Ausbildung - Alles Roger?

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geo
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Ausbildung alles Roger

Beitrag von geo » So 5. Okt 2003, 13:11

Hallo Frank
Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! :yo
bin AP seit `78 / u.a. WBL seit `89 ....FB`s als QMB , PDL ,Mentorentrainer,.......also altes " Eisen".......... :wave
aus meiner Erfahrung :
Stationsablauf :Ich fordere von jeder AP SChülerin im Abschluss- und im Zwischengespräch eine Verbesserung , Anregung (en )...Wünsche
die Reaktionen oder Antwort sind auch heute noch bezeichnend!
Beispiel: vor ca. 3 WO. Ap- Schülerin im 3 Ausbildungsjahr : Was kann ich für dich tun...was möchtest du sehen ...oder besprechen.....
Antwort : Ein Katheter legen......! sonst alles OK !?!
Das möchte ich nicht weiter auslegen...es spricht für sich.
Thema Pflegeplanung:
Auch heute müssen wir in unseren WB die Praxis der biographischen Pflegeplanung , an Krohwinkel angelehnt.....
beibringen ........gg ... ist das richtig!?
NEIN aber bittere Realität...!
Etwas Hoffung habe ich die neue Ausbildung ,Arbeitsverträge ....sich entwickeldes " Ausbildungswesen" wo mehr Vorgaben und Sicherheit sich entwickeln wird.

So jetzt erstmal genug.
nee noch etwas
Es ist ein altes ...ich sage besonders in der AP ausgebreitetes Thema....( nur nicht auffallen ...mitschwimmen ist doch auch ganz schön....soll auch etwas rütteln )
Bitte nicht nicht den Schulmeister unterstellen ..bin ich weit von entfernt.
Nur Praxis - Theorie und Selbstbewußtsein macht es z.B. als WBL immer schwieriger eine klare Linie zu halten.
Wenn weiter konkrete Fragen ...bin da.
Gruß geo



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doedl
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Beitrag von doedl » So 5. Okt 2003, 18:00

Hallo Frank

zum Thema Pflegeplanung..........

nun lehne ich mich gaaaaanz weit aus dem Fenster, weil ich selbst Pflegeplanung auch doziere; aber mal ganz ehrlich- in der Praxis nutzt sie kein Mensch.

Pflegeplanungen werden geschrieben, weils der MDK so will, weils in den Verträgen steht usw usw.

Wir sind weit entfernt von einer geplanten und evaluierten Pflege; warum das auch immer so sein mag. Kann einerseits dran liegen, dass Pflegekräfte lieber mit den Händen arbeiten, statt Zeit an Dokumentation und Planung zu verwenden; kann sein, dass die erlernte Art der Pflegeplanung einfach noch nicht das Gelbe vom Ei ist. Fallbesprechungen werden meiner Ansicht nach auch viel zu wenig durchgeführt- weiss doch eh jeder über den Patienten, Kunden, Bewohner Bescheid !!
Zur Zeit arbeite ich viel mit Pflegediagnosen und weg von der AEDL konformen Pflegeplanung. Es ist nämlich höchst spannend, mal die Auswirkungen von Einschränkungen in einer AEDL auf alle anderen zu beleuchten.
Ich stellen mir als Idealfall eine Mischung aus Pflegeplanung und Tätigkeitsbeschreibung vor- also eine höchst individuelle Handlungsanleitung, was genau in welcher Schicht beim Patienten, Kunden Bewohner gemacht wird. Sowas ist zeitaufwändig- hätte aber den Vorteil, dass jeder, der neu zum Bewohner kommt, sofort weiss, was zu tun ist.

Mal sehen, was uns die Zukunft noch bringt.

Lieben Gruss

Doedl

http://www.temporaire.info


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

milchbrei
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Beitrag von milchbrei » Mo 6. Okt 2003, 17:36

hallo Frank,
bin seit 5 Wochen examiniert und habe letzte Woche meine 1.Stelle als ex.Ap angetreten.
Das Theorie und Praxis zwei unterschiedliche Schuhe sind, war mir ja schon vorher klar, aber das die Unterschiede so krass sind hätte ich nicht gedacht.
Von rückenschonendem Arbeiten halten meine Kollegen nicht so viel,z.b werden die Bew. vom bett in den Rolstuhl getragen.Das ist für die Bew. nicht schön und für meinen Rücken auch nicht.
Die Pflegeplanungen sind die reinste Katastrophe, die Ziele passen weder zu den Problemen noch zu den Maßnahmen,ein Rollstuhl gilt dann z.B als ressource!!!!!!!!!!!!!!.Der Spriztenabwurfbehälter steht im abgeschlossenen Medikamentenschrank.
Heute habe ich einer Kollegin gezeigt wie man einen Bew, rückenschonend aus dem Bett holen kann.
Die Bew. haben überall Decubiti zwischen 1 und 3. grad, gelagert wird so gut wie gar nicht oder so schlecht das man sich die Lagerung auch sparen kann.Zum glück gibt es noch andere Häuser die eine gute Dokumentation haben und die mit viel Engament die Planungen schreiben.Eine Pflegeplanung ist für mich ein Qualitätssicherungsmerkmal.
liebe grüße milchbrei


