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Vollständige Version anzeigen : Raus aus der Pflege!


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Sonnenblume86
03.03.2011, 12:36
Hallo zusammen!

Ich hoffe jemand von euch kann mir helfen. Ich bin in der Ausbildung zur Altenpflegerin und mache im Sommer mein Examen. Habe in meiner Ausbildung sehr viel mitmachen müssen und mir alles selber erarbeiten müssen (keine Anleitung, keine Unterstützung). Ich bin zu dem Entschluss gekommen das ich unter den Bedingungen die herrschen nicht in der Pflege bleiben möchte und auch nicht kann. Die Möglichkeit in einem anderen Heim zu arbeiten fällt für mich auch flach, denn in meiner Umgebung ist das Haus in dem ich arbeite das humanste. Wir haben auch eine Reha in der Nähe, aber dort wird das Personal auch nur ausgenutzt (1800 euro brutto, keine Zuschläge...).

Nun suche ich schon seit Wochen im Internet nach Möglichkeiten für mich. Habt ihr vielleicht eine gute Idee eine Weiterbildung oder ähnliches? Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und möchte eigentlich auch im Medizinischen Bereich bzw Sozialen Bereich bleiben. Für ein Pflegestudium brauche ich ja auch 2-4 Jahre Berufserfahrung und das ist mir definitiv zu lang. Meine Noten sind sehr gut (1,1 im letzten Jahreszeugniss).

Hat jemand vielleicht einen Rat, eine Idee oder ist in einer ähnlichen Situation? Würde mich sehr über eine Antwort freuen! Bin schon ganz verzweifelt.

Liebe Grüße!

Danke im Vorraus!

Griesuh
03.03.2011, 12:47
Immer wieder der gleiche Tenor: Ich kann nicht mehr, ich bin überfordert.
Du bist noch in der Ausbildung!!!!!!.
Dort werden die AZUBIS doch mit Samthandschuhen angefasst und in Wattebällchen gehüllt.
Du hast einen Notendurchschnitt von 1,1 schreibst du.
Was hat dir der gute Durchschnitt genutzt? Nichts.
Denn grau ist alle Theorie.
Erst nach der Ausbildung lernst du wirklich den Beruf kennen.
Dass du " nur" 1800€ im Monat verdienen wirst war dir doch sicher bewusst.
Es kann nicht erwartet werden, dass einem alles mundgerecht hingehalten wird. Nur durch selbst erarbeiten lernt man auch was.
Genau von solchen überlasteten, in der praktischen Pflege gescheiterten, die dann studieren, werden die in der Pflege, trotz aller Widrigkeiten , verblieben mit allen möglichen und unmöglichen Qualitäststandards und sonstigen kaum erfüllbaren Auflagen übersäät.
Sorry für meinen Ausbruch. Habe eben genau dieses Problem in meinem PD mit 2 frischen exen die auch "einser" Kandidaten in der Schule waren und jetzt nach gerade ein mal 5 Monaten im Beruf aussteigen wollen. Auch sie fühlen sich überlastet.
Sorry dafür kann ich kein verständnis aufbringen.
Jetzt haut drauf.

überflüssig
03.03.2011, 12:51
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Sonnenblume86
03.03.2011, 13:21
Ah ja! Super Beitrag! Mit Samthandschuhen angefasst? Diesen Eindruck habe ich nicht. Weiß nicht wie du dazu kommst das alles zu verallgemeinern?! KIch habe viel mehr den Eindruck das die Schüler einfach als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden!
Hättest du meinen Beitrag richtig gelesen, dann hättest du vielleicht auch verstanden worum es geht. Ich habe nicht geschrieben das ich überfrodert bin. Ich bin einfach mit den Bedingungen die in der Pflege sind nicht einverstanden und ich lasse mich auch nicht verheizen.
Außerdem wie kommst du dazu meinen Notendurchschnitt anzuprangern? Diesen habe ich mir mühevoll erarbeitet und das heißt nicht das ich nur in der Theorie gut bin! Ich arbeit schon seit ein paar Jahren in der Pflege und somit habe ich wohl ein gute Bild von diesem Beruf auch wenn ich die Ausbildung jetzt erst abschließe! Ich denke du hast vorschnell geurteilt und dann deinen Beitrag verfasst!
Tja, und das die Bedingungen in der Pflege schlecht sind kannst auch du nicht abstreiten. Und ich muss mich wohl kaum dafür rechtfertigen das ich für 1800 Euro diesen Job nicht weiter ausführen möchte.

Analir
03.03.2011, 13:40
So sehr ich nachvollziehen kann, was du als Azubi wohl erlebt hast und nun enttäuscht bist... auch unsere Azubis werden nicht allzu ausbildungsfreundlich behandelt. Sie sind als komplette Kraft in den Diensten, nicht zusätzlich und wenn nicht das Team selbst auf gescheite Anleitung achtet, dann gehts schonmal trotz aller guter Theorienoten nach hinten los.

ABER - sorry, erlaube mir ein Kopfschütteln. In meiner Region wäre jeder Pflegeberufseinsteiger sehr, sehr dankbar für 1800€ brutto. Die kriegst du hier, wenn überhaupt nur im Tarifbezahlenden Häusern. Selbst mir, mit mehr als 10jähriger Berufserfahrung wurden hier mehrfach 1400€ und weniger für 30h/Woche angeboten. Da lande ich selbst auf Vollzeit gerechnet kaum bei deinen Vorstellungen.

Mir deucht, hier ist ein Azubi der von Beginn an ein hohes Gehalt haben mag und ansonsten eben nicht pflegen will. :(

Sonnenblume86
03.03.2011, 13:48
Das mit den 1800 euro Brutto wurde vollkommen falsch verstanden! Das war nur ein Beispiel aus der Reha Klinik (und das würde ich nicht als Berufseinsteiger verdienen) das verdient dort eine langjährig tätige Krankenschwester ohne Zuschläger oder sonstiges.

