Schlechte Erfahrungen Rettungsdienst<>Pflegepersonal Erfahrungs Austausch

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Pflegeakademiker
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AW: Eine andere Sichtweise...

Beitrag von Pflegeakademiker » Do 2. Feb 2006, 11:38

hi kathi,

wie sieht es bei euch mit schnittstellen aus?

sprich.. ein transport von heim oder kh zum arzt, kh etc.
nunmal egal.

-welche infos sind für euch wichtig (in der praxis ja oft verkürzte patientenübergabe) ?

-woaruf achtet ihr bei demenziel erkrankten menschen besonders?

-was sind die verbesserungsvorschläge von seiten des rettungsdienstes an die heime und kliniken, um eine bessere pat. versorgung, aufnahme, etc zu sichern ? (schnittstellen z.b. ambulanz)

-beziehungen zwischen stat. personal, ambulanten pflegediensten und rettungsdienst: (findet oft keine wirkliche multidisziplinäre arbeit statt)
z.b. gemeinsamme fortbildungen in berufsgruppen übergreiffenden themen, grillfest etc.
was meinst du ??

-welche erfahrungen hast du in deiner klinischen ausbildung gemacht ?
was währe für euch wichtig in der klinik zu lernen und was meinst du war unwichtig?
wie war die teamarbeit mit den klinikmitarbeitern?
Zuletzt geändert von Pflegeakademiker am Do 2. Feb 2006, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.



Pflegeakademiker
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Beitrag von Pflegeakademiker » Do 2. Feb 2006, 14:46

hallo kathi,

mir liegt auch dran die versorgung und zusammenarbeit zu verbessern.

zu den beziehungen:
finde es gut, wenn es bei euch so ist.
habe leider andere erfahrungen. auch von bekannten aus anderen kreisen andere erlebnisse berichtet bekommen.
bei guter zusammenarbeit sollte man aufpassen, ob es nicht nur nach "außen" so ist. im stat.zimmer, auf der wache, etc. wird dann gelästert wird und alles ist doch so schlechter ist.

klinikpraktika:
-was hast du dir von deinen klinikpraktika erwartet ?
-welche inhalte habt ihr und was sollt ihr genau lernen ?
-was würdest du verbessern und was meinst du ist für euch wichtig zu lernen
(wo soll besonders oder mehr drauf eingegangen werden ) ?

demenz:
inwieweit behandelt ihr dieses thema?
weißt du was demenz ist, formen der demenz, etc.?
kennst du gefahren und auswirkungen bestimmter medikamente bei demenz ?
(worauf auch bei der mobilisation und dem transport zu achten ist)

was sagen die altenpfleger zu diesem punkt ?
-gibt unterschiede zwischen der stadt und ländlichen gegenden, in denen sich eh alle kennen ?

transportschein und dokumentation:
was ist für den rettungsdienst wichtig von stat. seite zu beachten ?
Zuletzt geändert von Pflegeakademiker am Do 2. Feb 2006, 16:20, insgesamt 1-mal geändert.



Suse2
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Beitrag von Suse2 » Do 2. Feb 2006, 15:25

Hallo,
also unsere Einrichtung ist in einer Kleinstadt mit einer Feuerwache der freiw. feuerwehr, die RTWist von den Johannitern besetzt und je nach Tageszeit kommen auf MA der Rettungsleitstelle, viele der Ma sind uns bekannt, sie werden erwartet kennen sich aber auch im Haus aus (kommen ja doch ofter mal ;-) , sie bekommen bei Abholung zur stationären Aufnahme die Einweisungspapiere und Transportschein. im Notafll wenn kein Doc da war die KV karte, aber immer einen Überleitbogen der nach den AEDL's strukturiert und vollständig ausgefüllt an die Hand und der geht auch mit den Papieren bis auf die aufnehmende Station. Dieser Bogen ist immer mit den Stammdaten und Diagnosen ausgfüllt vorbereitet in der Doku und wird dann bei Einweisung mit den aktuellen Medis ergänzt, wnn das ganz viel sind und es schnell gehen muß machen wir einfach eine Kopie vom Medi Blatt und fügen sie an.
Wenn die Jungs jemanden bringen und Zeit haben, gibts auch nen Kaffee. Ich kann sagen das es eine gute Zusammenarbeit ist. auch so mit zufassen beim umbetten usw, ist ein lockeres Miteinander



