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Vollständige Version anzeigen : Insulingabe mit PEN


Hachi
03.07.2003, 09:50
Hallo,

kennt Ihr das Problem: Man stellt die Insulineinheiten am PEN ein, wie angeordnet versteht sich, setzt an, spritzt das Insulin per Knopfdruck und...siehe da, nach dem Herausziehen drückt man nochmal mit dem Effekt, daß manchmal noch ein nicht unerheblicher Strahl aus dem PEN schiesst! Wie kann denn sowas? Hab ich die Gewähr, daß die angeordnete Menge Insulin verabreicht wurde? Wie kann ich sicherstellen, daß es so ist? Junge, Junge, das bereitet mir ganz schön Kopfzerbrechen. Ich mag diese PEN`s überhaupt nicht. Was meint Ihr? http://fool.exler.ru/sm/lam.gif

targav
03.07.2003, 15:00
Hallo!

Meiner Meinung nach ist der Pen ein einfaches und genaues Gerät. Man muß nur einige Dinge beachten:

1. Den Knopf bei der Injektion ganz runterdrücken, bis es nicht mehr geht

2. Nachdem man den Penknopf ganz nach unten gedrückt hat muß man bis 10 zählen damit der Rest auch injeziert wird

Das sind die Beiden wichtigsten Dinge die man bei jedem Pen beachten muß (Anleitung bei neuen Pen unbedingt lesen). Ein kleiner Tropfen kommt immer noch nach, da dieser als Desinfektion der Nadel wirkt.

Ein Tipp: Wenn man den Pen aufzieht, gibt es meist ein klickgeräuscht, je Einheit. Diese zählt man beim injetzeren ebenfalls, so das man feststellen kann ob auch ale Einheiten injeziert sind.

Aber das zählen bevor man den Pen herauszieht ist das wichtigste

Wenn du das beachtest bekommt auch die Menge an Insulin ,die man vorgesehen hast.

ApoPfleger
03.07.2003, 20:00
Hm, es kommt auch immer auf den verwendeten Pen an.

Beim OptiPen, den ich persönlich weniger mag, weil er viel zu kompliziert ist, gibt es für den Knopf nur 2 verschiedene Stellungen: drinnen oder draußen. Beim Injizieren wird der Knopf einfach nur bis zum Einrasten reingedrückt, und dann muß man gerade bei größeren Insulinmengen länger warten, weil man nicht weiß, wie lange die Mechanik braucht.

Mein absoluter Favorit ist ja immer noch der NovoPen, weil er absolut unverwüstlich ist und selbst von Konkurrenz-Vertretern als "Rolls-Royce" bezeichnet wird.

Ansonsten gilt uneingeschränkt, was targav sagte: Knopf bis zum Anschlag drücken und warten......

mfg

Apo 8)

targav
03.07.2003, 20:13
Hallo!

@ApoPfleger

Hast recht mit dem Optipen da rastet nichts ein, aber mit der Digitalen anzeige nicht schlecht. Finde den NovoPen auch am besten.

Erinnerung: Wenn der Pen nicht funktioniert, nicht einfach mit einer normalen 40-Einheiten-Einmal-Insulin-Spritze aus der Ampulle des Pen, Insulin aufziehen. Die Einheiten stimmen dann nicht mehr.
Pens haben immer eine andere Maßeinheit. Es gibt hierfür auch extra Einmalspritzen (100 I.E glaube ich waren das) die die selben Einheiten Makierungen besitzen wie der Pen

Jutti
03.07.2003, 20:46
huhu
oller Schüler muss mal quaken
war das nicht so?:
wenn ich normal aufziehen muss, weil Pen es nit tut muss ich beachten, was auf Flasch steht eben U40 oder U 100?????????????
LG Jutti

targav
03.07.2003, 20:50
@jutta genau darauf muß man achten. Glaub mir haben schon viele falsch gemacht und nicht drauf geachtet. Soweit ich weiß sind die meisten in U100

ApoPfleger
03.07.2003, 22:18
Wenn Insulin mit Spritze aus einer Pen-Patrone aufgezogen werden soll, muß das immer, immer, immer eine U100-Spritze sein!!!!!!! Wichtigstes und auffälligstes Unterscheidungsmerkmal: Die Farbe der Kappe. BD-Insulinspritzen haben folgende Farben:
U40 = rot
U100 = orange

