Immobil vom Heim ins Krankenhaus- Mobil zurück ins Heim

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Anja
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Beitrag von Anja » Di 21. Okt 2003, 15:55

Hallo Leon,

das ist natürlich ein Fall, zu dem man sagen muss "ziemlich heftig".
Da wird immer von aktivierender Pflege geredet und stattdessen erfolgt abnehmende Pflege! :o hwell

Schwer nachzuvollziehen, nur weil es schneller geht?
Also ich bin der Meinung während sich ein Bewohner, die Teile seines Körpers wäscht, die er/ sie selbst kann habe ich doch in der Zwischenzeit, einen Spielraum, den ich für andere Dinge nutzen kann!

Ich finde es nützt dem Menschen gar nichts wenn er alles abgenommen bekommt! Ich praktiziere das auch so, dass alles was der Bewohner/ die Bewohnerin selbst kann soll er/ sie auch selbst machen!
Aber so denkt eben nicht jeder.
Es gibt dann eben auch Kollegen, die dann wieder alles abnehmen, und dann kann es passieren, dass dann der Bewohner/ die Bewohnerin zu mir sagt: "Wieso muss ich denn das heute selbst machen" Die Schwester, die vor Ihnen da war hat das doch auch gemacht!
Naja !
Ich kann nur sagen, dass ich das überhaupt nicht verstehen kann!
Ein bißchen Selbständigkeit sollte jeder Bewohner haben.

Liebe Grüße Anja



Anja
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Beitrag von Anja » Di 21. Okt 2003, 16:08

Also wir haben auf unserem Wohnbereich 32 Bewohner und im Durchschnitt sind ca. 4 - 5 Pflegekräfte im Frühdienst und 2 - 3 im Spätdienst.

Gruß Anja



Anja
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Beitrag von Anja » Di 21. Okt 2003, 16:22

also wir haben 7 Bewohner mit Pflegestufe 3 und 1 Bewohnerin mit Pflegestufe 3H.

Der Rest schwankt zwischen Pflegestufe 0 - 2


Anja



Petra
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Undenkbar bei uns

Beitrag von Petra » Di 21. Okt 2003, 21:12

Hallo Leon,

ich bin wirklich ärgerlich und traurig, dass so etwas vorkommt. Auf unserer Etage ist so etwas undenkbar. Wir mobilisieren wo es nur möglich ist. Kann sich ein Bewohner den Oberkörper selbst waschen, wird in dieser Zeit das Bett gerichtet. Also wieso soll dieses Zeit kosten. Die Wünsche der Bewohner sind für uns maßgebend und nichts anderes. Wir freuen uns für jeden Bew. der nicht den ganzen Tag das Bett hüten muß.
Wir haben 32 Bew. auf der Etage und sind 4 Pflegekräfte mit einer Hilfe für die Etagenküche.

Grüßlis von Petra



Triexi
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Beitrag von Triexi » Di 21. Okt 2003, 22:04

Hallo Leute,

Ich war ja in einem Pflegeheim bescheftigt mit 25 Bewohner also ein kleines Heim so zu sagen.

Ich hatte 4 Bewohner zu versorgen. Morgens 23 Stunden und Abends 2 Stunden.

Ein Bewohner konnte sich nicht mehr selber waschen also hab ich es gemacht aber Rauchen und essen konnte er selber so wie ein paar schritte laufen ansonsten saß er im Rollstuhl, die andere Bewohnerin musste ich nur Duschen und Anziehen sonst war alles OK bei ihr. Die einen Beohner also die 3 wahren ein Ehepaar, ich hab ihm gewaschen so wo er an manche stellen nicht hin konnte aber das andere hab ich dann gemacht, die frau konnte noch alles sehr gut machen wie Wäsche für ihren Mann raus legen und Essen kochen, halt das üblieche. die vierte Bewoh nerin da brauchte ich sie nur Waschen und anziehen und dann war ich fertig.

Ich finde auch das die Bewohner die sich selber Waschen können auch das tun sollten.

LG

Triexi



Jutti
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Beitrag von Jutti » Di 21. Okt 2003, 22:21

Hallo Leon

Das ist eine schlimme Geschichte, die du da erzählst und ich denke, ja, solche Häuser gibt es. Sehr sehr schade. Aber wie schon einige "Kollegen" dir erzählt haben, ist es zum Glück nicht die Regel.
Das wäre ja sonst, als würd ich erzählen alle Krankenhäuser sind schlecht, nur weil ich im Durchschnitt jeden 3. Bewohner mti Dekubitus zurück bekomme, da er dort nicht gelagert wurde? (Übrigends fotographieren wir mit Einverständnis auch den Zustand, der da zurück kommt)
Das so und soviele Bewohner mit PEG zurück kommen, da die Zeit zum Essen anreichen nicht da war im KH?
Achja, und ein Katheter scheint praktisch zu sein, erspart wohl Toilettengänge??

