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Vollständige Version anzeigen : Ab wann Krankmeldung?


Lisa U.
24.08.2009, 08:56
Hallo, ich habe eine Frage. Ich arbeite bei der Diakonie in Bayern. Soviel ich weiss braucht man ab dem 3. Tag eine Krankmeldung oder? Bin mir nämlich nicht mehr ganz sicher. Hoffe ihr könnt mir helfen.

agidog
24.08.2009, 09:10
Ab dem 3. Tag ist richtig!

Wobei ich persönlich der Meinung bin: Wenn man krank ist, kann man schon am 1. Tag zum Dr. gehen :D

Grüßle agidog

Rasputin
24.08.2009, 09:26
Huhu,

das muss doch im Vertrag stehen...
Jeder Ag händelt das anders.

Monchichi
24.08.2009, 09:39
.....

pegean
24.08.2009, 10:04
Hallo !

Krank melden sollte man sich immer sofort wenn man weiss man kann nicht arbeiten.
Wenn ich z.B. heute morgen zum Doc müsste wegen starken Unwohlsein sollte
ich dann vor dem Arztbesuch meinen AG informieren das es mir nicht gut geht
und ich sehr wahrscheinlich nicht zum Spätdienst kommen kann.
Aber warum ich zum Doc gehe geht dem AG nichts an.Es reicht völlig aus zu sagen ich bin krank.

Der Krankenschein muß dann ab 3.Tag dem AG vorgelegt werden.Aber der AG
darf auch ab dem 1.Krankheitstag ihn verlangen.
http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/BJNR106500994.html

LG

Kati123
24.08.2009, 15:08
Das muß in deinem Arbeitsvertrag klar geregelt sein, ab wann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen ist. Wenn es dort nicht steht, gelten gesetzliche Regelungen. In meinem Vertrag steht drin, dass ich mich am ersten Tag umgehend ( sogar mit Zeitangabe bis wann ) bei meiner Station UND meiner PDL abzumelden habe. Ausnahmen sind natürlich spontane Unfälle. Und ich muß mein Attest am 1. Tag umgehend vorlegen. Ebenso steht bei uns drin, dass wir uns am letzten Tag der Krankschreibung zu melden haben, ob wir wieder kommen ( auch mit Uhrzeit ).
Wenn Termine erst später gelegt werden können, dann ist dies zu melden und schriftlich zu bescheinigen, dass man erst z.b. Nachmittags dort war.

pegean
24.08.2009, 15:46
Und ich muß mein Attest am 1. Tag umgehend vorlegen

Wie soll das gehen wenn Du z.B. Bettruhe hast ?
Es reicht aus wenn der KS auf den 1.Krankheitstag datumsmässig ausgestellt ist
und wenn möglich sofort in den nächsten Briefkasten geworfen wird.

Ebenso steht bei uns drin, dass wir uns am letzten Tag der Krankschreibung zu melden haben, ob wir wieder kommen ( auch mit Uhrzeit ).

Wenn ich krank geschrieben bin bin ich krank und da braucht man mit niemanden zu telefonieren.
Wenn nach dem letzten Kranktag keine weitere Krankmeldung kommt weiß der
AG das ich wieder einsatzfähig bin.

Ich möchte auch nicht unbedingt im Frei von meinem AG angerufen also ruf ich ihn auch nur an wenn ich krank bin.

Das mit den Uhrzeiten finde ich schon heftig. Ausnahmen spontane Unfälle ?
Was sind dann z.B. Koliken, Herz-Kreislaufprobleme u.s.w. ?

LG

Griesuh
24.08.2009, 17:10
Hallo pegean, mit deinen Aussagen liegst du leider daneben.
Wie du in anderen Beiträgen sicher schon gelesen hast reglt das der Arbeitsvertrag.
Alleine schon der Anstand gebietet, den AG anzurufen ob du wieder Einsatzfähig bist oder nicht. Riechen kann das kein AG und auch über die Fähigkeit des Hellsehens verfügen die wenigsten.Wie soll sonst der Dienst weiter geplant werden können?
Eine Möglichkeit findet sich immer, wenn im Arbeitsvertrag steht, AU -Bescheinigung ist am 1. AU-Tag abzugeben, diesen Vertragsinhalt zu erfüllen.
Freunde, Eltern, Ehepartner oder Lebensgefährte/in kann dies erledigen.

Hi Lisa U.
Diese Angabe spätestens am 3. AU -Tag ist eine AU-Bescheinigung beim AG abzugeben wird immer wieder falsch verstanden. Es bedeutet nicht, erst wenn ich drei Tage oder länger krank bin brauche ich eine AU, nein. Es bedeutet, wenn du Krank bist hast du spätestens am 3. AU-Tag eine AU-Bescheinigung mit dem Begindatum der Krankschreibung, beim AG abzugeben.

LG

pegean
24.08.2009, 17:52
Hallo Grisuh
Wir haben es teamintern geregelt das sich die Mitarbeiterinnen sich bei mir melden wenn sie wieder gesund sind.Ansonsten rufe ich auch zwischendurch bei den Kolleginnen und frage nach wie es ihnen geht.
Aber das geschieht auch nur weil sie alle damit einverstanden sind.

