Sterbegang

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Triexi
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Sterbegang

Beitrag von Triexi » So 28. Sep 2003, 11:42

Hallo Leute,

Das Thema sterben da braucht man ja heut zu Tage nicht mehr drum herum reden ob man es zu Hasue will oder lieber in einem Heim.

Viele alte Menschen wollen lieber in ihrer gewohnten umgebung sterben als in einem Altenheim.

Ich möchte mal von euch wissen wie ihr das seht und darüber denkt.

LG
Triexi :wave :wave :wave :wave



andrea
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Beitrag von andrea » So 28. Sep 2003, 13:03

:wave Den Wünschen des Sterbenden sollte entsprochen werden,manchmal ist das jedoch nicht möglich, sei es durch das Krankheitsbild oder dadurch dass die Angehörigen nicht wollen/können. Selbst bei stärksten Schmerzen ist es heute möglich durch ambulante Palliativmediziner den Sterbenden die Möglichkeit zu geben in der häuslichen Umgebung zu sterben. Ich glaube nachdem es eine Zeit gab wo die sterbenden Menschen meist ins KH oder ins Hospiz kamen liegt der Trend nun wieder beim Sterben in der häuslichen Umgebung. Die Angehörigen haben nun auch wieder mehr Mut?!? sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen. Ich kann mir gut vorstellen dass es einem Menschen der in der gewohnten Umgebung sterben darf besser geht als denen die in einer ungewohnten und manchmal auch sterilen Umgebung sterben müssen. Die Palliativstationen und auch die Hospize sind jedoch trotz der medizinischer Betreuung und Apparate warm eingerichtet (wohnlich) also der häuslichen Umgebung angepasst. Trotzdem ist es eine fremde Umgebung. Wenn die Versorgung des Sterbenden sicher gestellt ist, die Angehörigen sich damit auseinandersetzen können und der Sterbende sich sicher in der Umgebung fühlt ist das in meinen Augen der schönste Weg dem Leben den Rücken zuzukehren. Wünsche euch ein schönes WE :wave


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

andrea
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Beitrag von andrea » So 28. Sep 2003, 13:07

..................wenn das Sterben zu Hause nicht möglich ist das Heim ja das zweite zuhause. Man sollte im Heim auf jeden Fall emphatisch sein und den Menschen nicht allein lassen.(Ich denke aber dass das in den Heimen mittlerweile gewährleistet ist sei es durch Hospizdienste oder Pflegekräfte)


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

Inatz
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RE: Sterbegang

Beitrag von Inatz » Mi 27. Okt 2004, 21:25

Hallo Celeste,
ich finde das Thema sterben sehr interessant und habe auch Bücher darüber gelesen.Kennst Du das Buch "Über den Tod und das Leben danach" ?Ich finde, daß ist das beste Buch was ich je über dieses Thema gelesen habe.Kann ich jedem empfehlen der sich mit dem Tod auseinander setzen muß oder möchte.

Gruß Inatz



Dirk Höffken
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Realistisches zur Nacht.

Beitrag von Dirk Höffken » Do 28. Okt 2004, 02:25

Hallo.

Bevor ich nun mein müdes Haupt zu Bette trage, noch ein paar Gedanken zu dem Thema des Buches „Über den Tod und das Leben danach“ von Elisabeth Kübler-Ross.

All dies ist mehr Wunschdenken als Realität. Wunschdenken welches dem religiösem Glauben in nichts nachsteht.

Viele dieser Bücher, auch die von Frau Dr. Kübler-Ross, basieren auf sogenannten Nahtoderlebnissen. Wir Wissen bis in die Gegenwart hinein kaum etwas über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Gerade einer Ärztin sollte dies Bewusst sein. Die wahrscheinlichste Erklärung für all die Schilderungen über Nahtoderlebnisse ist und bleibt, dass das Gehirn versucht den Übergang vom Leben in den Tod zu verarbeiten und erträglich zu machen (So ähnlich wie bei starken Schmerzen). Gepaart mit durch Sauerstoffmangel ausgelöste Halluzinationen.

Viele Sterbeforscher, so auch Kübler-Ross (die wohl mehr der Esoterik als der Wissenschaft zuzuordnen war), verdanken ihren Erfolg letztendlich nur der Tatsache, dass sie die Wünsche ihrer Leser in blumige Worte fassen, die diese in ihrer Hoffnung auf ein bessere Leben nach dem Tod bestärken. Ob sie nun selbst daran glauben oder nicht.

Der Beginn menschlichen Lebens ist die Verschmelzung der Gameten und sein Ende ist das erlöschen der Gehirnfunktion (Wobei dies in gewissen Grenzen eine Definitionsfrage ist!). Es gibt weder ein Leben davor noch ein Leben danach!

