Junge polnische Hilfskräfe??

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andrea
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RE: Junge polnische Hilfskräfe??

Beitrag von andrea » Do 8. Sep 2005, 07:36

Hallo,
meine Bedenken bestünden darin meiner Oma eine Pflegerin zu stellen die wahrscheinlich nicht der deutschen Sprache mächtig ist. Stell dir vor deine Oma äußert einen wichtigen Wunsch und wird nicht verstanden. Auch umgekehrt, die Pflegerin möchte deiner Oma etwas sagen und kann es nicht so ausdrücken dass sie es versteht.
Auch der Wechsel nach drei Monaten ist sicher nicht angenehm.
Ich denke du wirst auch Deutsche finden die die Pflege gern übernehmen. Hier hätte man die Möglichkeit ein gutes Vertrauensverhältnis auf lange Sicht aufzubauen. Deine Mutter könnte beruhigt ohne schlechtes Gewissen sein da sie weiß dass die Pflege in ihrem Sinne auch ohne ihre Anwesenheit weiter läuft.(Man konnte sich verständigen, Vorstellungen äußern) Es gibt auch viele deutsche Pflegerinnen die diese Arbeit übernehmen würden und das Geld gut gebrauchen könnten.
Wenn es sich hier um meine Oma handeln würde ich würde versuchen eine Pflegerin aus Deutschland zu finden( Arbeitsamt, Internet z.B. meine Stadt de, Altenpflegeschulen, Zeitung usw) Ihr habt die Möglichkeit die zukünftige Pflegekraft kennen zu lernen und keine Katze im Sack zu kaufen!
Áuch wenn polnische Hilfskräfte "billige Arbeitskräfte" sind, eure Oma bekommt ja Pflegegeld Rente, da müßte es doch möglich sein ihr eine Pflege zu ermöglichen bei der sie sich wohl und gut aufgehoben fühlt.
LG andrea


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

ferdi
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RE: Junge polnische Hilfskräfe??

Beitrag von ferdi » Do 15. Sep 2005, 21:21

Liebe AltenpflegerInnen,
pardon ich muß mal Dampf ablassen.
Ist Euch nicht klar das Ihr unserem Berufsbild schadet, unser Gehalt runter drückt, unserem ganzen "noch" bestehendem Sozialgefühge schadet wenn Ihr so eine Frage beantwortet und solche Ansinnen unterstütz?

Die Pflegeversicherung sagt:"Ambulant vor Stationär."

Der Frager kann für seine Oma, zur Entlastung seiner Mutter, ambulant Versorgen beantragen. Ist die Oma noch auf den Beinen kann sie zur Entlastung der Angehörigen Stunden- oder Tageweise in eine teilstationäre Einrichtung.

Reicht Omas "Geld" nicht zahlt das Sozialamt.
Und das sieht so aus:
Um 7:00 Uhr kommt der Pflegedienst zur großen Grundpflege,
um 7:45 Uhr kommt der Fahrdienst
von 8:00 bis 16:00 Uhr geht die Tagespflege
abends kommt der Pflegedienst, kleine Grundpflege, Abendessen und zu Bett bringen.
Das läuft von Montag bis Freitag.
Am Wochenende kommt der Pflegedienst auch zur Mittagsversorgung.
Auch das Hauswirtschaftliche wird vom Pflegedienst übernommen.

Erst wenn es in dieser Kombination nicht mehr geht, heißt es die Versorgung in den eigenen vier Wänden ist nicht mehr möglich, dann bleit halt noch das Heim.
Auch dann übernimmt das Sozialamt die übersteigenden Kosten.
Allesdings erst wenn das Vermögen aufgebraucht ist.

Was sagt uns diese Frage nach polnischen "Schwarzarbeitern"???

Oma hat für ihr Alter vorgesorgt - Doppelhaus
Oma in der einen- Tochter in der anderen Hälfte
wenn Oma nicht mehr ist, Enkel in ihrer Hälfte.

Oma hat Pflegestufe III macht 665 € Pflegegeld für die Angehörigen.
Für Fachpflege (ambulant, teilstationär, stationär) zahlt die Pflegekasse 1432 €. Diese Summe deckt gerade mal das Nötigste ab.
Oma soll aber 24 Stunden versorgt werden, weil Tochter nicht das Kreuz tragen will.

Wie oft hab ich das in 11 Jahren amb. Pflege erlebt?
Da ist nicht einmal die Frage was haben meine Eltern für mich getan?
Es tut in der Seele weh wenn man zusehen muß wie erbärmlich manche Eltern versorgt sind, nur weil die Kinder nicht bereit sind auch nur einen Euro für ihre Eltern zu zahlen.

