Reinigung der Zahnprothesen

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Jutti
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Beitrag von Jutti » Sa 4. Jun 2005, 18:47

Hi Ray
Ich denke, die Prothese muss gut sitzen und der Klient nicht eben sehr dement sein, mal so auf den Punkt gebracht. Außerdem gibt es ja noch Haftcreme. Das wäre dann die nächste Diskussion,ggg, wieviel Haftcreme sollte man denn benutzen? Ich habe gestern nach der Mittagsruhe noch eine untere Prothese in einem und ein Hörgerät in einem anderen Bett rausgefischt, als ich die Damen zur Anregung einladen wollte.

Tja, das perfekte "Zuhause" einer Prothese ist ein Prothesenbecher. Gibts von den gleichen Firmen wie die Brausetabs. Haben ein Innensieb, das gut geeignet ist zum spülen der Zähne

vG
Jutti



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Beitrag von Jutti » Sa 4. Jun 2005, 20:11

Hi Sophie,
dass man nun wieder eine "Gretchenfrage"
pro Wasser: Reste lösen sich noch ab
Kontra Wasser: das Plastik könnte schaden nehmen

ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich hab es so gehandhabt, wie der Klient es wollte, eben mit oder ohne Wasser oder eben im Mund

vG
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Ray
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Beitrag von Ray » So 5. Jun 2005, 07:06

Nun, ein eher im Alltag geringfügiges Problem, entpuppt sich hier mal ganz schnell als diskussionswürdiges Thema.


hatte nachts nen epileptischen Anfall infolge von Hirnbluten und ich hatte meine liebe Mühe ihr die Prothese aus dem Mund zu fischen
vielen Dank Mara, dies bestätigt mich nur nochmal, daß die Angst nachts die Prothesen nicht im Mund zu lassen begründet ist. Nun folgt darauf wieder die nächste Frage: man soll die Prothesen ja nachts drin lassen weil Gefahr der Kieferdeformation, aber ab welchen Krankheitsbild ist ein herausnehmen indiziert. (Demenz?)
Tja, das perfekte "Zuhause" einer Prothese ist ein Prothesenbecher.
Ja, so einfach kann die Welt doch sein, vielleicht macht man sie sich auch nur kompliziert. :-)

zum Thema "das perfekte Zuhause einer Prothese... :
Wasser in die Dose oder ohne Wasser darin aufbewahren
ganau das ist ja hier das Problem und um einen draufzusetzen, Tab rein oder nicht rein? ... grins!


unc mal so zum Schluß: (übrigens fand ich die Idee von Marie nicht schlecht hier mal nen paar Anekdoten einzubringen!) ne kleine Praktikantenanekdote, wo der Praktikant nun, weil er nichts zu tun hatte über Station gehen und mal die Prothesen richtig putzen sollte. Nach ner Zeit präsentierte er diese eben, ganz stolz, blinkend und blitzend alle schön nebeneinander liegend mit der Frage: "und wie weiß ich nun wem welche gehört!!!!!" (habe ich tatsächlich im KH erlebt!)


Nun ja, bin gespannt was noch so an Beiträge kommt....

Gruß Ray



Nachteule
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Beitrag von Nachteule » So 5. Jun 2005, 09:31

Wärend eines Praktikums in meiner Ausbildung,
ist ähnliches passiert.

Ein dementer BW hat alle Prothesen eingesammelt und versteckt.

War schon recht lustig die Anproben :D

Zum Schluß war zwar 1 über, aber der letzten BW passte sie nicht.

Dann alles noch mal von vorn .
Prothesen raus, reinigen, Anproben.

Irgendwann hatte dann jeder BW seine Prothese.


Danach wurden Namen in die Prothesen vom Zahnarzt graviert. :)



Ray
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Beitrag von Ray » So 5. Jun 2005, 18:17

ja das mir dem eingravieren kenne ich und es ist eine so wunderschöne Idee, wenn der richtige Moment da ist. :-)



Ray
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Beitrag von Ray » So 5. Jun 2005, 21:48

Hey Marie,

ich denke genau Dein Beispiel zeigt mal wieder eindeutig, wie wichtig die Mundpflege (beinhaltet auch die Krankenbeobachtung) doch ist.

Ich finde es sollte auch mal ein Expertenstandard entwickelt werden zu dem Thema, denn was Fibula auch schrieb, zeigt, wie wichtig es doch ist, daß mal einheitliche Regeln erstellt werden. Wann Prothesen rein, wann raus und bei welchen Krankheitsbildern. Wie lange rein und wie lange raus und und und


* mittlerweile träume ich schon von Zahnprothesen...

Ray



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Rüdiger
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Beitrag von Rüdiger » Mo 6. Jun 2005, 16:01

Hallo!
Ich habe mal eine kaputte Prothese beim Zahnarzt abgegeben und bekam sie wieder mit den Worten, dass man Prothesen nicht mit normaler Zahncreme putzen soll. Da ist Hydrated silica (Schleifmittel, meist Kreide) drin und das raut die Prothese auf. Mir wurde das hier empfohlen.
Gruß Rüdiger


Die Sachsen haben sich zur Unterscheidung den Titel "Freistaat" zugelegt. Als wenn man die nicht an der Sprache unterscheiden könnte. Lothar de Maiziere, Jurist und Politiker

Ray
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Beitrag von Ray » Di 7. Jun 2005, 06:37

Hallo,

habe nun auch neue Informationen, zum einen habe ich eine namenhafte Firma angeschrieben und mittlerweile eine Antwort bekommen. Demnach ist es heutzutage nicht mehr schädlich , wenn die Prothesen über Nacht in dem Wasser mit der Reinigungstablette liegen. Lt. des Antwortschreibens, wird schon seit vielen Jahren geforscht und daher werden mittlerweile kaum noch Präperate auf den Markt gebracht, die die Prothese angreifen würden. Als Begründung wurde auch genannt, daß sich das Produkt sonst kaum verkaufen lassen würde denn dann müßte gezielt auf der Verpackung stehen, daß es schädlich sei und schon würden viele diesen Produkt nicht mehr benutzen.

Da sich jeder von der besten Seite präsentiert habe ich nochmal von einer anderen Seite Infos gesammelt und zwar von einer Chemikerin, der ich die Inhaltsstoffe solcher Reinigungstabletten zukommen ließ. Am Telefon teilte sie mir gestern mit, daß die Inhaltsstoffe nur organische Substanzen angreifen, und keine anorganischen. Demnach sind sie, wie sie auch sagte für die Prothese nicht schädlich, nur vor dem ersten Einsetzen muß man sie gut reinigen, da sonst Schäden an der Mundschleimhaut provoziert werden könnten.


Denke mal das sind doch brauchbare Infos

Gruß Ray



Ray
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Beitrag von Ray » Di 7. Jun 2005, 18:15

genau, nur leider schreibt die Fachliteratur was ganz anderes, habe mittlerweile einige Bücher durchforstet. Was dem ganzen noch ne Krone aufsetzt ist, daß sich die Aussagen in den Büchern auch noch unterscheiden.

Naja, glaube somit haben wir die Fragen alle geklärt oder?

Gruß Ray



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