Sonnenblume86
03.03.2011, 13:51
Ach ja und in dem Haus in dem ich arbeite habe ich schon einen Vertrag angeboten bekommen, mit einem deutlich höheren Bruttoverdienst.
Aber mir gehts nicht um das Einkommen sondern um die schlechten Arbeitsbedingungen. Und ich habe es satt mich rechtfertigen zu müssen, jeder weiß wie schlecht die Bedingungen in der Pflege inzwischen sind.

johannes
03.03.2011, 14:02
@ Sonnenblume

Ist es nicht so, daß auch Du verallgemeinerst, wenn Du sagst
Ich bin einfach mit den Bedingungen die in der Pflege sind nicht einverstanden und ich lasse mich auch nicht verheizen.
Bei uns im Haus herrschen keine schlechten Arbeitsbedingungen und es wird niemand verheizt. Vielleicht kannst Du Dich ein wenig zurück nehmen.

Im Übrigen halte ich Weglaufen für sehr problematisch. Wer einmal wegläuft, hat beim nächsten Mal weniger Hemmungen und kommt schließlich aus dem Laufen selten wieder raus.

Gruß

Johannes

Analir
03.03.2011, 14:06
[QUOTE=johannes;135306]

Im Übrigen halte ich Weglaufen für sehr problematisch. Wer einmal wegläuft, hat beim nächsten Mal weniger Hemmungen und kommt schließlich aus dem Laufen selten wieder raus.

[QUOTE]

Oho, dem stimme ich zu. Aus diesem Grund beisse ich mich auf meiner jetzigen Position durch, auch wenn ich auf dem Zahnfleisch gehe... Änderungen erkämpfen, Verbesserungen erarbeiten, anstatt Flucht - mein Ziel. :) Hoffe ich halte es durch!

Sonnenblume86
03.03.2011, 14:07
Also jetzt frage ich mich schon was hier los ist? Ich habe gehofft das ich mit jemand über Berufschancen oder ähnliches sprechen kann und dann kommen nur solche Antworten.
Ich habe nichts verallgemeinert. Ich spreche von meinen Erfahrungen und das ich nicht da bleiben möchte. Du sagst also das es nicht verheizen ist wenn ich 23 Tage am Stück arbeiten muss und danach 2 Tage frei habe? Wenn ich in einem normalen Arbeitsmonat 3 Tage frei haben?
Ich habe nicht gesagt das es in allen Häusern so ist. Aber ich habe einfach nur diese Erfahrungen gemacht und wir sind 33 Leute in der Klasse.
Und das alles hat nichts mit weglaufen zu tun. Ich möchte mein Tätigkeitsfeld einfach ändern und ich denke das ich nach 8 Jahren in der Pflege auch meine Meinung vertreten darf. Und nur weil ich Azubi bin heißt das nicht das ich keine Erfahrung oder sonstiges habe.

Sonnenblume86
03.03.2011, 14:09
Und ich habe versucht etwas zu ändern. Habe mich in den Betriebsrat wählen lassen, bin aktives Mitglied bei Verdi! Ich laufe nicht weg, aber irgendwann muss ich auch mal sagen bis hier hin und nicht weiter.

silversurfer
03.03.2011, 14:10
Hallo Sonnenblume

Wie alt bist du, was hast du vor deiner Ausbildung gemacht.

Meine Erfahrungen zeigen mir, das vor allem die "frischen" Altenpfleger aus der direkten Pflege aussteigen, die vor der Ausbildung nicht über längere Zeit in der Pflege garbeitet haben bzw. gleich nach der Schule in die Ausbildung eingestiegen sind.

Und warum? Sie haben die Altenpflege, wie sie wirklich stattfindet, nie kennengelernt. Hören nur das Wort Pflege und schon sind sie begeistert. Aber Altenpflege ist mehr als nur Pflege. Und es braucht mehr dazu als einen mittlerer Schulabschluss und eine soziale Einstellung. Wir arbeiten in der Pflege mit vielen verschiedenen Menschen und Berufsgruppen zusammen. Jeder davon hat seine eigene Vorstellung von Pflege. Aber Pflege kann nur funktionieren wenn ich diese Menschen und ihre Vorstellungen auf einen gemeinsamen Nenner bringe und diese Menschen auch bereit sind dafür Abstriche in ihrem eigenen Pflegeverständnis zu machen.
Und genau diese "Kämpfe" sich einzubringen oder anzupassen sind es die viele scheitern lassen. Und warum? Weil ihnen die Lebenserfahrung, solche Konflikte zu bewältigen, fehlt.
Also Sonnenblume, du bist bald fertig mit deiner Ausbildung. Weisst jetzt was Altenpflege wirklich ist. Hast Erfahrungen, ob Gute oder Schlechte, gesammelt. Hast bald die Möglichkeit als EX etwas ändern zu können. Wenn auch nur in kleinen Schritten und bestimmt auch mit Konflikten verbunden. Und mit jeder positiven Änderung, auch wenn es für dich ein persönlicher Misserfolg ist, bist du in deiner Persönlichkeit gewachsen.

Also nicht immer gleich aufgeben, das bringt dich nicht weiter. Aber auch nicht weiterkämpfen bist du ausgebrannt bist.

Gruss Silversurfer

johannes
03.03.2011, 14:16
Aber hallo,

hast Du etwa nicht geschrieben
Und ich habe es satt mich rechtfertigen zu müssen, jeder weiß wie schlecht die Bedingungen in der Pflege inzwischen sind.
und
unter den Bedingungen die herrschen nicht in der Pflege bleiben möchte
Diese beiden Aussagen beziehen sich nicht auf Deine Einrichtung oder die Einrichtungen in Deiner näheren Umgebung. Sie sind allgemein auf die Pflege bezogen. Nichts weiter habe ich angesprochen.

Du fragst nach Berufschancen in anderen Bereichen. Du solltest vielleicht einmal das Internet durchforsten in anderen Berufssparten. Dann wirst Du feststellen, daß auch andere Berufe mit ähnlicher Problematik zu kämpfen haben. In einer Egozentrischen Gesellschaft macht diese Haltung nicht in einem einzigen Beruf Halt. Das ist leider so. Also nicht aufregen, das schadet nur der Schönheit.

