Pflegekräfte aus Osteuropa - Erfahrungen?

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Dirk Höffken
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Beitrag von Dirk Höffken » Mi 10. Dez 2003, 14:29

Hallo.
@Fibula
meines wissens hat sich da nichts geändert (lasse mich aber gern eines besseren belehren, wenn dem nicht so sein sollte).
Man müsste wohl eher sagen: Leider hat sich da nichts (nicht viel) geändert.

Und es wird sich auch erst mal nach dem EU-Beitritt der osteuropäischen Beitrittskandidaten nichts ändern.

Das Ganze läuft wieder nach dem Motto“ Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“.

MfG DH

Zitat:
Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer. - George Bernard Shaw (anglo-irischer Schriftsteller (1856-1950))



Dirk Höffken
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Wortwahl und Menschenrechte

Beitrag von Dirk Höffken » Sa 17. Jul 2004, 00:29

Hallo.
@SV-Giftspritze
...„Aber es werden ja gerne Osteuropa Frauen für diverse Arbeiten eingekauft .“
Es mag etwas übertrieben erscheinen. Aber die Wortwahl ist mehr als unglücklich.

MfG DH

Zitat:
Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten. - Art. 4 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Resolution 217 (III) der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 194 8)



andrea
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Beitrag von andrea » Sa 17. Jul 2004, 11:34

Hallo,
meiner Meinung nach sind "osteuropäische Frauen" genau so gute oder schlechte Menschen wie wir auch.
Meine Überlegung wäre dass ich meinen Eltern die Freizeit dann auch so angenehm wie möglich gestalten würde und das hieße für mich eine Pflegefachkraft die sich gut mit meinen Eltern verständigen könnte.
Wenn ich mich in der Situation eines Pflegebedürftigen befinden würde und mich würde eine nette Dame pflegen die ich nicht verstehen könnte oder die mich kaum versteht würde ich mich nicht gut aufgehoben fühlen, womöglich Agressionen an ihr und später an meiner Familie abladen.
Auch wenn man mit den osteuropäischen Kräften" günstiger" fährt, was würdest du in der Pflegesituation für dich wollen???
Eine andere Überlegung ist ja auch wie fühlt sich die Pflegekraft wenn sie mit Herz pflegt und eigentlich nicht mal genau weiß was der ihr Anvertraute von ihr möchte
In meinen Augen ziemlich gefährlich, solche Pflege, unbefriedigend für beide Seiten. Und Geld allein sollte nicht das Denken beeinflussen. Sicherheit und Wohlgefühl sollten an oberster Stelle stehen.
Bei einer Fachpflegekraft mit guten Deutschkenntnissen die mit Herz pflegt könnte man die Auszeit ohne schlechten Nebengeschmack wohl viel besser genießen. Hoffe du findest einen Weg der alle zufriedenstellt.
Lieben Gruß


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

Dirk Höffken
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Wortwahl und Menschenrechte

Beitrag von Dirk Höffken » Sa 17. Jul 2004, 12:08

Hallo.

Um Missverständnisse zu vermeiden. Mir ging es um das Wort einkaufen.

Ich krame mal einen Beitrag des Chefs vom 04.05.2004 aus der Mottenkiste:
@Marci
„Sorry aber füttern tue ich Schweine und keine Menschen das heißt Essen Anreichen, ich könnte immer kotzen wenn ich das Höre/lese.“...
Richtig! Und ich gehe nicht nach Osteuropa und kaufe da Frauen ein, damit sie hier alte Menschen pflegen. Sondern ich stelle sie ein, engagiere sie, etc.. Man kauft Waren! Keine Menschen!!!

Es ist schon beeindruckend mit welchen Titeln sich manche Menschen schmücken, aber dann eine Wortwahl an den Tag legen, welche jegliches Feingefühl vermissen lässt.

MfG DH

Zitat:
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. - Art. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Resolution 217 (III) der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 194 8)



Dirk Höffken
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Nichts für ungut

Beitrag von Dirk Höffken » Sa 17. Jul 2004, 23:59

Hallo SV-Giftspritze.

Es mag seien das mancher Leser meine Reaktion für übertrieben hält. Aber Worte richten oft mehr Schaden an als Taten. Etwas worüber man sich in der Pflege viel mehr Gedanken machen sollte als über so manch andere Sache. Schon in der Ausbildung.

Ich diskutiere ab und an auch noch in anderen Foren, die sich mehr mit Medizin, Recht und Politik befassen. Gerade bei den beiden zuletzt genannten Themen fällt mir immer wieder auf, mit welchen geradezu akrobatischen Überlegungen versucht wird klare geregelte Sachverhalte auszuhebeln.

Nur Worte? Mag sein. Aber aus Worten werden Meinungen und von der Meinung bis zur Tat ist es nur allzu oft ein kurzer Weg.

Also: Nichts für ungut.

MfG DH

Zitat:
Die meisten bekommen eine Meinung, wie man einen Schnupfen bekommt: durch Ansteckung. - Axel von Ambesser (1910-8 8) , dt. Schriftsteller, Schauspieler u. Regisseur



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Beitrag von Marcell » Sa 13. Nov 2004, 11:02

Hallo manufredu

Ich glaube dir gerne dass du nichts Illegales bei deinem Schreiben im Kopf hattest. Nur deine Tipps enthielten viel Wenn und Aber, unter deinem im letzten post geschilderten Gesichtspunkt ist sicher alles im vertretbaren Rahmen. Nur der nächste der kommt der wendet es anders an oder sieht es schlicht anders, es ist heute zum Breitensport geworden Webseiten Betreiber abzumahnen, zu verklagen oder anzuzeigen. Ich selbst hatte schon 3 Fälle wo ich bei einem haarscharf an einer kostenpflichtigen Abmahnung / Anzeige vorbei geschlittert bin waren damals um die 500 Euros die ich hätte bezahlen müssen wäre es so weit gekommen. Dabei ging es nicht um das Forum sondern um ein Referat das sich ein Schüler bei einem Rechtsanwalt zusammen geklaut hat und uns das dann zum veröffentlichen geschickt hat in Treu Glauben habe ich diese dann veröffentlicht und 3 Monate später bekam ich eine unangenehme E-Mail mit einer 24 Stunden Frist. Von daher bin ich sehr Vorsichtig was die Inhalte der von mir betreuten Projekte betrifft, wenn irgendwas nicht richtig läuft bin ich der erste den man zur Kasse bittet und ich verfüge über keine Kriegskasse wie manche Firmen.

Grüße

Marcell



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