Gruß

Apo 8)

Angel8318
04.07.2003, 23:28
hallo...
habe garde inner schule das thema pen.
eigentlich sind diese dinger ganz gut...
du stichst ein, drückst den pen bis es nicht mehr geht und zählst dann im sekundentakt:21... 22... 23...dann läßt du los und ziehst ihn herraus. ein kleiner tropfen kommt dann eigentlich fast imer noch mit raus, aber kein ganzer strahl.ansonsten hast du etwas falsch gemacht. du mußt nach dem drücken zählen, weil die nadel ja nur ganz dünn ist und es dauert, bis das ganze insulin aus durch die nadel durchgekommen ist. drücke lieber etwas zu lange, als zu wenig. es ist halt nur wichtig, das das komplette insulin in das unterhaufettgewebe eingespritzt wird, aber das muß ich ja wohl nicht erzählen.
naja, ich hoffe, das die probs damit beseitigt sind. wünsche euch noch viel spaß bei eurer arbeit.
:wave

Fibula
04.07.2003, 23:35
Ein Tipp: Wenn man den Pen aufzieht, gibt es meist ein klickgeräuscht, je Einheit. Diese zählt man beim injetzeren ebenfalls, so das man feststellen kann ob auch ale Einheiten injeziert sind.


ohje, das geht viel zu schnell, da kann ich net mitzählen (wir haben diese Novo Nordisk Wegwerfpens). Und eine Bewohnerin kriegt abends 86 (in Worten: sechsundachtzig) I.E. Actraphane 40/60.
Jetzt zähl das mal mit.... :eek

targav
05.07.2003, 10:15
Hallo!


Und eine Bewohnerin kriegt abends 86 (in Worten: sechsundachtzig) I.E. Actraphane 40/60.

@fibu
Bist du dir mit den 86 Einheiten sicher. das wäre ja pro Tag fast ein Pen. Habe noch nie gehört das jemand soviel auf einmal bekommt.
Der Pen hat soviel ich weiß eine Anzeige von 20, d.h. du mußt den Pen 4 mal rumdrehen und noch 6 Einheiten dazu. Ist das nicht wirklich etwas viel.

ApoPfleger
05.07.2003, 23:33
@targav
Doch, 86 IE auf einmal kann ich mir durchaus vorstellen bei einer ausgeprägten Insulinresistenz, z.B. bei extrem adipösen Diabetikern. Ich kenne Diabetiker, die bis zu 400 IE täglich verballern müssen, um ihren BZ im Griff zu behalten. Allerdings sollte in solchen Fällen m.E. eine Umstellung auf ein Insulin-Analogon wie Humalog versucht werden.

Gruß

Apo 8)

Triexi
06.07.2003, 13:01
Hallo Leute,

Ich als nicht Exam. AP da geht mir das jetzt etwas zu schnell besonders beim Abdrücken in die Hautoberfläche ist mir ein bischen schlecht geworden.

Habt ihr nicht Bilder wie man Insolien im Pen vorbeireitet und abreicht???

Mich Interesiert das jetzt so kann ich auch Lernen :D :D :D :D

LG

Triexi :wave :wave :wave :wave

targav
06.07.2003, 15:49
Hallo!

Habe auf der Hp von Aventis eine Anleitung zum genauen Umgang mit dem Optipen gesehen. Hier nun der Link:

Optipen-Bedienungsanleitung (http://www.pharma-aventis.de/Patienten/Diabetologie/Optipen/index.php?ID=195)

Vom Novopen gibt es sogar eine Flashanimation im Umgang mit dem Pen. Leider auf Englisch. Es gibt diese Illustration einmal mit Ton einmal ohne. Also einfach mal schauen unter

Novopen-Anleitung-Englisch (http://www.insulinpen.com/view.asp?ID=1686)

@triexi
Ich hoffe das dir dies etwas weiter hilft

Fibula
06.07.2003, 22:17
Bist du dir mit den 86 Einheiten sicher. das wäre ja pro Tag fast ein Pen. Habe noch nie gehört das jemand soviel auf einmal bekommt.
Ist das nicht wirklich etwas viel.



Wenn ich sage 86 I.E. und schreibe daß auch noch in Worten hinterher, dann meine ich ganz sicher 86 und eine Verwechslung ist ausgeschlossen!