Tu ich nicht, da ich auch weiß, es gibt phantastische Krankenhäuser mit Super Teams, wie zum Beispiel das, wo ich mein Praktikum habe machen dürfen. Es standen tolle Teams dort zur Verfügung, angefangen mit Krankengymnasten, Logopäden, Ergotherapeuten. Leider bezahlt aber kein Träger, keine Versicherung solche Angestellten im Heimalltag und nicht jede Krankenkasse bewillig diese Anwendungen, (schnief)

Aber ehrlich gesagt, Leon, das, warum ich nun so weit aushole ist, ich habe es satt, mich für schlechte Pflegekräfte, egal ob es Altenpfleger oder Krankenpflegepersonal ist, entschuldigen zu müssen. Ich bin gut, mache eine gute Pflege und sehr sehr viele der Kollegen hier auch.

Ich mag auch diese endlos Diskussion nicht, besser KS oder AP. Wir haben beide unseren Bereich, wo wir die Spezialisten sind und je mehr wir zusammen arbeiten in den Teams, umso mehr käme das dem Bewohner zugute. Ihr wißt um so viele Erkrankungen, um so viele Zustände nach OP, wir wissen so vieles über alterstypische Erkrankungen, Demente, spezielle Situationen, die nur Senioren haben, erleben. Die spezielle Kommunikation mti Dementen, die besondere Betreuung, da haben wir klar die Stärke drin.
Das Kriegsbeil begraben und endlich effektiv zusammen arbeiten, das würde ich mir wünschen.

Nimms mir nicht krumm, Leon, aber nun hatte ich es satt, mich für Fehler zu rechtfertigen, die andere begehen, hüben und drüben, die AP sowie aber klar auch die KS, oki?

Liebe Grüße
Jutta

PS. um zum Beispiel Mißständen in der Pflege entgegen zu wirken, gibt es die unten aufgeführte HP



Anja
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Beitrag von Anja » Di 21. Okt 2003, 22:41

Ich stimme Jutta in allen Punkten ihres Beitrages zu! :klatsch :klatsch:klatsch :klatsch
Es macht wirklich keinen Spaß mehr sich für Fehler anderer rechtfertigen zu müssen.

Viele der Kollegen und mich selbst zähle ich dazu meinen, dass wir ein gutes Fachwissen hervorbringen und eine gute Pflege leisten!

Es gibt sicher in jeder Berufsgruppe auch schlechte Pflegekräfte!

@ Leon, mich erschleicht das Gefühl, dass du deinen Mund ziemlich voll nimmst und glaubst alles zu wissen alles zu können und dass du über allem stehst!

So nach dem Motto ich muss in jedem Seniorenheim erstmal Ordnung schaffen! Glaubst du nicht, dass du dich damit ein bißchen zu weit aus dem Fenster lehnst???

Nunja ich kann ja mal mit meinen Erfahrungen, die ich im Krankenhaus gemacht habe auch gern berichten!

- Aussage des Personals auf der Station im Krankenhaus nur 1 Beispiel:
(dort lag eine ältere Dame aus einem Pflegeheim)
"Nun Anja da kannst du ja heute die Oma waschen in Zimmer soundso, das kannste ja gut"
=> Fand ich schon ziemlich daneben, ich meine diese Dame hat einen Namen!!!

- oder wie oben schon erwähnt viele Leute kommen mit Dauerkathetern zurück, weil es einfacher ist den Urin aus dem Beutel abzulassen als die Menschen auf Toilette zu führen!

ich könnte die Liste noch weiter führen aber ich denke das wird zu lang!
Ich möchte einfach nur klarstellen, dass ich mich als Altenpflegerin nicht zu verstecken brauche!

Und ich bin es leid Diskussionen zu führen, was ist besser was ist schlechter Ap oder KS!

Um ehrlich zu sein es hängt mir zum Hals raus! Ich kann es echt nicht mehr hören!

Beide Ausbildungen sind anspruchsvoll und eine Herausforderung. Es sind halt nur speziell abgemünzt auf Krankenpflege und Altenpflege!

