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Vollständige Version anzeigen : Nach 2 Jahren "ausgebrannt" ??


SITD
27.08.2006, 16:04
Hallöchen :)

Ich bin neu hier im Forum. Nach meinem Abitur habe ich Zivildienst im KH gemacht wo es mir sehr gut gefallen hat. Danach habe ich meine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht, was mir auch sehr gut gefallen hat. Ich denke ihr kennt die Stellenlage, sodass unser Kurs nicht übernommen werden konnte. Ich arbeite nun zwei Jahre in der Altenpflege (stationär) und komme mit meinen Arbeitskollegen soweit gut zurecht. Die Stimmung in unserem Team würde ich als gut bezeichnen. Ich kann mir auch nicht mehr vorstellen ins KH zurück zu kehren. Nun zu meinem eigentlichen Problem. Nach zwei Jahren in der Altenpflege fühle ich mich "ausgebrannt". Auf unserem Wohnbereich ist es sehr "trubelig" aber ich denke da gibt es so einige Wohnbereiche die noch "schlimmer" drann sind. Wie gesagt, ich fühle mich echt "KO". Was mir sehr zu schaffen macht ist, das ungeregelete Arbeiten, welches mir grade in der Altenpflege noch gehäufter vorkommt als in der Krankenpflege. Immer der Gednakne ob auch alles (richtig) erledigt ist und richtig organisiert ist. In meiner Freizeit kann ich kaum mehr abschalten, sondern bin immer noch im Gedanken auf der Arbeit mit der Sorge, ob dort alles richtig läuft usw. Selbst im Urlaub der länger als ein paar Tage dauert, bin ich oft im Gedanken auf meiner Station. Ich merke wie mich der Job echt "runterzieht" und überlege etwas neues anzufangen (was evtl. auch im med. Bereich anzusiedeln ist, aber weniger am Pat./Bew. ist). Ich bin aber nun schon 26. Eine Bekannte hat mir geraten evtl. im Bereich Kaufmann im Gesundheitswesen zu gehen, was mir auch zusagen würde. Oder evtl. doch studieren?! Nun ist guter Rat teuer. :( Ich wohne auch alleine und irgendwie muss der Rubel ja rollen. Finanzielle Unterstützung würde ich auch noch von meiner Familie bekommen können (glaub ich). Aber ich kann mir echt nicht mehr vorstellen in der Pflege zu bleiben, da dieses mich doch eher kaputt macht. :(

Nun genug gejammert von meiner Seite. :) Was würdet ihr in meiner Situation machen?

schnitte
27.08.2006, 16:38
bin zwar noch in der ausbildung, aber kann das nachvollziehen. auch ich habe mir schon andere ziele gesetzt. es gibt einiges an möglichkeiten, vor allem wenn man abitur hat und ne ausbildung und berufserfahrung. z.B.
- Pflegemanagement falls du in die leitung willst
- Pflegepädagogik und lehrer an ausbildungsstätte werden
- Mentorenausbildung und im heim bleiben
- Ausbildung zur Pflegedienstleiterin und woanders hingehen

je nachdem wie risikofreudig du bist, könntest du dich auf irgendwas spezialisieren mit ner Weiterbildung und ne Ich-AG / Existenzgründung starten. z.b. Sitztanz, Musiktherapie, Pilates, Feldenkrais, klangschalentherapie und dann in heime und begegnungststätten gehen.

oder du machst nochmal was ganz anderes. ansonsten höre ich auch immer wieder, dass der bereich heilerziehung wesentlich entspannter ist (in behindertenwerkstätten, wohngruppen). alles in allem würde ich vielleicht auch einfach mal die einrichtung wechseln. in meiner nähe gibts tatsächlich heime, wo man frühs nur für 5 leute zuständig ist, und für küche noch jemand extra. also prima besetzung. wo noch ausflüge in heimatstädte angeboten werden und viele feste stattfinden.

ansonsten mach erstmal urlaub und lern abzuspannen. sprich ruhig mal mit nem arzt, was der rät. nicht dass du kurz vorm burnout stehst. meld dich ruhig mal wenn du dich entschieden hast oder quatschen willst.


gruß schnitte

-Jenny-
27.08.2006, 16:46
He, du hast doch einen guten Beruf und eine 80 % Stelle in einer Klinik – z.B. Psychiatrie währe doch für einige Zeit recht interessant. Du hättest deutlich mehr Freizeit und könntest vielleicht berufsbegleitend ein Studium beginnen. Wo liegen den deine Interessen, in welche Richtung möchtest du dich den weiterentwickeln?
Sprachen sind doch z.B. recht gefragt.