Was will der Fragesteller? 665 € kassieren und Oma nach Möglichkeit noch mit Gewinn 24 Stunden betreut wissen.
Das ist doch unser Erbe.
Stimmt nicht, das ist Omas Altersversorgung.
Erst das was übrigbleibt ist Euer Erbe.

Liebe KollegInnen bedenkt wieviele von uns arbeitslos sind, wieviele schon heute trotz Arbeit am Existentminimum leben. Ich haben nichts gegen Polen oder andere Osteuropäer, an ihrer Stelle würde ich warscheinlich auch so handeln. Schaut mal in die Altenpflegeforen, dann wird Euch klar dass die" Vermittlung" von Schwarzarbeitern schon besser läuft als unsere Arbeitsagentur. Die Vermittler kassieren von den 665 € auch noch ab.

Hat Eure Oma auch ein Haus? Laßt Ihr Eure Oma auch verrecken um zu erben?

Ich glaub ich hör auf, sagen könnte ich noch Seite lang dazu.

ferdi



petit
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RE: Junge polnische Hilfskräfe??

Beitrag von petit » Fr 16. Sep 2005, 10:43

an ferdi,

nutzte gerade mal meine zeit deine beiträge zu lesen. und bin mehr als enttäuscht über die art und weise deiner meinungsäußerungen.

ein forum ist immer ein medium in dem man unerkannt stunck machen kann. polarisiern ist oft ein gutes mittel um leute aufzuwecken aber nur im persönlichen kontakt und nicht übers internet.

es ist peinlich für mich und unseren berufsstand wenn du schreibst jemand will seine "oma" "verrecken lassen" um zu erben. das ist einfach unter aller würde!

lass deine beiträge lieber bei dir wenn du dich nicht unter kontrolle hast

grüße petit



andrea
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RE: Junge polnische Hilfskräfe??

Beitrag von andrea » Fr 16. Sep 2005, 11:43

Hallo petit
irgendwie hat Ferdi doch Recht, er hat es vielleicht etwas heftig ausgedrückt aber eigentlich ist doch genau das die Realität. Die Kinder versuchen soviel wie möglich an den Eltern zu sparen und das obwohl diese Eltern ihnen oft erst ermöglicht haben ein Häuschen, Grundstück etc. zu haben.
Ich denke Christian hat gefragt und sollte Antworten bekommen. An Ferdis Antwort kann er ganz deutlich erkennen was die meisten der Altenpfleger denken aber es, wie du schon sagtest, nicht unbedingt aussprechen.
Wenn man sich die Antworten durchliest stellt man schon fest dass eigentlich niemand das Thema "polnische Hilfskräfte" akzeptiert, auch wenn von einer Seite Verständnis für den Gedanken aufkam.( Es gibt Angehörige die leben am Existenzminimum nur um eine gute Pflege für ihre alt gewordenen Angehörigen zu sichern) Andere, das sind meist die Leute mit mehr Geld versuchen hier zu sparen wo es geht ohne darauf zu achten wie es den zu Pflegenden geht.
Ein Forum ist dazu da um sich auszutauschen und ich finde jeder darf seine Meinung sagen egal wie sie sich darstellt.
Die Wut von Ferdi kann ich gut verstehen weil man dieses Leid eben so oft mitbekommt.......................... :(
Ein Denkanstoss ist es allemal.


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andrea
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RE: Junge polnische Hilfskräfe??

Beitrag von andrea » Fr 16. Sep 2005, 11:52

Hallo ferdi
obwohl ich deine Wut verstehe, ich denke wir alle haben ein Recht auf diesen Beitrag von Christian zu antworten ohne deshalb ein schlechtes Gewissen zu haben.
Unterstützung dazu konnte ich in keinem Beitrag erkennen!
(aus einem kam etwas Verständnis für die Überlegung aber sicher sollte das nicht unterstützend sein.....................habe ich so nicht verstanden)
Deinem Beitrag möchte ich noch hinzufügen dass auch die Möglichkeit besteht private deutsch Hilfskräfte auf Lohnsteuerkarte einzustellen. (Das ist oft günstiger als die von dir beschriebenen Einrichtungen.
In manchen Städten gibt es auch die Möglichkeit Pflegebedürftige nur nachts unterzubringen so dass die Nachtruhe des Pflegenden gewährleistet ist.
Gruß andrea


