Inwieweit bedeutet Berufskleidung Professionalität

Alles zum Beruf Pflege was nicht mit der Pflege direkt zu tun hat.
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Bene
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Inwieweit bedeutet Berufskleidung Professionalität

Beitrag von Bene » Sa 14. Jan 2006, 11:58

Hier meine Frage, die sich aus dem Threadtitel ergibt: Inwieweit bedeutet Berufskleidung (in unserem Fall das "Weißzeug" in der ALTENpflege) Professionalität? Meine Meinung "Fisch sucht Fahrrad". Das Eine hat mit dem Anderen nicht sehr viel zu tun...
Ich bin auf eure Meinung gespannt!



Rettungsrambo
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AW: Berufskleidung

Beitrag von Rettungsrambo » Mo 16. Jan 2006, 07:31

Hi

Aus hygienischer Sicht muss ich sagen:

Ihr habt Umgang mit Bewohner - und mit Patienten die unterschiedliche Krankheiten haben, Diabtiker, Patienten mit MRSA, Patienten mit Dekubitus usw.

Wollt Ihr diese Krankheitskeime mit nach Hause nehmen?
Ich denke nicht.
Deshalb ist es erforderlich in unserem Beruf eine Berufskleidung zu tragen
die im Haus gewechselt und gewaschen wird.

Die Krankheitskeime bleiben dann im Heim.

Das hat nichts mit sterilem und Krankenhaus denken zu tun - sondern um unsere eigene Sicherheit, Sicherheit gegenüber unseren Angehörigen und Freunden. Sicherheit auch gegenüber den Patienten und Bewohner.

Die Berufsgenossenschaft schreibt eine Berufskleidung vor. Auch das Robert -
Koch - Institut -ehm. Bundesgesundheitsamt hat eine Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention herausgebracht. Hier ist dieses
Thema ausführlich verankert. Die RKI - Richtlinie gilt auch für den Altenpflegebereich.

Ich hoffe ich habe Euch zu diesem Thema etwas geholfen.

Uwe Gscheidle
Altenpfleger
Hygiene - und Sicherheitsbeauftragter in Pflegeeinrichtungen
Sanitäter im Rettungsdienst



Rettungsrambo
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AW: Berufskleidung

Beitrag von Rettungsrambo » Mo 16. Jan 2006, 14:52

Hi

Die Vorschriften gelten für alle Pflegeeinrichtungen sei es ein Altenpflegeheim oder Krankenhaus oder Behindertenheim.

Es sind alle die gleichen Vorschriften.

Ich habe die Vorschriften nicht gemacht!!!



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wundmentor
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AW: Berufskleidung

Beitrag von wundmentor » Mo 16. Jan 2006, 16:41

Hallo,

wieder mal wird über Bekleidung diskutiert

Würde auch lieber mit Privatbekleidung meinen Dienst verrichten, brauche wiederum auch nicht die Keime vom Heim zuhause. Deshalb laufe ich lieber in Weiss rum;denn nicht wir müssen uns so sehr vor Keimen schützen, sondern unsere Bewohner und Klienten vor den Keimen, die wir anschleppen.
Habe im Anhang die Meinung der DGKH.

m.f.G.
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Rettungsrambo
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Beitrag von Rettungsrambo » Mo 16. Jan 2006, 17:07

Hi

Dekubitus - blutet - eitrig belegt - infziziert mit Krankheitskeimen - deshalb Dienstkleidung.

Diabetes: Messen von BZ - Blut!

Diabetes und Dekubitus an sich sind nicht ansteckend - aber daraus lässt sich doch einiges schliessen oder nicht!



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AW: Berufskleidung

Beitrag von sophie » Mo 16. Jan 2006, 17:20

Hallo ihr,

was nutzt mir aber die Dienstkleidung (ich trage selbstverständlich auch welche) wenn ich die Wäsche zuhause waschen soll :confused:

Und wer den Hass auf weiss hat, kleiner Tip, es gibt auch farbige Kittel und Hosen die kann man ja immer mit einem Teil weiss kombinieren, so mache ich es jedenfalls, dann ist beiden seite genüge getan. Ausserdem, also ich persönlich brauch meine Kitteltaschen. Kann ja nicht mit Handtasche laufen :hehe

Gruss Sophie



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wundmentor
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AW: Berufskleidung

Beitrag von wundmentor » Mo 16. Jan 2006, 18:03

Hallo,
auweia Gast,
ein Altenheim ist wirklich nicht die "Eitermeile" einer chirurgischen Station.

Nix für ungut
wundmentor


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schnitte
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AW: Inwieweit bedeutet Berufskleidung Professionalität

Beitrag von schnitte » Mi 18. Jan 2006, 18:38

also ich hab an den anderen diskussionen auch teilgenommen und nun nochmal. ich trag zwar zivil aussehende kleidung, also ganz normale private kleidung,die ich jedoch erst auf arbeit anziehe, und danach wieder ausziehe. wirkt also privat, ist aber dienstkleidung.und für tätigkeiten, bei denen ich mit sekrete o.ä. in kontakt kommen könnte(waschung, toilettengang, med.versorgung), tragen wir einmalschürzen. und in der küche tragen wir rote lange Küchenschürzen.hört sich zwar etwas nach kuddelmuddel an, und eigentlich bin ich auch nicht von 100% überzeugt, aber für die bereichspflege, wo man nun mal zwischen küche und bäder umherspringt, ist das glaub ich die hygienischste weise zu arbeiten, ich hätte keine besseren vorschläge,. außer, dass die arbeit aufgeteilt wird: einer im büro, einer küche, einer pflege, einer beschäftigung. aber das funktioniert nicht wenn man die bereichspflege durchführt.....
für vorschläge wäre ich offen.



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schnitte
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AW: Inwieweit bedeutet Berufskleidung Professionalität

Beitrag von schnitte » Sa 21. Jan 2006, 23:47

das mit dem waschen ist dabei das problem, macht der betrieb nicht. kaufen/bezahlen auch nicht.

aber das mit dem waschen sehe ich nicht so eng, denn wie gesagt, überall wo man wirklich hygienisch arbeiten muss, trägt man extra schürzen....



ferdi
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AW: Inwieweit bedeutet Berufskleidung Professionalität

Beitrag von ferdi » So 22. Jan 2006, 00:33

Welche "Profession" vertrete ich den in der Altenpflege? Zuhause, Geborgenheit in weiß? Weiß signalisier sterilität, wie im Krankenhaus erforderlich.
Im Altenheim ist Zivilkleidung angebrachter.
Bei den heutigen Waschmitteln reicht eine 60 Gradwäsche. Die verträgt jede Jeans.
Wir sollen doch auf den kleinen feinen unterschied Altenpflege - Krankenpflege wert legen. Ich lasse mich auch nicht mit Schwester anreden, mit Vornamen ist persönlicher.
Ich habe es auch nicht mit Patienten zu tun. Für mich sind es Bewohner, Gäste oder Kunden.
Ich bin nicht Schwester Elke, ich bin Elke. Ich will keinen gesund machen. Ich will den alten Menschen auf dem letzten Abschnitt seines Lebens begleiten.
Ich habe bewust die Altenpflege der Krankenpflege vorgezogen.

Ich bin Altenpflegerin, dazu brauch ich keinen weißen Kittel und den Titel Schwester.
Von 24 Berufsjahren mußte ich 5 auch im weißen Kittel rum laufen. Sei 19 Jahren arbeite ich in Zivil. Bisher hat die 60 Gradwäsche gereicht.
Für ansteckende Krankheit gab und gibt es Schutzkleidung.

ferdi



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