enterale Ernährung

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mara
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Beitrag von mara » Di 19. Jul 2005, 06:08

Hmmm...

Wir haben auch zwei aspirationsgefährdete Bewohner, die per PEG ernährt werden.. dennoch versuchen wir auch bei diesen Bewohnern den Schluckreflex zu erhalten und zu fördern und führen EssTraining durch.. natürlich mit dem Hausarzt abgesprochen. Eine der zwei Bewohnerinnen isst mittlerweile schon wieder recht gut, ist aber natürlich seeehr zeitaufwendig, da sie erst ab Breikonsistenz normal schluckt und sich nicht mehr verschluckt.. eine kleine Schale Brei (100g) isst sie in 45 Minuten Anreichezeit. Der eine mag den Kopf schütteln, aber wir sind froh, ihr diese Gaumenfreude einmal tägl. zumindest gönnen zu können.

Wenn der Bewohner sich allerdings bei allem, was man anbietet direkt verschluckt, müsste man als Pflegekraft merken, wann es Sinn macht, etwas anzubieten und wann ich einfach gefährlich pflege ?(



Roli-2002
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RE: enterale Ernährung

Beitrag von Roli-2002 » Di 19. Jul 2005, 13:09

eine kleine Schale Brei (100g) isst sie in 45 Minuten Anreichezeit. Der eine mag den Kopf schütteln, aber wir sind froh, ihr diese Gaumenfreude einmal tägl. zumindest gönnen zu können.
Das finde ich nicht schlecht, vor allem ist es noch ein Stück Lebensqualität.
Dennoch wenn es immer wieder zur Aspiration kommt ist es sehr bedenklich, hier sollte sehr gut mit Pfleger/innen und Arzt abgewogen werden.
Wir versuchen die Leute auch so lange wie möglich oral zu ernähren, es gab sogar einmal den Fall, dass eine Bewohnerin sich wieder selbstständig ernährt hat, nachdem sie 4 Wochen Sondenernährt wurde.

Eine gute Zeit

Roland



andrea
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RE: enterale Ernährung

Beitrag von andrea » Di 19. Jul 2005, 15:24

Original von Richard
Der behandelnde Arzt damals hat strikt jede orale Ernährung untersagt. Das jetzige Heim scheint das allerdings nicht zu kümmern. Werde der Pflegeleitung mal ein nettes Fax schicken.
Hallo Richard,
wenn der behandelnde Arzt das untersagt hat ist die orale Gabe von Lebensmitteln nicht erlaubt, wenn etwas passiert haftet wie Fibu schon erwähnt hat das Heim.
Du schreibst allerdings das er das damals untersagt hat, wie sieht er das heute???
Die orale Einnahme von Nahrung ist für jeden Menschen sehr von Vorteil, es werden alle Sinne angeregt, der Speichelfluß und vor allem das Gefühl was beim Essen aufkommt.
Wenn es absolut nicht möglich ist orale Nahrung aufzunehmen kann man Säckchen mit z.B. Schokolade, Obst, Brot usw. befüllen, anfeuchten und den betroffenen Pat. darauf herumbeißen lassen. Das würde einen ähnlichen Effekt haben wenn auch nicht annähernd den Gleichen wie bei der oralen Nahrungsaufnahme
:wave


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

mara
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Beitrag von mara » Di 19. Jul 2005, 18:54

@Roli

Es kommt bei Brei bei dieser Bewohnerin nicht zur Aspiration. Aber alles, was etwas flüssiger ist, ist gefährlich bei ihr.
Natürlich sehen es einige Kollegen auch als "zu zeitaufwendig" an... dann heisst es "Sie wollte nicht"... was ich aber leider nicht immer glauben kann.. und bei ihr braucht man halt echt seeehr viel Geduld.. max 1/2 TL auf einmal in den Mund... zum schlucken anregen etc pp... manchmal hat man auch Pech und sie schluckt nicht.. dann muss ich halt den Brei wieder aus dem Mund nehmen... aber ich hab es versucht :)

Übrigens ist das Esstraining mit der Ernährungsberatung und dem Hausarzt abgesprochen... 8)



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