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ferdi
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Osteuropäische Haushaltshilfen als Pflegekräfte

Beitrag von ferdi » Sa 17. Sep 2005, 19:46

Auszüge aus einem vierseitigen Interview für eine Doktorarbeit:
Es geht um Frauen aus Osteuropa, die "legal" als Haushaltshilfen in deutschen Haushalten mit Pflegebedürftigen arbeiten.
Wie kommen die Frauen hier her?
Haushaltshilfenaus Osteuropa werden über die Zentrale Arbeitsvermitlung (ZVA) in Bonn an Haushalte mit Pflegebedürftigen der Pflegestufe II vermittelt. Es gibt eine Kooperation zwischen der ZAV und den Arbeitsverwaltungen in den Herkunftsländern.
die Frauen, die so als Haushaltshilfen vermittelt werden, können bis zu drei Jahren in Deutschland arbeiten.

Einige kalkulieren, dass sie sich nach drei Jahren Arbeit in Deutschland zu Hause ein Haus bauen und ein Auto kaufen können.

wir können uns nach drei Jahren Arbeit nicht mal einen der Wünsche erfüllen.

Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit beträgt 38,5 Wochenstunden. Viele der Haushaltshilfen sind aber rund um die Uhr für die Pflegebedürftigen zuständig.
Die angestellten Frauen erhalten je nach Bundesland zwischen 967 und 1177 Euro im Monat, sind kranken-,renten-und arbeitslosenversichert (haben aber keinen Anspruch auf Zahlung aus der Arbeitslosenversicherung).

Was tun die Frauen konkret hier?
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Stimmen die Horrorgeschichten, nach denen die Frauen 24-Stunden-Dienst sechs Tage die Woche leisten müssen?
Es sind eher sieben Tage! Im Vertrag der Frauen steht, dass sie als Haushaltshilfe arbeiten, und zwar 38,5 Stunden.
Aber von den Frauen, die ich getroffen habe, gibt es wenige, die das auch einhalten können.
Sie sind rund um die Uhr im Einsatz, denn sie sollen ja für alle Aufgaben, die anfallen, da sein. Zu den vertraglich vereinbarten Tätigkeiten gehört waschen, kochen und putzen. Grundpflegerische Tätigkeiten wie Essen reichen oder Hilfe beim Waschen werden ebenfalls durch das Arbeitamt gebilligt.

Machen unsere Pflegekräfte auch. Nur das sie für die Grundpflege geschult werden, Hautveränderungen, Druckstellen ect., und es an die Fachpflege weiter geben.

Wie belastend dieser 24-Stunden-Einsatz für die Haushaltshilfen ist, hängt natürlich auch von der Art der Erkrankung der Pflegebedürftigen ab.
Einige Haushaltshilfen erzählen, dass sie Angst haben, auf die Toilette zu gehen, weil sie in dem Moment nicht beobachten können, was der Pflegbedürftige macht. Wenn sie einkaufen gehen, müssen sie das mit Nachbarn oder Famielienangehörigen absprechen, damit die pflegebedürftige Person nicht unbeaufsichtigt bleibt. Es gibt einfach überhaupt keine Zeit, in der die Haushaltshilfe nicht verantwortlich ist.

Haben denn die Angehörigen alle Verantwortung abgegeben, werden die Frauen nicht wenigstens entlastet?
Einige erzählen haarsträubende Geschichten, wie sie von denen behandelt werden: Sie dürfen sich nicht mit ihren Freundinnen verabreden - außerhalb der Arbeitszeit, wohlgemerkt; sie dürfen nicht auf der Straße vor dem Haus rauchen; sie dürfen sich nicht auf dem Festnetz ihrer Arbeitgeber anrufen lassen: Manche haben ihren Lohn mal gar nicht, mal später bekommen. Sexuelle Belästigung kommt auch vor.

Was berichten die Frauen von der Kooperation mit den Pflegediensten?
Diejenigen die selber Altenpflegerin oder Krankenschwester sind, erzählen von einem sehr kollegialen Verhältnis.
Das überrascht, weil die Stimmung in den Pflegediensten eher gereizt ist: Sie haben Angst um ihre Jobs. Es gibt auch Geschichten, dass die Vermittlerinnen den Pflegdienstfahrzeugen folgen, anschließend bei den Familien klingeln und sagen "Wir machen das billiger".

