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Vollständige Version anzeigen : Raus aus der Pflege


Katharina
16.10.2011, 21:23
Ihr lieben.....
nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag.....

Ich will raus aus der Pflege. Weiß aber nicht wie ich das anstellen soll.
Außer Altenpflege habe ich nix gelernt. Kann somit nix anderes (sagt man ja so).

Habe viel in Foren gestörbert, google wahnsinnig gemacht etc. Es scheint wohl an der finanziellen umsetzbarkeit zu scheitern.

Ich muss / will raus. Mir fehlt die Luft zum Atmen. Immer wieder sage ich mir: kopf hoch, weiter kämpfen, es wird wieder besser.

Leider wird es immer schlimmer! Was besser wird ist eindeutig die Dokumentation. Die wird aufschlussreicher, Pflegeplanung so wie der MDK das will...... wohl für euch auch nix neues. Ich will einfach raus aus der Pflege. Nicht immer sagen: nee geht grad nicht, keine Zeit. man kann nicht jedem gleich gerecht werden, das ist völlig klar.

Ich will nicht mehr am WE arbeiten, Feiertage auch zuhause bleiben. mich nicht mit dienstplänen und kollegen ärgern warum xy "schon wieder" ne lange schicht machen muss.....versteht ihr?

Ich hab keine lust mehr mich kaputt zu machen, nur damit die feinen herren auf ihren fetten ärschen sehen dass es auch mit noch weniger personal (wegen stundenabbau etc) geht....HILFE!

bienen~pflege
17.10.2011, 12:56
Hallo katharina!

LEIDER haben offenbar immer mehr APler die Lust an der Pflege "verloren". :(

Letztens hatten wir einen TeamTreffen und bei Ansprache von Belastungsfaktoren fing eine Mitarbeiterin, die über 10 Jahre in der Pflege arbeiten zu weinen an ...
Nun ist sie wegen "chronischen Erschöpfungssyndrom" krank geschrieben.

Hier im Forum gibt es mehrere Themen hierzu:

http://forum.pflegenetz.net/showthread.php?t=11137&highlight=Altenpflege+aufh%F6ren

http://forum.pflegenetz.net/showthread.php?t=6803&highlight=Altenpflege+aufh%F6ren

Suche hier ein wenig ....

ALLES GUTE!

kiki64
17.10.2011, 14:01
Das hätte mein Beitrag sein können.
Ich wollte genau aus diesen Gründen raus aus der Pflege.
Obwohl ich die Arbeit mit den alten Menschen geliebt habe. Aber ich war nur noch erschöpft und kaputt.
Ich arbeite jetzt als stellv. PDL bei einem kleinen Pflegedienst.
Dafür reichten meine Berufserfahrung, eine Qualifizierungsmaßnahme war nicht notwendig, da wir nur nach SGB 11 pflegen.
Eine ehemalige Kollegin hat sich zur Wundmanagerin ausbilden lassen und ist sehr glücklich mit ihrem jetztigen Arbeitsplatz. Auch nur Normalschicht, keine Wochenenden usw.
Ich wünsche dir viel Glück.

Sleepcap
18.10.2011, 00:05
katharina, wie gut ich das nachempfinden kann. die möglichkeit einer weiterbildung wurde schon angesprochen. da gibts neben dem wundmanagement ja noch andere bereiche (ernährung...). oft habe ich nun schon gehört, dass das arbeiten in der heimbeatmung angenehm sein soll. da sind die schichten zwar meist länger, dafür kannst du dich aber ganz einem einzigen patienten widmen. vielleicht wäre das ja was für dich, da musst du zumindest kein geld in weiterbildung oder neue ausbildung investieren...ich für meinen teil hatte auf das gesundheitswesen insgesamt keine lust mehr und habe ein studium begonnen. nun weiß ich nicht wie deine private situation ist (kinder etc., die finanzen hast du schon erwähnt). aber ich muss sagen, nur keine scheu, falls du dir ein studium vorstellen kannst. ich habe mich bis zu meinem entschluss auch lange wegen der finanzen abschrecken lassen und stelle nun fest, es geht. klar muss man abstriche machen, aber es geht. viele meiner kommilitonen haben kinder und auch die bekommen das alles gut unter einen hut. einige studieren dann eben in teilzeit...ansonsten käme evtl. noch der mdk für dich in betracht. das ist irgendwie noch berufsnah und dennoch bürojob. in vielen bundesländern führen sie doch jetzt diese pflegestützpunkte ein. vielleicht trifft das bei dir ja auch zu?