Jenny

SITD
27.08.2006, 21:23
HuHu :)

Erst mal danke für die Antworten. :) Na ja, ich glaube mir fehlt doch ein wenig der Mut was anderes zu machen, obwohl ich immer mehr merke, dass es so nicht weiter gehen kann. Pflegemanagment wäre nichts für mich. PDL ist ein echt "scheiss" Job denke ich mir mal. Ich sehe das immer wieder an unserer PDL. Lehrer an einer Pflegeschule wäre sicherlich ganz nett und würde mir sicherlich mehr Spaß bringen, nur ist es ja so, dass diese Stellen rar gesäht sind da viele Pflegeschulen zusammen geschlossen werden. Die Weiterbildung zum Mentor könnte ich anfangen, jedoch wäre es das selbe in grün. Es ändert sich ja nicht viel an meinen Tätigkeiten im Stationsleben. Meine bessere Hälfte an berufbegleitend angefangen zu studieren, hat dieses aber nicht zuende gebracht weil das doch recht hart ist. Ich denke ich muss echt ganz aus der Pflege raus.
Kennt einer gute Internetseiten wo man sich noch über andere medizinische Berufe (auch Kaufmännische) oder Studiengänge informieren kann bzw. was heutzutage überhaupt noch Zukunft hat? Man bedenke jeodch dabei mein Alter von 26 Jahren. :) Wäre echt dankbar. :)

schw.-inge
27.08.2006, 21:36
es ist zwar schön wenn du dir gedanken über einen evtl. jobwechsel machst
aber dann läufst du deinen problemen davon

den auch in den anderen berufsgruppen wird dich irgendwann der frust packen

was dir fehlt ist eine gute "psychohygiene", man muss nämlich auch sich selber pflegen, sprich wenn man frei hat oder feierabend nicht mehr an die arbeit denken

mache dann das was dir spass bringt, pflege deine hobbys, treffe dich mit freunden
auch gut sind sportliche aktivitäten um seinen frust loszuwerden

es hört sich zwar hart an, aber wenn man frei hat oder feierabend, hat einem die arbeitsstelle nicht mehr zu interessieren, die station wird auch ohne dich laufen

SITD
27.08.2006, 21:42
Das versuche ich zwar, jedoch gelingt mir das nicht wirklich. Ich kann einfach nicht richtig abschalten. Ich bewundere immer die Leute, die das schaffen. Es klingt zwar n bissl doof, aber mein Privatleben ist mir schon sehr wichtig. Und dieses möchte ich nicht bei der lieben Pfortendame lassen und nach Feierabend dort lassen. Der Job haut mich halt aus der Bahn und macht mich melancholisch.

Fibula
27.08.2006, 22:16
In welchem Bundesland wohnst Du denn? Käme ein Umzug in Frage?
Wie wäre es mit einem Studium der Psychologie, oder Soziologie, oder Gerontologie (in Vechta grundständig möglich, sonst nur als Aufbaustudiengang)?

SITD
27.08.2006, 22:17
Ich komme aus NRW und bin örtlich doch sehr gebunden.

Fibula
27.08.2006, 22:25
dann kannst natürlich nur das studieren, was die Unis oder FH's in einer Umgebung so anbieten. Hat aber auch was positives, das schränkt die Auswahl etwas ein *g*.
Haste dir schonmal das Studienangebot angeschaut, bei den Hochschulen in deiner Nähe?
Oder eine Ausbildung zum Heilpraktiker? Ist sehr teuer.
Wenn Du dir Studium, Weiterbildung, neue Ausbildung nicht leisten kannst, wie wäre es, wenn Du dich mal in der Dialyse bewirbst? Ist vielleicht nicht ganz so anstrengend. Wenn dir die Schicksale aber auch dort sehr nahe gehen, solltest Du wirklich über einen Berufswechsel nachdenken, der ganz weg von Leid ist. Also nicht Sozialarbeit / Sozialpädagogik studieren.

Fibula
27.08.2006, 22:41
im Übrigen sind in der Dialyse die Arbeitszeiten sehr human.
Kein Nachtdienst, und Sonntags immer frei.