Unsere Arbeitsplätze und Löhne werden zerstört und die Osteuropäer schamlos ausgenutzt. Haß unter einander bringt uns da nicht weiter.
- 2 -



ferdi
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RE: Osteuropäische Haushaltshilfen als Pflegekräfte

Beitrag von ferdi » Sa 17. Sep 2005, 21:05

- 2 -

Die Begründung der Familien lautet ja oft "Ich schaff´s nicht mehr allein" - aber wie soll die Haushaltshilfe das schaffen?

Die Frauen stehen sehr unter Druck und wissen nicht wie sie das drei Jahre lang aushalten sollen. Und das bezieht sich nicht nur auf demenzkranke Menschen.
Dazu kommt, dass es momentan viel schwieriger ist, einen legalen Job zu bekommen als einen illegalen. Diejenigen, die zuvor ohne Arbeitserlaubnis gearbeitet haben, erzählen, dass sie früher bei einem schlechten Job einfach gewechselt hätten. Aber legal arbeiten ist nun mal für den Arbeitgeber teurer und eine Frau erzählte, es habe fast drei Monate gedauert bis sie jemanden fand der sie mit Papiere einstellen wollte.

Und noch teurer bei den Gehaltsvorstellungen von deutschen Arbeitskräften. Allerdings sind bei uns auch die Häuser und Autos um einiges teurer als in Osteuropa.

Gibt es Möglichkeiten sich zu wehre?
Das Hauptproblem besteht darin, dass die Frauen, die in den Haushalten leben, einfach keine Zeit haben, um sich um Kontakte zu Kümmern. Vom Festnetz telefonieren dürfen sie nicht, auf dem Handy ist es zu teuer, und schon ein kleiner Einkauf kann zum Problem werden.

Es dürfte natürlich gar nicht sein, dass diese Frauen als kompletter Ersatz für alle anderen Formen von sozialen Beziehungen eingestellt werden - und das wissen auch alle. Aber das ist der Grund, warum Frauen aus Osteuropa beschäftigt werden, weil das natürlich hier nie jemand machen würde unter diesen Bedingungen. Das ist Teil des Konzepts: Eine Person kümmert sich, nicht mehrere im Wechsel. So eine Art Dienstbotenverhältnis: Die Frauen haben kein Recht auf ein irgendwie geartetes eigenes Leben. Das Abwechseln ist gerade nicht gewollt. Auch aus finanziellen Gründen, weil dann regulär natürlich das Dreifache gezahlt werden müsste.
Da werden Verhältnisse reproduziert, die es früher schon mal gab: Da gingen junge Frauen aus ländlichen Regionen zu städtischen Großbürgerfamilien "in Stellung", wie es damals hieß, und haben genau unter diesen Bedingungen gearbeitet.

Ja, und das Ganze vollzieht sich sozusagen unter den Augen des Arbeitsamtes. Eine Frau sagte, nun arbeite ich schon extra mit Arbeitserlaubnis, aber mit Wissen des Arbeitsamtes arbeite sie nun doch mehr als die Hälfte der Zeit illegal, weil im Vertragt eine andere Zeit steht, als sie real arbeitet.
Das ist auch ein Grund warum sich die Frauen nicht gegen die schlechten Verhältnisse wehren: Sie haben den Eindruck, dass das von ganz oben abgesegnet ist.

Damit, dass Migrantinnen als Haushaltshilfe legal in Deutschland arbeiten düefen, werden die Geschlechterrollen erneut festgewschrieben und ethnisiert.
Das ethnisierte Sterotyp der osteuropäischen Frau besagt, dass diese warmherzig, zuverlässig und sauber ist.

Jetzt wird die "Oma" von der polnischen Frau gepflegt, die qua ihrer Weiblichkeit für diesen Job qualifiziert erscheint - auch wenn sie in den letzten zehn Jahren ein Reisebüro geleitet hat.

Danke fürs lesen. Osteuropäische Haushaltshilfen und was dahinter steckt. Ich hoffe das erklärt meinen Zorn.

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Beitrag von ferdi » So 18. Sep 2005, 15:19

Es geht bei diesem Thema nicht um Freiberufler. Private Pflegdienste bekommen von den Kassen auch weniger als gemeinnützige und sind von daher auch billger. Die Preisspannen kann unser Arbeitdmarkt verkraften.

Hier geht es um osteuropäische Arbeitskräfte die wie Leibeigene gehalten werden und zu Dumping arbeiten.

Oder hat Dein Bekannter für 967 - 1177 € 24 Stunden Dienst geleistet?