nur mut und auf zu neuen wegen! :-)
liebe grüße

Griesuh
18.10.2011, 07:00
Hm, klar ist es ein schwerer Beruf, streßig, viel zu tun, relativ wenig Zeit.
Wenn ihr aber glaubt, Zitat:
nur damit die feinen herren auf ihren fetten ärschen sehen dass es auch mit noch weniger personal (wegen stundenabbau etc) geht....
Zitat Ende,
ist mit dieser Aussage völlig auf dem Holzweg.
Warum gibt es immer weniger Personal ?
Genau deshalb, weil viele genau wie du aus der Pflege aussteigen bzw. aussteigen wollen. Somit fehlen immer mehr Pflegekräfte.
Hier ist unter anderem auch eine innerbetriebliche Strukturveränderung angesagt, keine Personal kürzung und Stundenabbau, sondern Änderung und Optimierung der Betriebs - u. Arbeitsabläufe müssen durchgeführt werden, die letztendlich zu einer Entlastung der verbliebenen Pflegekräfte führt.
Aussteigen ist die schlechteste Lösung.
Ihr schadet euch mit euerer aussteigerei selbst und versetzt euch selbst einen tritt in den Hintern.
Glaubt ihr die feinen herren mit ihren fetten ärschen machen das aus jux und dollerei? Völlig falsch.
Die Auflagen und der Druck der auf die feinen herren mit ihren fetten ärschen
von allen Ämtern u. Behörden auferlegt wird macht denen auch keinen spaß!!!!
Wie soll es weiter gehen, wenn alle aussteigen? GAR NICHT.
Ihr müsst gegen die Politik kämpfen, den Auflagen u. Dokumentationswahnsinn
bekämpfen.
Dass in Gesundheitsberufen auch SA/SO und Feiertags gearbeitet werden muss war dir sicherlich bei Ausbildungsbeginn klar.
Ich bin seit über 30 Jahren in der Pflege und hatte noch nie dieses Problem mit aussteigen. Ganz im Gegenteil, ich kämpfe für Verbesserungen, lade Politiker zu Gesprächen ein ( siehe www.Pflegeservice-Stetter.de, dort unter aktuelles) auch wenn es jedesmal nur kleine Dinge sind die sich verbessern lohnt sich der Kampf.
Nicht aufgeben: Kämpfen ist angesagt.

So un nu macht mich fretig........

Sleepcap
18.10.2011, 07:32
wieso fertig machen? du hast ja recht. nur, wenn immer nur einzelne kämpfen bewegt das eben nicht viel. irgendwann reichts dann eben. und spätestens wenn der beruf auf kosten meiner gesundheit geht, ist es eben zeit zum aussteigen...

Sleepcap
18.10.2011, 07:33
http://news.doccheck.com/de/article/206352-hohe-fluktuation-in-den-pflegeberufen/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-Arzt%20%285x%2FWoche%29-2011-10-17&mailing=38184&dc_user_id=09da80a97d48a99a2db48084b95eb073&cide=dce104115&t1=1318870450&t2=e11217e93d51cd8c2f0597e6464e034430b8229b

Monchichi
18.10.2011, 08:45
Würde Dir nicht was fehlen Katharina?

kiki64
18.10.2011, 08:46
Hallo Griesuh!
Also ich habe in einem Altenheim gearbeitet wo nach einem Personalschlüssel gearbeitet wurde.
Deswegen war aber die extreme körperliche und psychische Belastung nicht weniger. Die Bewohner wurden immer multimorbider und der Altersdurchschnitt immer höher. Teilweise hatten wir einen Altersduchschnitt von 95 Jahren.
Ich hatte im Spätdienst 14 Bewohner alleine zu versorgen (einschließlich der Zubereitung von Kaffeemahlzeit und Abendbrot).
Zusätzlich musste ich als Fachkraft die 14 BW der anderen Flurseite behandlungspflegerisch zu meinen 14 BW versorgen.
Nach 7 Spätdiensten ging nichts mehr.
Wenn man dann noch Familie hat muss man Prioritäten setzen.
Da haben meine Kinder eindeutig Vorrang.
Zum Kämpfen hatte ich jedenfalls keine Kraft mehr.

Katharina
18.10.2011, 16:54
Danke für die Antworten!

Ich werde mal sehen was / wie es weiter geht.

Scheitert wohl eher an der Finanziellen abdeckung....aber vllt kommt ja irgendwo ein Geistesblitz her.

