Überstunden kloppen läßt, ist das für mich ein Verheizen. Daß jeder in der Regel den Druck zur Seite oder nach unten weiter gibt, ist doch auch Dir nicht neu, oder? Der Druck untereinander ist also nur eine Folgeerscheinung.

Da ich selbst Arbeitgeber bin, kenn ich Dein Argument aus erster Hand. Dennoch weiß ich, daß vieles - vor allem stationär - auch anders geht, weil ich es praktiziere.

Die Überlastung ist das Grundproblem, weil fast alle Pflegekräfte sich ihren Beruf anders vorgestellt haben. Und zur Überlastung gehören immer zwei. Da bleib ich dabei. Mir wurden auch nur 5,6 Planstellen für 17 Pflegeplätze genehmigt, die natürlich auch nur bezahlt werden. Trotzdem beschäftige ich Mitarbeiter für 9 Planstellen. Ich rede also nicht von irgendwelchen Theorien, sondern von der Praxis.

@ thomas

Na, von was wohl werden Lehrer und Schulen bezahlt? Von Steuergeldern, schließlich ist der Lehrauftrag eine hoheitliche Aufgabe.

Von was werden die AZUBI bezahlt? Bei mir werden die von mir bezahlt auf Heller und Pfennig. Ich will Fachkräfte haben, also bilde ich sie auch aus. Stell Dir vor, mich ärgert daran schon etwas. Ich finanziere 3 Jahre Ausbildung. Davon steht der AZUBI mir 1 Jahr zur Verfügung, 1 Jahr ist schulische Ausbildung und das 3. Jahr genießen andere Betriebe die Vorteile eines kostenlosen Mitarbeiters für sie.



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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Di 13. Jul 2010, 07:03

Hi Linade, ich weis ja nicht wo her du und andere die rosa rote Brille habt, bzw aus welchen Regionen ihr kommt.
Fakt ist, im Rhein-Main -Gebiet bekommst du keine exen. Da kannste dich als AG auf den Kopfstellen, Samba tanzen und La Paloma in stereo pfeifen.

Insbesondere dein 3. letzter Absatz stößt bei mir auf Widerspruch. Klar gibt es auf beiden seiten solche und solche. Darüber muss nicht diskutiert werden.
Fakt ist jedoch, der Arbeitsmarkt an 2 u. 3 jährigen exen (AP u. KP) ist Bundesweit leer.
Durch die gesamte Republik geht ein Aufschrei, wachen plötzlich alle Berufsverbände der Pflegeeinrichtungen und die Politiker auf, da sie es auch bemerkt haben. Da fehlt doch was!
Es wird versucht mit allen möglichen u. unmöglichen Mitteln ( z. B. Langzeitarbeitslose zwangsweise in die Pflege zu stecken ) dieses Defizit aus zu gleichen.
Interesanterweise hat sich das aber noch nicht bis zu allen Pflegekräften herum gesprochen.
Linade, in der heutigen Zeit braucht keine exe arbeitslos zu sein. Da kannst du dich drehen und wenden wie du willst, wenn dem so ist, dann stimmt was mit der exe nicht, da ist ihrgend wo ein Haken. ( Ausnahmen bestätigen die Regel)
Weiter zu deiner Frage der Entlohnung. Frage da einmal Johannes, der ja ein vorbildlicher Arbeitgeber ist. Er glaubt auch, dass der PFK -Mangel nicht am Geld liegt.
Aber ich lese, genau so wie in deinem Beitrag, immer wieder "Geld, Geld, Geld, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, sonstige Vergütungen, Zuschläge usw. Das kann laut Johannes eigentlich gar kein Thema sein. Wenn ihr Menschenwürdig behandelt werdet geht ihr auch fürn Appel und ein Ei arbeiten !
(jetzt war auch ironie mit dabei). Klar erhalten meine PK all die von dir genannten Zahlungen und Zuschläge. Auch die Fahrzeit ab Büro bis Rundenende im Büro ist arbeitszeit. Ebenso gibt es eine tgl. pauschale Rüstzeit für jeden. (Lese einmal andere Beiträge, wie es da in einigen Einrichtungen abgeht)
Nur so am Rande: PH's bekommen 10.00 €, exen ab 13€ aufwärts z. zgl. der Zuschläge.