Jutti
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Beitrag von Jutti » Do 2. Feb 2006, 18:31

Moin moin
Achso, herzlich Willkommen, Kathi :-)
Vorschlag:
schafft euch für den Notfall einen "Verlegungsbericht" an.
er sollte enthalten:
- Kurzanamnese nach AEDL
- bereits bekannte Diagnosen/Vorerkrankungen
- sämtliche Medikamente, die Bew bekommt
- sämtliche Hilfsmittel (inkl. mitgegebener Brille und Zahnprothese)
- außer uns ebenfalls im Notfall zu benachrichtigen Herr/Frau XY/ Betreuer
- Patientenverfügung vorhanden (falls es sie gibt)
- .... mehr fällt mir aus Kopf nun nit ein....

einfach wird dies, wenn man eine PC-gestützte Dokumentation hat, den gibts nämlich da und wird für alle Fälle immer ausgefüllt sein, braucht im Notfall nur in sekundenschnelle ausgedruckt zu werden. Wenn andere Doku vorhanden ist, sollt trotzdem so ein Formblatt entworfen werden und in der Doku aufbewahrt und ständig aktualisiert sein.

Zeit und die beste Info kann im Ernstfall entscheidend sein!

viele Grüße

Jutti



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Beitrag von Pflegeakademiker » Do 2. Feb 2006, 20:45

den vorschlag von jutti finde ich auch sehr gut.
währe auch in der praxis sicherlich eine gute sache.

klinikpraktika:

ist eine schwierige sache.
wichtig ist, dass dein praxisanleiter diesen katalog kennt.
hast du mit ihm über deine wünsche und vorstellungen gesprochen?

grundsätzlich bist du als praktikantin da, um etwas zu lernen.
allerdings ist dies natürlich von den gesetzen (z.b. kein eigenständiger umgang mit medikamenten) und dem, was dir die zuständigen pflegekräfte zutraun abhänig.

hattet ihr reflexionsveranstaltungen ?
hier währe es günstig, wenn ein vertreter eurer schule (z.b. Abteilungsleiter RA), praktikanten und ein vertreter der klinik (z.b. PDL)anwesend ist. hier könntet ihr besprechen, wo es mangelt und was für nachvollgenden jahrgänge zu verbessern ist.
im kl. rahmen:
-praktikanten PDL
-praktikanten in der schule
-schule PDL



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Beitrag von Jutti » Do 2. Feb 2006, 20:49

Hi Kathi
wenn du dir mal ein einem freien We ein wenig Zeit nehmen magst, auf der Schülerseite
http://www.altenpflegeschueler.de
sind etliche gute Referate über Demenz drin, die dir zumindest einen kurzen Überblick verschaffen würden.
..Ich denke im Notfallbereich so daran, das ihr wissen müsst, was tut weh und wo, aber keine relevante Antwort bekommt, oder jemand vor Angst schreit und tobt, weil er nicht verstehen kann, was passiert und ein wenig Wissen über den Umgang mit.... und eure Welt sieht viel einfacher schon aus.
lG
Jutti



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Beitrag von Jutti » Do 2. Feb 2006, 20:53

Hi Pflegeakademiker
der Vorschlag ist nit nur gut sondern in verschiedenen Häusern längst Standard,ggg so auch bei uns und aus der Erfahrung sag ich halt, es ist hilfreich, allerdings haben wir PC-gestützte Doku, wat heißt, ich drucke dat Ding in wenigen Sekunden aus während Kollegen bei dem Bew sind.
Aber ich bin sicher, pfiffige Mitarbeiter können das so nach einer kurzen Anregung auch gut selbst entwerfen und es halt bei jeder Mediveränderung aktualisieren, damit es passt und als Kopie immer mitgeben.
lG
Jutti



