Einbeziehen alternativer Heilmethoden in die Pflege

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Marcell
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Beitrag von Marcell » Mi 17. Mär 2004, 09:47

Original von Fibula
es macht wenig Sinn zwei völlig verschiedene Themen in einem Thread zu Diskutieren
Reiki hat für mich auch keinen Bezug zur Pflege wie jetzt die genannten alternative Pflegemaßnahmen. Ich seh da keinen Zusammenhang.
Hallo Fibula

Ob Reiki dies nun ist oder nicht wird ja in diesem Beitrag mit diskutiert der Titel heißt aber: "Einbeziehen alternativer Heilmethoden in die Pflege " man muss sich ja nicht auf eine Alternative Heil Methode beschränken ;)

Grüße

Marcell



Dodger
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Beitrag von Dodger » Do 18. Mär 2004, 10:54

So leute jetzt muss ich nochmal was ausmeinem Erfahrungsschatz preisgeben, und zwar hat meine Freundin Fieber gehabt, und ich habe sie dann mit Pfefferminztee gewaschen, das hilft echt gut, und meine Freundinn meinte sie habe sich danach sehr viel wohler gefühlt.
Probierts doch mal aus. So jetzt bin ich aber mal ruhig, sonst werd ich noch ausm Forum geschmissen wegen komischer Pflege*gg* ;-) :lol :D :hehe



Dodger
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Beitrag von Dodger » Do 18. Mär 2004, 11:37

Doch Essigsocken kenn ich auch, anstatt Pfefferminztee kann man auch Salbei nehmen, so steht das zumindest im Buch drin das mir marcell geschickt hat



Dodger
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Beitrag von Dodger » Do 18. Mär 2004, 12:02

Da wir es von essig haben, Den Brotkasten mit Essigwasser auswaschen, hilft gegen Schimmelpilze, oder etwas Essig ins Abwaschwasser, wenn man Bretter abwäscht.
Meine Güte, wenn das so weitergeht können wir ein eigenes Buch rausgeben, mit Alternativen Tipps.



Dirk Höffken
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Ach ja!

Beitrag von Dirk Höffken » Mi 30. Jun 2004, 20:59

Hallo Reiki150.
@Reiki150
...“Es wurde wissenschaftlich erwiesen, dass die physische Behandlung mit Reiki die Heilung beschleunigt. „....
Ich würde gern mal eine (komplette) wissenschaftliche Studie über die Wirksamkeit von Reiki lesen (kann auch auf Englisch sein).

Das ist das selbe wie mit der Homöopathie. Man hofft es hilft. Hierzu empfiehlt sich die Studie von Klaus Linde vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München. In seiner Publikation in The Lancet hatte er alle akzeptablen Homöopathie-Studien zusammengefasst. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Die Erfolge aller alternativen Heilmethoden beruhen aus meiner Sicht primär auf zwei Säulen:
1. Die Alternativmedizin hat mehr Zeit und zum Teil auch mehr Lust sich mit dem Patienten auseinander zusetzten als die Schulmedizin
2. Kaum jemand ist bereit sich mit möglichen (schulmedizinischen) Behandlungsmöglichkeiten auseinander zusetzen uns sie zu verstehen (inklusive ihrer Nebenwirkungen). Diese Problematik exsistiert bei den alternativen Heilmethoden nicht.

Fraglich bleibt jedoch wie opportun es ist schwerkranken Menschen mit zweifelhaften Methoden Hoffnung zu geben die es nicht gibt. Da werden Karzinome mit Nahrungsergänzungsmitteln (s.u.), Schmerzen durch Fernheiler und Wunden durch Handauflegen bekämpft. Natürlich immer mit Erfolg.

