Testament

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Triexi
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Testament

Beitrag von Triexi » Di 21. Sep 2004, 17:06

Hallo Leute,

Mir ist da grade was durch meinem Kopf geschossen und hab gedacht das ihr mir helfen könntet.

Also ich hatte da mal eine Bewohnerin und die hatte mir denn Auftrag gegeben ihr Testament aus der Schublade zu holen bis jetzt also nichts schlimmes aber dann frug sie mich ein paar Sachen wegen dem Testament usw. Jetzt würde mich mal Interessieren wenn eine Pflegebedürftige mich mit ins Testament aufnimmt oder Aufnehmen will was muss ich tun und wie muss ich mich verhalten??

LG

Triexi



Jutti
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Beitrag von Jutti » Di 21. Sep 2004, 20:01

Hi Triexi,
wenn ich mich recht entsinne, darfst du als Arbeitnehmer einer stationären Einrichtung wissentlich überhaupt nicht testamentarisch bedacht werden von einer dir anvertrauten Klientin.

Könnte ja vielleicht einer der Herren Juristen hier näher definieren?
liebe Grüße
Jutti



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Marcell
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Beitrag von Marcell » Di 21. Sep 2004, 20:31

Hallo

Die Pflegekraft dar nichts erben ebenso die eigenen Verwandten nicht weil sonst könnte man diese als begünstigte einsetzen, die regelung gilt dem Schutz des Bewohners.

Grüße

Marcell



Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg » Mi 22. Sep 2004, 08:26

Ich glaube wenn du nichts von dem Testament weißt, und mind. 3 monate vor ihrem Tod eine andere Arbeitsstelle hast, kannst du das Erbe antreten!

gruß Patrick



Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg » Mi 22. Sep 2004, 11:23

Original von Fibula
@ giftzwerg

jaaa, jetzt beweis das mal, daß Du davon keine Ahnung hast.
Das mit der 3-Monate andere Arbeitsstelle is mir neu.
Also das mit den 3-Monaten haben wir erst vor ca. 5 monate in der Schule gelernt, denke mal das wird noch gültig sein,
aber hast schon recht, wie soll man es beweisen...

cya



Jutti
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Beitrag von Jutti » Mi 22. Sep 2004, 17:56

Huhu,
keine Zeit nun leider, aber ich hänge mal einen Link zu einer Diskussion bzw Erklärung an, wo eindeutig steht, was im Heimgesetz Grundlage zu Rechtsfragen bezüglich stationärer Einrichtungen /Erbschaften ist

http://www.aerztezeitung.de/docs/2003/0 ... 8a1202.asp

abgehetzte Grüße
Jutti



Dirk Höffken
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Erbschaft und Heimgesetz

Beitrag von Dirk Höffken » Mi 22. Sep 2004, 19:52

Hallo.

Kurzer Hinweis:

Der Artikel der Ärztezeitung zu dem der Link von Jutti führt ist zum Teil falsch!

Hierzu empfiehlt sich die Lektüre des § 14 Abs. 5 und 6 HeimG sowie der Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 3. Juli 1998 (1 BvR 434/98 ).

Aus dem o.g. Beschluss:

...„Daneben schränkt das Verbot der Vorteilsannahme zwar auch die rechtlichen Testiermöglichkeiten der Heimbewohner ein. Ihnen wird die Testamentserrichtung erschwert, wenn sie freiwillig, aus menschlich nachvollziehbaren Gründen einen Altenpfleger, Heimleiter oder Heimträger testamentarisch bedenken wollen. Eine solche vom Prinzip der Testierfreiheit geschützte letztwillige Verfügung wird aber durch die Verbotsnorm des § 14 HeimG a.F. weder unmöglich gemacht noch in unzumutbarer Weise erschwert.“...

MfG DH

Zitat:
Als Ihr Anwalt ist es meine Pflicht, Sie darüber zu informieren, dass es weder darauf ankommt, dass Sie verstehen, was ich tue, noch, warum Sie mir soviel Geld bezahlen müssen - wichtig ist allein, dass Sie damit fortfahren. - Hunter S. Thompson



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