Unterschied zwischen einer fort-oder weiterbildung erklären?

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Jens
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Beitrag von Jens » Sa 11. Jun 2005, 00:03

eine Weiterbildung ist in der Regel ein Komplexes Thema, das mehrere Tage oder sogar Monate / Jahre beinhaltet und bei der du eine weitere Qualifikation nach erfolgreicher Teilnahme (evtl. Prüfung) erhälst (z.B. Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung, PDL, HL, Qualitätsbeauftragter,....)

Bei einer Fortbildung geht es um ein bestimmtes Thema, dass in der Regel mit ein stunden abgehandelt ist und bei der du eine Teilnahmebescheinigung bekommst, also keine zusatzqualifikation.



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Lena V.
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RE: fort-und weiterbildung

Beitrag von Lena V. » Sa 11. Jun 2005, 11:49

Weiterbildung:
Du benötigst dazu ersteinmal eine Ausbildung um an einer Weiterbildung teilzunehmen, du erlangst durch eine Weiterbildung einen weiteren Titel z.B PDL ...., und kannst dadurch auch mehr Geld verdienen.

Fortbildung:
frischt Themen auf, die schon in Ausbildung dran sind oder zeigt neuerungen in best. Gebieten.MAn erlangt allerdings kein Titel, sondern bekommt lediglich ein Zertifikat. Außerdem muß jeder Mitarbeiter mind. einmal jährlich eine Fortbildung besuchen(kommt auf Qualität des Hauses an). Man kann auch nicht mehr Geld verlangen , auf Grund einer Fortbildung.


Lebe Liebe Strahle :D

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Lena V.
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RE: fort-und weiterbildung

Beitrag von Lena V. » Sa 11. Jun 2005, 11:51

zu der Fahrerei,,,wenn doch die Anreise also sprit bezahlt wird, weis ich net warum ihr son terz macht. Seit doch froh auf sone Fortbildung zu dürfen, über Kinesthetik.

lg


Lebe Liebe Strahle :D

Ray
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Beitrag von Ray » So 12. Jun 2005, 18:29

Man bedenke auch den Bildungsurlaub, der einem durchschnittlich jedes Jahr zusteht!
Warum sollte man den nicht im vollen Rahmen nutzen?



ferdi
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RE: fort-und weiterbildung

Beitrag von ferdi » Mi 15. Jun 2005, 22:04

Der Unterschied ist mit den Antworten erklärt.

Zum Thema Bildungsurlaub: Bildungsurlaub ist nicht in allen Bundesländer üblich. Da wo üblich sind es 5 Tage im Jahr. Bildungsurlaub dient meiner "privaten" Bildung.

Bei einer Fortbildung wie in Deinem Fall ist das was "Gast" sagt richtig.

ferdi



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doedl
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Beitrag von doedl » Do 16. Jun 2005, 20:30

Sorry

ich kann nur den Kopf schütteln..........!!!

Wie bitte soll es funktionieren, dass die permanenten Neuerungen von Seiten des Gesetzgebers, von Seiten der Pflegewissenschaft in einer Einrichtung impliziert werden, wenn sich sogar die Pflegedienstleitung gegen Fortbildungen wehrt???

In vielen Stellenbeschreibungen Pflege steht heute drinne, dass sich die Mitarbeiter auch SELBST fortbilden müssen- also Interesse für ihren Beruf und für Innovationen zeigen.

Es geht doch nicht an, einmal eine Ausbildung zu machen und damit zu glauben, der Weisheit letzten Schluss erlangt zu haben. Jesus, wo wär ich heut mit so einer Denke?

Gruss Doedl

http://www.temporaire.info


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

Dirk Höffken
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Zwei Seiten einer Medaille

Beitrag von Dirk Höffken » Fr 17. Jun 2005, 12:35

Hallo Christel.
@doedl
... „In vielen Stellenbeschreibungen Pflege steht heute drinne, dass sich die Mitarbeiter auch SELBST fortbilden müssen- also Interesse für ihren Beruf und für Innovationen zeigen.

Es geht doch nicht an, einmal eine Ausbildung zu machen und damit zu glauben, der Weisheit letzten Schluss erlangt zu haben. Jesus, wo wär ich heut mit so einer Denke?“ ...
Nach dem ersten Mal lesen hätte ich diese Sätze noch ohne Vorbehalt unterschrieben.

Was ist aber mit den Mitarbeitern, die aus mannigfaltigen Gründen nicht Willens und/oder in der Lage sind sich dem ständigen Wandel des Wissens anzupassen. Gerade für die zuletzt genannte Gruppe wird der gesellschaftliche und berufliche Wandel immer mehr zum Problem.

