Subcutane Infusion?? Gibts das nur im Altenheim ??

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andrea
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Beitrag von andrea » Mi 27. Apr 2005, 18:45

Hallo
Ich habe die erste s.c. Infusion im KH auf der Palliativ kennengelernt. ( Allerdings nicht im Oberschenkel sondern im Bauchbereich)Danach in der Schule. In unserer Einrichtung wird das häufig gemacht. Die Pflegekräfte sollten die Ärzte einfach mal auf diese Möglichkeit hinweisen (fragen). Ich glaube ein Versuch ist es allemal wert bevor über einen KH Auftenthalt nachgedacht wird der besonders alte oder demente Menschen sehr aufregen kann.
Liebe Grüße andrea


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

andrea
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Beitrag von andrea » Mi 27. Apr 2005, 19:35

Original von Marie
Klar achten wir darauf, dass unsere alten Leute genug trinken,aber ich
meine , wenn keine Flüssigkeit auf normalem Wege mehr aufgenommen werden kann , hat auch schon der normale Sterbeprozeß begonnen.
Hallo Marie
so kann ich deine Ansicht nicht teilen, es gibt genügend alte Menschen die einfach nur Schluckstörungen haben. Man müsste dann sehr viele alte Menschen einfach lassen. Für viele ist das ständige Trinken eine Quälerei weil sie einfach nicht mehr so ein Durstempfinden haben. Oft kommen die Menschen dann ins Krankenhaus um mit Flüssigkeit aufgefüllt zu werden wie du es beschreibst. Danach geht es ihnen jedoch wieder besser und sie denken gar nicht daran zu sterben.
Deshalb halte ich die s.c. Infusion auch für sinnvoller als den Kh Aufenthalt. Wenn du natürlich Menschen im Sterbeprozess ( ab einem bestimmten Stadium) hast, sind ganz sicher andere Dinge wichtiger und sinnvoller.
Wenn die s.c Infusionen nur aus Zeitmangel oder Ungeduldigkeit bei der normalen Flüssigkeitsaufnahme geschieht finde ich das auch nicht richtig. Wenn man die alten Menschen jedoch versucht zu motiveren und sie einfach nicht wollen oder können finde ich die s.c. sehr sinnvoll und als Alternative für den Krankenhausaufenthalt sehr gut.
LG andrea


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DrRinderwahn
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Beitrag von DrRinderwahn » Do 28. Apr 2005, 15:32

Habe es mal erlebt im Sommer das viele ältere Leute nicht viel getrunken haben dann bekamen die abends auch eine sc Infusion gelegt


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Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg » Do 28. Apr 2005, 16:02

Hallo,
bei uns wird dies im Heim auch noch oft praktiziert, was ich generell sch***** finde, denn ich finde eine s.c. Infusion ist in ordnung, wenn es nicht zur Dauerverabreichung von Flüssigkeit ist. Wenn es einmalig oder sehr selten vorkommt finde ich es schon ok.
Aber wenn jemand nicht mehr trinkt und nur noch über s.c. Infusion Flüssigkeit bekommt, bin ich eher dafür demjenigen einen PEG zu legen. Denn der Butterfly ist ja doch ziemlich unangenehm. Ich weiß zwar nicht wie sich eine PEG anfühlt, aber habe schon von Betroffenen gehört, dass es sehr wenig stört.
Dann kommt ja schließlich auch noch dazu, dass das Gewebe (oSchenkel oder Bauch) die Ringer mit zunehmender Zeit nicht mehr richtig resorbiert, da das Gewebe trotzdem angegriffen wird.


cya



Hohenstein
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RE: Subcutane Infusion?? Gibts das nur im Altenheim ??

Beitrag von Hohenstein » Do 28. Apr 2005, 19:30

also ich habe es im Krankenhaus auch noch nicht gesehen und uns wurde in der Schule gesagt, das das meistens in Altenheimen gemacht wird um den älteren Menschen die nicht so viel trinken, Flüssigkeit zuzuführen.



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DrRinderwahn
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Beitrag von DrRinderwahn » Fr 29. Apr 2005, 19:42

ich hab es auch schon odt erlebt wie oben schon geschrieben


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Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg » Sa 30. Apr 2005, 13:16

Ja im Sommer gibts das halt häufiger stimmt schon, aber wie findet ihr es eine permanente Flüssigkeitszufuhr ausschließlich über Butterfly??? Ich finde es ehrlich echt zum K.... wie ich oben schon geschrieben habe!

cya



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Lena V.
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Beitrag von Lena V. » Sa 30. Apr 2005, 16:41

bei uns gibts das machmal, sc Infusionen.

Entweder NACL, oder Glucose bei Diabetikern, hab ich mal gesehen. Die bekommen dann meist zw 500 und 1000 l.

Jedoch nicht als Dauerzustand, entweder sind Pat troztdem gestorben oder haben sich wieder regeneriert.

Ich persönlich finde es ne gute Alternative. Grad im Sommer kommt es ja häufig vor das BW trotz großer Hitze viel zu wenig trinken, und trotz anleiten ... es einfach zu wenig ist. da find ichs gut wenn sie mal über nacht sone Infusion gelegt bekommen. MAn überlege wieviele Bewohner in dem heißen Sommer 2003 in Altenheimen und Krankenhäusern gestorben sind auf Grund von Exsikkose, da kann mir niemand erzählen dass da das Pflegepersonal nicht geschlafen hat. An soetwas sollten heutzutage in unserem schönen Land keine Menschen mehr sterben!!!!!!!!

viele liebe Grüße aus der Rhön!!!!!!!


Lebe Liebe Strahle :D

froni196
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Beitrag von froni196 » Sa 30. Apr 2005, 17:39

Hallo...

Ich arbeite auf einer Station für Demente Bew. bei uns haben fast alle s.c. Infusionen (v.a. NACL) bei Bedarf bei einer Trinkmenge unter 1000ml. Natürlich versuchen wir alles, das die Bew ausreichend trinken aber es gibt halt auch welche die das Trinken an sich nicht mehr verstehen und auch nicht wissen was ein Glas ist mit irgendwas eingeschenkt....
Ich denke es ist schwierig darüber zu urteilen s.c. Infusion gut oder schlecht. Das ist Entscheidungssache vom Arzt.



ilios1966
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Beitrag von ilios1966 » Sa 30. Apr 2005, 20:55

Hallo,habe mit einer Ärztin über Sinn und Unsinn der s.c. Infusion gesprochen,sie meinte,dass bei der s.c. das Gewebe oft die zugeführte Flüssigkeit nicht aufnimmt oder viel zu langsam um einen nutzen daraus zu ziehen.
Letztendlich sei bei Exikose die i.v.Infusion eher angesagt.
Klar müssen die BW dann ins Kr.-haus,aber man könnte doch auch mal versuchen ob dies nicht ambulant zu machen sei.Gute Idee finde ich.

Im Sterben macht die s.c. nun überhaupt keinen Sinn,da der Stoffwechsel so wie allles andere heruntergesetzt ist,sodass man das angebliche Durstgefühl nicht weg bekommt,weil die Infusion hier oft nur sehr langsam laufen kann.Hier macht nur die i.v.i Infusion wirklich Sinn.

Ich persönlich halte die s.c.Infusionen für sehr fraglich..Gruss iliosl


Ich bin nicht nur für das verantwortlich was ich sage,sondern auch für das was ich nicht sage!

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