Tatsache und Fakt ist : Es gibt nicht mehr genügend examienrte Pflegefachkräfte.
Das ist ein hausgemachtes Problem der Politik. Vor Jahren als die Qualitätsanforderungen an Einrichtungen noch nicht so hoch waren, haben die AA's u. Politiker alles mögliche zu Pflegehelfern ausbilden lassen. Dann wurden die Qualitätsanforderungen an die Pflegeeinrichtungen immer höher geschraubt. Aber es wurden weiter PH's ausgebildet und gefördert. Darüber wurde vergessen, dass nach den Qualitätsanforderungen PH's nicht alles machen dürfen, obwohl sie es vom Wissen her könnten. Anstatt die PH's zu förden um eine 2 bzw 3 jährige Ausbildung ab schließen zu können, wurde dieses Fördergeld gestrichen. Jetzt haben wir die Quittung davon. Es besteht exen -Mangel und ein überschuß an PH's. Warum , das habe ich auch in anderen Beiträgen denke ich deutlich aufgezeigt.


Griesuh
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Beitrag von johannes » Di 13. Jul 2010, 09:34

@ griesuh
in der heutigen Zeit braucht keine exe arbeitslos zu sein. Da kannst du dich drehen und wenden wie du willst, wenn dem so ist, dann stimmt was mit der exe nicht, da ist irgendwo ein Haken.
Dies bezieht sich allerdings nur auf Exen, die noch in der Pflege arbeiten wollen
PH's bekommen 10.00 €, exen ab 13€ aufwärts z. zgl. der Zuschläge
ist realistisch, mehr wird nicht finanziert von den Kostenträgern. Die Vergütung kann allerdings steigen, wenn man PK entläßt. Dann bleibt tatsächlich mehr für die Übrigen. Allerdings auch bei der Arbeit.
Wenn ihr Menschenwürdig behandelt werdet geht ihr auch fürn Appel und ein Ei arbeiten!
ich verstehe Deinen Seitenhieb, aber ist das nicht unter Deinem Niveau?
Es gibt nicht mehr genügend examienrte Pflegefachkräfte
Wenn Du verfügbare Fachkräfte meinst, stimme ich Dir zu, die nichtverfügbaren arbeiten mittlerweile - wenn auch nicht mehr immer - unter weniger stressigen Arbeitsbedingungen in berufsfremden Tätigkeiten.
Das ist ein hausgemachtes Problem der Politik.
Nein, das ist erst in zweiter Linie ein Problem der Politik. Ursprünglich wurde von den Unternehmen nicht darauf geachtet, daß menschenwürdige Arbeitsbedingungen aufgebaut werden und erhalten bleiben. Statt dessen wurde immer nach fremden Leistungen gerufen (Politik).
Aber es wurden weiter PH's ausgebildet und gefördert.
Für ausreichend qualifiziertes Personal sorgen ist nicht Aufgabe der Politik, sondern der Unternehmen. Das ist in allen Wirtschaftszweigen ebenso. Wenn Unternehmen sich mit dem Minimum zufrieden geben - dann auch noch mit Fördermitteln - ist es ihr eigenes Verschulden, wenn ihnen die qualifizierten Kräfte ausgehen. Da ist der Verweis auf die Politik nur Augenwischerei. Das hat m. E. was mit Verantwortung übernehmen zu tun von Seiten des Unternehmers.

Im Übrigen: Was ich als Kleinstunternehmen kann, können die Großen erst recht. Die haben ansich weit mehr Gestaltungsspielraum und finanzielle Mittel. Um nur ein Maß anzugeben (ich spreche bewußt von der stationären Pflege):
bei einem Jahresumsatz von rd. 650.000 € ist die Ausbildung von 2 Pflegefachkräften finanzierbar ohne Fördergelder! Wieviele Auszubildende kann sich dann wohl ein Betrieb leisten, der einen Jahresumsatz von 4,5 Mio. aufzuweisen hat?