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Beitrag von schnecke2003 » Fr 3. Feb 2006, 00:13

Hallo

wir arbeiten mit solch einem überleitbogen,welcher von uns soweit fertig ausgefüllt in der bew.mappe liegt und dann nur noch nachgetragen wird welche medis der bew. bekommt und aus welchen grund der bew. nun ins Khs kommt.

ich finde es ist sehr wichtig für die Leutz vom naw.rtw.kts.und es ist auch ein enormer zeitfaktor wenn man sowas erst dann ausfüllen müsste wenn der bew. schon fast auf dem weg ins khs ist.hat sich bei uns in der nw jedenfalls schon gezeigt.wenn alles fertig ausgefüllt ist,kann man sich mehr um den bew.kümmern,oder auch mit den kollegen von transport.

Lg schnecke



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Beitrag von Suse2 » Fr 3. Feb 2006, 18:18

der Bogen ist bei uns DinA3 und beginnt mit den BW- daten, Krankenkasse, Pflegestufe, Angehörige ,Betreuer ob informiert oder nicht erreicht,Diagnosen, Hausarzt Konsilarärzte mit Tel-Nummern aktuelle medis einschl Bedarfsmedi's, alle Angaben zu den Aktivitäten des täglich Leben vom Kommunikation bis zu getroffenen Entscheidungen im Todesfall, Dekubitus ja/nein, Schrittmacher,PEG,DK beim AEDL Essen und trinken z.B. was, was nicht, wie : alleine, vorbereiten,, anreichen, Trinkmenge, letzte Mahlzeit und und und
du kannst dir den Bogen ja mal ansehen auf der HP von Dan Produkte, Verlegungsbogen für stationäre Pflege.
Ist wirklich sinnvoll und spart im Notfall viel zeit, weil ja nur die aktuellen Medis dazugeschrieben werden müssen


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Beitrag von Gizmo2 » Fr 10. Feb 2006, 08:53

Hallo,
wir haben auch schon überwiegend ausgefüllte Pflegeüberleitungsbögen in den Bewohnerdokus eingeheftet. Im Notfall wird ergänzt: Grund der Einweisung. In diesem Feld beschreiben wir stichpunktartig, welche Beschwerden der Bewohner hatte, als wir den Rettungsdienst informierten. Das Medikamentenblatt geben wir als Kopie mit, so wie den letzten KH - Bericht, so fern denn einer vorhanden ist. Wenn der Rettungsdienst im Haus ist, bekommen wir einen Anruf von der Rezeption, daß sie auf dem Weg zu unserer Station sind. Auf der Station angekommen, werden sie von einer Fachkraft erwartet, und erhalten auf dem Weg zum Bewohnerzimmer schon so viele Informationen über den Bewohner und dessen AZ, wie möglich. Im Zimmer sind die vorbereiteten Papiere, Krankenkassenkarte und die Bewohnerdoku.
Bei uns kommt der Rettungsdienst überwiegend von der freiwilligen Feuerwehr. Nur, wenn von ihnen alle Fahrzeuge ausgerückt sind, kommt ein Fahrzeug einer Hilfsorganisation. Im Laufe der Zeit lernt man die meisten Rettungsdienstmitarbeier schon kennen, die regelmäßig ins Haus kommen.
Ach so, wenn der Rettungsdienst für einen dementen Bewohner kommt, achten wir darauf, den MA möglichst viel über das Verhalten und das Verstehen des Bewohners zu erzählen. Manchmal kommen auch Rückfragen von ihnen, die wir beantworten.
Ich hoffe, daß war erst mal ausführlich genug.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch.

Mit freundlichen Grüßen


Gizmo2



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