arbeiten im altenheim!?!?

Alles zum Beruf Pflege was nicht mit der Pflege direkt zu tun hat.
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Dirk Höffken
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Neugierig

Beitrag von Dirk Höffken » Di 28. Jun 2005, 22:18

Hallo kumberja.

Ich bin jetzt einfach mal neugierig.
@kumberja
... „und das personal mit "nur" einer altenpflegerausbildung diese tätigkeiten nicht durchführen durften.“ ...
Welche Tätigkeiten sind das?

MfG DH

Zitat:
Glaube ist emotionales Wissen! - Robert E. Steindorf (*1965), deutsch-amerikanischer Denker und Aphoristiker



Jutti
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Beitrag von Jutti » Di 28. Jun 2005, 22:30

Danke Dirk,
exakt das wollte ich auch sofort fragen............

liebe grüße
Jutti



Dirk Höffken
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Nochmal neugierig

Beitrag von Dirk Höffken » Di 28. Jun 2005, 22:46

Hallo Fibula.
@Fibula
... „Aus Unwissenheit wird das dann natürlich auf die sowieso oftmals als minderwertig betrachteten Altenpfleger übertragen. In einem stinknormalen Altenheim, gibt es meines Wissens keine Tätigkeiten, die ein AP nicht durchführen darf,“ ...
Ich drücke mich jetzt irgendwie schon wieder ziemlich erfolgreich ums lernen. Na ja.

Trotzdem würde mich interessieren, welche Tätigkeiten eine Gesundheits- und Krankenpflegerin/ ein Gesundheits- und Krankenpfleger (an diese Berufsbezeichnung muss ich mich zum Glück nicht mehr gewöhnen!!!) in einem „unnormalen“ Altenheim bzw. einem Krankenhaus ausführen darf und eine Altenpflegerin/ ein Altenpfleger nicht?

MfG DH

Zitat:
Die Vermutung ist ein Schifflein ohne Ruder und Segel. - Professor Jacob Lorenz (1883 - 1946), Schweizer Wissenschaftler, Publizist und Politiker / Quelle : »12 Dutzend Sinnsprüche«



Dirk Höffken
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Gemeinsame Berufspezeichnung & Grundausbildung

Beitrag von Dirk Höffken » Di 28. Jun 2005, 23:10

Hallo Fibula.

Hm.

Abschließend möchte ich nur noch eines hinzufügen: Ich plädiere nachwievor für die gemeinsame Berufsbezeichnung Pflegefachkraft und eine gemeinsame Grundausbildung.

MfG DH

Zitat:
Einzeln sind wir nichts, gemeinsam das Doppelte. - Graffito



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doedl
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Beitrag von doedl » Mi 29. Jun 2005, 10:31

Hallo Kumberja

Altenheime kann und soll man nicht über einen Kamm scheren.

Natürlich gibt es solche Einrichtungen, wie Du sie beschrieben hast, aber es gibt auch gute Organisationen.

Wenn Du Dich im Altenheim bewerben möchtest, dann frage doch mal schon im Vorfeld, ob Du nicht 2-3 Tage probearbeiten kannst. Da siehst Du am schnellsten, ob Du Dich dort wohlfühlen wirst oder nicht.

Was Du an Urkundenfälschung im Heim beschrieben hast, hab ich grad aus einem ambulanten Dienst gehört- also auch sowas ist nicht grad heimtypisch, ggg.

Gruss Doedl

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Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

ferdi
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RE: arbeiten im altenheim!?!?

Beitrag von ferdi » Do 30. Jun 2005, 20:14

Die AP- Ausbildung ist ja nun endlich bundeseinheitlich.
Ich bin nicht nur hier im Forum. Mir fällt immer wieder auf das Disskusionen entstehen die nicht zu einer befriedigenden Lösung führen. Das liegt einzig und allein daran weil jedes Bundesland die §§ SGB XI und V anders umzetzen.
Vieleicht sollten wir unter dem Thema "Bundesweit" mal vergleichen was wo, wie geregelt ist.

Zum Thema:
NRW: Es ist nicht möglich ohne die entsprechende Zusatzausbildung eine leitende Stellung einzunehmen.

Für alles was nicht nur AP ist, Fibula - Beatmung, benötigt ein Heim, ein Pflegedienst, zusätzlich geschultes Fachpersonal und das können auch AP´s sein.

Dirk spricht von einer gemeinsamen Berufsbezeichnung, da halt ich gar nichts von.
Krankenpflege und Altenpflege sind 2 Welten.
Gemeinsame Grundausbildung halte ich für dringend erforderlich.

