Ungelernte Kräfte im Kh oder Ah

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geo
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RE: ungelernte kräfte

Beitrag von geo » Sa 6. Dez 2003, 17:15

hallo kathi
mal etwas dazu aus dem ganzen normalen pflegealltag.....
mein arbeitsplatz :
wb mit 36 bew. z.z. werden diese von 19 ma. davon ca. 65 % teilzeit und wo- springer versorgt
- davon sind etwas die 1/ 2 angelernte mitarbeiter......
frage - auf welcher basis wird ein wb geleitet....??
- wie sieht der einsatzplan aus...??
- welche interne fortbildung läuft......?? u.v.m.
....soll heißen : verantwortliche fachkraft ( ap) in der jeweiligen bew. - gruppe hat auch die verantwotung für die qualität der nicht gelernten kolleginnen.....
es ist eine ständiges geben und nehmen in einer organisation notwendig um die anforderungen auch nur ansatzweise erfüllen zu können.
ohne die ungelernten hättest du noch keine garantie das die pflege
" besser " ist.
wo ist genau das problem

gruß geo



Mel
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RE: ungelernte kräfte

Beitrag von Mel » Sa 6. Dez 2003, 19:32

Hallo Kathi, ich habe auch als Helferin gearbeitet.Und dufrte nicht die Arbeiten einer Fachkraft ausüben.Denn ganz einfach wenn ich das tue, und es passiert etwas, bin nicht nur ich dran. Und kann auch nicht mehr in dem Bereich Arbeiten. Mir geht es hoch wenn man sagt, ob der mensch es nicht würdig ist von einer Fachkraft gepflegt wird. Ohne Helferinnen wäre man aufgeschmissen, es heißt ja wohl nicht das die besser sind. Ich mache jetzt die Ausbildung zur AP, es heißt aber nicht das ich dann besser Pflegen werde, außer dem Fachwissen, ändert sich für mich nicht viel. Und wir hatten auch eine tolle Fachkraf, die überhaupt keine Ahnung hatt. Und gefährliche Pfege machte!!!!!!!!!!!

Das sind meine Erfahrungen, also bitte nicht alles veralgemeinern. Und wie Fibula schon sagt, man kann es nicht bezahlen!

Lg Mel



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Marcell
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Beitrag von Marcell » Sa 6. Dez 2003, 19:54

Hallo

Es liegt ja im Bereich der "Fachkraft" was der Helfer tut, diese ist der direkte vorgesetzte und wenn diese den Helfer falsch einplant kann man dem Helfer keinen Vorwurf machen. Zu dem ohne Helfer wäre die Pflege wohl kaum bezahlbar, aber wenn wir alle nur noch Fachkräfte auf der Station haben wollen können wir ja alle auf 40-50% unseres Lohnes verzichten :wink oder man dreht an der Kosten Schraube, als Beispiel auf unserem WB kostet ein Platz 5500 Euro im Monat bei einer Fachkraft Quote von 90% und einer Besetzung von 1:1, es ist kaum vorstellbar das du solche Sätze im allgemeinen in einem AH durch setzen kannst, wer soll das Bezahlen?

Grüße

Marcell



Mel
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Beitrag von Mel » So 7. Dez 2003, 20:38

Hi es ist einfach unmöglich von euch zwei, das finde ich zum k....! Ihr könnt doch nicht alle so über einen Kamm scheren.Das is ja wohl nicht mehr war.Wo habt ihr denn gearbeitet, echt da rege ich mich nur auf.Ex. sind oft teilweise überhaupt nicht besser.Sondern im gegenteil. Die fühlen sich oft wie Götter. Also das soll von mir jetzt kein angriff sein, aber dabei geht mir alles hoch.

Lg Mel



Anja
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Beitrag von Anja » So 7. Dez 2003, 22:50

Also liebe Leute ich muss schon sagen Eure Einstellungen zu den sogenannten "Helfern" finde ich schon unmöglich!

Es gibt überall solche und solche!

Auch unter den "Fachkräften" gibt es welche, die ziehen eine Bewohnerin aus dem Bett, direkt den Waschlappen ins Gesicht ohne Vorwarnung, einmal grob durchwaschen, in die Klamotten gezerrt!