Von der Seite http://www.esoterisch-leben.de/Ist_Kreb ... lbar_.html
...“Am 14.Januar 2000 begann Darrell ausschließlich mit einer Nahrungsergänzungs-Therapie (Metabolic Therapie), um eine Besserung seines Zustandes herbeizuführen. Nur einen Monat später war der (vormals pflaumengroße) Tumor in seinem Genick auf die Größe einer Murmel geschrumpft. Eines Tages steckte ihm etwas in der Kehle fest und er räusperte sich und hustete ab. Sein Erstaunen war groß, als er den Tumor, der vormals in seiner Kehle gewachsen war, nach oben hustete.“...

Leider hat die Schulmedizin in den letzten Jahren sehr viel an Vertrauen eingebüßt. Zum Teil durch eigenes Verschulden. Zu oft vergisst der Arzt das Wichtigste: den mündigen Patienten. Der Arzt der dem einzelnen Patienten eine Krankheit und die möglichen Behandlungsoptionen (inklusive der Nebenwirkungen) nicht verständlich erklären kann, hat seinen Beruf verfehlt. Da haben es die „Wunderheiler“ doch etwas besser. Sie können immer sagen: „Ich lege jetzt meine Hand auf ihren Kopf und meine Energie gibt ihnen neue Kraft“. Passt zu jeder Krankheit. Zum Teil werden aber auch einfach zu hohe Erwartungen an die Schulmedizin gestellt.

MfG DH

Zitat:
In der Wüste bist du nicht verloren, wenn du glauben kannst an die Oase. - Phil Bosmans



Jutti
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Beitrag von Jutti » Mi 30. Jun 2004, 21:39

Hi Dirk und auch Hi Reiki

ihr werdet diese Beweise nicht finden, denn es gibt sie nicht!
Was ihr finden werdet, sind Berichte über die plötzliche Compliance der Patienten..über einen neu erwachten Lebenswillen, ein Kämpfen.
Sei es Reiki oder sonst etwas Dubioses, was völlig unbewiesen ist und Gegenstandslos für mich. es ist nicht die Ursache, hier Reiki, das wirkt sondern die Reaktion darauf
Und ich glaube an sehr viel mehr, als nur die Schulmedizin, denn ihr Versagen ist zeitweilig auch bewiesen.
Aber ich glaube nicht an "Wunderheiler" jedoch sehr wohl an das, was sie dem Patienten vermitteln, nämlich Hoffnung und Glaube an sich selbst.
Der Mensch ist ein "komisches" Gebilde, zusammengefügt aus dem, was der "Normalo" Körper, Geist und Seele nennt.
Die Medizin heilt den Körper, wenn sie es denn vermag, aber Bedürfnisse hat der Mensch noch mehr. Im Grund emöchte er ja Glaube an etwas und natürlich Schuld zuweisen können. Er klagt an, warum ich und findet da Hoffnung.
Das, was ich auf das äußerste Verurteile, sind die Menschen, die vermitteln wollen, nur dies heilt sie oder nur jenes heilt Sie, denn es gibt niemals nur dies oder das und versprechen kann Heilung Niemand, denn dazu spielen dazu viel zu viele Faktoren eine sehr große Rolle, inclusive der betroffene Patient selbst.
Auf den Punkt gebracht, vieles ist einfach unglaublicher Nonsens, aber der Patient glaubt fest dran, weil es einfach seine letze Hoffnung ist und der Ausübende auch und solange es niemandem Schaden anrichtet und nur die Compliance verstärkt, why not....
lG Jutti



Dirk Höffken
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Fehler und Zukunft der Medizin

Beitrag von Dirk Höffken » Mi 30. Jun 2004, 22:22

Hallo Jutti.

Nichts Anderes habe ich behauptet.

Natürlich muss sich die Schulmedizin eine lange Liste an Verfehlungen und Fehlern vorhalten lassen.