Aber die Wohnorte meiner Kolleg. liegen bis zu 80 km entfernt vom AH.
Selbst ich wäre wenn ich mit öffentl.Bussen u.o. Bahnen fahren müsste bis zu
1 1/2 h unterwegs um ins Heim zu kommen .Für eine Strecke wohlgemerkt.
Am Wochenende geht mit öffentlichen Verkehrsm. fast gar nichts.
Warum soll denn nun wer vom Familien -u.Bekanntenkreis noch nach ihrem Arbeitstag
noch so eine Strecke fahren ?

Arbeitsvertrag : warum werden so oft Passagen von Gerichten für null und nichtig erklärt.Sicherlich es gibt wohl in Deutschland "Vertragsfreiheit " oder wie man das nennt und unterschrieben ist eben erst einmal unterschrieben.
Aber ist es auch immer rechtens was man da unterschreibt ?

LG

Knülpf
24.08.2009, 18:27
Eine Möglichkeit findet sich immer, wenn im Arbeitsvertrag steht, AU -Bescheinigung ist am 1. AU-Tag abzugeben, diesen Vertragsinhalt zu erfüllen.
Freunde, Eltern, Ehepartner oder Lebensgefährte/in kann dies erledigenIch finde diese "Lösung" auch unrealistisch. Man stelle sich vor: Krank, kann sich gerade noch zum Arzt schleppen, AG -zig km entfernt, kein Auto und keine hilfsbereiten Angehörigen ind er Nähe. Bis zu welchen Umständen und Unkosten soll man sich da aufschwingen?

Sauber ist das Problem nur zu beheben wenn man den Vertrag entsprechend formuliert. Ich denke neben dem selbstverständlichen Anruf (ggf. auf Station und in der Verwaltung) ist das Ausstellungsdatum der AU ab dem ersten Krankheitstag und sofortige Zustellung mit der Post eine vernünftige Vereinbarung, mit der keine Seite ein Problem haben dürfte.

Kati123
24.08.2009, 18:30
@pegean: Ich wohne auch über 60 km weit weg. Ich habe meinen HA dann gebeten die Krankmeldung kurz zu faxen und habe sie dann in den Briefkasten geworfen. DAs war dann eine Absprache mit dem AG, aber eigentlich muß sie am gleichen Tag noch vorliegen. Es gab dann auch Ausnahmen, wenn z.B. Leute keinen Partner haben, bettlägrig sind oder z.b. im KH waren und niemand kommen konnte. Aber wie gesagt, so steht es in unseren Verträgen drin. Und auch den Passus, bis wann man sich zu melden hat, fand ich sehr sinnvoll. Wie oft hatte ich Kollegen, denen es schon am Vortag schlecht ging und die dann bis 10 Minuten vorm Dienst gewartet haben,obwohl klar war, dass sie nicht kommen und wir bekamen keinen Ersatz mehr.
Und auch das Thema mit der "Gesundmeldung" habe ich als positiv kennengelernt. Jeder hat die Anweisung unterschrieben und man hatte einen Zeitpunkt, der für alle gültig war.
Ich rufe übrigens meine Kollegen im Krank nicht an, weil ich selbst aus leidlicher Erfahrung weiß, wie nervig das ist, wenn die ARbeit ständig anruft und nachfragt. Und selbst die Frage " wie geht es dir " läßt bei mir immer die Frage " wann kommst du endlich wieder " mitschwingen. Vielleicht lag das aber auch am AG und den Erfahrungen, die ich dort gemacht habe. Ich gehe an kein Telefon, sondern melde mich, wenn ich wieder komme. Und ich finde auch nichts schlimmes dabei, wenn man schon 1-2 Tage vorher mal kurz anruft und sagt " hör mal, ich glaube, es wird noch länger " ( dann kann man sich schonmal einen Ausweichplan machen ) oder " ich komme wieder " . Ich hab einen TAg vorher immer kurz angerufen und gefragt, ob irgendwas wichtiges war oder es Änderungen gibt.

pegean
24.08.2009, 19:54
Hallo Katin !
Da hab ich auch schon genug erlebt in all den Jahren.
Aber ich mußte auch schon Kolleg. direkt zu Dienstbeginn nach Hause schicken
weil sie stark erkältet waren und oder wegen heftiger Rückenschmerzen kaum laufen konnte.
Das härteste war eine Kolleg. die nicht zum Dienst kam und sich auch nicht krank meldete.Etliche Mal in der Nachtversuchte ich sie zu erreichen.Am Tag rief dann ständig der PDL an sie ging nicht ans Telefon. Auch am 2.Abend keine Meldung von ihr. Sie war aber noch in der Probezeit.Der Heimleitung reichte es nun die Kündigung lag auf dem Tisch.Auch ich konnte mir keinen Reim auf ihr Verhalten machen da ich wusste das sie in Scheidung lebte und dringenst jeden Cent brauchte. Für ihre kleinen Kinder hatte sie zwar eine Babysitterin
aber die war für uns natürlich nicht erreichbar.
Am Sonntag meldete sie sich dann aus dem Knast.Sie kommt nicht mehr zum Dienst basta.Da war ich dann sprachlos und das ist selten. Hinterher erfuhren wir dann von ihrem Ex-Mann das an dem Freitag ein Gerichtsvollzieher (der übrigens Stammgast war ) mal wieder vorstellig geworden war und von ihr die Faust ins Gesicht kam.Bei der anschliessenden Festnahme erschnüffelten
die Polizisten dann bestimmte Gerüche.Bei der Wohnungsdurchsuchung wurden etliche Drogen gefunden. Sie kam sofort in U-haft und die Kinder zu ihrem Vater.
Erschwerend kam noch dazu das sie ihr Führungszeugnis welches sie bei der Einstellung abgeben mußte gefälscht hatte.