Und da ich in diesem (meinem einzigen) Leben noch einiges vorhabe, gehe ich jetzt zu Bett.

MfG DH

Zitat:
Der flammende Beweis für die Unsterblichkeit ist unsere Unzufriedenheit mit jeder anderen Lösung. - Ralph Waldo Emerson (1803-82), amerik. Philosoph u. Dichter



Triexi
Beiträge: 488
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Beitrag von Triexi » Do 28. Okt 2004, 10:11

Hallo ihr Lieben,

Ich kenne ja schon einige Filme die wo der Tod eine rolle spielt wie im Film mit Robin Williams der mich Faszinierte Hiner dem Honizont. Selbst meine Mutter hat das Buch gelesen Das leben nach dem Tod.

Also wenn ihr mich fragt glaube ich daran das es ein Leben nach dem Tod gibt und man sagt ja auch dieses Leben ist erst die Prüfung ob wir es meistern liegt an uns selbst.

LG

Triexi



Nachteule
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Beitrag von Nachteule » Do 28. Okt 2004, 10:47

Also, ich glaube auch das es noch irgendwas gibt, nach dem Tod.
Muss aber jeder für sich endscheiden ob und was er glaubt.

Meine Freundin, die vor kurzem Starb, glaubte nicht an sowas. Sie meinte immer danach ist einfach schluß.

Einen Tag vor ihrem Tod meinte sie plötzlich:" oh da sind ja schon 2".
ich fragte sie wer den? " Darauf meinte sie " kann ich nicht erkennen, aber sie winken.
Das war schon unheimlich.
Und zwei Stunden bevor sie einschlief meinte sie auf einmal: " Hast du auch gesehen wie das Licht an geht?"
Sie meinte das wäre ein schönes warmes Licht. Danach hatte sie keine Angst mehr. Muss dazu sagen, das sie bei vollem Bewustsein war.

Ich habe bisher nur immer von sowas gehört, nun live erlebt.

Aber wie gesagt, jeder hat halt seine Meinung dazu. Viele geben es auch nicht zu, an sowas zu glauben.



Triexi
Beiträge: 488
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Beitrag von Triexi » Do 28. Okt 2004, 11:17

Hallo Nachteule,

Also als meine Oma ins Krankenhaus kam war es so das Sie beim vollen Bewustsein war aber dann ging es Berg ab mit ihr, es vergingen dann auch 2 Monate bis Sie dann einen Tag für 3 Minuten die Augen auf gemacht hat und uns jeden in denn Arm genommen hat. Ich hab gedacht Got sei Dank sie wird es überstehen. Es kam dann hinteher heraus das Sie sich verabschiedet hat. Selbst als mein Onkel mit 18 Gestorben ist sagte Sie ich will die nächste sein denn mein Sohn soll da oben nicht alleine sein und so war es dann auch. Ich muss sagen das Sie wo Sie gestorben ist ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht hatte und jetzt weiss ich das Sie bei meinem Onkel ist.

Sagt mal gibt es auch Bücher wo Angehörige erzählen was Sie bei ihren Familien erlebt haben wenn da jemand gestorben ist also so was wie Nachteule erzählt hat??

LG

Triexi



Dirk Höffken
Beiträge: 2083
Registriert: Mi 18. Jun 2003, 20:00

Rational versus Emotional

Beitrag von Dirk Höffken » Do 28. Okt 2004, 12:26

Hallo.
@Nachteule
„Also, ich glaube auch das es noch irgendwas gibt, nach dem Tod.
Muss aber jeder für sich endscheiden ob und was er glaubt.“...
Das ist nicht so sehr eine Frage des Glaubens. Die meisten Menschen die Nahtoderlebnisse schildern halten diese für Realität. Daran Zweifel ich gar nicht. Vielleicht werde auch ich auf meinem Sterbebett ein Licht oder ähnliches auf mich zukommen sehen. Trotzdem ist es für mich ein Produkt des Gehirns.

Etwas Plastischer: Für mich ist Liebe im Endergebnis auch nichts anderes als das Produkt des Gehirns. Eine Verhaltensweise um das Überleben der Spezies Mensch zu sichern. Dies bedeutet aber nicht, dass ich nun keine Liebe mehr empfinde.

Die meisten Menschen weigern sich solche Erklärungen anzunehmen. Denn sie machen aus dem Besonderen etwas Triviales. Wer will schon von einem Sockel gestoßen werden? Aber eine Erklärung muss nicht unbedingt die Wertung ändern!

MfG DH

Zitat:
Ich lasse mich von der Intuition leiten - aber nur, wenn meine Vermutungen von den Tatsachen bekräftigt werden. - Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, 1979-92 Vorstandsvors. Chrysler Corp.



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