Sonnenblume86
03.03.2011, 14:16
Hallo Silversurfer.
Ich bin 28. Habe nach der Schule eine Ausbildung zur Arzthelferin gemacht, danach ein Freiwilliges soziales Jahr im Krankenhaus. Mit 20 habe ich dann angefangen im Altenheim zu arbeiten u dann mit 25 die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin angefangen. Diese schließe ich im August ab. Wie gesagt ich hab versucht zu kämpfen, habe mich in den Betriebsrat wählen lassen u bin auch Mitglied bei Verdi. Ich gebe nicht kampflos auf. Unser Haus wurde gerade komplett umstrukturiert d.h. eine gGmbh gegründet dadurch gab es sehr viele Nachteile (Wegfall vom Weihnachtsgeld, schlechtere Verträge). Ich denke viele wissen wovon ich spreche.
Ich wollte den Beruf der Altenpflegerin nicht schlecht machen. Ich arbeite gerne in der Pflege. Nur ich bekomme in dieser kurzen Zeit (8 Jahren) schon mit wie sich alles verschlechtert! Der Zeitdruck, immer mehr Bewohner, immer weniger examinierte Pflegekräfte.
Ja, und was soll ich an diesen Umständen ändern?

Sonnenblume86
03.03.2011, 14:20
@Johannes

Also sagst du das die du mit den Bedingungen zufrieden bist? Ich spreche von den Erfahrungen die ich gemacht habe und die auch Kollegn in meiner Klasse machen. Aber ich stelle wohl fest das dies nur diese Häuser betrifft und es wohl sonst gute Bedingungen in der Pflege sind. Dann frage ich mich wofür die Kollegen denn gerade kämpfen?
Naja, ich arbeite gerade in einem Krankenhaus und sehe dort das es auch anderst geht.

Analir
03.03.2011, 14:20
.... geänderte Situation ;-)

Analir
03.03.2011, 14:23
Ja, und was soll ich an diesen Umständen ändern?

Und wie hilft es der Situation, wenn du nun aufgibst? Schau mal, was wäre wenn wir alle so denken würden, wo wäre dann die Pflege? Irgendwie passen deine Worte nicht zusammen - du bist ein Kämpfer und gibts nun doch auf? Wenn dir die Pflege Freude bereitet, dann kämpfe weiter, du bist doch noch jung!;)

johannes
03.03.2011, 14:24
Nun, ich bin zwar erst mit 38 auf die Pflege gestoßen, hab auch gesehen, wie Theorie und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Nach einigen Jahren war ich es leid. Dann hab ich mich entschlossen, meine Vorstellungen selbst in die Hand zu nehmen und umzusetzen. Tja, das mache ich nun seit rund 20 Jahren. Wie Du hier lesen kannst, bin ich selbst bei eingefleischten Pflegekräften nicht unumstritten, aber ich geh meinen Weg - in der Pflege - und das bisher mit Erfolg, trotz aller Unkenrufe. Wer hindert Dich also daran, Dein Schicksal auch in die Hand zu nehmen? Vielleicht hast Du ja sogar eine Familie, die Dich unterstützt? Das wäre dann phantastisch. Übrigens, ich bin erst 62 und so wie es aussieht, werd ich wohl erst noch was für die Zukunft der Pflege tun, bevor ich mich zur Ruhe setze. Ich denke, bis 2019 wird das mindestens noch gehen. Jedenfalls hab ich noch genug Ideen, die in meiner Umgebung zu Erschütterungen führen. Also lass den Kopf nicht so schnell hängen.

Geht nicht gibts nicht! Es gibt viel zu tun - packen wir s an!

Sonnenblume86
03.03.2011, 14:31
Ja, es wäre schön wenn ich meine Vorstellungen umsetzen könnte.
Klar, bin ich ein Kämpfer. Das musste ich in den letzten 8 Jahren ja auch sein. Es ist auch nicht so einfach gewesen die Ausbildung anzufangen, deswegen fand ich die Angriffe wegen meines Notenschnitts auch sehr unfair.
Ich fänd es super wenn wir mal alle auf die Straß gehen und für eine bessere pflegerische Versorgung in Deutschland kämpfen würden. Ich finde das sind wir uns und auch den Bewohnern, Patienten schuldig! Aber irgendwie scheitert das in der Wirklichkeit.
Ich weiß nicht woher ihr kommt und ob ihr das verfolgt habt, aber als jüngstes Beispiel: Bayern. Hier wurde die Förderung für das Schulgeld gestrichen und so müssen zukünftige Auszubildende in der Altenpflege monatlich 135 euro bezahlen. Auch die Pflegehelfer, die selber kein Einkommen in der Ausbildung verdienen!

thomas09
03.03.2011, 15:26
@sonneblume:

Ich finde das sind wir uns und auch den Bewohnern, Patienten schuldig Das sind wir uns und nur uns schuldig.
Die meisten Pat. können selbst auf die Strasse gehen, dann sollen sies verdammt noch mal auch tun, genauso wie die zukünftigen Bewohner eines AH.
Auch dass wir auf einen Pflegenotstand zusteuern ist nicht erst seit gestern bekannt.

Ich fänd es super wenn wir mal alle auf die Straß gehen Ja dann mal los.
Finden ja derzeit genügend Kundgebungen statt!

Hier wurde die Förderung für das Schulgeld gestrichen und so müssen zukünftige Auszubildende in der Altenpflege monatlich 135 euro bezahlen. Ich gehe davon aus, das ist politisch so gewollt, als Vorbereitung auf die generalisierte Ausbildung und der damit voraussichtlich zwangsweise Einrichtung von Berufsschulen.

Endlich ne einheitliche Ausbildung und auch sowas wie Schulgeld wäre keine Thema mehr.

Halt durch, ich sehe gerade bei Schülern, vor allem im letzten Jahr, ne sehr geringe Frusttoleranz, ändert sich aber nach dem Examen meist sehr schnell.
Also ruhig Blut, Examen machen, Ausbildungsdruck auskurieren und dann in Ruhe schauen ob es nicht doch ne Perspektive für dich gibt.

Alles Gute

Sonnenblume86
03.03.2011, 15:32
http://blog.consilia-sozial.de/2010/06/bayern-kuerzt-schulgeld-fuer-altenpflegefachschulen/
Hier lies dir das mal durch. Die Sache mit dem Schulgeld ist ne Sauerei!

Und wie du ja schon gelesen hast, nehme ich aktiv bei solchen Kundgebungen teil. Nur leider braucht es viel mehr Teilnehmer.

Ich teile deine Meinung nicht ganz, dass die Bewohner oder Patienten selbst auf die Straße gehen können. Teilweise stimmt das, aber es gibt genügend Patienten die pflegebedürftig sind, die sich selbst auch nicht mehr äußern können und auch keine Angehörigen haben.

