Zeitarbeitsfirma

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Eleni
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Beitrag von Eleni » Do 21. Apr 2016, 06:29

Bastian Duhari
du kostest rein pragmatisch dem Krankenhaus weniger als ein Festangestellter ,
weil die Sozialabgaben ausfallen , Zulagen etc .
Der Stundenlohn sieht höher als Festangestellte aus aber die klugen Köpfe machen Mathematik während du schuftest.


Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, dann soll man den Kopf nicht hängen lassen.

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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Do 21. Apr 2016, 07:24

Eleni, deine Aussage stimmt leider nicht.
So ein Pflegeleiarbeiter kostet eine Pflegeeinrichtung mtl. zwischen
6000€ -8000€.
Die Leihfirma will den Lohn, Provision, mtl. Kostenausgleich und verlangt mtl. Gebühren.
Tipp: glaubst du das nicht, dann frage einmal bei einer Leihfirma an, was das mtl. Kostet.


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Bastian_Duhari
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Beitrag von Bastian_Duhari » Do 21. Apr 2016, 07:30

Ich muss hierbei Griesuh recht geben. Ich habe aus reinem Interesse mal die PDL gefragt, was ich ihr monatlich koste...da ich nur Helfer bin keine 6000-8000 aber wenn ich das Geld kriegen würde, was die bezahlen, hätte ich aktuell keine Sorgen deswegen ;)



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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Do 21. Apr 2016, 07:35

Bastian_Duhari,
Pflegehelfer und Pflegeassistenten, genauso wie Alltagsbegleiter und CO. haben auf dem Markt wirklich kaum eine Möglichkeit zur Festanstellung, da der Markt mit diesen Kräften total überschwemmt ist.
Leider "bilden" die Argen noch immer am Markt vorbei aus.
Jeder der einmal gesagt hat er könne sich vorstellen in der Pflege zu arbeiten wird per Bildungsgutschein von den Argen zu diesen Helferjobs gedrängt.
Anstatt eine fundierte 3 Jährige Ausbildung zu ermöglichen verteilen die Argen ziellos Bildungsgutscheine für diese Helferjobs.
Die Sachbearbeiter, bzw. die Politik müssen hier gewaltig umdenken.
Eleni und Bastian_Duhari es ist in der Tat so, dass 3 jährig EXAMINIERTE Pflegefachkräfte händeringend gesucht werden.


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Beitrag von Bastian_Duhari » Do 21. Apr 2016, 07:41

Dies möchte ich ja auch auf keinen Fall abstreiten, aber es wird ja seitens dem Staat nicht angeboten auf 3 Jahre zu erweitern :mad: Und wenn doch dann nur mit horenden Abschlägen und Einschränkungen..hat man dann mal doch nach der 10 Berufsschulabsage eine Schule gefunden die einem zum Bewerbungsgesrpäch einlädt, wird man hierbei regelrecht (und das ist kein Einzelfall) heruntergeputzt und als blöd dargestellt..wenn das schon so anfängt, wer möchte dann dort ne Ausbildung. Mein Lieblibgssatz hierbei ist immer "Sie sind Helfer? Denken Sie, Sie schaffen die 3 jährige Ausbildung überhaupt?"



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Beitrag von Eleni » Do 21. Apr 2016, 11:31

