Höheres Schlaganfall-Risiko bei Diabetes

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Roli-2002
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Höheres Schlaganfall-Risiko bei Diabetes

Beitrag von Roli-2002 » Do 11. Aug 2005, 12:23

Höheres Schlaganfall-Risiko bei Diabetes

Grade bei Diabetikern ist das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden um einiges höher als bei anderen Menschen.

Warnzeichen werden oft zu spät wahrgenommen oder ignoriert.

Warnzeichen wahrnehmen – weiter lesen sie hier:

http://wp1007547.wp014.webpack.hosteuro ... readid=211



Roland

Team Senioren Fragen



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Gut eingestellte Werte schützen

Beitrag von Roli-2002 » Fr 19. Aug 2005, 15:17

Gut eingestellte Werte schützen

Gesunde Lebensweise und regelmäßige Arztbesuche – so halten Diabetiker und Bluthochdruck-Patienten ihr Risiko gering.

Für Diabetiker sind gut eingestellte Werte wichtig um einem Schlaganfall vorzubeugen.

Lesen Sie wieter hier:

http://wp1007547.wp014.webpack.hosteuro ... readid=213



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Medikamente können schützen

Beitrag von Roli-2002 » Di 6. Sep 2005, 21:13

Medikamente können schützen, Vorrangig bei Diabetes

Viele Risikofaktoren für einen Schlaganfall lassen sich mit
Arzneimitteln beeinflussen. Hier erfahren Sie, wie sie wirken

Bluthochdruck, Fettstoffwechsel- Störungen, Vorhofflimmern und Diabetes erhöhen das Schlaganfall-Risiko. Eine gezielte medikamentöse Therapie kann helfen.

Bluthochdruck
Die „Hypertonie“ gilt als der wichtigste Grund, warum Menschen mit Diabetes einen Schlaganfall bekommen. Dieses Risiko kann um bis zu 40 Prozent verringert werden, wenn ein erhöhter Blutdruck rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Kann er durch den Abbau von Übergewicht, regelmäßige Bewegung und eventuell eine Einschränkung des Salzkonsums nicht unter 135/85 mm/Hg gesenkt werden, helfen folgende rezeptpflichtige Wirkstoffe – allein oder in Kombination:

Betablocker verringern den blutdruck- und pulssteigernden Effekt von Stresshormonen wie Adrenalin.

Diuretika entwässern und helfen dem Körper, eingelagerte Flüssigkeit wieder auszuscheiden. Langfristig sinkt auch der Blutdruck.

Kalzium- Antagonisten verringern die Spannung der Gefäßmuskulatur, erweitern dadurch die Blutgefäße und senken so den Blutdruck.

ACE-Hemmer und AT-1-Antagonisten greifen in ein Enzymsystem des Körpers ein, das maßgeblich an der Blutdruck- Regulierung beteiligt ist.

Fettstoffwechsel- Störungen
Experten schätzen, dass erhöhte Cholesterinwerte das Schlaganfall- Risiko verdoppeln können. Das LDLCholesterin sollte deshalb 115 mg/dl (2,9 mmol/l) nicht übersteigen, bei schon vorhandenen Durchblutungs- Störungen sollte es unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l) liegen.
Wenn diese Werte nicht mit einer ausgewogenen Ernährung (weniger tierische Fette wie Butter und Wurst, dafür mehr Fisch und pflanzliche Fette wie Rapsöl und Diätmargarine), regelmäßiger Bewegung und rezeptfreien Präparaten mit Knoblauch oder Omega-3-Fettsäuren aus der Apotheke erreicht werden können, helfen verschreibungspflichtige cholesterinsenkende Medikamente.

In erster Linie handelt es sich dabei um so genannte Statine. Diese Medikamente hemmen außerdem die Entzündung der Gefäßinnenhaut, die an der Arteriosklerose beteiligt ist. Dadurch sinkt das Schlaganfall-Risiko zusätzlich.

