MRSA-Abstriche, stationäre Pflege

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Skjaldar
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MRSA-Abstriche, stationäre Pflege

Beitrag von Skjaldar » Mi 2. Mär 2016, 11:46

Guten Tag zusammen,

derzeit haben wir einen hartnäckigeren Fall von MRSA bei einem Bewohner. Nasen/rachenraum.

Wir sanieren 5 bis 7 Tage, Pause von ca 3 Tagen, dann erfolgen die ABstrichkontrollen. Lt. Expertenstandard im Haus erfolgen an 3 Tagen aufeinander jeweils ein Abstrich, also 3 Abstriche insgesamt.

Macht dies in der stationären Pflege denn überhaupt Sinn?

Bis das Ergebnis da ist dauert es ca 5 Tage. Es sind dann jedes mal 3 verbrauchte Abstriche. Ist der erste Abstrich schon positiv dann sind es die beiden danach ja auch.

Machen so engmaschige Abstriche dann überhaupt Sinn wenn die Ergebnisse erst nach ca einer Woche da sind?

Ps: Huch, etwas in das Falsche Unterforum gepostet.

LG

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sophie
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Beitrag von sophie » Mi 2. Mär 2016, 12:25

Hallo,

wie oft habt ihr denn den BW schon saniert? Man sollte im Kopf haben dass es MRSA-Träger gibt die positiv bleiben.


Zu eurem Vorgehen:
Das sind die Vorgaben/Empfehlungen des RKI und machen natürlich auch Sinn. Warum stört dich der Verbrauch der Abstrichröhrchen? Müssen die BW oder die Einrichtung bei euch bezahlen? Gehört zur Untersuchung.

Sophie


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Beitrag von Skjaldar » Mi 2. Mär 2016, 12:32

Der Bewohner ist seit ca 3 oder 4 Monaten MRSA Positiv.

Nicht alle Kollegen haben den Rhythmus eingehalten mit der Pause, daher waren schon einige Tests negativ. Nun sind die letzten alle Positiv.

Der behandelnde Hausarzt gibt immer nur ein Röhrchen aus, wenn wir Glück haben kommt ein Angehöriger am Folgetag mit dem 2. Röhrchen.

Deswegen würde es auch einfach sein im 3 oder 4 Tage Abstand die Abstriche zu machen.

Im Krankenhaus verstehe ich die 3 Abstriche in 3 Tagen, das Labor befindet sich meist im Haus, das Ergebnis jeden Abstriches ist nach wenigen Stunden da.

Edit: Manchmal fallen einem erst Probleme auf wenn man sich selber hört oder schreiben sieht. Eine bessere Versorgung mit den Abstrichstäbchen würde natürlich die Sache verbessern. Der Dr. lässt da nicht mit sich reden.

LG
Zuletzt geändert von Skjaldar am Mi 2. Mär 2016, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.



sophie
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Beitrag von sophie » Mi 2. Mär 2016, 13:46

Sprech die Hygienebeauftragte im Haus an. Ein Anruf beim zuständigen Gesundheitsamt wäre auch eine Möglichkeit. Ihr könnt die Abstriche sammeln und diese zusammen am 3 Tag zum Arzt bringen. Legt das Sanieren so, dass kein WE zwischen den Abstrichen ist.

Vielleicht legt ihr auch die Sanierung so, dass immer dieselben diese vornehmen können, wenn es sonst nicht klappt. Gleichzeitig sollte dies in eurem nächsten Teamgespräch ein Thema sein. Hier geht es doch auch um eure eigene Gesundheit. Es gibt ja offensichtlich einen Hygieneplan. Dokumentiert ihr auch die Sanierung und die Abstriche?

Ansonsten wirklich im Hinterkopf behalten das manche nicht negativ werden. Erstaunlicherweise sind diese manchmal bei der Kontrolle nach einem Jahr negativ.

sophie


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AW: MRSA-Abstriche, stationäre Pflege

Beitrag von Suse2 » Mi 2. Mär 2016, 18:30

huhu,

hm.. bisher haben wir jeden BW mit MRSA saniert bekommen,
bis auf einen ( gerade aktuell) alle im 1 Sanierungszyklus.

auch im KH muss eine Kultur angelegt werde, wenn der Befund nach ein paar
Stunden da ist, dann ist es aus dem Blut heraus getestet und der ist immer positiv, wenn jemand schon mal MRSA hatte...deshalb muss der Abstrich immer hinterher kommen..

bei der BWin die jetzt im 2. Sanierungszyklus ist, wurde der 1. Im KH gemacht und ich hätte meine Wette gewonnen, dass sie nicht saniert ist.

für den Ablauf gibt es ganz klare Regeln,
mich würde interessieren, wie ihr saniert??
vielleicht magst du mal kurz erzählen??

dieser Satz von Sophie

Vielleicht legt ihr auch die Sanierung so, dass immer dieselben diese vornehmen können
ist bei mir Standard!!! Sind Erfahrungswerte...


