Altenpflegerin in der Betreuung!

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Anju
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Betreuung

Beitrag von Anju » Di 16. Dez 2003, 22:31

Hallo,

ich habe als Pädagogin in der Beschäftigungstherapie gearbeitet und das Gehalt entsprach in etwa dem einer Ergotherapeutin - auf jeden Fall weniger als das einer examinierten Fachkraft...
Eine Vollzeitstelle in diesem Bereich würde ich nur annehmen, wenn der kognitive Zustand der Bewohner "wirkliche" Beschäftigung auch zulässt. Bei mir waren alle (75) mittel- bis schwer dement oder bettlägerig - eine Beschäftigung, wie man sie während der Ausbildung lernt, ist bei einem derartigen Klientel kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich.
In einem Alten- oder Altenwohnheim kann ich mir dies sehr gut vorstellen, abzuwägen sind aber in Deinem Fall die Schwerpunkte, die Du in Deiner Arbeit siehst:
- viel Zeit für den einzelnen Bew. haben
- keine Akkordarbeit
- auch mal eine Stunde an einem Bett sitzen zu können
- niemand sagt einem, was man zu arbeiten habt.....
ABER:
- keine pflegerischen Tätigkeiten mehr (wegen denen Du wohl Deine Ausbildung gemacht hast...)

Als Fazit würde ich sagen:
Überlege es gut und frage nach den Verdienstmöglichkeiten, es ist eine wunderschöne Arbeit und der Selbst-Befriedigungs-Faktor in punkto "ich habe heute etwas wirklich Nützliches für den Bew. gemacht" ist enorm hoch.

Mit lieben Grüßen und in Erwartung Deiner weiteren Erfahrungen

Anju



Anju
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Beitrag von Anju » Di 16. Dez 2003, 22:57

Hallo Fibula,

äußerst schade finde ich in diesen Foren, dass man selten Beiträge liest, die nicht von irgendjemand falsch verstanden werden.

Ich habe meine Erfahrungen auch in der Altenpflege und nicht nur in der -betreuung gemacht, weiss ebenfalls, dass man demenziell Erkrankte auch aktivieren kann, habe dies auch als Geragogin und Psychogerontologin gelernt.
Es fällt nur schwer, dies 38,5h in der Woche zu machen.
Und ich weiss auch, dass man während der Ausbildung verschiedene Aktivierungsmöglichkeiten lernt (die Azubis in meinem Umfeld sprechen von 200h), höre aber ebenfalls immer die Klagen, dass viel des Gelernten nicht umgesetzt werden kann auf Grund der vielzitierten Personalknappheit.

Grüße

Anju



Anju
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Beitrag von Anju » Di 16. Dez 2003, 23:20

Du sagtest, "Beschäftigung gehört zu unserem Beruf" und ich ging davon aus, dass das eine Abgrenzung zwischen Kranken- und Altenpflege ist.
Und die Zeitnot war meinerseits nicht auf eine Arbeit in der Beschäftigung, sondern in der Pflege gemünzt.
Ich habe s.o. ja bereits erwähnt, dass ein Vorteil dieser Arbeit in der freien Zeiteinteilung (war zumindest bei mir so) liegt.

Wollte Altenpflegern auch nicht das Wissen um adäquate Beschäftigungsformen absprechen, denke aber, dass man diese Ausbildung eher wegen der pflegerischen Tätigkeiten macht.... oder zumindest nach der Ausbildung merken muss, dass ein Löwenanteil der Arbeit darin besteht und eben für die sozialbetreuenden Tätigkeiten wenig Zeit bleibt.
Zumindest war das in den Heimen so, in denen ich gearbeitet bzw. hospitiert habe.
Würde mich aber interessieren, ob das überall so ist oder ob es doch Heime gibt, in denen Altenpfleger regelmäßige (täglich) Beschäftigungen anbieten.



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