Vorhofflimmern
Diese sehr häufige Art von Herzrhythmusstörung birgt ein großes Risiko für einen Schlaganfall. Denn durch den schnellen und ungeordneten Herzschlag können Blutgerinnsel im Herzen entstehen, die über die Blutbahn ins Gehirn gelangen, dort ein Gefäß verstopfen und so einen Schlaganfall auslösen. Mitunter lässt sich das Vorhofflimmern – vor allem, wenn es schon länger besteht – nicht beseitigen. Dann helfen gerinnungshemmende Medikamente wie Phenprocoumon, die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Das Risiko für einen Schlaganfall nimmt dadurch um bis zu 70 Prozent ab.

Hohe Blutzuckerwerte
Diabetes kann das Schlaganfallrisiko um das Zwei- bis Dreifache erhöhen. Eine gute Blutzuckereinstellung ist daher sehr wichtig. Reichen bei Typ-2-Diabetikern der Abbau von Übergewicht und vermehrte Bewegung nicht aus, die Werte nüchtern unter 110 mg/dl (6,1 mmol/l) bzw. nach dem Essen unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) zu senken, helfen blutzuckersenkende Medikamente:

Metformin verbessert die Insulinempfindlichkeit
des Körpers, besonders in der Leber. Auch die Fließeigenschaften des Blutes und die Blutfettwerte beeinflusst die Substanz positiv. Metformin darf unter anderem nicht eingenommen werden bei eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Lebererkrankung, entzündeter Bauchspeicheldrüse oder ausgeprägter Herzschwäche.

Alpha-Glukosidasehemmer wie Acarbose hemmen die Kohlenhydrat-Verdauung im Dünndarm. Dadurch gelangt nicht mehr so viel Traubenzucker ins Blut. Die Substanzen können Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall haben.

Sulfonylharnstoffe bzw. Glinide regen die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse an. Sie werden häufig Typ-2-Diabetikern verschrieben, die kein Metformin einnehmen dürfen oder bei denen Metformin allein keine befriedigende Blutzuckereinstellung ergibt.

Glitazone verbessern die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen, besonders im Fettgewebe, in der Leber und in der Muskulatur. Schwangere, Menschen mit Leberfunktionsstörungen, Herzschwäche oder Diabetiker, die Insulin spritzen, dürfen Glitazone nicht anwenden. Insuline werden bei Typ-2-Diabetikern eingesetzt, bei denen Tabletten nicht mehr reichen, den Blutzucker in einem akzeptablen Bereich zu halten. Gegebenenfalls verordnet der Arzt eine Kombination von Insulin und Tabletten.

Quelle: DiabetPro.de



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Der Schlaganfall 4.Teil jede Minute zählt

Beitrag von Roli-2002 » Mi 28. Sep 2005, 13:59

„Jede Minute ist wichtig“

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollten Angehörige nicht lange fackeln – rufen Sie sofort den Notarzt

Dr. Heinrich Audebert ist Oberarzt am Städtischen Krankenhaus München-Harlaching und leitet dort die Stroke Unit

Welche Symptome können auf einen Schlaganfall hinweisen?
Viele Betroffene klagen über halbseitige Störungen ihres Körpers, zum Beispiel können sie einen Arm nicht mehr richtig bewegen, sehen auf einer Seite plötzlich nichts mehr oder gar Doppelbilder. Andere haben Sprachstörungen, Schwindelanfälle oder sind verwirrt. Auch extreme Kopfschmerzen und Bewusstseinsstörungen können Zeichen für einen Schlaganfall sein. Insgesamt kann sich ein Schlaganfall auf sehr verschiedene Art und Weise bemerkbar machen.

Kann der Betroffene im Fall eines Schlaganfalls selbst etwas tun?
Wenn es ihm möglich ist, sollte er sofort den Notarzt rufen. Die Betonung liegt auf sofort, denn oft warten die Patienten erst einmal ab und hoffen, dass die Beschwerden von alleine weggehen.