Zudem sei noch gesagt, dass ich nun seit März 2001 in der Pflege bin (damals Praktikantin) und mich quasi im laufe der Jahre weiter qualifizeirt habe und "hoch gearbeitet" habe bis zur vollzeitstelle, unbefristet und ich daher durchaus vorher wusste, dass in diesem Beruf auch an WE / Feiertagen gearbeitet wird.

Und zum anderen Punkt möchte ich noch sagen: es mag ja den sog. Fachkräfte Mangel geben, aber dazu sollte auch EINGESTELLT werden. Wenn ich schon höre,..... ne, gibts nicht, keine freien STellen .....da frage ich mich doch im ernst, warum soll ich den Beruf lernen, wenn es keine STellen gibt? Also am Wohnort?

Ich könnte sooooo viele Punkte aufzählen, warum ich aus der Pflege (also dem gesamten Berufsfeld) raus will. Ich lasse das aber lieber da viele ohnehin wissen was ich meine (wie ich in den Antworten lesen konnte) was ich wirklich sehr bedauerlich finde.....

Zum Deibel mit uns! DA will man einfach nur gutes tun....ach, lassen wir das.

Auf MDK hab ich nich wirklich lust. Ich muss mal nachdenken.....

Danke nochmal;)

Griesuh
18.10.2011, 17:32
@Katharina du schreibst:
es mag ja den sog. Fachkräfte Mangel geben, aber dazu sollte auch EINGESTELLT werden. Wenn ich schon höre,..... ne, gibts nicht, keine freien STellen .....da frage ich mich doch im ernst, warum soll ich den Beruf lernen, wenn es keine STellen gibt? Also am Wohnort?
Zitat Ende.

Da haste aber was völlig miss verstanden.
Wie soll ich Pflegefachkräfte einstellen, wenn es keine auf dem Arbeitsmarkt gibt???????

Es besteht ein Pflegefachkräftemangel !!!!!!

Selbst wenn eine Pflegeeinrichtung jemanden einstellen wollte, sie wird keine oder nur sehr schwer exam. Pflegefachkräfte finden, da zur Zeit Bundesweit ca. 35.000 -
in Worten --- fünfunddreißigtausend ---
Pflegefachkräfte fehlen.

Das sind zumindest die ausgeschriebenen offenen Stellen die bei den Arg'en und Job -Centern gemeldet sind, ohne jene die "nur" so in den Zeitungen ausgeschrieben wurden.
Es fehlen geschätzt ca. 40.000 bis 45.000 Pflegefachkräfte Bundesweit.
Das ist der Pflegefachkräftemangel.
Wenn du eine exam. Pflegefachkraft bist kannst du dir zur Zeit deinen Arbeitsplatz unter hunderten von Pflegeeinrichtungen aussuchen.
Ob jetzt gerade bei dir vor der Haustür vermag ich nicht zu sagen.

Sleepcap
18.10.2011, 18:14
@katharina
da hast du doch schon gezeigt, dass du mühe investieren und etwas erreichen kannst. das gelingt dir auch nochmals. du schreibst, du willst aus dem gesamten berufsfeld raus. daraus schließe ich, dass die meisten der anregungen für alternativen gar nichts für dich sind. überleg doch einfach mal, was du gerne machst und was du gut kannst und schreib dir das auf. beschäftige dich mit den verschiedenen berufsfeldern oder veränderungsmöglichkeiten innerhalb deines berufs und tu dabei so, als seien keine grenzen durch finanzen oder sonstwas gesetzt. schau einfach, was du gerne machen würdest. auch das schreibst du dir auf. sozusagen eine liste von berufszweigen, die dich reizen. nicht danach ausgerichtet, was dir momentan möglich erscheint, sondern danach, was du eigentlich möchtest. da ist dann bestimmt etwas dabei, was dich besonders anzieht. und wenn du an diesem punkt erstmal bist, wo du sicher weißt, dass du das bisherige nicht mehr willst und schon ein neues ziel vor augen hast, finden die meisten auch einen weg es zu realisieren (einschließlich der finanzen). lass dir da ruhig zeit. du brauchst ja nicht gleich morgen wissen, wohin es nun gehen soll. zur finanziellen unterstützung gibts übrigens einige möglichkeiten, je nachdem, was du machen möchtest. damit kannst du dich ja dann immer noch beschäftigen, wenn du gefunden hast wonach du suchst...