SITD
28.08.2006, 14:58
Mich zieht es wohl eher zum Schreibtisch, also ganz weg zum Pat./Bew.
Sowas in der Art Kaufmann im Gesundheitswesen oder sowas in der Art. :)

Fibula
28.08.2006, 23:10
dann zieh auch mal den "medizinischen Dokumentar" in Erwägung

http://www.dvmd.de/berufsbild/berufsbild.php

schnitte
30.08.2006, 19:40
also ich muss sagen, den aufpasser als MDK oder Heimaufsicht zu spielen find ich super. wenn du es richtig anstellst, wirst du pflegefehler aufdecken, mängel anklagen, und sicher vieles ändern können. denn obwohl man nur so ein vertreter so eines riesen vereins ist, hat man eine riesen macht und auswirkung. du sollst dich ja nicht mit macht durchsetzen, aber in vielen Einrichtungen braucht die leitung mal jemand, wo sie hochschauen und kuschen.

hut ab, wenn du das machst. und ich hoffe, du bist einer, der etwas ändern kann.

SITD
30.08.2006, 20:24
Der medizinische Dokumentar ist ja noch was anderes als der MDK. :)

Erstmal zum medizinischen Dokumentar:
Soweit ich gelesen habe, wird das viel als Umschulung angeboten oder man muss das selbst finanzieren. Ich werde mich da aber auf jeden Fall näher schlau machen. :)

MDK:
Ich glaube die Stellen beim MDK sind auch nicht so zahlreich wie man immer denkt. Soweit ich weiss sind die Voraussetzungen z.B. Leitungserfahrungen. Wenn meine Kollegin im Urlaub oder Krank ist, bleibt zwar alles an mich hängen, aber das zählt ja nicht wirklich. :) *s* Bin ja auch erst 2 Jahre examiniert. :) Aber an die MDK-Geschichte habe ich auch schon mal gedacht. :) Hat da noch wer nähere Infos? :)

Sr.Yvonne
01.09.2006, 10:33
Hallo..hier hat jemand was von MDK erwähnt,.....wäre jemand so nett mir zu sagen wo man Infos darüber findet wie man zum MDK kommt,welche Vorraussetzungen und so???

das wäre voll nett..Eure Yvonne

WhiteTara
01.09.2006, 21:59
Hallo SITD,

du klingst wirklich so, als würde es für dich Sinn machen, einen beruflichen Wechsel anzustreben.

Meine Frage: Was hast du für ein Problem mit deinem Alter von 26 Jahren? Ich habe nach Abi und FSJ lange und ausgiebig das Studienleben genossen, mein Examen fürs Lehramt gemacht, auf den Referendariatsplatz gewartet, um dann festzustellen, dass mich das Referendariat zu den gegebenen Bedingungen aufreiben wird, eine Lösung mit Schulwechsel und Seminarwechsel war nicht zu erringen und gönnte mir 4 Wochen Krankheit, um zu entscheiden, was ich tun sollte - ausharren, damit ich das 2. Lehrerexamen nach dem langen Studium noch in der Tasche habe; ein Pause einlegen und wo anders noch mal neue mit dem Referendariat starten oder ganz was anderes machen. Ich entschied mich dann, für einen ganz anderen Weg und habe mit 31 Jahren die Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen und bin froh, dass ich das getan habe - obwohl mich damals alle im Bekannten- und teils auch Familienkreis für völlig verrückt hielten, alles erarbeitete vom Studium aufzugeben und was ganz anderes anzufangen. Man ist nie zu alt für Neues !!!
Bist du dir denn sicher, dass du unbedingt im Gesundheitsbereich bleiben willst? Vielleicht schlummern ja noch ganz andere Fähigkeiten und Interessen in dir, die nur darauf warten, herausgelassen zu werden?