Lächeln ist das Kleingeld des Glücks. ( Heinz Rühmann)


Wer fleißig ist wie eine Biene,
arbeitet wie ein Pferd,
abends müde ist wie ein Hund,
der sollte zum Tierarzt gehen,
es könnte sein das er ein Kamel ist.

Jutti
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Beitrag von Jutti » Mo 6. Okt 2003, 20:17

Hallo Milchbrei
lass aber büdde den Kopp nit hängen, es geht nämlich auch anders, ganz anders. An meinem ersten Tag vor etlichen Jahren haben sie mir nämlich als erstes beigebracht, wie man Rückenschonend arbeiten kann, wie man an Hand der Pflegeplanung erkennen kann, was eigentlich Bedarf ist und was der Bew selber kann, wie man mit Standards......
und und.... und wir sind zu einem guten Team zusammen gewachsen, klaro meckern wie mal, heute war auch nit sooooooo genialer Tag :yo
und Theorie und Praxis müssen gar nicht so doll auseinander klaffen. Unsere WBL hört sich alles an, was wir aus der Schule mitbringen, probiert es für sich aus, wichtiges was sich geändert haben mag, gegen früher, übernimmt sie sofort. Sprich sie ist einfach ein Schatz und selber daran interressiert, auf einem neuen Stand des Wissens zu sein.
Was für mich bedeutet, es liegt am Menschen selber, will er neues lernen und altes Notfalls als nicht mehr akzeptabel über Bord schmeißen oder will er nur Macht demonstrieren.
Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass Altbewertes ebenfalls seine Daseisnberechtigung hat. Auch nicht alles, was neu ist, muss zwingend gut für einen Bewohner sein..........
Gibt es sogar eine Anekdote zu: Frau X., seit Jahren wird sie auf eine ganz bestimmte Art. für uns angenehm, für sie auch angenehm aus dem Bett geholt..... nun hatten einige von uns einen Kinästhetikkurs......den Rest kannste dir nun denken, ...sie war völlig verwirrt.....wußte nicht, was da überhaupt abläuft, trotz Ankündigung.......sie möchte doch lieber auf die alt bewährte Art, da weiß sie nämlich was auf sie zu kommt, da kann sie sich dran erinnern und fühlt sich sichtlich wohl.
Viele Grüße von Jutta



milchbrei
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Beitrag von milchbrei » Di 7. Okt 2003, 15:21

Hallo Jutta,
ich bersuche mich den Gegebenheiten dort anzupassen, wenn es nicht klappt und dir Bew.weiterhin aus dem Bett getragen werden ziehe ich für mich die Konsequenzen.Ich mache mir nicht mein kreuz kaputt,muß schließlich noch 40 Jahre arbeiten.
Ich kann nur verbesserungsvorschläge machen, wenn es nicht angenommen wird, kann ich es auch nicht ändern.Noch bin ich total motiviert, hoffentlich bleibt es auch so.

Ps: warste eigentlich bei der Demo in Köln?

liebe Grüße milch(frust)brei :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :(


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Jutti
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Beitrag von Jutti » Di 7. Okt 2003, 16:17

Hi Milchbrei
nee, war ich leider nicht, hab zuviel zu tun, dauernd Klausuren, dann hatte ich auch ewig FD, dann passt es ja nicht.
Gib doch mal Rückmeldung, was so in der Presse dazu kommt, in der Bonner Presse habe ich nichts gefunden, bzw, wir haben ja eh Rhein-Sieg-Anzeiger hier, da kümmt sowieso nichts
viele Grüße von Jutta :wave



milchbrei
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Beitrag von milchbrei » Di 7. Okt 2003, 19:43

Hallo jutta,
im Moment stehts nichts mehr im Kölner Stadtanzeiger drin.
Schröder kommt bald um die Anuga zu eröffnen, hoffe das Demonsranten dann vor adenauers Pferdeställen stehen ( Messegebäude in Deutz),um mit ihm zu reden.Halte euch auf dem laufenden.
Viel Glück bei den Klausuren.