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Beitrag von thomas09 » Di 13. Jul 2010, 10:45

@johannes:

irgendwie verstehe teilweise die Motivation/Hintergrund deiner Beiträge nicht :confused:
Dies bezieht sich allerdings nur auf Exen, die noch in der Pflege arbeiten wollen
auf was denn sonst? Auf verfügbares Personal. Mai und Junikäfer sind ungeeignet. Warum muß das extra betont werden, versteht sich doch von selbst?

Wenn Du verfügbare Fachkräfte meinst, stimme ich Dir zu,
Welche denn sonst. Die nicht verfügbaren kann ich nicht Einstellen.

Bei den letzten beiden Bemerkungen deinerseits, scheint dir entgangen zu sein, dass das Jahrzehntelang und auch heute noch größtenteils, KHs und damit die Ausbildungstätten in staatlicher, länder, kommunaler und städtischer Hand sind.

Frage: wer steuert damit die Ausbildung größtenteils in der Pflege?
Würde mal jetzt mal spontan sagen - könnte die Politik sein!



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Beitrag von Griesuh » Di 13. Jul 2010, 13:19

Hi Johannes, leider redest du am Thema vorbei.
Wir sprechen nicht von regulären AZUBIS, sondern wir sprechen von arbeitslosen PH's, von arbeitslosen PFK, bzw. von willigen im erwachsenen Alter mit Familie, die den Pflegeberuf erlernen möchten.
Du wirst wohl keine PH's oder Umschüler finden, die für eine Ausbildungsvergütung eines AZUBI ihre 3 jährige Ausbildung machen. Hier ist wieder das AA und die Politik gefragt, dass mit Umschulungsförderungen ( die leider gestrichen wurden) eine Ausbildung mit einem Einkommen ermöglicht wird, um davon leben zu können.
Du willst mir doch nicht erzählen, dass du Umschülern ein Gehalt von einer exe bezahlst??

Leider muss ich thomas09 recht geben in dem was er dir schrieb.
Deine Ansichten sind teilweise sehr sonderbar.

LG


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Beitrag von johannes » Di 13. Jul 2010, 16:09

@ thomas

zu 1. es bezieht sich darauf, daß dann mit den Exen was nicht stimmt (siehe Ausführung Griesuh)
zu 2. Die Fragestellung ist doch, warum sind keine mehr verfügbar!?

Sind nicht in der Vergangenheit Pflegefachkräfte systematisch verheizt worden? Die sind für die Pflege verloren! Das sind zwar Fachkräfte, aber eben nicht mehr verfügbar. Ist ja nicht so, daß die alle schlagartig Rentner sind.

Und ich dachte, dieses kleine Einmaleins sei bekannt.

zu 3. hast Recht. Wenn der Arbeitgeber die öffentliche Hand ist, dann ist das noch kein politisches Problem, sondern immer noch ein Problem des Arbeitgebers - in diesem Falle dann der öffentlichen Hand. Was ist an dem Argument unverständlich? Beim nächsten Argument ist es das Gleiche.

Hinzu kommt, daß auch die Frei-Gemeinnützigen, wie sie sich schimpfen und die Gewerbliche, wie sie geringschätzig genannt werden, mehr auf Zuschüsse schielen als auf qualifizierte Grundlagen. Achtung, es geht um Personal!



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Beitrag von johannes » Di 13. Jul 2010, 16:16

Aber Griesuh,

wer wird denn ... Bezahlst Du etwa Ungelernte Mitarbeiter mit dem Gehalt von Fachkräften? Muß es Dir aber gut gehen. Das Gehalt von Ungelernten reicht bei mir jedenfalls aus, daß die Mitarbeiterin, Alleinerziehend mit zwei Kindern auch noch eine Vollausbildung machen kann.