SITD
02.09.2006, 03:11
Na ja, du magst echt recht haben. Was mich genau stört ist dieses unregelmäßige Leben. Privatleben kannste überm Haufen schmeissen, kannst nix planen. Ständiges einspringen. Dann massive Kontrolle von "Oben" (nein, nicht nur ich werde kontrolliert sondern allgemein wird sehr viel kontrolliert). Wechselschicht macht mir auch mehr zu schaffen als ich gedacht bzw. wärend der Ausbildung erahnt habe. Wie schon oben beschrieben, habe ich oft Zweifel ob ich mein Ding überhaupt gut mache und trage die Arbeit im Gedanken mit nach Hause. Ständig der Gedanke: "Hast du da auch alles richtig bzw. gut gemacht?!" Abschalten = fast Null. Und wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich immer öfter z.T. von den Bew. genervt was ich keinesfalls mir anmeken lasse. Ich arbeite auf jeden Fall um zu leben und lebe nicht für die Arbeit. Liest sich zwar echt doof, aber das ist meine Meinung. Mich zieht´s einfach nur noch runter. Der Spaß den ich als Schüler im KH und zur Anfangszeit im AH hatte, ist fast gänzlich verlohren gegangen. :(

WhiteTara
03.09.2006, 10:30
Hallo SITD,

ja, der wechselnde Schichtdienst gibt einem immer vor, wie das restliche private Leben zu laufen hat und dann ist es manchmal schwierig, Einkäufe oder Arztbesuche, Hobbies wie z.B. regelmäßige Kurse/Veranstaltungen und natürlich auch den Freundeskreis/Familie unter einen Hut zu bekommen.
Ich persönlich habe damit eigentlich keine Probleme und ärgere mich nur selten über meine wechselnden Dienstzeiten. Dafür hatte ich meine Not, meinen Privatleben zu organisieren, als ich für ein 3/4 Jahr in der Sozialbetreuung gearbeitet habe und von Mo-Fr von 8.30 - 17h bei der Arbeit war. Auch am Ende des Praktikums hatte ich immer noch das Gefühl, dass mir unheimlich viel Zeit für den privaten Bereich fehlen würde und das, obwohl ich sogar einen freien Tag mehr hatte als sonst. Ich hatte mich zwar ganz passabel arangieren können, aber das blöde Gefühl blieb.

Dass du dein Privatleben fast gar nicht planen kannst, weil du ständig einspringen musst oder sich der Dienstplan sonst wie ändert, scheint mir ein Problem vor Ort zu sein an deiner Arbeitsstelle:Bei uns ist der Dienstplan verbindlich, wenn er offiziell ausgehängt ist und jede Änderung kann nur eingetragen werden, wenn der betreffende Mitarbeiter seine Zustimmung dazu gibt. Wer privat schon anders geplant hat, der muss weder an freien Tagen einspringen noch sich darauf einlassen, dass der Dienst geändert wird. In der Regel funktioniert das bei uns auch, dass wir so arbeiten, wie es geplant ist. Klar gibt es auch mal Zeiten, wo es wirrer zu geht, so wie jetzt z.B. gerade: Es sind noch einige Kollegen im Urlaub und dann sind noch 3 ausgefallen wegen Krankheit und unsere WBL ist seit 2 Wochen in Mutterschutz - uih, da mussten wir auch die letzten Tage den Dienstplan ummodeln, aber so etwas haben wir dann gemeinsam im Team besprochen, welche Möglichkeiten es gibt und welche Mitarbeiter bereit sind, anders zu arbeiten.
Von "oben" kontrolliert im negativen Sinne kann ich bei mir auch nicht sprechen - das Team muss sich schon darauf verlassen können, dass jeder seinen Job ordentlich macht. Und wenn man den Eindruck hat, das ist nicht so, dann wird es halt direkt angesprochen im Team, aber keiner würde einem die WBL oder gar den PDL "auf den Hals hetzen" - das würden die auch gar nicht machen wollen.

Manche deiner Sorgen scheinen wirklich mit dem Arbeitsklima/Arbeitsbedingungen bei dir zusammen zu hängen und da könnte ein Arbeitsplatzwechsel schon abhilfe schaffen. Oder vielleicht wäre ja auch die Tagespflege ein Arbeitsbereich für dich, wo du von Mo-Fr eine regelmäßige Arbeitszeit hast?

Dein Abschaltproblem kann aber auch bleiben, wenn du in einen anderen Beruf gehst: Selbst wenn du dich im kaufmännischen Bereich viel mehr mit Papier beschäftigen wirst, so stehen doch immer menschliche Einzelschicksale dahinter, die einen auch ganz schön beschöftigen können. Auch die Büroarbeit kann man im Geiste mit heimschleppen und dann fällt abschalten schwer. In dem Punkt musst du ganz klar an dir arbeiten und herausfinden, was du für dich tun kannst, damit du lernst, besser abzuschalten!