liebe grüße Milchbrei


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andrea
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Beitrag von andrea » Fr 12. Mär 2004, 17:40

tja lieber piddel det is man in manchen Einrichtungen gar nicht so einfach. Ich war im ersten Praktikum in einer Einrichtung wo alle Altenpflegerinnen auf diesem Wohnbereich aus meiner Schule kamen. Eine davon hatte ihre Ausbildung erst vor 3 Monaten beendet. Kann man also nicht von Unwissenheit sprechen. Genau diese PK war es aber auch ,die BW die sich nicht mehr äußern konnten und stark bewegungseingeschränkt waren mittags ins Bett legte und Schlüpfer und Hose nach dem Vorlagenwechsel einfach nur bis an die Knie zog und dann die Decke darüber legte. Man überlege, sie hatte die gleiche Schulausbildung wie ich, war mit dem Examen gerade fertig, prahlte mit ihren Noten und dann soetwas ?( ?(
Ich glaube gute PK die ihre Arbeit lieben und Respekt vor den zu Pflegenden haben zeigen uns das in ihrem Benehmen und Äußerungen und dabei ist es völlig egal wie lange sie im Beruf stehen. Selbstherrliche PK oder jene die sich nur wichtig tun wollen ( z.B. durch Schnelligkeit, Wichtigtuerei) respektieren nur sich und wollen auf Teufel komm heraus den Kollegen und Vorgesetzten zeigen wie toll sie sind. Das Schlimme daran ist dass so etwas ganz oft " gutgeheißen" wird. Besagte PK ist heute Mentorin und soll Schüler leiten. Ist schon so lange her die Geschichte aber sie regt mich noch immer tierisch auf.
Um zurück zum Thema zu kommen, PK die es als wichtig ansehen neues zu lernen werden nicht alles in der Schule gelernte gleich wegwischen, sondern abwägen was machbar und was nicht machbar ist und vor allem neugierig sein. Es wird schwer werden für die Schulen
ihren Untericht "praxisnah" zu gestalten weil die Menschenwürde des alten Menschen in sehr vielen Einrichtungen einfach mißachtet wird und das zumindestens in unserer Schule ein grosses und wie ich finde wichtiges Anliegen ist.


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

Jutti
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Beitrag von Jutti » Fr 12. Mär 2004, 19:52

............die kannst du haben, Piddel. Ich habe schon mehrfach hier betont, das ich zum Beispiel ganz besonders bei dem Praktikum im KH eine hervorragende Anleitung genießen durfte, von einem wunderbar gemischten Team aus Krankenschwestern und Altenpflegern.
Es war einfach nur toll da bis rauf zum PDL, Spitzenteam, super Anleitung und sehr offen für Schüler Fragen und Anregungen :yo

Aber genauso mag ich darauf hinweisen, das es auch etwas an einem selbst liegt, wie man sich darstellt, wie man sich verhält halt. Wenn ich da schon rein komme, hi, ich bin der neue Schüler, weiß alles Neue und ihr nix, dann darf ich mich nicht wundern, wenn ich nicht respektiert werde.
Ich habe dies bei einer anderen Praktikantin so erlebt und sie wurde im Team nicht so gut angenommen.

Aber eben zu deiner Beruhigung: es gibt auch super Anleitungen, wo man sehr viel lernt :yo
Jutti



andrea
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Beitrag von andrea » Sa 13. Mär 2004, 10:10

tragisch liebe fibula finde ich daran, dass es nicht wegen der Bewohnerin selbst so geschah, sondern damit der Spätdienst nur noch die Vorlagen wechseln musste und die Hosen hochziehen musste wenn es nötig war. Auch wenn du mich schlägst so viel Zeit geht nicht verloren wenn ich Schlüpfer und Hose schnell wieder neu bis zu den Knien anziehen muss. Entweder hätte man die Hosen einfach weglassen sollen, oder sie eben hochziehen müssen. Ich könnte so nicht schlafen und mich würde das unheimlich stören. Hast du schon mal versucht mit einer bis auf die Knie gezogenen Hose zu schlafen?? Man hätte doch wohl das Gefühl dass man sie hochziehen müsste. Zumindestens ich!! Da haben wir nämlich das Beispiel von "verletzter Menschenwürde" denn diese Dame hatte ja keine Möglichkeit sich zu äußern oder sich etwas zu wünschen. :o hwell


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Dodger
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Beitrag von Dodger » Do 18. Mär 2004, 13:01

Andrea,
ich würde sogar soweit gehen und das als Gewalt in der Pflege zu bezeichnen.