Und ab 2011, wenn die beiden AZUBI fertig sind, werden wieder zwei Ungelernte, deren Entgelt selbstverständlich weitergezahlt wird, ihre Ausbildung machen. Ist das etwa was Besonderes?

Daß meine Ansichten sonderbar sind, weiß ich. Bin ich auch oft genug stolz drauf. Davon haben meine Bewohner was, davon haben meine Mitarbeiter was, davon habe ich auch was. Was will ich mehr?

Ich kann Dir aber was verraten: Du würdest auch davon profitieren, wenn Du meine Prinzipien in Erwägung ziehen würdest, versprochen.



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Beitrag von thomas09 » Di 13. Jul 2010, 16:59

Hallo johannes,

ohne es jetzt bös zu meinen - aber du bist ja ein ganz Schlauer!

Je höher man steigt um so tiefer fällt man - aber lassen wir das.

zu 1 u. 2 du beantwortest Fragen die nicht gestellt wurden. Bringst Argumente auf Themen die nicht Gegenstand dieser Diskussion sind.
... dann ist das noch kein politisches Problem
häää, wenn du auf mich Bezug nimmst, ich habe das Gegenteil geschrieben.

Ich gehe doch mal davon aus dass du gewisse Grundkenntnisse nicht nur im einmal eins hast :hehe , sondern auch im politischen System der BRD. Wer bestimmt den im öffentlichen Dienst die Richtung mit Erlassen, Verordnungen, Gesetzen, Geld - DIE Politik. 8)



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Beitrag von Griesuh » Di 13. Jul 2010, 17:23

Hi Johannes, zu deinen Äusserungen möchte ich mich nicht weiter auslassen, da es keinen Sinn ergibt weiter zu diskutieren, da du grundsätzlich am Thema vorbei diskutierst.
Hättest du Schulaufsätze geschrieben stünde darunter:

Am Thema vorbei. Note 6

Also nix für ungut. Bleibe du bei deiner merkwürdigen Auffassung, ich bleibe bei meiner und damit scheine ich ja nicht alleine da zu stehen.

LG


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Beitrag von johannes » Di 13. Jul 2010, 17:39

@ thomas09

Man sagt mir nach, daß ich viel Geduld hätte, ggg. Also dann

zu 1. Griesuh schrieb heute morgen 7:03 Uhr, 11. Satz
Linade, in der heutigen Zeit braucht keine exe arbeitslos zu sein. Da kannst du dich drehen und wenden wie du willst, wenn dem so ist, dann stimmt was mit der exe nicht, da ist ihrgend wo ein Haken.
darauf habe ich mich bezogen und ihm zugestimmt.
zu 2. im gleichen Posting schrieb er weitere 11 Sätze weiter unten ohne die Klammersätze
Tatsache und Fakt ist : Es gibt nicht mehr genügend examienrte Pflegefachkräfte.
Darauf antwortete ich
Wenn Du verfügbare Fachkräfte meinst, stimme ich Dir zu, die nichtverfügbaren arbeiten mittlerweile - wenn auch nicht mehr immer - unter weniger stressigen Arbeitsbedingungen in berufsfremden Tätigkeiten.
Da ich ein bischen weiter denke, habe ich meine Aussage
die nichtverfügbaren
auf die Fachkräfte bezogen, die von den Arbeitgebern durch Raubbau an deren Kräften aus dem Arbeitsleben als Pflegekräfte ausgeschieden sind. Dies wiederum habe ich Dir in meinem Posting von 16:09 Uhr erklärt mit
Sind nicht in der Vergangenheit Pflegefachkräfte systematisch verheizt worden? Die sind für die Pflege verloren! Das sind zwar Fachkräfte, aber eben nicht mehr verfügbar. Ist ja nicht so, daß die alle schlagartig Rentner sind.
Und ich dachte, dieses kleine Einmaleins sei bekannt.
Ist das jetzt geklärt, welche Fragen ich beantwortet habe?