BiFi
03.03.2011, 15:32
Warum wird sie so angegriffen??:eek:
In einem anderen Thread wurden kürzlich Erfahrungen über Burnout ausgetauscht -und das waren nicht wenige- und nun wird sie angegangen weil sie nicht unter diesen Bedingungen arbeiten möchte? Muss ich nicht verstehen... *Kopfschüttel*
@Sonnenblume
Du sagst das du gerade im KH erlebst das es auch anders geht. Hast du über den Versuch nachgedacht, vielleicht in einer Geriatrischen Station oder ähnlichem unterzukommen? Oder vielleicht Tagespflege, wenn dir der Beruf Spaß macht?
Das mit dem Verdienst wirst du wohl hinnehmen müssen, gerade als Berufseinsteiger...
LG

Sonnenblume86
03.03.2011, 15:37
@ Bifi

Danke dir! Ich bin froh auch mal andere Worte zu hören!
Ich arbeite gerade auf einer gerontopsychiatrischen Station und wie schon gesagt macht mir das auch Spaß. Tagespflege wäre sicher auch eine Überlegung wert.
Das mit dem Gehalt ist nicht das vorrangige Problem, nur ich denke das sich das auch ändern sollte. Ich arbeite ja nicht seit gestern in diesem Berufsfeld und mir war auch klar das man in diesem Job nicht reich wird ;-) !
Wichtiger sind die Arbeitsbedingungen und das Team mit dem man arbeitet.

BiFi
03.03.2011, 15:50
Na, das hört sich doch schon besser an!;)
Ich würde es mit dem KH versuchen, aber im Moment sind auch Senioren WG´s mit einer Hand voll Bewohnern im Trend, das ist auch interessant und zumindest in meiner Vorstellung nicht ganz so stressig. Hör dich mal um, vielleicht findest du doch was passendes. Wenn das nix bringt, informier dich nochmal über deine Möglichkeiten.

Tim88
03.03.2011, 16:19
Immer wieder der gleiche Tenor: Ich kann nicht mehr, ich bin überfordert.
Du bist noch in der Ausbildung!!!!!!.
Dort werden die AZUBIS doch mit Samthandschuhen angefasst und in Wattebällchen gehüllt.
Du hast einen Notendurchschnitt von 1,1 schreibst du.
Was hat dir der gute Durchschnitt genutzt? Nichts.
Denn grau ist alle Theorie.
Erst nach der Ausbildung lernst du wirklich den Beruf kennen.
Dass du " nur" 1800€ im Monat verdienen wirst war dir doch sicher bewusst.
Es kann nicht erwartet werden, dass einem alles mundgerecht hingehalten wird. Nur durch selbst erarbeiten lernt man auch was.
Genau von solchen überlasteten, in der praktischen Pflege gescheiterten, die dann studieren, werden die in der Pflege, trotz aller Widrigkeiten , verblieben mit allen möglichen und unmöglichen Qualitäststandards und sonstigen kaum erfüllbaren Auflagen übersäät.
Sorry für meinen Ausbruch. Habe eben genau dieses Problem in meinem PD mit 2 frischen exen die auch "einser" Kandidaten in der Schule waren und jetzt nach gerade ein mal 5 Monaten im Beruf aussteigen wollen. Auch sie fühlen sich überlastet.
Sorry dafür kann ich kein verständnis aufbringen.
Jetzt haut drauf.

Bitte mal alle Altenpflegeschüler hier melden wo in der Ausbildung mit Samthandschuhen behandelt werden !!!!!!!!!!!!! Und in Wattebälchen eingepackt werden !!!!!!!!!!

Tim88
03.03.2011, 16:20
Warum wird sie so angegriffen??:eek:
In einem anderen Thread wurden kürzlich Erfahrungen über Burnout ausgetauscht -und das waren nicht wenige- und nun wird sie angegangen weil sie nicht unter diesen Bedingungen arbeiten möchte? Muss ich nicht verstehen... *Kopfschüttel*
@Sonnenblume
Du sagst das du gerade im KH erlebst das es auch anders geht. Hast du über den Versuch nachgedacht, vielleicht in einer Geriatrischen Station oder ähnlichem unterzukommen? Oder vielleicht Tagespflege, wenn dir der Beruf Spaß macht?
Das mit dem Verdienst wirst du wohl hinnehmen müssen, gerade als Berufseinsteiger...
LG

Muss ich dir absolut recht geben!!!

Griesuh
03.03.2011, 16:55
Hi Tim 88, brauchst nicht meinen ganzen Text einkopieren.
Ich weiß was ich geschrieben habe und dazu stehe ich auch.
Lese doch einmal hier im Forum oder auch in anderen Foren, die Beiträge von AP oder GuK Schülern.
Nicht alle, aber sehr viele wollen am besten ihr Problem an Fragen hier im Forum gelöst wissen. Wenn's geht auch noch gleich einen fertigen Bericht zum abgeben dazu.
Weiter wird immer wieder auf euere Rechte verwiesen. Aber dass ihr auch Pflichten habt wird schnell vergessen.
Viele von euch AZUBIS fordern nur, ohne selbst was zu geben.
Wenn ich hier lese: muss ich als AP Schüler SA/SO arbeiten ?? Hä??
Darf ich schon Tätigkeiten ausführen, die ich im Praktikum gezeigt bekommen habe aber in der Schule noch nicht hatte? Wollt ihr was lernen oder nicht?
Diese Liste kann unendlich weitergeführt werden.
Schlecht für euch ist es wenn es im Parktikumsbetrieb keinen Anleiter und Begleitung für AZUBIS gibt. Darüber ist keine Diskusion erforderlich.
Auch ein Schüler ist in den alltgl. Pflegeablauf einer Pflegeeinrichtung einzubinden. Ab dem 2 Ausbildungsjahr sollte ein AZUBI in der Lage sein auch selbstständig zu arbeiten.
Klar hat ein AZUBI auch jedes 2. Wochenende Dienst ( in Schulblöcken natürlich nicht)
Ihr könnt nicht drei Jahre mit den Händen in der Hosentasche neben einer exe stehen und nur zuschauen. Ihr müsst um in dem Beruf fitt zu sein voll in den Ablauf und das System einer Einrichtung eingebunden werden.
Das ist keine Ausbeutung.
Ohne dieses Einbinden und selbstständige Arbeiten wird das sonst nichts im Berufsleben. Da nützen einem auch die Durchschnittsnoten von 1,1 nichts.
Theorie ist das eine, die Praxis das andere.
(PS: Theoretisch kann auch ich Atomkerne spalten, habe viel darüber gelesen und gelernt. Nur in der Praxis wird es wohl eine kleinere Katatrophe geben würde ich nun nur mit meiner Theorie ans Werk gehen.)

