Gewicht - Übergewicht

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johannes
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Gewicht - Übergewicht

Beitrag von johannes » So 3. Apr 2005, 15:40

aus einer Sendung des WDR heute morgen:

Es gibt verschiedene Gewichtsformeln, die sich in der Gesellschaft etabliert haben. Welchen Wert haben sie?

1. Normalgewicht
Mitte des 19. Jhdts wurde die Gewichtsformel "Normalgewicht" etabliert. Das Normalgewicht errechnet sich nach dieser Formel aus Körpergröße in cm minus 100 = Normalgewicht. Wie unsinnig dieser Index ist, wird deutlich, wenn wir eine Person mit 1,00 m Körpergröße vor uns haben. Diese Person dürfte nach dieser Formel eben nichts wiegen.

Anfang des 20. Jhdts. wurde von der Metropolitan Life Insurence die Formel des "Idealgewichts" ins Leben gerufen. Das "Idealgewicht" errechnet sich nach dieser Formel aus der Körpergröße in cm minus 100 minus 10 %. Diese Formel ist noch unsinniger als die Formel des 19. Jhdts. Eine 100 cm große Person würde danach nur "NICHTS minus 10 %" wiegen dürfen.

Nachvollziehbarer Hintergrund für diese Formel war, daß die LV allen Personen, die das "Idealgewicht" überschritten, mit höheren Prämien belastet werden konnten. Also durchaus eine lukrative Vorgehensweise.

Heute ist der "BMI" (Body-Maß-Index) in Mode. Hierbei wird das Gewicht einer Person durch die Körpergröße geteilt und danach noch einmal durch die Körpergröße. Es gilt ein BMI zwischen 25 und 30 als Normalgewichtig und über 30 als behandlungsbedürftiges Übergewicht.

Auch hierfür vermisst man eine wissenschaftlich fundierte Begründung. Fachleute, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, betrachten alle bisherigen Formeln als willkürlich und Nonsens. Auch ein Zusammenhang zwischen Gewicht und Lebenserwartung ist bis heute nicht wissenschaftlich zu begründen. Die Jagd nach den Gewichten ist also nach wie vor ein Versuch, das Leben der Menschen zu reglementieren.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist allerdings, daß der Körper INDIVIDUELL versucht, ein bestimmtes Gewicht zu halten, genau so wie den Blutdruck, den Blutzucker u. a. Daraus resultiert auch, warum sämtliche Diäten zum Scheitern verurteilt sind.´


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Jutti
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Beitrag von Jutti » So 3. Apr 2005, 15:52

Hi Jo
da gibt es eine Anekdote aus meinem Leben zu, die mich immer nachdenklich gestimmt hat. Die Fakten:
Untersuchung bei meinem damaligen Hausarzt ca 1987, auch Gewichtskontrolle: ich wog bei einer Größe von 176 cm 67 kg und er meinte, ich sei wohl etwas zu dünn geraten, sollte mal was zunehmen.
Ein Jahr später erneuter Arztbesuch, während dessen ebenfalls mein Gewicht kontrolliert wurde. Resultat: ich wog 64 kg und bin nicht geschrumpft. Er meinte dann dazu, ich sei etwas kompakt geraten und solle doch wohl besser etwas abspecken. Die Logik dahinter habe ich bis heute nicht verstanden. Irgendwann später habe ich mal 58kg bei meiner Größe gewogen, da hatte niemand was zu meckern außer mein Spiegel, ich sah gruselig aus, viel zu dünn, aber ich fands damals irgendwie chic.....
Wissenschaftlich nachgewiesen ist allerdings, daß der Körper INDIVIDUELL versucht, ein bestimmtes Gewicht zu halten, genau so wie den Blutdruck, den Blutzucker u. a. Daraus resultiert auch, warum sämtliche Diäten zum Scheitern verurteilt sind.´
Ich denke auch, jeder Körper hat sein individuelles Gewicht, das sich irgendwie immer wieder einpendelt, solange man normal lebt, weder hungert noch Fressatacken frönt. Irgendwie pendele ich mich nun seit Jahren auf ca 70 kg ein, nehm was ab, nehm was zu und es pendelt sich immer wieder dort ein, scheint eben mein privates Normalgewicht zu sein

liebe Grüße aus dem Rheinland von Jutti



Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg » Mo 4. Apr 2005, 12:48

Joa geht mir auch so, war zeitweise etwas kleiner aber habe genau so viel gewogen, seit ich in der AP arbeitet haben sich irgendwie meine Muskeln etwas aufgebaut und mein Bauch, Beine Po etwas abgenommen! Aber das gewicht hat sich keineswegs reduziert! Daher kann man sehen dass man wirklich nicht danach gehen kann, habe zwar keinen kleinen Bauch und Schenkelchen, etwas weniger wäre mir auch lieber aber solange es nicht mehr wird bin ich auch zufrieden!!!

ciao



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