Griesuh,
ich bestreite nicht wieviel ein Leiharbeiter der Einrichtung kostet, ich behaupte dass das hausgemachte Problem mit Lösungsfindungen durch Leihfirmen kostengünstiger ist. Ja so ein Sümmchen von 6000 € liest sich immens hoch, diese Summe wird doch finaztechnisch anders verbucht und abgesezt.
Kleinbetriebe können sich keine Leihpflegefachkräfte leisten , das glaube ich. Aber Kliniken und Einrichtungen schon und sie sparen dabei . Von der eine Seite Pflegenotstand von der anderen Seite Leihfirmen die Pflegepersonal anbieten.
Da stimmt doch was nicht ! In jeder Branche Leiharbeiter Fachkräfte , Assistente.
Die 1 Jährige Ausbildung KPH/APH wurde 1993 so gut wie abgestellt also in der mir bekannten Fachseminaren wurden solche Kurse nicht angeboten es wurde die 3 jährige gefördert .
Heute frage ich Schülerinen warum die doch nicht gleich die 3 jährige Ausbildung machen. Die Antwort ist , weil sie gesagt haben ich soll erst die 1 jährige machen...komisch wenn mir das 3 Schülerinnen sagen , komisch wenn bei den Pflegenotstand die 1 jährige trendy ist .
Von der eine Seite wird die bedrohende zunehmende Zahl von Pflegebedürftigkeit deklariert von der anderen Seite schlagen sich die Köpfe die ambulante Dienste hier . Pflegeheime werden gebaut , warum bauen die Investoren? wenns keine Pflegefachkräfte gibt?
Leihfirmen in jeder Branche , dieses Phänomen sollte man global betrachten .
Leiharbeiter sind teuer! Bis jezt gibt es Zuwachs an Leihfirmen pleite hat niemand von denen gemacht also werden Leiharbeiter gebucht . Einfach mal zum Nachdenken warum dieser Zwischenhandel ? Das es hier im Forum gute Arbeitgeber gibt bezweifele ich nicht aber was da draussen passiert macht es mich doch nachdenklich und skeptisch. Ich möchte auch an eine heile Welt glauben, eine Lösung habe ich auch nicht parat


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Beitrag von doedl » Do 21. Apr 2016, 12:56

Hi Alle,

ich verstehe nicht, woher die Annahme kommt, dass Leiharbeiter einen Betrieb weniger kosten als Festangestellte. Zumindest im Bereich Pflege stimmt das nicht.

Wenn ich für jeden Examinierten 6000 Euro Arbeitgeberbrutto hätte, dann wären wir binnen 3 Monaten finanziell ruiniert.

Gruß Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

Bastian_Duhari
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Beitrag von Bastian_Duhari » Do 21. Apr 2016, 15:30

Ich meine, auch hier im Forum habe ich schon gelesen das Zeitarbeitsfirmen zur rate gezogen wurden - meist um die Situation abzukühlen und um ne Zahl vorzeigen zu können. Eine Lösung ist es nicht. Vorallem keine Dauerlösung.



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Beitrag von Bastian_Duhari » So 15. Mai 2016, 02:21

Nun hat sich ja doch was diese Woche in Sachen "Zeitarbeitsfirmen" in Hinsicht Lohn und Arbeiterübernahme getan (was für ein Wunder bei unserer Politik, nichts destro trotz vieeeel zu spät für die Zeitarbeiter UND mich ^^).

Ich denke ich werde da mal kommende Woche den "Beschluss" ins Forum setzen, evtl. besteht Interesse.

---

Warum werden dann eig. noch Helfer ausgebildet wenn doch der Markt "überschwemmt" ist? Hauptsache die sind untergebracht, tun was und sind billig? Ich will den Menschen helfen und kein Stück Fleisch im Schaufenster einer Zeitarbeitsfirma sein - was ich aber aktuell bin da ich leider keine andere Alternative (auser Altenheim ;( ) geboten bekomme. Will ich mich umschulen/weiterbilden dann muss ich das schön aus der eigenen Tasche zahlen (lt. AA) obwohl die KPH sowie APH "offiziell" als Ausbildung NICHT anerkannt werden (wird mir wohl dann auch bei der Rente schön was versauen). Und bei dem Gehalt was ich aktuell habe ne Reserve zurück zu legen ist eher Wunschdenken als Realität.

Nochmal zur Ausbildung: Wenn richtig gelesen, ist die Ausbildung seit dem Jahre 1993 abgeschafft worden. Warum kommen diese dann wieder? Warum werden Leute "hineingezwängt" in einem Markt der Überschwemmt wird bzw. ist und rein finanziell "allen" mehr kostet als nutzen bringt (Hintenrum)? Man könnte ja jetzt sagen dass der Staat da wieder scheiße gebaut hat bzw. es nie richtig gemacht hat, währe aber dennoch zu einfach.

Eine Ausbildung bzw. Weiterbildung auf das 3-Jährige Examen wird meist mit den Worten "Schaffen Sie das Überhaupt? Sie sind ja schließlich NUR Helfer" oder "Wenn dann wollen wir Leute ohne Ausbildung die Frisch in den Beruf geben die wir noch Formen können und keine Praxis haben".