Sonnenblume86
03.03.2011, 16:55
@Tim88

Danke Dir! Ich kenne auch keinen Schüler der mit Samthandschuhen angefasst wurde. Viel mehr kenn ich keinen der in der Ausbildung einfache Bedingungen hatte. Ich habe nichts dagegen mir selbst etwas anzueignen. Aber ich finde schon das der Ausbildungsbetrieb eine gewisse Verantwortung hat und den Schüler auch gewissenhaft ausbilden sollte und nicht nur als billige Arbeitskraft sehen sollte!

Sonnenblume86
03.03.2011, 17:01
Was hast du eigentlich immer mit meinem Notenduchschnitt! Ich finde das ich auf diesen sehr stolz sein kann! Außerdem hab ich auch von meinen praktischen Ausbildern (Praktikum in der Ausbildung) nur gute Bewertungen u Noten bekommen, was wohl auch zeigt das ich in der Praxis gut bin. Und auch der Umstand das ich vorher schon 5 Jahre in der Plege gearbeitet hab. Außerdem hat der Notendurchschnitt doch nichts zu sagen, ich habe ihn nur erwähnt wegen eventueller Weiterbildungsmöglichkeiten. Musst dich also nicht weiter drauf einschießen.
Ich glaube das es in Deutschland keinen Altenpflegeschüler gibt der im 3. Lehrjahr mit den Händen in der Hosentasche einer Fachkraft zu sehen kann.

Als ich mit der Pflege als Neuling begonnen hatte wurde ich 1 Woche eingearbeitet und danach war ich schon für einen kompletten Wohnbereich zuständig!

Und ich erlebe es auch so bei meinen Kollegen in der Klasse. Es spricht nichts dagegen im 2. Jahr richtig aktiv zu werden. Aber wie gesagt ich habe noch von keinem meiner Schulkollegen gehört der so lange richtig angeleitet und ausgebildet wurde!

Sonnenblume86
03.03.2011, 17:03
Ach ja und zu dem Beispiel mit den Wochenenden! Ich arbeite zum Teil auch die Wochenenden in den Schulblöcken.
Und ich würde mal behaupten das ich mich in Arbeitsrechtlichen Fragen gut auskenne und solche Fragen hier nicht stellen würde!

Leseratte
03.03.2011, 17:16
Hallo Sonneblume,

irgendwie kann ich dich ja schon verstehen und ich glaube die meisten von uns Pflegekräften wünschen sich andere bessere Bedingungen für unsere tägliche Arbeit. Aber Fakt ist eben auch das die Leute immer älter und damit immer pflegebedürftiger werden, was iwederum zu einer Kostenexplosion führt und das Problem muss erst mal gelöst werden.

Aber wenn wir alle so denken wie du, wird es nicht besser. Und es gibt ja Gott sei Dank auch relativ gute und Humane Einrichtungen. Und wenn in deiner Nähe nix passendes ist, dann erwäge doch mal die Möglichkeit eines Umzuges --> schließlich werden gute Pflegekräfte überall gesucht.

Tim88
03.03.2011, 17:35
Hi Tim 88, brauchst nicht meinen ganzen Text einkopieren.
Ich weiß was ich geschrieben habe und dazu stehe ich auch.
Lese doch einmal hier im Forum oder auch in anderen Foren, die Beiträge von AP oder GuK Schülern.
Nicht alle, aber sehr viele wollen am besten ihr Problem an Fragen hier im Forum gelöst wissen. Wenn's geht auch noch gleich einen fertigen Bericht zum abgeben dazu.
Weiter wird immer wieder auf euere Rechte verwiesen. Aber dass ihr auch Pflichten habt wird schnell vergessen.
Viele von euch AZUBIS fordern nur, ohne selbst was zu geben.
Wenn ich hier lese: muss ich als AP Schüler SA/SO arbeiten ?? Hä??
Darf ich schon Tätigkeiten ausführen, die ich im Praktikum gezeigt bekommen habe aber in der Schule noch nicht hatte? Wollt ihr was lernen oder nicht?
Diese Liste kann unendlich weitergeführt werden.
Schlecht für euch ist es wenn es im Parktikumsbetrieb keinen Anleiter und Begleitung für AZUBIS gibt. Darüber ist keine Diskusion erforderlich.
Auch ein Schüler ist in den alltgl. Pflegeablauf einer Pflegeeinrichtung einzubinden. Ab dem 2 Ausbildungsjahr sollte ein AZUBI in der Lage sein auch selbstständig zu arbeiten.
Klar hat ein AZUBI auch jedes 2. Wochenende Dienst ( in Schulblöcken natürlich nicht)
Ihr könnt nicht drei Jahre mit den Händen in der Hosentasche neben einer exe stehen und nur zuschauen. Ihr müsst um in dem Beruf fitt zu sein voll in den Ablauf und das System einer Einrichtung eingebunden werden.
Das ist keine Ausbeutung.
Ohne dieses Einbinden und selbstständige Arbeiten wird das sonst nichts im Berufsleben. Da nützen einem auch die Durchschnittsnoten von 1,1 nichts.
Theorie ist das eine, die Praxis das andere.
(PS: Theoretisch kann auch ich Atomkerne spalten, habe viel darüber gelesen und gelernt. Nur in der Praxis wird es wohl eine kleinere Katatrophe geben würde ich nun nur mit meiner Theorie ans Werk gehen.)

Und wieder Kopiere ich alles rein!
Tu ich mir leichter!

Hat hier irgendjemand gesagt das wir 3 jahre die Hände in die Hosentaschen tun ??????? Ich glaube der wo das machen würde , würde eh sofort fliegen oder eine schlechte Beurteilung bekommen, entweder man funktioniert in der Altenpflege oder man tut es nicht!! Da gibt es kein zuschauen, ran an den Speck, von dem her ist es sehr unmöglich das man nur drei jahre rum steht und die Hände in der Tasche hat!
Ab dem 2 lehrjahr :-) ???? Du meinst ab dem 2. Monat einer Ausbildung !!!

Theorie ist das eine, die Praxis das andere.

