Beratung nach § 37

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Angie
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Beratung nach § 37

Beitrag von Angie » Do 26. Jun 2014, 14:36

Hallo Zusammen,

mal eine Frage an die ambulanten Dienste.

Wie regelt ihr das damit die Beratungsbesuche immer von euch durchgeführt werden. Bei Pflegebedürftigen die nur die Beratungen von euch wünschen.

Macht ihr einen kurzen Vertrag?

Danke für eure Antworten


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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Do 26. Jun 2014, 17:22

Angie, dazu braucht es keinen Vertrag.
Der Pflegebedürftige, bzw. dessen Angehörige müssen ich einen ambul. PD selbst suchen der die 37.3 Besuche ausführt.
Ich lege einen Leitungsnachweis an und den Kurzbericht. Erkläre vor Ort die §§ von Verhinderungspflege und CO, erkläre welche Leistungsansprüche bestehen, zeige die Hilfsmöglichkeiten usw auf.
Gebe natürlich auch Informationen über unsere Leistungen weiter.
Dann lass ich mir den Kurzbericht und den Leistungsnachweis unterschreiben, das war's.
Wenn sich dann der betreffende nicht mehr meldet für die Folgebesuche wird er über kurz oder lang ein Schreiben von er Kasse erhalten dass der 37.3 wider fällig ist.
Entweder kommt er wieder auf uns zu, oder er hat ich einen anderen PD geholt, was aber selten passiert.


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Beitrag von Suse2 » Do 26. Jun 2014, 18:37

da ich privat auch alle 1/2 Jahre eien solchen Besuch durchführen
lassen muss, kann ich Griesuhs Aussage bis auf das Zitat bestätigen.

E
rkläre vor Ort die §§ von Verhinderungspflege und CO, erkläre welche Leistungsansprüche bestehen, zeige die Hilfsmöglichkeiten usw auf.
diesbezüglich passiert leider gar nichts,
ich habe vor 2 Jahren für meinen zu Betreuenden eien Wohnraumanpassug der Küche beantragt und auch problemlos genehmigt bekommen.

kurz danach kann die PDL des PD den ich jetzt seit 09 immer für diese Besuche habe zum 37.3 Besuch, als ich sie fragte wie es mit einer solchen Wohnraumanpassung laufen würde, war die Antwort darauf hätten wir bei PS1 keinen Anspruch, ich habe das Gesprüch dann abgebrochen, mittelerweile gibts sie als PDL auch nicht mehr

bei uns ist es immer ein lockeres Gespräch aber es hat keinen beratenden Charakter..leider..


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Angie
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Beitrag von Angie » Do 26. Jun 2014, 18:48

Danke für eure Antworten.

Ich mache dies ja auch so, ich mache diese Beratungsgespräche auch nach Aufforderung. Jetzt kam jemand zu mir und meinte er habe dies bei einem PD machen lassen und er sollte einen Vertrag unterschreiben, damit er sich an diesen PD bindet.

Ich fand dies etwas sonderbar.

LG


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Angie
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Beitrag von Angie » Do 26. Jun 2014, 18:49

Danke für eure Antworten.

Ich mache dies ja auch so, ich mache diese Beratungsgespräche auch nach Aufforderung. Jetzt kam jemand zu mir und meinte er habe dies bei einem PD machen lassen und er sollte einen Vertrag unterschreiben, damit er sich an diesen PD bindet.

Ich fand dies etwas sonderbar.

Die meisten bei denen ich die Beratung mache, fragen immer ob ich dies im entsprechenden Rhytmus wieder aufsuche.

LG


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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Fr 27. Jun 2014, 06:39

Suse2, generell haben alle, die in eine Pflegestufe eingestuft sind, ab Pflegestufe 0, die gesetzlichen Ansprüche der Pflege u. Krankenkassen.
Das was ich beschrieb, welche Informationen ich gebe, sollte eigentlich Inhalt dieser Gespräche sein, genau so wie Infos über Sturzrisiken, Prophxlaxen, Mobilität usw. denn viele pflegende Angehörige sind damit überfordert und viele wissen überhaupt nicht welche Rechte, Leistungsansprüche und welche Pflichten sie haben.
Klar gibt es auch bei mir diese "lockern" Gespräche, die gehören einfach dazu, sind aber nicht Sinn und Zweck solcher Beratungsbesuche.

Angie schreibt: Die meisten bei denen ich die Beratung mache, fragen immer ob ich dies im entsprechenden Rhytmus wieder aufsuche.

Wenn dies einer meiner Kunden fragt, nehme ich ihn in den "Verteiler" mit auf und verabrede dann entsprechend den nächsten Termin mit dem Kunden.
Aber einen vertrag braucht man nicht und wäre laut dem 37.3 SGB XI auch nicht rechtens.


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Beitrag von Suse2 » Fr 27. Jun 2014, 07:14

@Griesuh

genau das meine ich, der Besuch sollte einen beratenden Charakter
haben und das fehlt mir leider immer wieder

hier ein m.E. schlimmes Beispiel:

vor ein paar Wochen hatte ich eine Dame hier bzgl einer KZP für
ihren Vater PS2, im Gespräch stellte sich heraus, das sie auf den Knien am
Ehebett wäscht, kein Duschstuhl da ist usw.

auf meine Frage ob sie keine Hilfe durch eien PD hat, kam dann: doch aber nur zum spritzen

ich gehe jede Wette ein, wenn dort ein PD pfelegen würde, gäbe es schon längst ein Pflegbett und alles was nötig ist, die würden sicher nicht auf Knien waschen.

auf meine Frage nach dem 37.3 Besuch bekam ich zur Antwort, wenn das soweit ist, dann rufe ich beim PD an und die schicken das weg, kommen also gar nicht erst..

es geht bei den Betroffenen um einfach gestrickte Menschen, die es einfach nicht besser wissen..nichts von der HM-Pauschale, nix von Wohnraumanpassung.. ich habe dann die Beratung mal übernommen, sie ja vielleicht auch Kunden von morgen...

und nun sag du, so sollte und kann es nun wirklich nicht sein
den bezahlt wird der Besuch ja nun mal auch


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