Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

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*Angie*
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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von *Angie* » Di 31. Okt 2006, 13:40

Hm - ich hab ja nun grad erst Examen gemacht und wir haben
überwiegend den Kornährenverband gelernt und auch in der Praxis in verschiedenen Einrichtungen wurde er häufig so angelegt...

Danke für den Link - dann werd ich mal "püttern" verinnerlichen.

LG,A.



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Lena V.
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Beitrag von Lena V. » Di 31. Okt 2006, 13:56

Kornährenverband ist kein Kompressionsverband!!!!!!!!!!!!!
Er dient lediglich als Stützverband bei Tendovaginitis, Bursitis aber nicht zur Kompression der Venen. Alleine vom logischen her, soll heißen, der Kompressionsverband an sich soll ja den venösen Rückfluss gewährleisten, nun der Kornährenverband wird mal nach oben und dann wieder nach unten gewickelt... so entsteht also keine echte Kompression!! Nur der Pütterverband ist ein echter Kompressionsverband!!!Und wird auch bei uns nur so durchgeführt!!


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*Angie*
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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von *Angie* » Di 31. Okt 2006, 17:16

Hm - dann müßte ich mein Examen wohl wieder abgeben, denn genau diesen
Kornährenverband ( der, richtig angelegt, natürlich ebenso der Venenkompression dient, wie ein Pütterverband ) habe ich als Prüfungsteil im Examen machen müssen.

Lena, ich weiß ja nicht was Du unter hoch/runterwickeln verstehst???

Sicher scheiden sich bis heute die Geister, aber nicht , weil ein Kornährenverband KEIN Venenkompressionsverband ist, sondern er
schwieriger anzulegen ist und die Gefahr von Druckstellen bzw Fenstern
(Fensterödembildung) erhöht sein soll.

Also tut mir leid, so wie Du es beschreibst, haben wir es nicht gelernt und auch Deine Logik, auf die Du Dich beziehst, müßtest Du mir näher erklären.

Würde das gerne nachvollziehen können.

LG,A.



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schnitte
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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von schnitte » Di 31. Okt 2006, 17:43

also ich hab auch beide gelernt; zwar auch unter dem motto, dass pütter angbrachter ist, aber aus dem grund, dass er leichter ist. aber wenn man kornähren richtig wickelt (mit zug hoch, ohne zurück und am fuß mehr druck als am schenkel) löst er doch genau die richtige kompression aus und presst den muskel an die anliegende vene.
übrigens wickelst du bei pütter den rest doch auch wieder locker zurück, genauso wie bei kornähren! wiedersprichst dich meiner meinung nach selbst.



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*Angie*
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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von *Angie* » Di 31. Okt 2006, 17:56

Naja, Schnitte....so ist es leider:

10 Bücher - 30 Meinungen, so auch im Ausbildungsinhalt...

Am Ende macht es jeder so, wie es der Arzt anordnet oder nach Standart des Hauses, in dem man tätig ist...können sollte man am Ende wohl alles.

LG,A.



sophie
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Beitrag von sophie » Di 31. Okt 2006, 18:27

Hallo ihr,

ich habe in der Arzthelferinnenausbildung den Kornährenverband gelernt und später in der AP-Ausbildung den Verband nach Pütter. Da man für einen Pütter Verband recht viel Material benötigt, habe ich oft das Problem, dass die zwei Binden (für zwei Beine) nicht ausreichen. Es gibt bei uns wenig Ärzte die mehr verschreiben. Dann lieber einen fachgerechten Kornährenverband als einen geschluderten Pütter verband.

Gruss sophie


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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von andrea » Di 31. Okt 2006, 18:28

Mh.............bei uns in der Schule wurde der Kornährenverband auch nicht mehr gelehrt(siehe auch fibu) ich kenne den nur aus einem Praxiseinsatz wo ich ihn üben konnte. Die Schule hat uns auch gesagt dass der Kornährenverband out sei. Dass ein Arzt eine Verordnung über eine bestimmte Wickeltechnik herausgibt kenne ich auch nicht, weder aus dem ambulanten noch aus dem stationären Bereich.
Ich habe meine Prüfung mit dem Kompressionsverband nach Pütter gemacht und finde bei richtiger Anwendung, dass er sehr gut sitzt, da rutscht eigentlich nichts.
Gruß andrea



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*Angie*
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Beitrag von *Angie* » Di 31. Okt 2006, 19:46

Eigentlich hätte ich gern gewußt, ob noch jemand gelernt hat, dass der Kornährenverband KEIN Kompressionsverband ist, so wie Lena das oben schreibt?