Es gibt mittlerweile hübsche Ideen wie Mitarbeiter zu „freiwilligen“ Fortbildungen in der Freizeit „motiviert“ werden. Eine Methode der Motivation: Entweder es wird sich nachweislich fortgebildet oder sie dürfen bestimmte Pflegemaßnahmen nicht mehr durchführen. Zudem Eintrag in die Personalakte. Bei Pflegekräften mit befristeten Verträgen und schlechter Stellensituation ein starker Antrieb. Zumal auch Konflikte mit den Kollegen drohen, wenn an ihnen andauernd bestimmte Pflegemaßnahmen hängen bleiben.

Auch muss berücksichtigt werden das viele Pflegefachkräfte keine beruflichen Ambitionen haben und der eigene Entscheidungsspielraum der am Patienten arbeitenden Pflegekräfte immer geringer wird. Gefördert duch eine zunehmende Spezialisierung von Pflegekräften: Wundmanager, Ernährungsexperte, Experte zur Anleitung von Angehörigen, u.s.w., die sich selbst zum Teil nicht mehr als Pflegekraft wahrnehmen.

„Sie müssen“ oder „wo wo wär ich heut mit so einer Denke?“ lösen das Problem nicht. Sie führen gerade hin zu unmotivierten Mitarbeitern!

MfG DH

Zitat:
Die Seite der Medaille ist Kehrseite ihrer Kehrseite. - © Dr. phil. Manfred Hinrich (*1926), deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller



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doedl
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Beitrag von doedl » Di 21. Jun 2005, 20:27

Hallo Dirk

wenn Du mal in die Berufswelt rausschaust, so ist es in vielen anderen Berufen genau so notwendig, sich weiter zu bilden, als in der Pflege. Wer heut mit dem erlernten Status glaubt, sich bis zum Rentenalter durchschummeln zu können, der wird schmerzlich eines Besseren belehrt. Bewerber gibt es überall genug; in allen Berufszweigen und die ewig Gestrigen werden stranden.

Ich komme durch meine Seminartätigkeit ja in viele Einrichtungen und eins trau ich mir sagen- dort, wo die Organisation stimmt, da stimmt auch die Einstellung zur Fort- und Weiterbildung. Pflegekräfte sind beileibe nicht die dummen oder faulen, die nichts lernen wollen, sondern sehr wohl an Erweiterung ihres Wissensstandes interessiert. Motivation ist immer etwas, was vom Menschen selbst kommt, niemals von außen. Motivation fördern- das kann erreicht werden, aber nicht, fehlende Motivation reinprügeln zu wollen.

Vertraute Wege zu verlassen, das bedeutet für viele Sicherheiten aufgeben. Die Aufgabe des Managements wäre es, Sicherheit zu bieten, durch eindeutige Verfahrensanweisungen für Neuerungen. In Japan funktionieren Organisationen meist besser, weil die Japaner nicht bei Fehlern Schuldige suchen- etwas, was in Deutschland leider sofort gemacht wird, statt Vorkehrungen zu treffen, dass sich Fehler nicht wiederholen.

Was ist nun mit den Mitarbeitern, die sich dem Wandel des Wissens und der Gesellschaft nicht anpassen wollen oder können? Soll ich als z. B. Heimbetreiber dann notwendige Änderungen nicht durchführen, weil es den Mitarbeitern nicht zugemutet werden kann, sich auf den neuen Stand zu bringen? Das kanns nun auch nicht sein! Den MDK und die Heimaufsicht kümmert es wenig, da werden höchstens Auflagen verhängt, die zu erfüllen sind.

Was den Entscheidungsspielraum angeht, so glaube ich nicht, dass die Spezialisierung der Grund dafür ist, sondern die zunehmende Haftungsfrage. Ist vor 15 Jahren ein Bewohner im Heim gestürzt, so kam keine Krankenkasse und keine Angehörigen, die das Heim zu Schadenersatz verklagen wollten. Ich bemerke die Unsicherheit von Pflegekräften tagtäglich, wenn es darum geht, was sie verantworten wollen oder können.

Wenn ich heute ein Prämiensystem für Pflegemitarbeiter einführen wollte, dann wäre der Punkt Fortbildung ein gaaaanz großer, denn wie bitte soll ich sonst die Verantwortung für eine ganze Einrichtung tragen können, wenn ich Mitarbeiter habe, die Sinn und Zweck von Wissen nicht einsehen?

Ich bin seit nunmehr 30 Jahren in der Altenpflege und habe viele Wandlungen mitgemacht- nicht alles Neue war so toll, aber die Altenpflege hat sich mit Sicherheit weiter entwickelt. Mit ihr haben sich auch Mitarbeiter weiter entwickelt. Genau das ist der Sinn meiner Tätigkeit in der Pflege- Menschen bei ihrer Weiterentwicklung behilflich zu sein.

In diesem Sinne

Gruss Doedl

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