Eine professionelle 24 Stundenversorgung kostet das Dreifache.

ferdi



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@ mary

Beitrag von ferdi » So 18. Sep 2005, 16:12

Ihre Rechnung stimmt nicht. Besser gsagt da werden Sie mächtig übers Ohr gehauen. Die Zeiten für die einzelnen Leistungen sind von der Pflegekasse festgelegt. Der benötigte Zeitaufwand bestimmt die Pflegstufe.

Ganzwaschhung heißt:
1Waschen, Duschen,Baden
2 Mund-,Zahn- und Lippenpflege
3 Rasieren
4 Hautpflege
5 Haarpflege (kämmen, ggf. waschen)
6 Nagelpflege
7 An- und Auskleiden incl. An- und ablegen von Körperersatzstücken
8 Vorbereiten/Aufräumen des Pflegbereiches

Anggebene/-gerechnete Zeit 41 Minuten
Kosten 16,35 €
Hinzu kommt Anfahrt und Dokumentation 1,53 €

macht zusammen 17,88 € X 30 Tage = 536,40 €
bei Pflegestufe I zahlt die Pflegekasse 384 € dazu.

Das macht ein Stundenlohn von 26,17 €
Davon bekomme ich als Tariflohn 13,36 € brutto
Aber wer bekommt Heute noch Tariflohn?

ferdi



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RE: Junge polnische Hilfskräfe??

Beitrag von ferdi » So 18. Sep 2005, 18:46

Schaut doch mal unter http://www.altenpflege.de in die Jobbörse
Jobangebot: 30 Anzeigen - 11 Angebote von arbeitswilligen Osteuropäern
Jobgesuche: 37 Anzeigen - 14 von Osteurapäern
Meist Agenturen die anbieten, weil in Deutschland Altenpflegefachpersonal so rar ist.
Selbst im Forum der Gewerkschaft BIG bieten sie sich an.

Vieleicht wird ja auch Christian da fündig.

Unsere Altenpflegeschulen können dicht machen weil die Schüler nach der Ausbildung in die Arbeitslosigkeit gehen. Gerade einem Kurs passiert.

Bald wird auch die Pflegversicherung sagen: "Die Kassen sind leer, her mit den Osteuropäern die Kosten nur ein Bruchteil von dem was Die Pflegeversicherung dazu zahlt.
Wenn wir pflegebedürftig werden sind dann, dank Osteuropa, die Pflegekassen wieder voll.

Ob das aber der richtige Aspekt zur momentanen Situation ist?

ferdi



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@ Mara Cash

Beitrag von ferdi » Mo 19. Sep 2005, 20:21

Was Deinen Bekannten betrifft bin ich davon ausgegangen das sich seine Einsätze im Rahmen dr Legalität bewegen. Ich habe nicht gesagt das er 24 Stunden für ein Appel und Ei arbeitet.
Was mich ehrlich gesagt frustriert[/QUOTE .......
Hab ich hier im Forum noch nicht erlebt. ---Spiegel?---
Ich hätte großes Interesse daran vernünftig die Thematik in möglichst allen Bereichen zu sehen.
Wo liegt das Problem? Ich glaube da hast Du einiges nicht verstanden.

Thema Altenpflegeschulen müssen zu machen:
Was Du da sagst ist eine Frechheit und läßt darauf schließen das Du keine Ahnung hast.

Das Altenpflegefachkräfte rar sind stammt von den Agenturen die hier versuchen osteuropäische "Haushaltshilfen" in der Pflege zu verschachern.

Auf
Wir haben jetzt vom hörensagen mitbekommen, dass es wohl junge Polinnen gibt, die im Wechsel für je 3 Monate ins Haus kommen, dort in einem Zimmer wohnen und die Patientin pflegen.
Habe ich sehr wütend darauf reagiert.
Die Kritiken haben mich veranlasst mit,
"Osteuropäische Haushaltshilfen als Pflegekräfte", zu antworten.

Eigenartig ist das sich Christian noch nicht wieder gemeldet hat.

Bei Dir habe ich langsam den Eindruck, Du beschmutzt gern Dein eigenes Nest.
Ich ziehe vor Deine Beiträge zu überlesen.

ferdi



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doedl
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Beitrag von doedl » Mi 21. Sep 2005, 09:47

Hallo Leut


Jeder, der hier postet, hat das Recht auf seine eigene und freie Meinungsäußerung. Ich möchte Euch also sehr herzlich bitten, untereinander ein gewisses Maß an Höflichkeit und Toleranz walten zu lassen.

Dieses Forum war noch nie eine Plattform für Hetze und Beschimpfungen- so solls auch künftig bleiben.

Also keep cool................

:D

Gruss Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

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