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Beitrag von Skjaldar » Mi 2. Mär 2016, 22:36

Wir haben zum Sanieren ein Nasengel, eine Mundspüllösung, und eine Duschlotion. Die Namen weiß ich gerade aus dem Kopf nicht.

Die Sanierung war am anfang "einfach so" gemacht worden. Nach dem Motto: "Hier sind die Mittel zum anwenden, 5 Tage machen, dann Pause". keiner wusste mehr wer überhaupt saniert hat, wie oft, wie lange, ob eine Pause war usw.

Ich habe dann eine einfache Eintragung im Leistungsnachweis eingetragen das die Sanierung handschriftl abgezeichnet wird.

Es ist inzw. der 4 oder 5. Sanierungszyklus.

Sammeln der Röhrchen wäre eine Maßnahme, Hygienebeauftragte spreche ich morgen mal an.

LG



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Beitrag von Suse2 » Mi 2. Mär 2016, 23:01

sorry,
aber das ist keine Sanierung, das ist Pillepalle und wird nie was!!!

So in etwa hab ich mir das vorgestellt :confused:

was ist denn einfach so?? was machst du mit der Waschlotion..
liebe Leute, gibt es denn niemand der für die Hygiene zuständig ist??
Da ist aber Schulung dringend von Nöten....


http://www.bedbath-shop.de/18-mrsa-bekaempfung

die Feuchttücher und Shampoo cap je 5 x für eben 5 Tage
Mundspülung wie Octenidol
Nasensalbe z.B. Turixin + Wattestäbchen zum Einbringen in die Nase.
hat der Betroffene viele Beläge in der Nase vor der Nasesalbe
Nasendusche mit Kochsalzlösung.. Salbe auf Pop.... schmieren
bringt nix
Einmalzahnbürsten + Einmalbecher


Behandlungsplan
5 Tage Sanieren
3 Tage Pause
3 Abstriche an aufeinander folgenden Tagen

die Versorgung bleibt in der Hand der PFk möglichst täglich dieselbe
Shampoo Cap aufsetzen, richtig durchshamponieren, drauf lassen
mit dem Waschset waschen je ein Lappen für ein Körperteil und dann Müll
Packung reicht für den ganzen Körper
nicht abtrocken, eintrocknen lassen, zum Schluß Cap > Müll
komplett frische Kleidung,
Bett komplett frisch - alles - desinfizieren, alles Bett
komplettes Umfeld, auch Brille, Telefon und Handy, Klingel
Nachtschrank, Griffe des Rollators bla bla
wir haben Boxen mit Einmaltüchern, ansonsten Eimer mit entsprechender Lösung
und Lappen nie zurück in den Eimer!!! wischen und abwerfen

Wäsche in gesondertem Sack direkt in die Wäscherei
Müll raus

PFK trägt Kittel, Mundschutz, Handschuhe alles abwerfen

auch abends BW ausziehen, alles in der Wäsche

alles was die Pflege benötigt befindet griffbereit sich außerhalb des Zimmers

Schulung der Besucher bzgl Händehygiene
im Zimmer mobiler (bei uns) oder angebrachter Spender für Händedesinfektion

an der Tür hängt der Bahandlungplan in Form einer Tabelle
mit den Daten wann was gemacht wird..
durchführende PFK zeichnet ab

Mundspülung und Nasensalbe 3 x täglich jedes Nasenloch ein frisches Stäbchen

wir ziehen die frische Klamotten/ Bettaktion durch bis das Abstrichergebnis
da ist, ist etwas Aufwand, aber bisher waren wir damit immer erfolgreich
bis auf die aktuelle BW, da ist die 5 Tage Sanierung im KH erfolgt allerdings ohne Haare :mad: und eine Bw fasst 100%ig eher von der Nase ins Haar als an die Füße

Abstrich holen wir beim Hausarzt und nehmen die auch übers WE und geben sie gesammlt hin,
ist ja alles in Agar und kann da schon mal "was tun" wenn noch was zu tun ist...

wenn du noch Fragen hast, dann her damit


und Nein!! wir isolieren die BW nicht
aber am Rolli oder Rollator gibts eon kleine Box mit
DEsinfektionstüchern für alles was angefasst wird
Zuletzt geändert von Suse2 am Mi 2. Mär 2016, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ergänzung


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Beitrag von sophie » Do 3. Mär 2016, 06:10

Hallo Suse,

ja so läuft die Sanierung bei uns auch. Zusätzlich wird das Reinigungspersonal informiert und desinfiziert in dieser Zeit täglich sowohl die Möbel als auch die Böden.