Der Pen hat soviel ich weiß eine Anzeige von 20, d.h. du mußt den Pen 4 mal rumdrehen und noch 6 Einheiten dazu.


Der Pen hat oben eine Skala, die anzeigt 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70....


zu Apos Beitrag:

Doch, 86 IE auf einmal kann ich mir durchaus vorstellen bei einer ausgeprägten Insulinresistenz, z.B. bei extrem adipösen Diabetikern.


Die Frau wiegt knapp 140 Kilo.

Wir haben auch Diabetiker, die fast ständig einen BZ von 300 - 400 haben, und die sind quietschfidel, obwohl sie laut Lehrbuch schon im Koma liegen müßten....

targav
07.07.2003, 00:04
Hallo!

@Fibu

Ich kann mir so etwas echt nicht vorstellen, aber nachdem Apo genauso etwas erzählt bin ich echt überrascht, das es so etwas gibt.
Es gibt ja immer Dinge die man dazu lernt.

@apo

was meinst du mit Insulin-Analogon wie Humalog. Habe davon nochnie etwas gehört. Kannst du mir dazu mal eine Erläuterung geben?

Hachi
07.07.2003, 10:27
Stimmt es eigentlich, daß nach jedem Gebrauch die Kanüle des PEN`s gewechselt werden muss? Die Schultheorie begründet es damit, daß die Nadelspitze (deutlich zu sehen unter dem Mikroskop) sich verformt und brüchig wird und somit bei weiterer Verwendung zu Verletzungen der Haut führen kann. Ich selber kann dies aus der Praxis bisher nicht bestätigen :ohwell

Marcell
07.07.2003, 11:13
Hi

Die Theorie ist in diesem Fall das eine die Praxis eine andere, ich kenne es so das man die Nadel alle 1-2 Tage wechselt je nachdem wie oft man sie nutzt, das Problem ist einfahc das viele HA sich weigern genug zu verschreiben so das du jedesmal wechseln könntest...

Grüße

Marcell

Fibula
07.07.2003, 11:24
ach da scheiden sich die Geister, wie es in der Pflege oftmals der Fall ist, gibt es ganz gegenteilige Ansichten.

Ich z.B. habe gelernt, daß man die PEN- Nadeln mehrmals benutzen kann. Und auch unsere Ärzte würden uns den Vogel zeigen, wenn wir jedesmal die Kanüle wechselten, denn schließlich sind es die Ärzte, die die Kanülen verschreiben.

Allerdings hab ich gelernt, daß man die nach ein paar Einstichen durchaus mal wechselt, weil sie sich durch den gebrauch schon abnutzen, was aber in der Praxis oftmals unten durchfällt. Bei einer Bewohnerin die abends 86 I.E. und morgens 68 (ja, genau, morgens kriegt sie es grade umgekehrt) bekommt, ist es natürlich wurscht, weil der PEN sowieso am nächsten Tag gewechselt wird. Kriegt jetzt aber jemand nur 4 I.E. wird er mit diesem PEN recht lange aushalten, und da merkt man dann schon, wenn die Kanüle nichtmehr so sanft Einsticht, bei diesem Fall nehm ich dann natürlich eine Neue, leider scheinen es Kollegen aber nicht so zu handhaben, da bleibt die Kanüle drauf, bis zum bitteren Ende, hab ich so manchmal das Gefühl.

Gast
08.07.2003, 15:30
Hy,

also meine Krankenpflege Lehrerin bekäm graue Haare, wenn wir ihr erzählen würden das die Nadel nicht nach jeder Injektion gewechselt würde.

Hygiene das A und O zur Infektionsprophylaxe. (Smile)

Dies gilt allerdings nur für den Stationären Bereich. Im ambulanten Bereich sieht die Sache anders aus.

Aber zwischen Theorie und Praxis herrscht meist ein Himmelweiter unterschied !!!

Möhne

Marcell
08.07.2003, 16:11
Hi

also meine Krankenpflege Lehrerin bekäm graue Haare, wenn wir ihr erzählen würden das die Nadel nicht nach jeder Injektion gewechselt würde.