Ich finde nicht, dass sich deine Zeilen doof lesen - jeder geht täglich zur Arbeit, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und natürlich hat jeder Mensch neben der Arbeit auch noch ein Privatleben und für beides muss Zeit sein!
Und deinen Frust kann ich schon nachvollziehen, wir reden auch oft in den Schulpausen über dieses Thema, denn einigen Kollegen geht es jetzt schon so, bevor das Examen geschafft ist - und das liegt nicht immer an deren persönlichen Qualitäten, sondern eben auch an den Arbeitsbedingungen vor Ort.
Das Schlimme finde ich ist: Manche Kollegen und oft auch die WBL, SL, PDL oder Heimleitungen wollen einem weißmachen, dass es eben im Pflegeberuf so anstrengend und stressig zugeht und sie keine Chance haben, daran etwas zu ändern und man selbst eben der Belastung nicht gewachsen ist und falsch im Job - aber das sehe ich anders: Wenn es doch Heime gibt, wo die Mitarbeiter durchaus zufrieden und glücklich arbeiten, obwohl die auch nicht mehr Geld zur Verfügung haben, dann muss es schon an der Arbeitsorganisation im Heim liegen, wenn so vieles verquer läuft und daran könnte man ja was ändern, wenn alle in die gleich Richtung laufen würden!

Schau dich einfach in Ruhe um, was für dich eine Alternative in Frage kommen würde und dann stecke deine Energie hinein, dies umzusetzen. Und lass dich nicht abhalten davon, wenn es etwas ganz Neues sein sollte und Freund oder Bekannte dich für verrückt halten!
Sollte mich einmal der große Frust in der Altenpflege packen, dann habe ich auch kein Problem damit mit 40 oder so noch mal was ganz anderes auszuprobieren - in jedem von uns stecken doch so viele unterschiedliche Fähigkeiten!

Und ich glaube sowieso nicht daran, dass man heutzutage mit einem einzigen Beruf bis ans Ende vom Arbeitsleben zurecht kommen wird, da ist einfach Flexibilität angesagt!

doedl
03.09.2006, 11:51
Hallo Sitd


"Mich zieht es wohl eher zum Schreibtisch, also ganz weg zum Pat./Bew.
Sowas in der Art Kaufmann im Gesundheitswesen oder sowas in der Art."

Was hältst Du vom Fachwirt für das Gesundheitswesen? Es ist eine anerkannte IHK Ausbildung, wird bundesweit berufsbegleitend angeboten. Die Tätigkeitsfelder liegen im betriebswirtschaftlichen Aufgabenbereich sozialer Einrichtungen. Infos findes Du bei den Industrie- und Handelskammern.

Gruß Doedl

SITD
04.09.2006, 21:46
Das liest sich ja schon mal nicht schlecht. :) *s* Auch wenn ich mir das noch nicht so ganz bildlich vorstellen kann wie das dann hinterher so abläuft.
Aaaaaber ich kann mir nicht vorstellen, dass da mein Arbeitgeber so gerne mitspielt. Immerhin hätte man da z.B. Samstags Unterricht sowie Blockunterricht, d.h. ich wäre dann nicht "einsetzbar" auf meinem Wohnbereich. Hat da wer noch mehr Infos bzw. kann mir dazu noch jemand mehr erzählen?

Für andere Ideen bin ich natürlich auch immer offen. :)

Aber auf jeden fall schon mal ein riesen DANKE für eure lieben Antworten!!! :)
LG

SITD

doedl
04.09.2006, 23:03
Wie gesagt, Infos bei der IHK- vielleicht findest Du auch was per Fernunterricht

Gruß Doedl

SITD
29.03.2007, 22:11
Sodalle, ich melde mich auch mal wieder. :)

Kurze Info wie es mir ergangen ist... Ich hatte kurze Phasen, in denen mir der Stationsalltag weniger ausgemacht hat. :confused: Na ja, aber wie gesagt, die Phasen waren relativ kurz. Die Arbeitsbedingungen haben sich nochmals etwas "verschärft" sodass ich mich wieder mit dem Gedanken plage etwas neues anzufangen. Evtl. studieren? Ich habe da evtl. Pflegepädagogik ins Auge gefasst. Nun ist die Frage: Lohnt sich das heute überhaupt noch? Sind die Pflegeschulen eh schon von Dozenten überlaufen?