Da haben wir z.B.:
- mangelndes Interesse und zu wenig Arbeit mit dem Patienten, Anders: Die Medizin kann nicht nur den Körper heilen sondern auch den Geist. Sie muss eben nur Wollen und die Notwendigkeit einsehen.
- man arbeitet immer noch viel zu wenig mit anderen Kollegen (Spezialisten) zusammen, ganz zu schweigen von anderen (naturwissenschaftlichen) Disziplinen. Erst langsam setzt sich die Erkenntnis durch, das ein Arzt nur einen Bruchteil des gesamten schulmedizinischen bzw. naturwissenschaftlichen Wissens besitzt. Das muss auch dem Patienten klar werden.
- mangelnde Bereitschaft sich neues Wissen anzueignen (trau ich mich fast gar nicht zu schreiben)

Aber:
Die Möglichkeiten der modernen Medizin gehen weit über das Hinaus, was der Patient und viele Ärzte in der Gegenwart sehen. Forschung und Klinik sind schon Heute weit auseinander und diese Kluft wird Wahrscheinlich sogar noch größer. Denken wir nur an die Nanotechnologie, die Stammzellenforschung oder das Tissue Engineering.

MfG DH

Zitat:
Alles in allem wird deutlich, dass die Zukunft grosse Chancen bereithält - sie enthält aber auch Fallstricke. Der Trick dabei ist, den Fallstricken aus dem Weg zu gehen, die Chancen zu ergreifen und bis 6 Uhr wieder zuhause zu sein. - Woody Allen



Dirk Höffken
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RE: Fehler und Zukunft der Medizin

Beitrag von Dirk Höffken » Do 1. Jul 2004, 18:49

Hallo Reiki150
@ reiki150
„es gibt für geistige Heilung keine Beweise die man vor Ort sehen kann.“...
Aber genau das wird doch in deinem obigen Posting behauptet!?
@ reiki150
...„Bitte NEWS Link anklicken......anschließend auf RUNDBRIEF klicken, bitte Rundbrief Rundbrief_1_04 ersten Abschnitt lesen.......“...
Aus dem Rundbrief:

Liebe Reiki Freundinnen und Freunde!

Zuerst eine erfreuliche Mitteilung für alle Reiki-Praktizierenden in Deutschland, die keine ärztliche oder Heilpraktiker-Zulassung besitzen:

Über die Fördergemeinschaft Reiki-Praktizierender FGR und den DGH (Dachverband Geistiges Heilen) wurde jetzt mitgeteilt, dass beim Bundesverfassungsgericht ein Urteil erfolgte. Die Verfassungsbeschwerde betraf den Umfang der Erlaubnispflicht nach dem Heilpraktikergesetz in einem Fall des sogenannten geistigen Heilens: „Wer die Selbstheilungskräfte des Patienten durch Handauflegen aktiviert und dabei keine Diagnosen stellt, benötigt keine Heilpraktikererlaubnis. (AZ:1BvR 784/03 vom 2. 3. 04) Voraussetzung für eine solche Tätigkeit ohne Heilpraktikererlaubnis ist aber: der Heiler muss seine Patienten schriftlich darauf hinweisen, daß seine Tätigkeit die Tätigkeit des Arztes nicht ersetzt !

Es dürfen keine ärztlichen Diagnosen gestellt, auch keine Therapien, Behandlungen im medizinischen Sinne durchgeführt oder sonst Heilkunde im gesetzlichen Sinne ausgeübt werden. Es dürfen keine Empfehlungen für das Absetzen oder Einnehmen von Medikamenten oder Heilungsversprechen abgegeben werden. Dieser Hinweis kann entweder als Merkblatt (s. Seite 5, nur für D) dem Patienten vor
Behandlungsbeginn übergeben werden (evtl. mit Unterschrift) oder auf einem gut sichtbaren Aushang im Behandlungszimmer angebracht werden.