Hi das würde wohl jede Lehrkraft, nur sind viele davon Praxis fern, ich würde ja gerne jedesmal wechseln wenn ich einen Arzt finde der mir das verschreibt sofort, nur den findest nicht... Die Hygiene kann man aber in einem gewissen Grad vernachlässigen, da es ja immer die selbe Person ist...

Grüße

Marcell

targav
08.07.2003, 21:06
Hallo!

Bei uns im Heim halten wir es so, das wir jeden Morgen die Pen-Nadeln erneuern. Wir benutzen diesen Pen dann meist zweimal am Tag.

Dies machen wir aber auch nur so weil der Pen ja Bew, bezogen ist.

Man kann die Nadeln laut einigen Hausärzten auch alle 2 Tage wechseln.
Wir bestellen immer eine Groß-Packung Nadeln und das reicht für alle Pens immer lange. Dann ist der Nächste Bew. mit einer Groß-Packung dran, also immer Reih um und noch nie Probleme gehabt mit den Ärzten, selbst wenn wir täglich wechsen.

Nach jedem Stich wechsen, finde ich persönlich etwas heftig, da der letzte Tropfen Insulin die Nadel desinfiziert.

ApoPfleger
08.07.2003, 23:54
@Fibula
Wir haben auch Diabetiker, die fast ständig einen BZ von 300 - 400 haben, und die sind quietschfidel, obwohl sie laut Lehrbuch schon im Koma liegen müßten....
Putzigerweise tolerieren gerade Typ-2-Diabetiker solche Werte oft gut, obwohl die natürlich auf Dauer absolut schädlich sind. Kannte mal eine Patientin mit ausgeprägter Panik vor Hypoglykämien, die hat bei Werten unter 200 schon nach Apfelsaft oder was zu essen verlangt. Der extremste mir bekannte Fall war eine Patientin mit dem astronomischen BZ-Wert von 1200 mg/dl, die diesen Wert nicht nur überlebt hat, sondern dabei auch noch ansprechbar war.

@targav
Analog-Insuline sind gentechnisch so verändert, daß sie schneller und kürzer wirken. Einerseits entfällt hierdurch der Spritz-Eß-Abstand, andererseits kann man auch genau auf die Hauptmahlzeiten abgestimmte Mengen spritzen. Hier in Deutschland sind meines Wissens zur Zeit nur Humalog (http://www.diabetesforum.ch/diverses/typ1/humalog.htm) und NovoRapid (http://www.diabeteswelt.de/dw1_00/forschung.html) am Markt, wobei es das Humalog auch als Mischinsulin mit Verzögerungsanteilen gibt.

Zum Thema Nadeln:

Sicher, aus rein hygienischen Gründen sollte man die Nadel nach jedem Spritzen wechseln, das steht auch so in jeder Packungsbeilage. Und die gruseligen Elektronenmikroskop-Fotos kenn ich auch. Die meisten Diabetiker, die ich kenne, wechseln die Nadeln aber (aus Kostengründen - Stichwort Zuzahlung) erst, wenn der Einstich nicht mehr schmerzfrei - die Nadel also schon ziemlich stumpf ist.

Gruß

Apo 8)

Fibula
09.07.2003, 07:24
1200 mg/dl heftig, heftig.... Allein schon wenn ich mir das vorstell, kipp ich schier aus den Latschen.


Sicher, aus rein hygienischen Gründen sollte man die Nadel nach jedem Spritzen wechseln, das steht auch so in jeder Packungsbeilage.


jaja, des is sowieso klar, daß die Hersteller das so schreiben - die wollen schließlich verkaufen.

Is genauso wie mit den Handschuhen: Unsre Hygienefachkraft hat gesagt, die Handschuhe kann man ruhig 1-2 mal desinfizieren und nochmal verwenden, nur sagen die Hersteller das natürlich nicht, aber hygienisch vertretbar wäre es.

PflChrissi
09.07.2003, 23:12
Huhu :)
Also die Pen´s das sind echt merkwürdige Dinger. Ich wollte mal mit nem Pen injezieren, da kamm überhaupt kein Insulin. Hab es Gott sei Dank früh genug bemerkt. Manchmal spinnen die auch total. Nachdem man die Injektion verabreicht hat stehen sie entweder auf 00 oder noch auf der gespritzen I.E Zahl.

Mein TIP: Am besten immer während des injezierens das Manometer bzw. die Skala beobachten.

vlg
Chris