@grisuh
natürlich suchen die meisten einrichtungen händeringend nach personal. (versäumen es dabei leider aber auch, anreize zu schaffen, damit die wenigen vorhandenen pflegekräfte bei ihnen arbeiten wollen). gleichzeitig gibt es sie aber, die einrichtungen die stellen abbauen oder freie stellen gar nicht besetzen wollen. oder überlastetes personal eine erhöhung des personalschlüssels fordert und eben einfach nichts passiert. die müssen sich nciht wundern, wenn ihnen die leute abwandern. was zur verschlechterung der situation derer führt, die noch da sind...was schwinge ich hier große reden. wir wissen alle, wie die situation ist. seit jahren darauf hingesteuert und ncihts ist passiert. wen wundert es da? und was nutzt es mir, wenn ich mir unter unzähligen einrichtungen eine aussuchen kann, wenn in der mehrzahl derer die arbeitsbedingungen nicht zufriedenstellend sind? aber für ein umdenken ist der fachkräftemangel wohl noch nicht groß genug...

ilios1966
18.10.2011, 18:17
Hallo

Höhen und Tiefen gibt es in jedem Beruf, aber es gibt nur selten Berufe wir unseren bei dem wir tagtäglich viele Male positives Feedback bekommen.Nämlich durch die Bewohner, die, wenn man gut pflegt es einem Danken. Sei es mit einer Geste, einem Leuchten in den Augen, einem Händedruck, einem "Schön, dass sie da sind", einem Lächeln,einem kleinen Erfolg den man bei und für einen Bewohner erreicht.
Leider geht uns oft dieser Blick im Laufe der Zeit verloren.

Auch bei all dem Stress und sicher vorhandenem Personalmangel in vielen Einrichtungen, ist die Zeit, die ich selber beim Bewohner verbinge "Qualitätszeit", egal ob ich von 10 Minuten oder 30 Minuten spreche. Denn diese Zeit gestalte ich selber im Kontakt mit dem Bewohner und das kann einem keiner nehmen.

Lg ilios

Sleepcap
18.10.2011, 20:06
ich kann dir nichtmal widersprechen. aber den leuten, die damit die steigende belastung etc. nicht mehr kompensieren können oder schlicht nach einigen jahren keinen schichtdienst mehr leisten wollen (gründe in diesem bereich nicht mehr arbeiten zu wollen gibts viele, wie bei jedem anderen beruf auch), muss man ihre empfindungen auch lassen. da hilft auch das aufzeigen der schönen seiten nicht. oder meint ihr, die hätten kollegen die äußerungen wie
"Ich muss / will raus. Mir fehlt die Luft zum Atmen. Immer wieder sage ich mir: kopf hoch, weiter kämpfen, es wird wieder besser" sich nicht selbst lang genug vor augen geführt?
freut euch, wenn ihr euch mit eurer arbeit wohl fühlt. das ist viel wert. ist ja eigentlich auch ein schöner beruf. aber lasst die ziehen, die es nciht mehr wollen oder können. wenn ich den text der threaderstellerin richtig auffasse, harrt sie schon länger in einer sie unglücklich machenden situation aus -hat also nciht nur eine schlechte phase-, will nun einfach nciht mehr und sucht nach alternativen. das wirkt auf mich ziemlich entschlossen und sollte respektiert werden. da sind aussagen wie "Ihr schadet euch mit euerer aussteigerei selbst und versetzt euch selbst einen tritt in den Hintern." schlicht unangebracht. zudem unzutreffend...ich finde das schade. da möchte jemand hilfe bei der suche nach alternativen und dann wird das hier zur diskussion für oder gegen den beruf. die man ohnehin endlos fortsetzen könnte...

Katharina
18.10.2011, 22:43
danke, Sleepcap!

Ich möchte weder in der Luft zerissen werden noch lob und anerkennung. Ich habe diese Gedanken schon sehr viel länger (Heute kann ich sagen: es war schon eine harte Zeit, aber dennoch eine bessere Zeit...also Dienstlich gesehen). Ich kann das, was ich tue (tuen muss) einfach nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren.

Warum haben wir den Pflegeberuf gewählt?

ICH bin Altenpflegerin geworden, weil mir der Umgang im Schülerpraktikum mit alten menschen sehr viel spaß und Freude bereitet hat. Ich wollte diesen Menschen etwas gutes tun. Bin in den Beruf und mit dem Beruf gewachsen. Ich wollte auf die Bedürfnisse eingehen. Ich tue es auch immer noch. ABER....

Wie kann ich einem Menschen helfen, der gerade einfach nur reden möchte, wenn da wieder 28 andere auf mich warten?

Wie kann ich für die Tochter da sein, die gerade am Sterbebett der Mutter sitzt und jemanden braucht, aber niemanden hat?

Auch das gehört zu meinem, unseren Beruf.