Kürzel fälschen im Pflegedienst: Es wird nur das bezahlt was abgeharkt ist und wo ein Kürzel drunter steht.
Kollegin K. war am 22. bei Frau X. und hat nicht abgeharkt. Es ist Monatsende und die Leistungsnachweise müssen an die Kranken- und Pflegekassen geschickt werden. Kollegin K. hat aber 3 Wochen Urlaub. Das heißt der 22. wird nicht bezahlt. ??? .
Wenn das Kürzel gefälscht wurde, dann für die Schusseligkeit der Kollegin, aber nicht für ungeleistete Arbeiten.

ferdi



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Beitrag von Jutti » Do 30. Jun 2005, 21:16

Hi Nuriana,
das kann ich dir beantworten
Auch stelle ich mittlerweile bei Vorstellungsgesprächen fest, das 60 % der Bewerbungen in Alteneinrichtungen von Krankenschwestern/Pflegern kommen,
es gibt mehr arbeitslose krankenschwestern/pfleger als Ap und viele würden so gerne das ausüben, worauf sie gelernt haben, Krankenpflege, nicht Altenpflege, aber nach der Ausbildung stehen sie da......

in meinem Freundes - wie auch beruflichen Umfeld tummeln sich alle möglichen Pflegeberufe und ähnliches bis zum Arzt und Heilpraktiker, alles rum.Die Arbeitsmarktlage lässt zu wünschen übrig und das erklärt viele Wege, die gegangen werden, obwohl sie eigentlich nicht so vorgesehen waren und ehrlich gesagt, die gemischten Teams, das sind die besonders guten. Was der eine rehabilitativ drauf hat, hat der andere sozialpflegerisch drauf und gemeinsam sind sie bärenstark!


Nun arbeite ich seit ich 16 bin im med Bereich, ich kann die Diskussion, wer ist nun besser, nicht mehr hören. Wir alle, als gemeinsames großes Team mit verschieden ausgerichteten Ausbildungen haben dies gelernt, weil wir Menschen /pflegen/betreuen/rehabilitieren möchten, die Unterstützung benötigen, fertisch


viele Grüße
Jutti



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Qualifikation

Beitrag von Dirk Höffken » Do 30. Jun 2005, 22:32

Hallo.

Formale Qualifikation ist gut und wichtig. Materielle Qualifikation ist besser!
@kumberja
... „ein ehem. schülerin aus unserem KH wurde total ausgenutzt dort, war gleich stationsleitung (oder nur stellvertretene?!) und sollte dienstpläne schreiben, den leuten dort gleich urlaub geben obwohl sie ja noch gar keinen plan von sowas hatte.. und sich auch mit keinem beraten konnte.“ ...
@Nuriana
... „Das der AG deinem/deiner Bekannten die Position einer Führungskraft angeboten und dieser Sie wohl auch angenommen hat, gehe ich mal davon aus, das er/sie sich dieser Position und deren Aufgaben und Verantwortungsbereich nicht bewußt war.Und sich somit durch Unerfahrenheit vielleicht überfordert und allein gelassen gefühlt hat.“ ...
Ich will hier keinem zu nahe treten, aber es geht um die Leitung eines Wohnbereiches / einer Station. Nicht um die Führung eines weltweit agierenden Konzerns, nicht um einen Job als Neurochirurg, nicht um die Stelle als Vorsitzender Richter eines Bundesgerichtes und auch nicht um die Stelle eines Quantenphysikers.

Nochmal: Es geht um die Leitung eines Wohnbereiches / einer Station!!!

Wenn eine junge unerfahrene Pflegefachkraft die Leitung übernimmt, kann man ihr einfach eine Chance und Schonfrist geben. Helfend unter die Arme greifen, ist vielleicht auch eine Idee. Wenn´s klappt gut. Wenn nicht muss man sich eben Gedanken machen.

Selten klappt´s! Warum? Vielleicht Neid? Oder aber Egoismus? Bequemlichkeit?
@Nuriana
... „ob Sie/ er als ehemaliger Schüler schon dieser Aufgabe gewachsen ist.“ ...
Menschen wachsen (meist) mit ihren Aufgaben. Irgendwo habe ich dies schon mal hier erwähnt. Hinzufügen möchte ich: Wenn die Person Leitungsqualität hat, lernt sie aus (ihren) Fehlern.

MfG DH

Zitat:
Probleme sind Chancen. - Unbekannt



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