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Vollständige Version anzeigen : Frage zu Dienstplan und Urlaubsplanung


albu
14.01.2006, 17:27
Kann mir (offentlicher Dienst, Krankenhaus, Krankenschwester) jemand sagen, ob es eine verbindliche Regelung gibt für:
- bis wann muss ein Dienstplan für Folgemonate erstellt sein (z.B. bis 15.01 für Februar...?)
- bis wann muss ein Urlaubsplan verbindlich stehen und genehmigt sein. Z.b. bis wann muss der Urlaub für 2006 "stehen"?

Z.B. war am 11.12.2005 noch kein Dienstplan für Januar 2006 fertig.

Was bedeutet "Abrufungsvertrag"? Bis wann muss die Kollegin erscheinen und wird Sie in einem Dienstplan vorgesehen (was ja ein Widerspruch ist...)

Müssen Überstunden jederzeit "auf Zuruf" geleistet werden?

Ist der abbau der Überstunden in Abstimmung vorzunehmen oder entscheidet der Arbeitgeber "willkürlich" über wann und wie?

Jutta und Peter
16.01.2006, 16:45
Hallo albu!

Kann mir (offentlicher Dienst, Krankenhaus, Krankenschwester) jemand sagen, ob es eine verbindliche Regelung gibt für:
- bis wann muss ein Dienstplan für Folgemonate erstellt sein (z.B. bis 15.01 für Februar...?)
- bis wann muss ein Urlaubsplan verbindlich stehen und genehmigt sein. Z.b. bis wann muss der Urlaub für 2006 "stehen"?
Es gibt hierüber keine verbindliche Regelung. Termine und Fristen für Dienst- und Urlaubsplanung unterliegen der Mitbestimmung und werden daher in Betrieben mit BR/PR per Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung geregelt.

Was bedeutet "Abrufungsvertrag"? Bis wann muss die Kollegin erscheinen und wird Sie in einem Dienstplan vorgesehen (was ja ein Widerspruch ist...)
"Arbeit auf Abruf" ist eine Form der Teilzeitarbeit und im Teilzeit- und Befristungsgesetz geregelt. Arbeitnehmer mit solchen Verträgen werden nur bei Bedarf eingesetzt haben Anspruch darauf, 4 Tage im voraus über ihren Dienstplan informiert zu werden.

Müssen Überstunden jederzeit "auf Zuruf" geleistet werden?
Unseres Erachtens nein. Das ist aber ein kompliziertes Thema, das hier schon oft diskutiert wurde (gehört mein Frei wirklich mir?). Der TVöD verpflichtet die Arbeitnehmer ausdrücklich, bei begründeter betrieblicher/dienstlicher Notwendigkeit Mehrarbeit zu leisten. Dies setzt unseres Erachtens aber nicht die Mitbestimmungspflichtigkeit von Mehrarbeit außer Kraft.

Ist der abbau der Überstunden in Abstimmung vorzunehmen oder entscheidet der Arbeitgeber "willkürlich" über wann und wie?
Idealerweise sollte der Abbau von Mehrarbeit auch den Arbeitnehmerwünschen entgegenkommen. In der Realität muß der Arbeitgeber beim Überstundenabbau aber auch darauf achten, daß betriebliche Abläufe weiter gewährleistet sind.

Gruß

Suse2
16.01.2006, 22:56
@ albu,
ich gebe DP spätestens 14 Tage vor inkrafttreten heraus und das verbindlich, Änderungen dann nur noch mit Rücksprache mit den betroffenen MA
U-besprechung im November, dabei soll der Urlaub bis auf einen kleinen Rest verplant werden, spontane Sachen klären wir an meinem Schreibtisch und finden immer eine Lösung, wenn der U-Plan aushängt ist er verbindlich.
Ü-tage plane ich immer ans freie Wochenende um längere "Freizeiten" zu ermöglichen,Ü-STd Abbau wird z.B. so geplant 7 MA im Frühdienst , 2 Können Ü-Std abbauen und das sprechen sie untereinander ab wer wann eher geht, manchmal gehen sie so ins minus, aber dann ist auch ein Zusatz Sonntag wegen Krankheit kein Problem.
ich plane MA freundlich, wir haben in Wunschbuch und das beziehe ich voll in die DP Erstellung ein. Arbeite seit fast 2 Jahren so, die PDL wurde damals für längere krank und ich habe den DP übernommen (sie hat ohne MA einzubeziehen geplant)und habe die besten Erfahrungen gemacht. Z.B. so 1 MA ist im Sommer Oma geworden und die Schw-Tochter arbeitet Montags, also plane ich sie Montags frei und wenns mal nicht geht Spät ab 14 uhr, alle sind zufrieden. Der DP ist ein gutes Instrument um die MA Zufriedenheit zu fördern und die MA zu motivieren

ferdi
20.01.2006, 21:42
Ergänzung zum Beitrag von Jutta und Peter,

Müssen Überstunden jederzeit "auf Zuruf" geleistet werden?

Überstunden und Frei sind 2 Paar Schuhe.
Entweder sind Überstunden dienstplanmäßig eingeplant, das ist ok.
Oder sie fallen im Laufe des Dienstes an, plötzliche Krankmeldung ect..
Dann kann der AG unter Berüchsichtigung der persönlichen Belange einen zu Überstunden verpflichten.

"Mein Frei gehört mir"!!! Wenn ich Frei habe kann der AG mich nicht dienstverpflichten.

ferdi