Wann wird pflegebedürftigkeit akzeptiert

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andrea
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RE: Wann wird pflegebedürftigkeit akzeptiert

Beitrag von andrea » Mi 22. Jun 2005, 11:25

Hallo,
hast du deiner Mutter schon gesagt wie du dich fühlst, dass du nur noch unkonzentriert arbeitest, nachts nicht schlafen kannst weil du dir solche Sorgen machst???
Vielleicht erreichst du auf dieser Schiene mehr bei ihr, frage sie doch ob sie nicht bereit wäre dass zumindestens zweimal am Tag jemand nach ihnen sieht und nur wenn nötig bei der Hausarbeit und An/Ausziehen hilft.
Ich könnte mir vorstellen dass nach der Eingewöhnung mit der Hilfe nach und nach auch Hilfe von deiner Mutter angefordert wird.
Deine Eltern sollten nicht das Gefühl haben bevormundet zu werden, dadurch werden sie noch sturer was für mich sehr verständlich ist. Ihr solltet das langsam und sensibel angehen.
Auch die Pflegekraft solltet ihr gut kennenlernen, ich denke ihr hättet nichts von einer Kraft die ihre Arbeit erledigen will und mehr nicht, sie sollte einfühlend sein so dass deine Mutter/Eltern Vertrauen aufbauen können. Ich könnte mir auch nicht vorstellen plötzlich meine Pflichten einfach an eine fremde Person zu der ich überhaupt kein Verhältnis habe abzugeben. Deshalb finde ich die Idee mit der Nachbarschaftshilfe auch ziemlich gut. Besteht da keine Möglichkeit könnte man ja auch eine andere Kraft einstellen die deinen Eltern wirklich sympathisch ist.
Hat sie einen Grund genannt warum sie das Essen auf Rädern ablehnen?? Vielleicht sollten deine Eltern auch dort langsam eingeführt werden indem man ihnen den Essensplan hinlegt oder vielleicht mal ein Probeessen mitbringt oder am Anfang nur 1-2 Mal in der Woche Essen auf Rädern kommen lassen.
Deine Eltern würden sich so nicht einfach bevormundet und übergangen fühlen und hätten das Gefühl in Entscheidungen mit einbezogen zu werden.
liebe Grüße andrea


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

Roli-2002
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RE: Hallo Kurpfälzerin

Beitrag von Roli-2002 » Mi 22. Jun 2005, 11:26

Hallo Moni,

es ist eine schwierige Situation mit Deinen Eltern. Aus Erfahrung weis ich, dass ältere Menschen gerade Ihre Hilfebedürftigkeit verdrängen, Sie haben Angst, was auch verständlich ist, von anderen Abhängig zu werden. Gerade diese Generation hat nur selten Schwächen gegenüber ihren Kindern, noch anderen Menschen gegenüber zugegeben.
Es wird schwierig werden Ihnen ihre Situation vor Augen zu halten, gerade den Kindern ist dieser Zugang oft verwehrt.

Leider muss erst etwas passieren (was man natürlich nicht hoffen möchte), bevor sie ihre Situation akzeptieren.

Gibt es vielleicht einen Freund, Kirchliche Verbindungen oder Verwandte die hier einen Zugang zu deinen Eltern finden. Dieser Umzug muss ja nicht auf Dauer sein, sondern erst mal einen Versuch wagen oder Du wartest noch etwas, vielleicht kannst Du eher mit ihnen reden.

Es ist wirklich keine einfache Situation, ich wünsche Deiner Schwester und Dir viel Glück

Roland :)



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