WhiteTara
30.03.2007, 08:03
Hallo SITD,

schön wieder von dir zu lesen!

Nun sind einige Monate ins Land gegangen, aber für dich hat sich leider noch nichts zum Positiven entwickelt - schade.
Ich denke, wenn für dich immer noch der Gedanke im Vordergrund steht, etwas anderes zu machen, dann solltest du dir nun wirklich ganz genau alle möglichen Alternativen anschauen, dir Infomaterial schicken lassen oder auch mal zu Infoveranstaltungen der einzelnen Anbieter gehen, um dann zu entscheiden, was du machen willst.

Wie es allgemein an den Schulen aussieht mit Pflegepädagogen kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nur, dass an meiner ehemaligen Schule jetzt und die nächsten Jahre einiges im Umbruch ist mit den Lehrkräften, weil viele ausscheiden und in den Ruhestand wechseln. Soweit ich das im Kopf habe gibt es dort an der Schule nur 4 hauptamtlich Lehrende und sonst viele Honorardozenten. Meines Wissens haben die auch sonst was für Ausbildungen, aber nicht Pflegepädagogik studiert (was man teils auch merkt, weil sie viel Fachwissen haben, aber nie glernt haben, wie man das auch geschickt den Schülern rüberbringt)
Pflegepädagogik an sich ist ja noch ein recht neuer Studienbereich. Ich könnte mir schon vorstellen, dass man mit diesem Abschluss Chancen hat.
Allerdings ist es heutzutage auch immer eine Frage, wie flexibel man örtlich ist. Ich bin damals für meine Ausbildung gute 800km umgezogen, weil ich keine Lust hatte noch länger zu warten, bis es dort klappte, wo ich wohnte.

Im Moment kann ich ein wenig nachvollziehen, wie es dir bei der Arbeit gehen wird: Seit 1.3. arbeite ich nicht mehr auf meinem Wohnbereich, sondern in der Tagespflege. Eigentlich sollte es vom Arbeitsaufwand und der Schwierigkeiten mit den einzelnen Bewohnern her dort viel gemütlicher zugehen als auf meinem Wohnbereich. Und im Prinzip steckt ein gutes Konzept hinter meiner Aufgabe. Leider gibt es das Problem, dies alles vernünftig umzusetzen, weil der gesamte Arbeitsablauf mit allen beteiligten Mitarbeitern völlig chaotisch ist. Ich raufe mir jeden Tag wieder die Haare, mit welchen Nöten ich mich herumschlagen muss, die mir den Arbeitsalltag schwer machen. Ich fühle mich natürlich für meine Arbeitsweise verantwortlich und gebe mein Bestes. Aber ich muss jeden Tag zur Zeit auch einsehen, dass es mir gar nicht gelingen kann, meine eigenen Ansprüche umzusetzten, weil ich halt mit den eingefahrenen, luschigen Arbeitsabläufen kämpfen muss. Und diese Chaosstruktur habe ich nicht geschaffen und es wird eine Weile dauern, bis sich etwas verändern wird. So etwas geht nicht von heute auf morgen.
Ich erlebe mich auch immer wieder mal, dass ich abends noch im Bett liege und mir 1000 Dinge durch den Kopf gehen, die ich hätte vielleicht noch regeln können oder ansprechen sollen.
Für mich ist es neu, dass ich so viele Gedanken mit heim nehme von der Arbeit und es ist auch ungewohnt, dass ich schon während der Arbeit manchmal merke, dass mein Geduldsfaden dünner wird und ich genervt bin.
Zum Glück habe ich genug Strategien mich auch wieder von diesem "Stress" abzulenken und ich bin auch überzeugt, dass sich das mit der Zeit noch wandeln wird und der Arbeitsalltag einen runderen Ablauf bekommen kann. Schließlich ist es vom Prinzip her ein Traumarbeitsplatz für mich und die Bewohner sind wirklich alle sehr lieb und "pflegeleicht", die Kollegen eigentlich auch nett - es liegt meiner Meinugn schlichtweg an der Organisation des Ganzen. Und daran kann man gottlob wirklich etwas ändern - auch wenn das etwas Zeit brauchen wird und noch viel Energieeinsatz fordern wird.

Ich wünsche dir, dass du für dich bald eine Lösung findest, denn jeden Tag unzufrieden zur Arbeit zu gehen oder heimzukommen, ist auf die Dauer wirklich nichts.