Was ist so schlimm daran, dass da jemand (ich) das einfach ausspricht, dass da jemand nicht mehr kann?
Soll ich durchhalten bis zum showdown um mich dann in einer Klinik wieder zu finden?

Oder auf Depressionen warten die dann mit gewalt an meiner Tür klopfen und rein wollen?

Da hab ich absolut kein bock drauf und bevor es soweit kommt gehe ich lieber.

nennt es drückeberger wenn ihr wollt, da kann ich mit leben.
Ich hab nur dieses eine Leben und meine Eltern haben es mir bestimmt nicht geschenkt um dieses Leben unglücklich zu verbringen.

Wer mich versteht dem danke ich, wer das nicht versteht...naja da hat wohl jeder so seine eigenen Ansichten.

die Realität sieht bei uns im Heim leider so aus wie bereits beschrieben. Näher ins Detail gehen möchte ich da auch garnicht......

Gute Nacht;)

schwarzer sonnenstrahl
18.10.2011, 23:23
mal was mit palliiativepflege versucht?

Monchichi
19.10.2011, 10:34
Du möchtest ganzheitlich pflegen,mehr Zeit für Bew.,für Angehörige,das findest Du im Hospiz.
Wenn Du wirklich keinen Bock mehr auf Pflege hast und innerlich damit abgeschlossen,verstehe ich es-natürlich und das meine ich ehrlich.
Aber ich finde es halt schade um jeden einzelnen und finde man kann ruhig Alternativen aufzeigen.

Lebe Deine Träume,laß Dir Deinen Idealismus nicht rauben vom System!
Ich habe es mir abgewöhnt mich ständig zu ärgern und alles negativ zu sehen.Ich gebe jeden Tag mein Bestes und ziehe meine Kraft aus dem Lächeln,der Dankbarkeit der Bew. und auch Angehörigen.Und ich gehe jeden Tag mit gutem Gewissen nach Hause,wenn mich jemand braucht,ich nehme mir die Zeit und wenn es meine Freizeit kostet!Kein anderer Beruf könnte mir so viel geben wie die Altenpflege und man kann selber an sich arbeiten,daß es einen nicht kaputt macht,durch innere Gelassenheit.
Ganz wichtig ist da natürlich das Gefühl,das die Vorgesetzten hinter einem stehen und nicht von oben herab einen noch ständig eins reinwürgen oder man das Gefühl hat,die wissen gar nicht,was wir leisten.Bei unseren weiß ich,die wissen das und die sind auch bemüht,sich um unser Wohlergehen zu kümmern-wenn man andere Vorgesetzte hat,die das noch nicht erkannt haben,daß man seine Mitarbeiter hegen und pflegen muß,mit ihnen zusammen ,dann würde ich sagen,such Dir einen anderen Job.

Ich finde es lohnt sich zu kämpfen...

ilios1966
19.10.2011, 21:48
Hallo

Meinerseits war dies ein allgemeines Statement, weder für noch gegen einen Ausstieg aus der Pflege. Das muss jeder mit sich selber ausmachen.
Niemand sollte sich zur Arbeit quälen, das macht sicher keinen Sinn.
Aber wie gesagt, dies war ein Statement nicht mehr und nicht weniger.

Lg ilios

milchbrei
20.10.2011, 20:08
Hallo Katharina,
ich wünsche Dir, das du die richtige Entscheidung triffts. Vielleicht hilft dir ein Arbeitsplatzwechsel.
lg tine

Katharina
22.10.2011, 12:47
Ich danke euch allen für eure Antworten!

Palliativa Pflege wäre sicherlich eine gute alternative. Ich habe noch keine Hospizerfahrungen (aber schon wohl welche in sachen Sterbebegleitung..bringt der Beruf so mit sich).

Es soll hier ein Hospiz gebaut werden, das ist schon einige Jahre im Gespräch. Wird aber wohl erst ende 2012 etwas da die Kirche, welche umgebaut werden soll, derzeit noch als solche genutzt wird. Wir werden sehen.

Bei uns in der einrichtung wird sich wohl einiges ändern da, wie ich gestern erfuhr, unser Heimleiter gekündigt hat. Somit werden wir einen neuen bekommen. Mal sehen was sich dann ändern wird...ob sich was äandert....hat da vllt jemand erfahrungen mit? (gerne per nachricht).

in einer Einrichtung die derselben Trägerschaft zugehört gibt eine neue PDL....und mir ihr haben 16 MA durch kündigung daas Haus verlassen....

nachtigall ick hör dir trapsen.

Ein schönes Wochenende euch allen....und ruhige Dienste