Es gab eine Kollegin, die auch nach mehreren Sanierungen positiv blieb und ein BW in Verlauf von ca. 10 Jahren. Also ein sehr geringer Prozentsatz. Ich hab im Netz nix gefunden. Kümmere mich aber nochmal.

Hallo Skaldar,

schau auch hier, die Empfehlung vom RKI sind so wie die Expertenstandards zu sehen.
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Kra ... cationFile

Sophie


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Beitrag von Suse2 » Do 3. Mär 2016, 07:03

[quote=""sophie""]Hallo Suse,

ja so läuft die Sanierung bei uns auch. Zusätzlich wird das Reinigungspersonal informiert und desinfiziert in dieser Zeit täglich sowohl die Möbel als auch die Böden.

Ja natürlich, die kommen nach uns, machen das Zimmer zuletzt und beziehend ann auch Bett usw.

Es gab eine Kollegin, die auch nach mehreren Sanierungen positiv blieb und ein BW in Verlauf von ca. 10 Jahren. Also ein sehr geringer Prozentsatz. Ich hab im Netz nix gefunden. Kümmere mich aber nochmal.

ist ja spannend, grad bei der Kollegin.. hm.. sie hat die Sanierung mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit selbst durchgeführt, ja aber auch wirklich alles bedenkend??

Hallo Skaldar,

schau auch hier, die Empfehlung vom RKI sind so wie die Expertenstandards zu sehen.
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Kra ... cationFile

Sophie[/quote]

Bin echt drauf gespannt wie bei Skaldar mit dem Waschgel verfahren wird...


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Beitrag von sophie » Do 3. Mär 2016, 12:02

Hallo Suse,

ich habe unsere Hygienebeauftragte befragt, die hatte nun auch grade nix schriftlich. Sagte aber, dass dies wohl gleichzusetzen wäre wie dieser ebenfalls resistente 4 MRGN Keim, bei dem ja auch keinerlei Antibiose anschlagen würde.

Die Kollegin, selbst PFK, hat sicherlich adäquat saniert.

Es gibt wohl Menschen die "anfällig" sind und andere, wie wohl in allen Bereichen.

sophie


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Beitrag von Skjaldar » Do 3. Mär 2016, 12:26

Danke für eure Antworten, besonders für die ausführliche von Suse2.

So professionell läuft es bei uns nicht ab. Die Waschlotion wird bei uns mit Wasser in das Waschbecken eingelassen, dann mit einem Waschlappen der Bew. gewaschen.

Nasensalbe wird auf den Finger aufgetragen , dann in die Nase eingebracht.
Keine Stäbchen.

Zahnpflege erfolgt nur insofern, dass eine Prothesenreinigung durchgeführt wird.

Sollte hier die Prothese Abends auch in Einmalbecher gelegt werden? Und benötigen wir spezielle reinigungs tabs?

Die Mundspüllösung wird nach Vorschrift/Gebrauchsanweisung gegeben! Allerdings auch hier keine einmalbecher!

Die Säcke werden nur geleert wenn sie voll sind.

Die Kleidung nur gewechselt wenn verschmutzt. Das Bett nur einmal im Monat desinfiziert. Handläufe und Türklinnken allerdings täglich.

Ich sehe schon selber, es schreit bei uns förmlich nach einer Fortbildung oder einer genauen Anleitung von jemandem der da Ahnung hat.

Ich werde es nachher im Dienst mit meiner Vorgesetzten besprechen, bzw. vorher noch einmal unseren Hausstandart anschauen, diesen ggf. kopieren und im Dienstzimmer auslegen.

Der Bew. wird meist von den Helfern gepflegt. Da muss bei uns eine komplette umstrukturierung erfolgen.