Ich weis das Thema ist schon wieder eingestaubt aber das wollte ich ma loswerden bzw. es interessiert mich einfach.



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Beitrag von agidog » So 15. Mai 2016, 07:28

[quote=""Bastian_Duhari""]Nun hat sich ja doch was diese Woche in Sachen "Zeitarbeitsfirmen" in Hinsicht Lohn und Arbeiterübernahme getan [/quote]

... nur, was am Ende dabei raus kommt, was wird für den LAN wohl wenig Änderung bringen :(

Wenn er nach 9 Monaten den gleichen Lohn bekommen soll (außer, der Tarifvertrag sagt was anderes), dann wird er halt entlassen ... und dass sie höchstens 18 Monate im gleichen Betrieb beschäftigt werden dürfen ...

Die Statistik zeigt doch, dass der durchschnittliche LAN ca. 3 Monate im gleichen Betrieb eingesetzt ist und dann - aus welchen Gründen auch immer - wieder sie Stelle wechseln muss.

Es sollte einen schon hellhörig werden lassen, wenn AG und Politik so zufrieden sind ... :evil:


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Beitrag von Griesuh » So 15. Mai 2016, 08:11

Bastian-Duhari: Warum werden dann eig. noch Helfer ausgebildet wenn doch der Markt "überschwemmt" ist?

Genau diese Frage stelle ich schon seit Jahren den Mitarbeitern, bzw. den Abteilungsleitern der Arge.
Die Antwort: Die Politik hat die Ausbildung über uns zum 3 Jährigen nicht vorgesehen. es gibt Bildungsgutscheine für Alltagsbegleitr nach § 87 a und 45 b SGB XI und für Pflegehelfer. Jedoch nict für die 3 Jährige Ausbildung. Wir können da nichts machen.
Mir ist schon seit langem klar, dass die Politik an den bedürfnissen des Volkes schon lange Zeit vorbei regiert.


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Beitrag von Bastian_Duhari » So 15. Mai 2016, 21:41

[quote=""agidog""]Die Statistik zeigt doch, dass der durchschnittliche LAN ca. 3 Monate im gleichen Betrieb eingesetzt ist und dann - aus welchen Gründen auch immer - wieder sie (die :P ) Stelle wechseln muss.

Es sollte einen schon hellhörig werden lassen, wenn AG und Politik so zufrieden sind ... :evil: [/quote]

Da bin ich dann mal wieder nicht der norm entsprechend ;) Bin im 7. Monat, denke aber nicht dass die das bis zu meinem 9.Monat durchgeboxt haben*schmunzel*
Mir ist schon seit langem klar, dass die Politik an den Bedürfnissen des Volkes schon lange Zeit vorbei regiert
Ich denke da bedürfe es keine Grundlegenden Politik Kenntnisse um zu sehen das hier bei uns in Deutschland vieles Gegen das Volk bzw. am Volk vorbei leuft/entschieden wird. Ich habe es schon damals gesagt wie die Finanzkriese "kam" und wurde genauso wie bei meiner Theorie der Sommer/Winterverschiebung nur belächelt und es wurde gelacht. Leider ist es dadurch so dass sich die GmbH (ich nenne Deutschland jetzt mal absichtlich so, bin aber sonst kein großer Verfechter dieser Theorie) dadurch selbst die Arbeitslosen und Probleme schafft. Ich bin aber nicht gewillt arbeitslos zu sein und anderen, die dann ab dem Zeitpunkt meiner Arbeitslosigkeit quasi härter für fast das gleiche Geld arbeiten müssen was ich Daheim absitze zu ignorieren, bin aber wiederum nicht gewillt mich in eine Zeitarbeitsfirma zu stecken, die mehr oder minder Legal gegen das Gesetz und gegen einen Persönlich gehen.

Es fängt mit der Politik an und es hört mit der Politik auf. Wird sich da nix ändern sehe ich uns mit der Einstellung Deutschlands in 10 bis 20 Jahren in der Steinzeit zurück verfrachtet.



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