AAA Shit der Satz hat gerade mein Genick gebrochen LÖL

ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS SOLLTE ENDLICH MAL EINE BRÜCKE GEBAUT WERDEN, UND NICHT DAS EINE IST DAS EINE DAS ANDERE IST DAS ANDERE

Griesuh
03.03.2011, 17:48
Siehste Tim88. das reinkopieren ist unnötige arbeit.
Ich sage nur : getroffene H... bellen.
Jo genau das meine ich, was du in deinem letzten Satz sagst.
Zwischen Theorie und Praxis muss eine Brücke gebaut werden.
Jo, die Schulen müssen endlich von ihrer rein theoretischen Ausbildung zur Praxis übergehen und den Schüler auf das Leben ausserhalb der Schule vorbereiten. !!!!!
So langsam kommen wir der Sache näher.:D

silversurfer
03.03.2011, 18:16
Aber ich finde schon das der Ausbildungsbetrieb eine gewisse Verantwortung hat und den Schüler auch gewissenhaft ausbilden sollte und nicht nur als billige Arbeitskraft sehen sollte!

Hallo Sonnenblume

Da gebe ich dir vollkommen recht. Aber ist es nicht auch eine Sache des Schülers dieses einzufordern.
Dies ist bestimmt nicht immer einfach, aber solange die Schüler mitspielen werden manche Ausbildungsbetriebe die Schüler als billige Arbeitskräfte ausnutzen.

Ach ja und zu dem Beispiel mit den Wochenenden! Ich arbeite zum Teil auch die Wochenenden in den Schulblöcken

Genau das ist es. Lasst euch ausnützen!!!!!!!

Sehe das bei unseren Schülern. Die einen sind gleich bereit an den Wochenenden während des Blockunterrichts zu arbeiten, die anderen sagen nein. ( Es arbeitet auch keiner an den WE weil sie nicht dürfen)
Aber daran erkennt man wer später "ausgenutzt" werden will.
Die einen fordern etwas für ihre Ausbildung, die anderen arbeiten nur als billige Kräfte und sind zufrieden damit.
Soll der AG zu ihnen sagen " Arbeite nicht soviel bist doch Schüler) Ne wird er bestimmt nicht, und ich denke es würde diese Schüler auch nicht abhalten sich weiter ausnutzen zu lassen.

" Wer die Führung für sein Leben nicht selbst übernimmt, darf sich nicht beklagen, wenn er von anderen Menschen geführt wird, wohin er gar nicht wollte"

Gruss Silversurfer

Tim88
03.03.2011, 18:24
Siehste Tim88. das reinkopieren ist unnötige arbeit.
Ich sage nur : getroffene H... bellen.
Jo genau das meine ich, was du in deinem letzten Satz sagst.
Zwischen Theorie und Praxis muss eine Brücke gebaut werden.
Jo, die Schulen müssen endlich von ihrer rein theoretischen Ausbildung zur Praxis übergehen und den Schüler auf das Leben ausserhalb der Schule vorbereiten. !!!!!
So langsam kommen wir der Sache näher.:D


Wenn ich ein Hund bin, wäre ich gerne ein Rottweiler !!!!!

Wenn du es so gemeint hast, habe ich es anderst verstanden!

silversurfer
03.03.2011, 18:25
Zwischen Theorie und Praxis muss eine Brücke gebaut werden.
Jo, die Schulen müssen endlich von ihrer rein theoretischen Ausbildung zur Praxis übergehen und den Schüler auf das Leben ausserhalb der Schule vorbereiten. !!!!!.:D

Genau so ist es !!!!!!!!
Aber ??????
Die Schüler müssen dabei auch mitmachen und den AG zeigen wo die Grenzen sind. Sonst hilft die ganze Vorbereitung auf das Leben nichts.


Gruss Silversurfer

Sonnenblume86
03.03.2011, 18:30
@silversurfer

Also ersteinmal, ich lasse mich sicher nicht ausnützen. Habe ja schon erwähnt das ich bei Verdi u auch im Betriebsrat aktiv bin. Leider ist es keine Muss Bedingung mit den Wochenenden in den Schulblöcken. Ich und die anderen Schüler werden da auch nicht gefragt ob wir dem zustimmen. Bei uns ist das sicher auch anderst, da unsere Blöcke 1 oder maximal 2 Wochen gehen.
Ich habe versucht mich gegen vieles zu wehren, aber leider nicht immer mit Erfolg. Wie du weißt sitzen die in der Chefetage am längeren Hebel.
Was sollte ich denn deiner Meinung nach tun? Ich habe es bei mehreren Gesprächen angesprochen auch in Anwesenheit meiner Lehrerin. Leider meist ohne Erfolg. Deswegen heißt das aber lange nicht das ich alles hinnehme!

Kathinkas
03.03.2011, 18:45
Ich finde es mal wieder interessant wie man für eine einfache Frage so zurechtgestutzt wird!
Ich denke auch nicht das man als Schüler weit kommt,wenn man sich nur danebenstellt.
ABER und das hab ich hier auch schon geschrieben,eine vernünftige einarbeitung wäre echt klasse!
Wir Schüler bei uns in der Schule springen alle ein wenn not am Mann ist.
Wir haben alle mit unseren Noten zu kämpfen und sind total stolz auf eine 1:-)
sowohl in der Praxis als auch in der Theorie!
Eine Brücke zwischen Praxis und Theorie......tja und wir Schüler sollen damit anfangen?
Wie denn?
Immer alles Schulisch machen? Dann heißt es spätestens im zweiten Jahr wir brauchen zu lange.
Immer alles so wie im Betrieb erklärt(Mit dem KOmmentar:Das ist jetzt nicht so wie ihr es in der Schule lernt) und dann durch die Prüfung rasseln?
Zeig mir doch mal einer ein Heim,bei dem alles super läuft!
Immer genug Personal da ist,nie einer krank,keiner gefrustet weil er gerade wieder einspringen muß/soll/darf und sorry da werden Schüler wenn es geht gerne genommen,denn wir kosten nicht mehr.

Pfleg ist ein schönes Thema,mein absoluter Traumberuf aber es gibt einige ABER und ich finde es nicht gut wenn man auf eine Frage immer so angeprangert wird.
Und die Politik will ich schonmal garnicht erwähnen...geschweige denn Schulgeld.
Wer kann denn den BEruf noch lernen,wenn man noch nichtmal 500,- verdient und dann davon auch noch gute 130,- Schulgeld abliefern muß!!!!!