Ps: Was ich auch durch vieles lesen hier im Forum schön finde ist, dass man ab und an aus dem eigenen Trott der sich im Laufe der Arbeitsjahre eingestellt hat herausgeholt wird, und sich immer wieder der professionalität (ob vorhanden oder nicht ;) ) seines Berufes gewahr wird.

Liebe Grüße



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Beitrag von Suse2 » Do 3. Mär 2016, 18:02

[quote=""sophie""]Hallo Suse,

i
Die Kollegin, selbst PFK, hat sicherlich adäquat saniert.


sophie[/quote]

ja, vom Wissen schon... aber bedenkt man dann alles..
war nur ein Gedanke


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Beitrag von Suse2 » Do 3. Mär 2016, 18:13

Danke für eure Antworten, besonders für die ausführliche von Suse2.

So professionell läuft es bei uns nicht ab. Die Waschlotion wird bei uns mit Wasser in das Waschbecken eingelassen, dann mit einem Waschlappen der Bew. gewaschen.

:eek: upps, dann ist ja alles klar... da hast du ja gar keine Wirkung wenn man Waschlotion nimmt, dann wie mit den Fertigprodukten für jedes Körperteil einen feuchten Einmalwaschlappen lösung pur drauf einreiben, eintrocknen lassen

Nasensalbe wird auf den Finger aufgetragen , dann in die Nase eingebracht.
Keine Stäbchen.

Das macht man nicht mal mit Bepanthensalbe, gescheige denn...

Zahnpflege erfolgt nur insofern, dass eine Prothesenreinigung durchgeführt wird.

Sollte hier die Prothese Abends auch in Einmalbecher gelegt werden? Und benötigen wir spezielle reinigungs tabs?

mit Prothese spülen/gurgeln spezielle Tabs nicht, wenn ihr den normalen Prothesenbecher nutzt dann nach Gebrauch desinfizieren,

Die Mundspüllösung wird nach Vorschrift/Gebrauchsanweisung gegeben! Allerdings auch hier keine einmalbecher!

dann nach Gebrauch desinfizieren,


Die Säcke werden nur geleert wenn sie voll sind.

Die Kleidung nur gewechselt wenn verschmutzt. Das Bett nur einmal im Monat desinfiziert. Handläufe und Türklinnken allerdings täglich.

Das Bett muss jeden Tag komplett ohne wenn und aber

Ich sehe schon selber, es schreit bei uns förmlich nach einer Fortbildung oder einer genauen Anleitung von jemandem der da Ahnung hat.

Ja, Ja, Ja !!! versuch es bei Gesundheitsamt, ich habe z.B. auch schon das
Angebot unseres Krankenhaushygienikers bekommen, dass er schult, wenn
es notwendig ist


Ich werde es nachher im Dienst mit meiner Vorgesetzten besprechen, bzw. vorher noch einmal unseren Hausstandart anschauen, diesen ggf. kopieren und im Dienstzimmer auslegen.

Kopieren und auslegen wird nichts bringen, arbeitsplatzbezogen geschult und verstanden muss es sein... ich sag dir, die lesen das noch nicht mal

Der Bew. wird meist von den Helfern gepflegt. Da muss bei uns eine komplette umstrukturierung erfolgen.

Ja und so wichtig Helfer sind, da ist die PFK gefragt. Punkt!

Ps: Was ich auch durch vieles lesen hier im Forum schön finde ist, dass man ab und an aus dem eigenen Trott der sich im Laufe der Arbeitsjahre eingestellt hat herausgeholt wird, und sich immer wieder der professionalität (ob vorhanden oder nicht ;) ) seines Berufes gewahr wird.

Liebe Grüße[/quote]

... besorg dir den Krempel und mach es selbst, korrekt wie es, sein muss, vielleicht wird die Wichtigkeit dann deutlich!!

Viel Erfolg.


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Beitrag von Skjaldar » Mo 2. Mai 2016, 23:39

Mal ein kurzer Zwischenbericht:

In der Sanierungsphase werden Prothesenbecher desinfiziert, die Lotion/Lösungen richtig angewandt, Bett tgl. bezgen. Bewohner geduscht, alles an Utensilien verworfen.

Ergebnis der Sanierung: Positiv, im Sinne von Negativ.

Wir bestellen nun die Produkte von Turixin, und warten mal ab was dabei raus kommt.

Es hakt sicher noch an einigen Stellen bei uns, aber inzwischen läuft es mit der Sanierung recht professionell ab.

Dennoch sehr ernüchternd das "Ergebnis"



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