In unserer Einrichtung gibt es KS und Aps und ich muss sagen wir sind ein gutes Team, wir ergänzen uns gegenseitig!

Also man sieht es ist eine Zusammenarbeit möglich, man muss nur wollen!!! :yo :yo :yo

Es sollten Vorurteile und Klischees endlich abgebaut werden und dafür setze ich mich auch gern ein!!!!

Trotz allem noch liebgemeinte Grüße Anja



Jutti
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Beitrag von Jutti » Mi 22. Okt 2003, 00:04

Hi Leon

ich greifs mal auf, wenns dir recht ist????
(und ich möchte direkt vorab sagen, ich will dich in keinster Weise persönlich angreifen, nur versuchen, vielleicht, wenn du magst, Vorurteile gemeinsam aussortieren???)

Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch, wie sicher viele andere auch und ich suche niemals Schuldige sondern Ursachen.
Vielleicht wissen wir zuwenig vom Berufsfeld des anderen? haben falsche Vorstellungen davon?
Ich habe 10 wochen Praktikum im KH gemacht, du hast, falls du ein junger Mensch bist, im Zuge der Ausbildung einiges über die Pflege in der Gerontopsychiatrie, der sozialen Begleitung, der sozialen Gerontologie gelernt, wenn du schon älter sein solltest, war es vermutlich nicht so in deiner Ausbildung enthalten, da einige der Erkenntnisse noch recht neu sind.
Der Sinn dieser Diskussion liegt für mich darin, einen Weg zueinander zu finden und nicht gegenseitig die Fehler aufzulisten, die sind hüben und drüben, wäre eine endlos Diskussion, können mir uns sparen, denk ich mal so.
Was ein ganz großer Gedanke in mir ist, ist der, dass die Öffentlichkeit nichts weiß über unsere Ausbildung, unsere Fähigkeiten. Wir sind die, die versorgen, was andere "weg sortiert" haben. Natürlich machen sich grad im Sommerloch die Berichte über Gewalt in der Pflege gut ( natürlich gibt es sie, ganz klar, aber das ist doch nicht die Tagesordnung!!)
Wir wissen um Qualität in der Pflege, aber auch bei uns ist der Sparhammer angesetzt, nicht nur bei euch ( du erwähntest, dass du das Wissen um den "Knochenjob" hast.
Dazu möchte ich erwähnen, obwohl ich vermutlich tierisch nun mit dicken Knüppeln beworfen werde, es werden vom Arbeitsamt Umschulungen angeboten, entweder sie machen das oder........., diese Menschen tun mir leid, sie haben einen Beruf, der ihnen gefallen hat, aber sie bekommen dort nichts mehr.
Soll vorkommen.......aber es gibt auch die AP, die ihren Job gerne und so gut wie möglich mit Zeitdruck, mit Personalmangel, mit sämtlichen wenns und aber machen...........
Meist sind das gemischte Teams, wie unseres auch, der „Fachmann“ für alles mögliche arbeitet dort, und das macht uns gemeinsam zum guten Team.

Achja und die Rechtfertigung von Anja, die du angesprochen hast: ich glaube, wir werden so oft angegriffen, dass wir uns mittlerweile in der Verteidigungsposition befinden, wohin wir eigentlich nicht gehören.
Unrecht will dir Niemand tun, wirklich nicht!


so und guts Nächtle, bin heiamüd
Jutta



Jutti
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Beitrag von Jutti » Mi 22. Okt 2003, 15:38

Hi Leon

Für mich persönlich sind alle Unklarheiten beseitigt, also leg los mit fragen :yo ich freue mich auf einen regen Austausch!

..und schade, dass bei euch nur Krankenpfleger auf der Geri arbeiten. Auf der mich anleitenden Staion war ebenfalls gemischtes Personal, also AP und KS und die Stationsleitung war eine AP :wink

Jutta



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Beitrag von Anja » Mi 22. Okt 2003, 17:54

Hallo Leon,

da habe ich vielleicht Deine Beiträge falsch aufgefasst! Ich bin da auch sehr emotional! :o hwell
Also wenn ich dir zu nahe getreten sein sollte, bitte net böse sein!
ich hatte halt nur diese Eindrücke gewonnen, und irren ist menschlich.

Vielen Dank, dass du da Ganze aufgeklärt hast! War also ein großes Mißverständnis!
Und auch ich stehe natürlich gern für Fragen zur Verfügung!



Liebe Grüße Anja



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