Das politische Problem

Wenn der Arbeitgeber eine Kommune oder ein Land ist, dann handelt es sich bei diesem um einen Arbeitgeber. Es sind also nicht die Politiker (das sind meines Wissens diejenigen, die in den Parlamenten sitzen) die Arbeitgeber. Damit schließt sich der Kreis für mich. Die Politiker machen die Gesetze, an die sich die öffentlichen, die frei-gemeinnützigen und die gewerblichen Arbeitgeber halten müssen. Das ist also eine völlig andere Ebene.

So, ich hoffe, das ist jetzt verständlich. Wenn nicht, sags mir und ich versuch mein Glück auf andere Weise.



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Beitrag von Griesuh » Mi 14. Jul 2010, 08:13

Hi GastLinade, klar war dieser Satz voller Ironie, im Bezug auf Johannes Aussagen gemünzt. Bei ihm ist es ach so einfach. Was ich damit sagen wollte, es ist nicht nur ein menschenwürdiges Umgehen mit den MA, es ist auch nicht nur das Geld was eine Rolle spielt.
Dass es keine exen gibt ist ein viel schichtiges Problem und nicht so einfach zu lösen wie es Johannes darstellt.
Fakt ist auch, dass vor Jahren die falschen politischen Weichen gestellt wurden, was jetzt auch mit da zu beigetragen hat, dass ein exen Mangel besteht.
Da gebe ich dir recht, man kann und soll über keinen Urteilen, den man nicht persönlich kennt. Aber die Beiträge sagen doch schon einiges aus.
Noch mals zur Vergütung. In Hessen bekommen die PD's umgerechnet ca. 27€ die Stunde an Honorar von den Kassen. Von diesen 27€ sind alle anfallenden Betriebskosten zu zahlen. Als Unternehmer weis ich, was mich mein Betrieb in der Stunde kostet. (Betriebsstundensatz)
So, jetzt kannst du dir selbst ausrechen was an Löhnen gezahlt werden kann.
bei 15€ Stundenlohn kommen für den AG nochmals 30 % an Abgaben drauf. Somit kostet der MA die Stunde 15€ plus 4,50€ = 19,50€.
Nun müssen von den verbleibenden 7,50 € alle weiteren Betriebskosten wie, Fahrzeuge, Miete, Versicherungen, div. Beiträge zu Berufsverbänden, IHK, GWG, Strom, Gas, Wasser, Urlaubs-Weihnachtsgeld, Lohnfortzahlung usw. gesichert sein und bezahlt werden.
Dass der Betreiber auch noch was verdienen möchte, erwähne ich hier nur einmal am Rande.

In meinem kleinst Betrieb habe ich z. Z. 3 Vollzeit exen, 2 Halbezeit exen und eine Azubine, z. zgl. meiner Wenigkeit und einer Verwaltungskraft auf Honorarbasis.
Mit dieser Besetzung kann ich leider keine neuen Kunden annehmen, da wir alle bis an die Grenzen ausgelastet sind.
Da ist nun der Punkt gekommen an der sich die Katze in den Schwanz beißt.
Weitere neue Kunden bedeutet mehrarbeit für alle, wenn ich kein weiteres Personal finde. Keine Kunden mehr annehmen bedeutet betrieblicher Stillstand. Sterben dann mehrere Kunden wird es ein berieblicher Abbau werden.
Also was tun? Es ist nicht so leicht wie Johannes das hier darzustellen versucht.

Also nix für ungut und denkt mal drauf rum : :) )


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Beitrag von thomas09 » Mi 14. Jul 2010, 09:30

@johannes:
(das sind meines Wissens diejenigen, die in den Parlamenten sitzen)
aaaaaaah ja.

Also ich Klink mich jetzt aus.

Denn ich fange nicht auch noch ne Nachhilfe in Staatbürgerkunde an.

Auf der Ebene bringt ein Diskussion nix.

Jeder Entlarvt sich früher oder später selbst.



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Beitrag von johannes » Mi 14. Jul 2010, 15:44

Ja, Thomas, das ist bekannt, daß in Bayern die Uhren anders gehen. Da sitzen die Politiker am Stammtisch. :hehe



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