Pflegeplanung

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Ray
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Beitrag von Ray » Sa 2. Jul 2005, 17:18

Hallo Sissi,

heißt das, Du brauchst eine Pflegeplanung zu der Akutsituation? Es ist relativ schwer zu einem Fallbeispiel wie diesem eine Pflegeplanung zu schreiben, da wesentliche Aspekte fehlen, die in diversen Situationen wichtig wären. z.B. hat sie, denn gegessen oder getrunken, trotz der Appetitlosigkeit? War sie den ganzen Tag kurzatmig? Wie lange hielt der Zustand an? Wurde noch kein Arzt konsultiert?

Ansonsten ist es im Prinzip das gleiche wie immer:

Problem z.B.:

Pat ist Pneumoniegefährdet aufgrund von anhaltender Dyspnoe


Ressourcen z.B:

Pat. lässt sich zu Atemübungen, wie zum tiefen Einatmen anleiten, zeigt sich kooperativ

Ziel:

Pat. hat physiologisch belüftete Lungen

Maßnahmen:

Pflegefachkraft leitet die Patienten 3 mal täglich zum tiefen Einatmen an
Pat. wird nach Möglichkeit in Oberkörperhochlagerung gesetzt
Bei Bedarf führt Pflegefachkraft ASE durch
u.s.w.


Also das Schema ist eigentlich immer dasselbe

Gruß Ray



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Rüdiger
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Beitrag von Rüdiger » Mo 4. Jul 2005, 21:58

Hallo Sissi!

Ist mir eigentlich unverständlich, warum Du zu einer Patientin eine Pflegeplanung machen willst, die Du gerade ins KH verfrachtet hast (*kopfschüttel*). Ich würde eine Zusammenfassung schreiben, wenn sie wieder da ist. Mit ihren Problemen und wie sie nach dem KH-Aufenthalt ist. Danach würde ich meine neue Pflegeplanung ausrichten. Kurz und knapp schreiben, liest sonst eh keiner alles so ausführlich!

Gruß Rüdiger


Die Sachsen haben sich zur Unterscheidung den Titel "Freistaat" zugelegt. Als wenn man die nicht an der Sprache unterscheiden könnte. Lothar de Maiziere, Jurist und Politiker

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Rüdiger
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Beitrag von Rüdiger » Mo 4. Jul 2005, 22:10

Entschuldigung!!! Das dass eine Schulaufgabe ist habe ich mir schon gedacht, aber die Krankenpflegeschülerin hatte ich übersehen. Tut mir Leid.

Rüdiger


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pulmo
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Beitrag von pulmo » Mo 4. Jul 2005, 23:12

Hallo kumberja,

ersteinmal möchte ich sagen, dass mir die aufgeführte Pflegeplanung gut gefällt! Sie weist sehr gute Lösungsansätze für die von dir beschriebenen Probleme auf.

Ich hätte aber trotzdem kleine Anmerkungen zu machen:
ich fände es besser, wenn du bei den Zielen nicht formulierst "Pat. will", sondern ich fände die Formulierung "Pat. soll" besser; denn du schreibst eine Pflegeplanung über den Patienten, nicht der Patient über sich selbst.

Dann finde ich, solltest du ruhiger präziesere Formulierungen machen. Bsp:
beine ausmessen+doku
Was meinst du damit? Ich denke du wolltest das Messen der Beinumfänge anbringen, oder?

Trotzdem finde ich deine Pflegeplanung gut!!

LG
pulmo :)


"Miss deinen Erfolg daran, wie viel du für ihn aufgeben musstest."

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pulmo
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Beitrag von pulmo » Di 5. Jul 2005, 18:03

@Fibula

Wahrscheinlich habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt:

ich gebe dir vollkommen Recht! Je nach Zustand des Patienten wird die Pflegekraft stellvertretend für ihn tätig sein (oder sogar tätig sein müssen, wie z.B. bei Bewusstlosen); natürlich wirkt sie vorwiegend unterstützend , um die Selbständigkeit zu fördern. Völlig klar.
Ich habe mich nur auf das Geschriebene bezogen, mehr nicht; in meinen Pflegeplanungen wirst du weder das Wort "will" noch "soll" finden.
Bei der Zielsetzung ist meiner Meinung nach ein erwünschtes Soll zu erzielen; es wird gemeinsam mit dem Pat. überlegt, wie die Situation für uns befriedigend wäre; deshalb meine auf das Geschrieben bezogene Wort "soll".