Bei uns heißt das auch nicht "Pflegehelfer" sondern Pflegemitarbeiter!

Ich habe was gegen den Begriff "helfer". Da wird mir's nämlich übel!

Ich bin froh, dass es die Pflegemitarbeiter gibt, denn viele von ihnen leisten gute Arbeit und ohne sie wäre die Pflege wohl ganz schön aufgeschmissen!

Eine Fachkraft ist eben nun mal teurer! Aufgrund der Qualifikation!
Aber das heißt noch lange nicht, dass ein Pflegemitarbeiter schlechter ist!

Außerdem wer könnte sich denn dann noch einen Pflegeplatz leisten, wenn die Fachkraftquote 100% wäre?? Keiner außer denjenigen mit viel Geld!

Man sollte erst den Kopf einschalten, bevor man etwas sagt oder schreibt!

Gruß Anja



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doedl
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Beitrag von doedl » Mo 8. Dez 2003, 19:15

Hihi,

da kommt ja Freude auf bei dem Thema......


Also mal zur Fachkraftquote im Altenheim- ob ideal oder nicht, es werden halt mal nicht mehr als 50 % Fachkräfte vom Kostenträger bezahlt.

Zu den "Helfern"- was genau ist das denn nun eigentlich???

Jemand von der Straße, der noch nie etwas mit Pflege zu tun hatte, oder Mitarbeiter, die den Beruf gelernt haben (in welchen Umfang auch immer) und langjährige Pflegeerfahrung haben?????

Meine beste Kollegin war eine KPH- nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Die Frau hatte einfach was drauf- auch ohne 3 jähriges Examen- liebe Hanne- falls Du das Posting hier mal lesen solltest- Du warst ne Superkraft!!!!!!!!!!!

Leider sagen weder die Krankenpflege- noch die Altenpflegeausbildung etwas über die Motivation und das Engagement in der Pflege aus; also warum die Schwarzmalerei?

Natürlich muss und soll es Pflegefachkräfte geben; doch allein dieser Status ist noch nicht das Allheilmittel gegen schlechte Pflege; da kommen doch mehr Dinge zum Tragen. Mein krassester Fall- ein Krankenpfleger, der von mir wegen Gewalt an einem alten Herrn gefeuert wurde- also kein Helfer, sondern examiniert, sogar noch mit viel Erfahrung aus der ersten Hilfe....... aber eben nicht geeignet für die Arbeit im Altenheim (bezweifle mal, dass der überhaupt für die Pflege geeignet war...)

Nix für ungut

Doedl

http://www.temporaire.info


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

barthleby
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Beitrag von barthleby » Mo 8. Dez 2003, 19:48

Hi,
endlich mal wieder ne Diskussion die Spass macht.
Sicherlich gibt es in der Alten und Krankenpflege auch APH ( oder Assistenten ), die mit viel Engagement und Elan Pflege produzieren, die auch nach Qualitäts-Maßstäben ( TQM ode ISO ) bestand haben kann. Häufig sind diese Kollegen auch noch wertvolle Teammitglieder. Aber das was ich hier gerade beschreibe, kenn ich nur von Hörensagen und Gerüchten.

Mein Lieblingsbeispiel ist immer noch die fünfzigjährige dicke Mutti, der nach dem Großziehen ihrer 4 Kinder langweilig war und die dann in der Pflege landete.
Wer , ich zitiere " Bei Kinners den Mors wischn kann, der kann sich auch um alde leude kümmern"

Ich habe selten soviel ignoranz und anmaßung erlebt, wie bei den APHs, die ich kennengelernt habe. " das war schon immer so, das bleibt so" ist dabei noch eine der harmloseren Aussagen.
Wozu bitte klemm ich mich 3 Jahre auf die Schulbank, wenn ein Laie das selbe machen kann und darf wie ich. Ungefähr so ähnlich wie ich 2 Autorennen gesehen hab und jetzt mein ich wäre Schumi.