Wie kann ich als Außenstehender erste Hilfe leisten?
Rufen Sie sofort den Notarzt, jede Minute ist wichtig. Lockern Sie die Kleidung des Patienten und beruhigen Sie ihn. Achten Sie darauf, dass keine Gegenstände die Atmung behindern, zum Beispiel eine Zahnprothese. Wenn er bewusstlos ist, bringen Sie den Patienten in die stabile Seitenlage.

Reicht es nicht, erst einmal den Hausarzt zu verständigen?
Auf keinen Fall. Sonst geht viel Zeit verloren, die dann bei der nötigen Behandlung – am besten in einer Stroke Unit – fehlt.

Was ist eine Stroke Unit?
Das ist eine Notfallstation für Schlaganfall- Patienten. Mittlerweile gibt es davon über 120 in Deutschland. Durch moderne Diagnosemöglichkeiten können die Ärzte schnell feststellen, ob und welche Art von Schlaganfall vorliegt, und eine gezielte Behandlung einleiten.

Wie wird der Schlaganfall behandelt?
Die meisten Schlaganfälle werden durch ein Blutgerinnsel verursacht. Im Optimalfall wird man versuchen, dieses Gerinnsel aufzulösen, damit der entsprechende Teil des Gehirns wieder durchblutet wird. Dafür ist nach Beginn der Symptome nur etwa drei Stunden Zeit.

Wenn eine solche Behandlung nicht in Frage kommt, wird konservativ behandelt: Die lebenswichtigen Funktionen wie Blutdruck und Atmung werden kontrolliert und gegebenenfalls medikamentös unterstützt. Außerdem versucht man, das Fortschreiten der Gefäßverstopfung durch Gabe bestimmter Medikamente zu verhindern.

So rasch wie möglich beginnt außerdem die Rehabilitation, wozu beispielsweise die krankengymnastische oder, bei Sprachstörungen, logopädische Behandlung gehört.

Quelle: DiabetesPro.de



Dirk Höffken
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Medikamente können schützen - Wirklich?

Beitrag von Dirk Höffken » Mi 28. Sep 2005, 16:16

Hallo Roland.
@Roli-2002
... „Fettstoffwechsel- Störungen
Experten schätzen, dass erhöhte Cholesterinwerte das Schlaganfall- Risiko verdoppeln können. Das LDLCholesterin sollte deshalb 115 mg/dl (2,9 mmol/l) nicht übersteigen, bei schon vorhandenen Durchblutungs- Störungen sollte es unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l) liegen.
Wenn diese Werte nicht mit einer ausgewogenen Ernährung (weniger tierische Fette wie Butter und Wurst, dafür mehr Fisch und pflanzliche Fette wie Rapsöl und Diätmargarine), regelmäßiger Bewegung und rezeptfreien Präparaten mit Knoblauch oder Omega-3-Fettsäuren aus der Apotheke erreicht werden können, helfen verschreibungspflichtige cholesterinsenkende Medikamente.“ Quelle: DiabetPro.de ...
Kritiker bezweifeln, ob diese Grenzwerte sinnvoll sind, sie sind aufgrund der völlig uneindeutigen Studienlage (teils von der Pharmaindustrie finanziert!!!) und der Tatsache, dass sie von einem Großteil der Bevölkerung überschritten werden, keinesfalls unumstritten. Nach Auffassung von Kritikern führen diese Empfehlungen regelmäßig zur Einnahme von teuren Medikamenten mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen auf wissenschaftlich fragwürdiger Grundlage.

MfG DH

Zitat:
Wissen Sie, zu wissen, daß Wissen so oft wissentlich mißbraucht wird, macht mich traurig. -
© Stefan Wittlin (*1961), Schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut, Tierpsychologe, Buchautor und Kolumnist



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