LG
pulmo :)


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Ray
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Beitrag von Ray » Do 7. Jul 2005, 07:16

Hallo,

da haben wir mal wieder das zur Zeit heiß diskutierte Thema: Pflegeprozessplanung!

Jeder schaut hin, doch keiner schaut durch, angefangen von der uneinheitlichen Art der Formulierungen, bis hin zu der Frage nach dem Sinn oder Irrsinn einer Pflege nach derartigen allgemeinen Modellen, die im eigentlichen als Alleinstehendes Spektrum einzigst die Aufageb haben den Pflegebedarf und idealerweise auch den Verlauf, sowie die Dokumentation für die finanzielle Seite (gerade in Pflegeinrichtungen) überschaubar zu machen, wobei diese beiden Faktoren sich schon darin unterscheiden, daß man entweder die optimale pflege illusionär darstellt oder die wirkliche Pflegepraxis. (Quasi: finanziell bevorteilt oder Realität) Zumeist geht die Tendenz zur ersten Variante.

Laut der Politik soll eine gründliche Pflegedokumentation die Pflegequalität steigern, wobei vergessen wurde, darüber nachzudenken, wodurch man die Pflegequalität steigert!!! Sicherlich nicht durch höheren Dokumentationsaufwand und damit folglichen Zeitmangels nebst des steigenen Arbeitsaufwandes.

Sicherlich haben diverse Planungen, die sich (pro Einrichtung) an eine Pflegetheorie entlanghangeln, ihre Vorteile, jedoch sollte man den ganzen Prozess auch mal ein wenig kritisch betrachten. (Zudem die Theorien irgendwo an der Beziehung zwischen Patient und Pflegekraft anknüpfen und man daher, eigentlich, bei jedem Patienten individuell entscheiden müßte, mit welcher Pflegetheorie ich bei "dem Patienten" am effektivsten meine Ziele erreiche.....!?!?!?!?!?!? - Folgen dieser Sichtweise kann sich jeder Vorstellen und bei den HL's und PDL's würde dann sicher ganz schnell die weiße Fahne in der Hand liegen)

Der Sinn der Pflegeprozessplanung, als Vorbereitung für die Einführung der Pflegediagnosne...... naja.... ich weiß ja nicht!!!! Aber das dauert auch sicher noch einige viele viele Jahre - zumindest hier in Deutschland!

Ach ja, um mal kurz an die Diskussion anzuknüpfen:

Die Fomulierung wie sie anscheinend heute gelehrt wird: "Der Pat. will.... u.s.w., ist wirklich diskussionswürdig, denn zumeist wollen bestimmte Ziele wohl eher die Fachbücher oder die Pflegekräfte als der Patient. Zudem ich mal gelernt habe das Ziel als vorgegebener zukunftsnaher realisierbarer positiv ausgedrückter Ist- Zustand zu beschreiben. Nun komme ich zu der Frage ob mein Ziel erreicht ist, wenn der Pat. einen Zustand oder ein Ziel will, der Zustand, der aber eigenlich erreicht werden möchte noch nicht erreicht wurde. Oder der Pat. soll schmerzfrei sein? Is ja schön, kaum geschrieben die Planung schon sind die Ziele erfüllt, denn schmerzfrei soll ja irgendwie jeder sein, oder. (wollen tut das auch jeder, zumindest nach der Norm)
Demnach halte ich mehr davon den Zustand zu beschreiben:

Pat. ist schmerzfrei!

Naja, denke ich habe hier mal wieder viel verwirrendes Zeug geschrieben, wo man kaum durchsteigt, aber naja.....

Gruß Ray



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