Und das mit dem Schau mal weg, das mach ich jetzt anders als ihr es in der Schule beigebracht bekommt, kenn ich zu genüge, ich denke das kommt daher, das die anderen Pflegekräfte denken das würde mehr Zeit in anspruch nehmen, als ihre Methode.
Im Allgemeinen unterstelle ich jetzt den älteren Pflegekräften mal, das sie neuen Methoden immer skeptisch gegenüber eingestellt sind eines meiner Berühmten Beispielen folgt jetzt

Wir haben mehrere Bewohner, die schlecht einschlafen, und ich voller mut hab denen eine ASE gemacht, das jeden Tag am abend, das Resultat war, wir konnten die Hypnotika bei den betreffenden absetzen.
Meine Mentorin hate nun Spätschicht, und machte auch jeden Abend eine ASE, unsere PDL war begeistert vo unserem Erfolg, und hat nun angeregt das Meine Mentorin und ich einen ASE Kurs abhalten, was wir auch taten, sogar mit Praktischer Übung.
So nun kam ich aus der Schule wieder, meine Mentorin hatte Urlaub, und ich traute Meinen Augen nicht als ich sah das die BW wieder Hypnotika als Bedarfsmedikation hatten.
Meine Stationsleitung hat das wieder ansetzen lassen, weil sie der Meinung ist, das die ASE nicht wirksam ist.
Also hatte ich einen riesen Gespräch mit ihr, und war ja klar, als Schüler zieht man da immer den Kürzeren, das resultat war, das ich immer noch meine ASE mache, und die BW dann icht nach einer Schlaftablette verlangen und am nächstzen morgen nicht mit einem Hang - Over kämpfen müssen.
Ist es den so schwer neue Methoden zu akzeptieren? Ud eine ASE kann man prima in die Pflege integrieren, oder nicht?

Gruss

Dodger



andrea
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Beitrag von andrea » Do 18. Mär 2004, 19:05

so sehe ich das eigentlích auch, besonders bei Menschen die sich nicht wehren können sollte jede PK überlegen ob das was sie macht gut ist.
Ich habe nicht so krasse Erfahrungen wie du gemacht da immerwer da war der mit Herz und Verstand gepflegt hat und aufgeschlossen für neue Sachen war.
Was bitte meinst du mit ASE?? Vielleicht kenne ich das ja aber im Moment hab ich keine Ahnung ?(
LG andrea


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Dodger
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Beitrag von Dodger » Do 18. Mär 2004, 19:32

ASE ist die Abkürzung für Atem Stimmulierende einreibung.
Atemstimulierende Einreibung (ASE):
Eine besondere Form der Einreibung ist die Atemstimulierende Einreibung.
Für die ASE kann man schleimlösende Öle verwenden.
z.B. Eukalyptus, Kiefernadel, Myrte, Rosmarin, Thymian

ASE Anwendung:
Die ASE kann im Brustbereich oder am Rücken angewendet werden. An unserer Abteilung wenden wir die ASE vorwiegend am Rücken an, da dieser Bereich nicht so sehr zu dem Intimbereich des Patienten zählt. Gelagert wird der Patient entweder in einer 135° Seitenlage oder im Querbett aufgesetzt, wobei eine zweite Pflegeperson den Patienten von vorne abstützt und ihn beobachtet. Das Pflegeöl wird dann mit beiden Händen großflächig aufgetragen. Mit den Händen werden rechts und links neben der Wirbelsäule mit dem Daumen/ Zeigefinger und der Handfläche ein starker Druck ausgeübt. Die Hände sind ein geschlossenes Ganzes. Dann werden die Hände nach außen gedreht und drücken leicht den Brustkorb bzw. heben diesen zur Unterstützung der Einatmung an, schließen sich dann ohne Druck zu einem Kreis. Jeder Kreis sollte atemsynchron durchgeführt werden.
P. NYDAHL schreibt zum Rhythmus der Einreibung: "Zu Beginn bestimmt der Patient und nicht die Pflegekraft den Rhythmus und die Atemgeschwindigkeit. Das ist wichtig. Wenn beide sich nach einigen Atemzyklen durch einen gleichen Atemrhythmus angeglichen haben, kann die Pflegekraft versuchen, den Patienten zu einer ruhigen und tiefen Atmung hinzuführen. Dabei muss auf den Atemrhythmus des Patienten Rücksicht genommen werden.

Einem Patienten mit 40 Atemzüge pro Minute kann nicht ein ruhiger Rhythmus mit 16 Atemzügen pro Minute angeboten werden. Dem Patienten soll durch einen langsameren Atemrhythmus Sicherheit und Orientierung vermittelt werden, er darf dabei aber nicht durch zu langsames Einreiben überfordert werden"
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