Man,man sollte gerade hier in diesem Forum, den Beruf positiv zu reflektieren.

silversurfer
03.03.2011, 19:11
@silversurfer

Also ersteinmal, ich lasse mich sicher nicht ausnützen. Habe ja schon erwähnt das ich bei Verdi u auch im Betriebsrat aktiv bin. Leider ist es keine Muss Bedingung mit den Wochenenden in den Schulblöcken. Ich und die anderen Schüler werden da auch nicht gefragt ob wir dem zustimmen. Bei uns ist das sicher auch anderst, da unsere Blöcke 1 oder maximal 2 Wochen gehen.
Ich habe versucht mich gegen vieles zu wehren, aber leider nicht immer mit Erfolg. Wie du weißt sitzen die in der Chefetage am längeren Hebel.
Was sollte ich denn deiner Meinung nach tun? Ich habe es bei mehreren Gesprächen angesprochen auch in Anwesenheit meiner Lehrerin. Leider meist ohne Erfolg. Deswegen heißt das aber lange nicht das ich alles hinnehme!

Hallo Sonnenblume

Sorry, hab in meinen Beitrag nicht speziell an dich gedacht sondern an alle Schüler die sich ausnutzen lassen und dies kampflos über sich ergehen lassen.

Und glaub mir, ich kämpfe nun auch schon über 15 Jahre in der Pflege. Hab auch nicht immer Erfolg. Aber wenn ich mal Erfolg habe, und ist das Ergebnis noch so klein, spornt es mich an weiterzumachen.
Die in der Chefetage sitzen am längeren Hebel. Aber nur solange wie sie sich nicht im rechtsfreiem Raum bewegen. Und es sind nicht immer die in der Chefetage die keine Änderung zum Besseren wollen. Nein, auch manche AN sind mit dem zufrieden was sie bekommen. Das sind die die am meisten jammern aber zu bequem sind Änderungen zuzulassen

" Das haben wir schon immer so gemacht"[

Hab jetzt nicht an dich gedacht :)

Gruss Silversurfer

B]Ein kleiner Reissnagel kann auch einen grossen Hintern bewegen[/B]

BEngel
03.03.2011, 19:14
Obwohl hier mal wieder kräftig herumdiskutiert wird, sind sicherlich ein paar sehr gute Denkanstöße für Dich, liebe TE, gekommen.

Belehre mich eines besseren, aber irgendwo sitzt da bei Dir der Wurm drin: Warum arbeitest Du erst so lange in der Pflege und jetzt nach der Ausbildung bzw. kurz vorm Ex. möchtest Du alle Zelte abbrechen?
Vielleicht solltest Du Dich nach dem Examensstress mal selbst "sedieren" und ein paar Tage auf ein Meditationsseminar oder so fahren. Mal runterkommen, mal zu sich selbst kommen.
Denn: Nicht überall ists so kohlrabenschwarz, wie man meint. Es gibt klasse Häuser mit wirklich tollen Konzepten! Es ist schon richtig, dass es in den meisten Häusern mehr um Akkordarbeit als um alles andere geht, aber die Sternstunden der Pflege kann man noch immer in manchen Häusern erleben. Suchen! Finden! Hospitieren und wenigstens mit nem guten Gefühl rausgehen. Bewerben!

johannes
04.03.2011, 07:24
Nun, Kathinkas,

tja und wir Schüler sollen damit anfangen?
Wenn es sich bei diesen Schülern um kleine Kinder handeln würde, könnte ich Dir sogar zustimmen, wenn Du meinst, das wäre nicht die Aufgabe der Schüler. Aber sind das nicht alles Erwachsene, die über 18 sind? Sie wollen wie Erwachsene behandelt werden, wenn es um Rechte geht? Na dann mal los, zeigt einfach mal, daß ihr erwachsen seid.

Du schreibst
Zeig mir doch mal einer ein Heim,bei dem alles super läuft!
Sag, auf welchem Stern lebst Du? Meinst Du, wenn Du von "super" sprichst eine gute Arbeit? Dann gibts genug Heime, die gute Arbeit abliefern, auch in Bezug auf die Auszubildenden. Meinst Du perfekte Heime? Die wirst Du vergeblich auf diesem Planeten suchen.

Stell Dir mal vor, Du bist ein Lehrling, der mit 1 oder sogar mit 1 + seinen Abschluß macht. Na, von dem erwarte ich eine Leistung, die besser ist als meine. Aber leider habe ich noch keinen "Einser" kennen gelernt, der besser war, als er von der Schule kam. Ein "Einser" macht keine Fehler, ist Dir das überhaupt bewußt? Der ist bereits perfekt! Da ist mir ein Dreier, der meine Erwartungen erfüllt, lieber als ein Einser, der sich in der Praxis als Blender heraus stellt.

Du schreibst
Ich finde es mal wieder interessant wie man für eine einfache Frage so zurechtgestutzt wird!
Das ist sicher auch eine Sichtweise, keine Frage. Wenn ich meine Beiträge noch einmal betrachte, so ist darin nicht ein einziges Wort geäußert worden, das Du berechtigt als "zurechtstutzen" bezeichnen kannst. Wenn das Aufzeigen von Wegen und Irrwegen als "zurechtstutzen" betrachtet wird, dann allerdings hast Du Recht.

Ich habe gelernt, die Dinge lösungsorientiert zu betrachten. Ob nun jemand den Lösungsvorschlag aufgreift oder nicht, ist wohl seine Sache. Aber solange er weder diesen, noch irgend einen anderen Lösungsvorschlag aufgreift, sollte er zurückhaltender sein mit Vorhaltungen oder der Äußerung "das geht nicht".

Auch wenn silversurfer schreibt
Die in der Chefetage sitzen am längeren Hebel.
muß ich leider feststellen, daß in der Praxis oft genug die Pflegekräfte am längeren Hebel sitzen. Wenn die nämlich nicht innovativ sein wollen, kann sich der Chef auf den Kopf stellen und mit den Beinen quirlen, er wird nichts erreichen. Ich kenne eine Reihe Chefs, die würden die Belastung für ihre Mitarbeiter gern reduzieren - aber die wollen nicht aus eingefahrenen Gleisen raus!