Alle Einrichtungen sprechen von Qualität in der Pflege und die meisten haben nicht mal den Standart einer Wurstbude erreicht. Garniert wird das ganze noch mit gejammer darüber, wieviel man (Frau) denn leisten muss. Ich glaub, ich hab noch die aufgebrezelten Frisuren, lackierten Fingernägel und den penetranten Geruch nach Parfüm vom Penny vergessen. Und sich dann nach der Arbeit nicht umziehen, sondern
mit der zivilen Arbeitskleidung zu Aldi zum Einkaufen gehen. Teufel auch.
Ich hab revidierbare Vorurteile, klar, aber wer beweisst mir das Gegenteil ?

OK, Totschlagargument, mea culpa. Sicherlich brauchen wir die APHs, aber dann bitte bei den Aufgaben, für die sie originär zuständig sind, also Inko-Versorgung, waschen, Betten machen. Und nicht für das Lagern und die Behandlungspflege.

Von mir aus könnt ihr bitterböse über mich herfallen, aber ich denke, ich liege mit meinen Aussagen richtig. Solange wir in der Pflege keine vernünftige Personalpolitik haben ( und keine vernünftigen Manager ) wird es so weiterlaufen.

Friedliche Grüße

Barthleby


Carpe Noctem

Mel
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Beitrag von Mel » Mo 8. Dez 2003, 20:08

Siehst du, du hast gesagt das du es so mit helfern nicht erlebt hast. Du wieder sprichst dich aber wenn du sagst das du mit deiner aussage richtig liegst. :lol

Ausserdem sind die helfer nicht befugt die Arbeit einer Ex. AP zu machen. Ich versteh nicht wo ihr das alle her nehmt?????Wenn es irgendwo so ist dann gebe ich dir natürlich recht, von wegen dem ganzen lernen was wir ja müssen.Naja vielleicht ist es irgendwo so. Keine ahnung. Ich weiß wo von ich rede, ich war schließlich helferin. Und nicht aufedonnert mit hammer Frisuren und so weiter.

Das gibt es auch zu genüge bei Fachkräften. Man kann eigentlich nur beurteilen wenn man beide seiten gesehen oder erlebt haben. Oder nicht??

Bei mir war es z.B. so das mir von einer WBL-gesagt wurde,das ich Spritzen soll.Dies habe ich aber verweigert, da es nicht zu meinem aufgaben bereich gehört. Und ich es auch gar nicht darf.Habe alle Fortbildungen mitgenommen wie es nur ging, auch Lagerungen.
Das kommt meist von der PDL, das es Pflicht ist.
Das gegenteil kann dir keiner beweissen, nur du selber und wenn du schon vorurteile hast, wird das auch nichts bringen. Und wenn ihr jetzt noch alle hört das ich als NW gearbeitet habe bekommt ihr wahrscheinlich eine krise. Aber das is mir auch schnuppe! :eek

Lg Mel



barthleby
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Beitrag von barthleby » Mo 8. Dez 2003, 20:47

Hi Mel,

wieso widerspreche ich mir ? Hätte ich eher in dieser Form: <zynismus> mein text... </zynismus> schreiben sollen? Tut mir leid, also ich kenne keinen APH der auch nur annähernd das leistet, was ich beschrieben habe.
Ich behaupte ja nicht, das alle APHs Idioten sind oder keine netten Menschen oder ich die nicht mag. Aber ich brauche Kollegen, die wissen, was sie tun ( und nicht nur durch Hörensagen angelerntes abarbeiten ). Ich lege Wert darauf ( auch als Schüler ), das die Arbeit / der Dienst am Kunden Qualitätsansprüche erfüllt. Ich verkauf schließlich keine Ware, sondern ich vermittle Gefühle und versuche es den BW so gut gehen zu lassen wie es mir möglich ist. Das kann ich aber nur, wenn ich gewisse Kompetenzen mitbringe, die ich im Laufe meiner Ausbildung zusätzlich zu den bereits vorhandenen erworben habe.
Bereits vorhandene sind z.B.: Empathie, Kongruenz, Selbstbewusstsein etc.. Ich will damit nicht ausdrücken, das diese Kompetenzen bei APHs nicht vorhanden sind, aber die nötige Fachkompetenz im Bereich der geriatrischen Fachpflege lässt meist stark zu wünschen übrig. APHs sind wichtig um mir den Rücken frei zu machen, für die Tätigkeiten, für die ich ausgebildet werde / worden bin. Und dazu gehört definitiv nicht die permanente Grundpflege oder die laufende Inko-Versorgung. Dafür sind Helfer eigentlich gedacht und eingestellt. Ich bin gerne bereit Fachwissen an interessierte APHs . mit denen ich zusammenarbeite weiterzugeben. Nur muss das auch ankommen und im Zuge einer vernünftigen Qualitätsoffensive umgesetzt werden.
Wer Interesse am Beruf hat, wird früher oder später sowieso die Ausbildung machen oder zumindestens die Fachweiterbildungen besuchen um sich auf diesem Weg zu qualifizieren.