Fang nämlich langsam an ... ich weiß auch nicht was,ggg

LG,A.



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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von sophie » Di 31. Okt 2006, 20:31

Hallo Pflege Engel,

dass es kein Kompressionsverband ist, habe ich nicht gelernt, nur, dass er nicht mehr zeitgemäss ist und die Methode nach Pütter anzuwenden sei.

Gruss Sophie


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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von wundmentor » Di 31. Okt 2006, 22:57

Hallo ,
ich vermute mal das der Kornährenverband so ein "sieht schön aus" Wickeltechnik war.
Es gab mal Binden die mit roten Fäden an den äusseren Rändern durchwebt waren, das sah chick aus wenn man den Verband hatte.
Zumal die angewandte Umschlagtechnik wirklich ein Kornährenmuster hervorbrachte.

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nadya
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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von nadya » Mi 1. Nov 2006, 07:06

Huhu guten Morgen :-) ,

ich habe auch Pütter gelernt, bzw. eine Abwandlung dessen, und zwar, dass der Fuß kreuzmäßig gewickelt wird mit einem "besonderen" Kreuz um die Ferse (ist blöd so was zu erklären ohne zeigen zu können :-) ), und dann dem Lauf der Binde immer rund ums Bein hochwickeln, wobei man die Hälfte der Binde überlappt. Dann wieder runter bis zum Knöchel. Hoch wickelt man fester, wie schon erwähnt, runter relativ locker. Zuerst nim.t man eine Kurzzugbinde in der Breite, dass man die Ferse vernünftig faltenfrei (selbstverständlichmuss man alles faltenfrei hinbekommen :-) ) hinbekommt, und die 2. Binde ist eine Langzugbinde.

Naja, hat das irgendjemand verstanden?? :-) . Aus meiner Erfahrung muss ich allerdings sagen, dass die Kompression je nach Bein gleichmäßiger ist, wenn man über kreuz hochwickelt (dass sieht man nach dem Abwickeln, wie das Bein "geformt" ist), gerade wenn bis zum Oberschenkel gewickelt wird.

Ich habe das so in der Praxis und im Fachseminar gelernt.

VLG Nadya



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wundmentor
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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von wundmentor » Sa 4. Nov 2006, 23:47

Hallo,
nun mal zum Schluss zu kommen.
Ihr habt doch sicherlich den Pütterverband gelernt.
Auch dass ein Wundverband darunter liegt ist bekannt.
Mit jedem Bindenverband schnüre ich doch eine Blutzirkulation in den äusseren Hautschichten ein.
Deshalb gibt es Kompressionstrümpfe der Klasse II
Die sorgen für eine grossflächige Kompression des Beines .
Darunter kann man Wundauflagen befestigen ohne Binden .
Ich finde dass jegliches Bindenwickeln "ausser bei einer akuten Wunde" unangebracht ist und bitte um eure Erfahrungen.

Mit freundlichen Grüssen
wundmentor


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AW: Anderen Namen für den Kompressions KreuzVerband

Beitrag von Teddy » So 5. Nov 2006, 00:29

Auch dass ein Wundverband darunter liegt ist bekannt.
Ich finde dass jegliches Bindenwickeln "ausser bei einer akuten Wunde" unangebracht ist und bitte um eure Erfahrungen.