Vielen Dank an den FGR sowie den DGH. Wir freuen uns alle sehr darüber!
Hier der Link zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes: http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk2 ... 78403.html

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht kannte ich schon. Das betrifft aber nur frei praktizierende „Heiler“. Die Entscheidung ist im übrigen kein Novum.
@ reiki150
.„Es ist eine geistige Heilung. Der Körper wird krank wenn die Seele verletzt ist und dieses Thema betrifft Interessenten die sich dafür interessieren. Ich wollte diese Information ergänzen zum Thema REIKI bzw. Alternative Heilmethode. Unter diese HP erfährst du näheres zu diesem Thema“...
Mich Interessiert dieses Thema. Nur eben aus einem anderem Blickwinkel und aus einem Grund: Hier wird schwerkranken Menschen suggeriert (trotz aller gegenteiligen Behauptungen) sie können durch Handauflegen oder ähnliches wieder Genesen. Die dringend notwendige medizinische Behandlung wird dann entweder abgebrochen oder gar nicht erst begonnen. Ein seriöser Arzt kann einem Schwerkranken in den meisten Fällen keine vollständige Genesung versprechen. Genauso wenig eine medizinische Therapie ohne Nebenwirkungen.

Ich habe in meiner mittlerweile schon ca. 10 Jahre andauenden Tätigkeit in Krankenhäusern einige Menschen sterben sehen. Junge wie Alte. An Unfällen, AIDS, Leukämie, u.s.w.. Viele dieser Menschen sowie ihre Angehörigen hätten jedem geglaubt der Heilung versprochen hätte. „Wunderheiler“ geben Hoffnung die es nicht mehr gibt. So verlängern sie den Schmerz von Patienten und Angehörigen.

„Wunderheiler“ haben gegenüber Ärzten noch einen entscheidenden Vorteil. Wenn ihre Behandlung nicht hilft „entledigen“ sie sich des Patienten. So braucht man wenigstens keine Misserfolge erklären. Der Arzt muss/will helfen: Bis zum (manchmal bitteren) Schluss!!!

MfG DH

Zitat:
Als du auf die Welt kamst, weintest du, und um dich herum freuten sich alle. Lebe so, dass, wenn du die Welt verlässt, alle weinen und du lächelst. - Aus China



Dirk Höffken
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Geld und Heilung

Beitrag von Dirk Höffken » Mo 5. Jul 2004, 15:04

Hallo „Reiki150“.

Das Zitat von Peter E. Schumacher gefällt mir. Stimmt, ich habe keine spezifische Erfahrung mit Reiki. Zugegeben ich halte auch die anerkannten alternativen Heilmethoden für Mumpitz (z.B. Homöopathie). Ich bin mir auch nicht ganz sicher an welcher Stelle man die Entscheidungsfreiheit des Patienten beschränken sollte. Also ab welchem Punkt Behandlungsverbote für bestimmte Berufsgruppen zu verhängen sind . Eine Diskussion die ja bei Heilpraktikern eine gewisse Rolle einnimmt.

Sicher bin ich mir aber, das bei vielen Methoden nur das Geld eine Rolle spielt. Reiki gehört dazu. Hier ein Auszug der Seite http://www.reikialliance.com :

...“Geld: Dieses Element verbindet die materielle Welt mit der nicht-materiellen Welt und eröffnet einen Weg zur Heilung des Mensch-Seins durch die Kraft und Energie des Geldes. Jeder Schritt auf dem Pfad des Usui Systems wird von einer spezifischen finanziellen Gebühr begleitet: $150, $500 und $10.000 US. Diese Beträge sind Teil der Form und sind für den Schüler am schwierigsten mit der spirituellen Praxis zu verbinden. Dies ist eine Herausforderung für den Praktizierenden, sein Verständnis bezüglich der Energie des Geldes und der energetischen Übertragung, die beim Austausch des Geldes entsteht, zu erweitern.“...

Link zur Seite: http://www.reikialliance.com/german/aspectsGE.html

Ab dieser Stelle ist wohl jeder Kommentar überflüssig!

MfG DH

Zitat:
Es stimmt, dass Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen. - George Bernard Shaw



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