Nix für ungut

Barthleby


Carpe Noctem

Jutti
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Beitrag von Jutti » Mo 8. Dez 2003, 21:56

ich glaube, nun langt es mir

siehe da ganz unten:
showthread.php?t=803

Jutta



Dirk Höffken
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Beitrag von Dirk Höffken » Di 9. Dez 2003, 01:55

Hallo Jutta.
@ Jutta
„...Qualifiziert“ ist hier der denkende Mensch zu antworten und nicht das „Papier“ das einzelne Diplome zählt. Ich denke einfach, der Mensch macht sich selber aus und nicht das Dfiplom, das er in der Tasche hat. ...“
„... Ich möchte Euch einfach bitten, denkt nicht als Altenpfleger, als Krankenschwestern/pfleger, Heilpraktiker, Therapeuten, Angehörige sondern einfach nur als Mensch, der „Wissen“ im Austausch mit anderen erfährt und wir werden ein gutes Team sein ...“
Als ich den Beitrag und besonders die oben Zitierten Passagen gelesen habe, musste ich an Jacques in William Shakespeare´s „Wie es euch gefällt“ denken:
“Die ganze Welt ist Bühne
Und alle Fraun und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen
Durch sieben Akte hin....
... Der letzte Akt, mit dem
Die seltsam wechselnde Geschichte schließt,
Ist zweite Kindheit, gänzliches Vergessen,
Ohn Augen, ohne Zahn, Geschmack und alles.“
Jeder kann eben nur die Rolle spielen die er gut Gelernt hat. Da unterscheiden sich „reales und virtuelles Leben“ nicht.


Hallo Kathi.
@Kathi
„..Im Kh ist es dasselbe Thema,nicht mit ungelernten,aber dafür mit kph`s.Die haben eine einjährige Ausbildung und führen Arbeiten von ex. Kräften aus. WÜRg!!!Das darf nicht sein.Wir machen ne´Ausbilung um eine Berechtigung für unsere Tätigkeiten zu erhalten und Andere machen diese Tätigkeiten ohne jegliche Berechtigung...“
Du bist Krankenpflegeschülerin. Wie viele examinierte Krankenschwestern und –pfleger in den Krankenhäusern glauben sie hätten ein Medizinstudium absolviert? Meiner oberflächlichen Beobachtung nach eine ganze Menge und insbesondere die Kollegen und Kolleginnen mit Fachweiterbildungen.

Es ist weniger ein Problem der nicht oder einjährig ausgebildeten Mitarbeiter, als vielmehr das Bedürfnis vieler Mitarbeiter einen Minderwertigkeitskomplex zu kompensieren. Das Examen spielt dabei keine Rolle.

Natürlich muss man für manche Aufgaben eine fundierte Ausbildung besitzen, aber jeder Mensch und jede Tätigkeit ist wichtig. Das ist wohl eine der entscheidenden Kernkompetenzen in sozialen Berufen.

MfG DH

Zitat:
Wenn du das Leben verstehen willst, hör auf zu glauben was die Leute sagen und schreiben. Beobachte lieber dich selbst, und mache dir deine eigenen Gedanken. - Anton Pawlowitsch Tschechow (russ. Schriftsteller (1860-1904))



Mel
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Beitrag von Mel » Di 9. Dez 2003, 06:46

Hi ich kann nur sagen das ich meine ganz persönlichen erfahrungen gemacht habe. Das ist eben meine meinung und das deine. Kann man wohl nichts machen. Ich hoffe nur Barthleby, das du später das keinem Aph spüren läßt. Meine Kollegen und ich haben sehr wohl unsere Arbeit gewissen haft gemacht. Und auffälligkeiten weiter gegeben. Und wir sind auch kompetent genug, zu erkennen wenn jemand unter Zuckert war. Oder Kreislauf Probleme Hatte.