Es muss ja nicht immer ein Wundverband unter dem Kompressionsverband sein.
Er wird meist verwendet, wenn der Kompressionsstrumpf noch nicht geliefert wurde, aber der Bew./Pat. diesen schon sofort braucht. Oder aber auch auf wunsch des Bew/Pat. Ich hatte mal einen Bew. gehabt, der wollte die Strümpfe nicht, kam damit auch nicht zurecht, somit bekam er immer nen Pütterverband angelegt und war zufrieden.
Darunter kann man Wundauflagen befestigen ohne Binden .
Also ich habe gelernt, wenn wunden am Bein sind, sollten niemals die ATS drüber angezogen werden, weil der druck auf die Wunde dann umso größer is.


gruß Teddy



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Lena V.
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Beitrag von Lena V. » So 5. Nov 2006, 12:45

hallo Teddy,
man sollte wenn Decu, Ulcus etc am Bein ist und derjenige Kom.str. hat, immer diese auch bei Wundbehandlung anziehen!!! Das mit dem Druck ist quatsch.

lg


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Beitrag von menina » So 5. Nov 2006, 12:51

Ich kann mir auch nicht vorstellen, das ein Kompressionsstrumpf für die Wundheilung gut ist.
Ich habe es auch so gelernt wie Teddy, lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren. Gibt es da irgendwo was schriftliches zu?



sophie
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Beitrag von sophie » So 5. Nov 2006, 17:32

Hallo Teddy,

soweit mir bekannt, kommt es doch aber auf die Wunde an. Also beispielsweise bei Ulcus curis ist eine Kompressionstherapie absolut notwendig. Ich würde allerdings wegen des Verbandes lieber wickeln, dann verrutscht nix beim Anziehen von den ATS

Sophie


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Beitrag von Teddy » So 5. Nov 2006, 18:08

Ja sophie das meinte ich ja damit. Z.b. bei einem Ulcus sollte nur gewickelt werden und kein Strumpf drüber gezogen werden. erstens, damit der wundverband nicht verruscht und zweitens damit der druck auf die wunde nicht allzu groß is. Von daher is es auch ratsam einen Schaumstoffring auf den wundverband zu legen, damit der druck noch verringert wird im bereich der Wunde.

Ich habe dazu auch mal im Inet nachgesehen und folgendes gefunden:
Der Kompressionsverband wird getragen, bis das Bein entstaut bzw. das Ulkus abgeheilt und mit einer belastungsfähigen Epidermis überhäutet ist. Im Anschluss an die Therapie sollte dann konsequent ein individuell angemessener Kompressionsstrumpf in der entsprechenden Kompressionsklasse zur Nachsorge getragen werden, damit die Ausbildung neuer Rückfluss-Störungen verhindert wird.
(Quelle:http://de.hartmann.info/DE/Home/Behandl ... 55041.html)


Ich habe soeben auch noch eine Anfrage an Hartmann selbst gestellt, um von denen den genaueren Wissensstand zu erhalten. ( Bin mal gespannt, ob die mir auch antworten, ggg)


Gruß Teddy



Teddy
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Beitrag von Teddy » Di 7. Nov 2006, 17:39

So die Firma Hartmann hat mir geantwortet. ich setzte diese mail mal hier hinein:
(.......) als Akut- bzw. Initialbehandlung aller phlebologischen Krankheitsbilder
wird der exakt sitzende Kompressionsverband und zur Erhaltungstherapie der
Kompressionsstrumpf empfohlen. Enscheidend für die therapeutische
Wirksamkeit ist, dass die verschiedenen zur Verfügung stehenden
Kompressinsmaterialien wie Binden und Strümpfe auch indikationsgerecht zur
Anwendung kommen. In der akuten Phase kommt immer ein Kompressionsverband
aus Zinkleimbinden oder Kurzzugbinden zum Einsatz, weil damit besser auf
die Umfangschwankungen des Beines reagiert werden kann. Ist das Bein
jedoch nachhaltig entstaut und der Ulkus abgeheilt, kann die Nachsorge mit
individuell angepassten Kompressionsstrümpfen erfolgen. Das anlegen eines Schaumstoffringes zur nötigen Druckentlastung is hier ebenfalls angezeigt und fördert die Wundheilung. (.....)

gruß Teddy



sophie
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Beitrag von sophie » Di 7. Nov 2006, 22:44

Hallo Teddy,

ja die Zinkleimverbände kenne ich auch, die wirken auch wahre Wunder. Die bleiben mehrere Tage je nachdem wie lange es der Pat. haben kann dran. max. 3 Tage.

Wie ich aber schon erwähnt habe, gibt es manchmal Probleme, dass die HA leider nicht genügend Binden verordnen, zumindest bei uns.

Sophie


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