Das trifft genau die Aussage von silversurfer
Das sind die die am meisten jammern aber zu bequem sind Änderungen zuzulassen

" Das haben wir schon immer so gemacht"

Jetzt mußt Du nur noch sagen, wie Du behandelt werden willst. Wie ein Erwachsener, der einen Hintern in der Hose hat oder wie ein Kind, das erst noch in die Hose hineinwachsen will.

doedl
04.03.2011, 08:23
Hallo Alle

ich lese nun bei Gott lang genug in diesem Forum, um zu bestätigen, dass die Altenpflegeausbildung oft alles andere als perfekt ist.

Fakt ist: die Bedingungen in der AP haben sich verschlechtert- sehe auch keinen Silberstreif am Horizont, dass sich das bessern könnte.

Fakt ist: die Belastung im Job wurde höher, dadurch bleiben viele zwischenmenschliche Aspekte auf der Strecke, weil die Kollegen einfach zu ausgepowert sind, um noch hui-dui und dutzidutzi untereinander zu machen.

Die Berufsflucht in der AP ist nicht von ungefähr so hoch- würden alle ausgebildeten Exen in der Pflege arbeiten, sprächen wir nicht von Pflegenotstand und leergefegtem Arbeitsmarkt.

Wieso ausgerechnet ein AP Schüler in der Lage sein soll, für bessere Bedingungen einzustehen, entzieht sich meiner Logik- er ist von seinem Status her am wenigsten dazu fähig.

Ein guter Notendurchschnitt ist wohl keine Schande- meiner war glaub ich bei 1,3....... also bin ich im Umkehrschluss eine schlechte Praktikerin? Ochnö oder...

Gruß Doedl

Wuschl
04.03.2011, 10:33
Hallo Sonnenblume,
hast Recht wennst was anderes machen möchtest, in der Gmbh wirst wirklich nur verheizt. Steck auch in so einer Abzockfirma. Aber nicht mehr lange!!
Da können die ANDEREN reden wie sie mögen ,wer das mal mitgemacht hat der hat echt die Nase voll....
Diese Gmbh`s schiesen wie Giftpilze aus dem Boden und geben unserem schönen Beruf den absoluten NO GO .
Vielleicht hilft dir das Arbeitsamt mit einem Beratungsgespräch weiter. Sicherlich wären ein paar Jahre Berufserfahrung als Exe für dich hilfreich.
Aber bitte nicht in der Gmbh ,denn dann bist anschließend wirklich soweit das du aus dem Beruf aussteigst. Es gibt schon noch Betriebe die `NORMAL`bezahlen u. ein gutes Arbeitsklima haben. Ist aber schwer da reinzukommen weil da in der Regel niemand das arbeiten aufhört u. somit keine Stelle zu besetzen ist. Mußt halt suchen u. dich vernünftig präsentieren sprich Werbung für dich machen.
Wünsch dir viel Glück !

thomas09
04.03.2011, 10:47
Hallo Wuschl,

Aber bitte nicht in der Gmbh ,denn dann bist anschließend wirklich soweit das du aus dem Beruf aussteigst. Würde mich interessieren wo du noch AG findest die keine GmbH oder gGmbh sind? Da wird die Auswahl aber dünn.

Wuschl
04.03.2011, 12:17
Tja das stimmt schon, Städte u. Gemeinden sind vereinzelt noch im Tarif.
Bei den Wohlfahrtsverbänden muß man schon aufpassen obs nicht eine Gmbh ist. Vergiss die Privaten nicht die zahlen zwar meist nicht so gut haben aber sehr oft besseres Arbeitsklima. Was auch wichtig ist.
Das was ich jetzt schreibe ist Provokant : ich finde der Pflegenotstand soll ruhig so gravierend werden das die ersten Häuser schließen müssen ,denn dann muß reagiert werden. Die Politik ist keine Hilfe ,die haben keine Ahnung.
Der Markt wird sich selbst regulieren früher oder später . So wie ich das sehe werden bis dahin die Arbeitsbedingungen nicht besser sondern eher noch schlechter.
Einer 28 jährigen jungen Frau kann man wirklich nicht ernsthaft dazu raten in diesem Beruf ohne Weiterbildung zu bleiben.
Das Land braucht aber nicht nur Führungskräfte sondern auch Leute die MALOCHEN !! Ich mag meinen Beruf sehr bin aber die Arbeitsbedingungen ÜBERLEID u. wär ich 28 würd ich was anderes machen. Klartext oder??

thomas09
04.03.2011, 12:26
@wuschl:

Tja das stimmt schon, Städte u. Gemeinden sind vereinzelt noch im Tarif.Nein, auch der Zusammenhang stimmt so nicht.
Der überwiegende Anteil der Städte, Gemeinden und Kommunalen AG die eine gGmbH gegründet haben zahlen nach Tarif.

Wuschl
04.03.2011, 12:45
Lieber Thomas,
du scheinst in einer anderen Ecke Bayerns zu wohnen. Da wo ich Zuhause bin zahlt keine Gmbh Tarif ! Und zwar keiner u. ich kenn fast alle im Umkreis von 60 Km. Ich glaube du weist das sehr wohl!! Oder meinst du den Tarif den sie sich selber machen? :eek: :eek: Das hat aber nu wirklich nichts mit dem FARIF den ich meine zu tun. ;)

Analir
04.03.2011, 13:16
nun, ich arbeite in einer GmbH und werde nach AVR (also wie öffentlicher Dienst) bezahlt. Allerdings wohne ich auch nicht in Bayern. :D

thomas09
04.03.2011, 14:15
hallo wuschl,

"Städte, Gemeinden und Kommunalen AG"

Das war der Gegenstand der Diskussion.

Und die sind alle nicht, jedenfalls ist mir keiner bekannt, zumindest in Bayern aus dem AGV ausgetreten.

Es ging nicht um die privaten AG.

Wuschl
04.03.2011, 14:52
Lieber Thomas,
ein AGV hat mit Tarifbindung nichts zu tun, d.h.lediglich das der Betrieb im Verband ist .Es heißt nicht das der Betrieb tariflich vergütet. Im AGV sind ja alle o. zumindest fast alle Betriebe. Ich glaube du hast mich falsch verstanden.

Liebe Analir ,
Freu dich das du den AVR noch hast ,kann sich aber mit einem neuen AV schnell ändern. Hatte diese Vorzüge vor einem halben Jahr auch noch.

seid auf der Hut , passt auf eure Verträge auf sonst wirds aus:D schnell ein:(