Dafür brauche ich keinen wisch. (sin auch nicht nur zum Waschen da, und es steht niemanden auf der stirn geschrieben).

Schon mal überlegt das nicht jeder die Ausbildung machen kann. WEgen Kinder´, Geld und so weiter. Das ist nicht immer leicht. Wenn ich niemanden hätte, würde ich auch als Aph weiter arbeiten.

Das ist doch nur eine Diskussion, nichts schlimmes wir tauschen doch nur meinungen aus.


Lg Mel



barthleby
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Beitrag von barthleby » Di 9. Dez 2003, 18:42

Hi @ all,

jeder einzelne von euch hat mit dem was er sagt auf die eine oder andere Weise recht.
Und ich bin der letzte, der keine anderen Meinungen neben meiner gelten lässt.
Totschlagargumente nur im Notfall usw. .

Aber:
Mein Anliegen für die Zukunft ist es halt Qualität in den Bereich zu bekommen, in dem ich arbeite. Sicherlich ist der Weg lang und steinig, aber er muss beschritten werden.
Und nur deshalb kann es nicht angehen, das Helfer die Arbeit von Examinierten machen (müssen, sollen) . Es ist mir auch relativ egal, ob sich dabei jemand auf den Schlips getreten fühlt. Neue Ideen ( und so neu ist die Idee des § 80 SGB nicht ) fordern zum Teil halt wirklich radikale Änderungen. Es geht mir ja auch nicht darum jemanden menschlich niederzumachen oder seine sozialkompetenzen anzugreifen, sondern lediglich darum mehr Qualität in die Pflege zu bekommen. Guckt euch TQM an, und sagt mir dann bitte ob ihr bei 2750€ Kosten die ihr im Monat für einen Heimplatz zahlen müsst, bereit seid euch von Hilfskräften versorgen zu lassen? Klar muss man (Frau) in Deutschland für jeden Sch.. einen Schein machen, warum also nicht in der Pflege?
Hier darf sich noch jeder geneigte Laie an anderen Menschen austoben, weil es für den Arbeitgeber billiger ist. Und keiner der Bewohner kann etwas für die privaten Dinge der PKs. Denen ist es Wurst, ob jemand Kinder hat, Alleinerziehend ist, die Eingangsvoraussetzungen für den AP nicht erfüllt etc.

Mir fällt eigentlich noch mehr ein, aber bevor sich noch irgentwer richtig durchbeleidigt fühlt, beende ich für heute

Friedliche Grüße

Barthleby


Carpe Noctem

Jutti
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Beitrag von Jutti » Di 9. Dez 2003, 19:03

Hi Barthleby

zunächst ma die Friedenspfeife und ein :p rost

aus Sicht der Forderung nach Qualität hast du doch auch völlig recht

als Beispiel mag dir der folgende Beitrag vielleicht interessant erscheinen:
http://www.gewalt-und-pflege.de/pflege/ ... pflege.php

und stimmt, jeder Beitrag der vorigen hat in sich auch recht! Ist halt schwierig. Viele möchten gern was ändern, was bewegen in den Köpfen der Menschen aber ich weiß auch nicht so genau, wo anfangen.....jedenfalls nicht nur ausschließlich bei uns selber....
Kohle ist jedenfalls fast keine mehr in dem großen Topf vorhanden und unser Gehalt wollen wir schließlich auch alle, egal ob nun PH oder fertig, ob "Küchenfee" oder Reinigungskräfte. Da hängt ja auch ein riesiger Körper dran.
Ich habe jedenfalls "das Ei des Kolubus" auch noch nicht gefunden und schaue einfach bloß, dass die Arbeit, die ich leiste, auch ihr Geld wert ist, der Klient zufrieden und gut betreut ist und ich mir nach dem Dienst auch im Spiegel ins Gesicht schauen mag.

friedliche Grüße (kicher)
Jutta



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