Patientenwille

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doedl
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Beitrag von doedl » So 5. Jun 2005, 09:52

Hallo Sophie

aus Deinen Angaben entnehme ich, dass Dein Mann dement ist.

Ich habe für mein eigenes Pflegeverständnis versucht, Kriterien zu entwickeln, den schmalen Grat von Gewährenlassen und Intervention zu definieren (Pflege im Heim)

1. besteht Gefahr für Leib und Leben der BewohnerInnen oder dauerhafter gesundheitliche Schäden
2. besteht eine Beeinträchtigung der Rechte oder der Gesundheit anderer BewohnerInnen oder MitarbeiterInnen
3. besteht die Gefahr einer Haftung, Vertragsstrafe für das Heim

für den häuslichen Bereich würde ich hinzufügen
besteht die Gefahr einer körperlichen oder seelischen Schädigung der pflegenden Person

Dieses Abwägen zwischen Zulassen und Intervention ist unendlich schwierig. Nach meinem Empfinden wird zu oft interveniert-

Dr. Jens Bruder, Leiter der ärztlichen Abteilung „pflegen & wohnen“ hat sich wie folgt geäußert:

Risikoabwägung- Das Pflegepersonal muß einen vernünftigen Kompromiß zwischen zwei schwer zu vereinbarenden Bestrebungen finden; dem Wunsch, dem Dementen ein Maximum an Sicherheit zu bieten, und der Aussicht, es genießen zu können, wenn man den Dementen gewähren läßt.

Lieben Gruss

Doedl

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Ray
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Beitrag von Ray » So 5. Jun 2005, 18:04

Hey Sophie4,

nun steht das Thema hier und ich finds gut!

Ohne mit Beispielen zu beginnen, würde mich erstmal interessieren, ab wann man den Willen des Pat. nicht mehr berücksichtigen kann / darf!

Ich meine beim Suizidversuch muß man einschreiten, aber wie siehts aus, wenn ein orientierter Patient seinen Kopf ständig an die Wand stößt, weil er es so möchte?

Ab welchem Punkt muß man einschreiten?

"Jeder hat das Recht auf seinen eigenen Willen"

Gruß Ray



Ray
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Beitrag von Ray » Sa 2. Jul 2005, 17:34

hm... irgendwie scheint das "aktuelle" Thema Patientenwille nicht so diskussionswürdig zu sein.


schade eigentlich :-(



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