Meine Kolleg. rufen mich auch in meinem Frei an.Da wird angefragt ob Dienste
getauscht werden dürfen weil man Konzertkarten bekommen hat oder auch andere Einladungen.Was möglich ist wird dann auch gemacht.Oder sie wollen
Urlaubstipps haben -ich reise gern kenne viele Länder und demzufolge auch etliche Urlaubsanbieter.Wir sind jetzt seit mehreren Jahren ein gutes Team.
Sicherlich auch hier und da gibt es mal Streitigkeiten aber es beruhigt sich auch alles wieder schnell.Jedenfalls brauchte ich in den letzten Jahren keinen PDL einschalten.
Daher wissen auch meine Kolleg. das wenn ich mich nach ihrem Wohlbefinden erkundige kein Hintergedanke dabei ist.

Allerdings weiß ich auch das das im Tagdienst nicht so einfach machbar ist.

LG

jackhammer
24.08.2009, 20:14
Das ganze ist doch ganz einfach, bin ich krank melde ich mich, bin ich fit melde ich mich auch.
Kann ich heute nicht zum Arzt gehe ich morgen- schreibt er mich rückwirkend krank- kann ich nicht zu ihm hin macht er einen hausbesuch.

Denke das sind grundlegende Prinzipien, nicht nur in der Altenpflege.


Bin jetzt wieder neu, habe als Schüler mal geschrieben, aber in den letzten 4 Jahren täglich gelesen.

pegean
24.08.2009, 20:25
Da hast Du aber einen guten Arzt der rückwirkend krank schreibt.
Ich kenne keinen in meinem Umfeld der das heute noch macht.

Und Hausbesuche ?
Braucht man einen Arzt ausserhalb der Praxiszeiten darf man eine Zentrale
anrufen die einen erst einmal befragen was man denn hat und dann sehr oft an das nächste Krankenhaus verweisen.Da muß es schon sehr wichtig sein
bevor der Bereitschaftsarzt vorbei kommt.

Natürlich kann ich nur von meinen Erfahrungen berichten.

LG

jackhammer
24.08.2009, 20:42
Einen Tag zurück geht immer, zumindest bei meinem arzt.

Und wenn ich so krank bin das ich nicht zu ihm kann kommt er schon.
Allerdings ist Berlin nu mal Stadt und nicht Dorf, die Wege sind halt nicht so weit.

Vorteil ist natürlich das ich schon seit 25 Jahren in dieser Praxis bin, also ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht.

Mein vorheriger Beitrag war jetzt nur meine Verfahrensweise bei Krankheit, bin damit immer gut gefahren.

Das einzige was ich mir immer verbeten habe ist die Nachfrage nach dem Grund der Krankheit.

Das war auch schon vor der Pflege so und das wede ich auch beibehalten.


Vielleicht ist es in Berlin und mit gesundem Selbstbewußtsein auch etwas einfacher mit dem Arbeitgeber auszukommen, wenn ich im Forum manchmal lese unter welchem Druck ihr arbeitet, unvorstellbar.

pegean
24.08.2009, 21:15
Hallo Jackhammer !

Mein Umfeld ist auch sehr bevölkerungsreich und vor allem sehr einkommensstark.Arztpraxen und Apotheken findest Du hier auf Schritt und Tritt.

Was mich aber immer wieder wütend macht ist wenn Menschen die zig Jahre bei einem HA waren z.B. schon beim Vater des HA werden dann von diesen abserviert wenn sie ins AH kommen. Sie lehnen die Betreuung ab weil daran könnten sie nichts verdienen. Leider in den letzten Jahren kommt es immer öfters vor.

Ist es wirklich in Berlin einfacher in der Pflege zu arbeiten ?
Da sind mir aber schon andere Sachen zu Ohren geekommen. Wie z.Bsp.
Dumpinglöhne schliesslich würden ja auch polnische Kollegen für das Geld arbeiten ?

LG

agidog
25.08.2009, 05:18
Moin ihr alle

Bei uns ist es in der AVR festgelegt, dass man ohne AU 3 Tage fehlen darf - ab dem 4. Tag muß die AU dann da sein.

Beispiel: Ich bin erkältet, hab a weng Temperatur. Ich ruf PDL an und sag Bescheid. Sie füllt dann ein Formular für die Personalstelle aus, dass 3 Tage krank ohne AU und gut ists. Kann ja sein, dass ich mich nach den 3 Tagen wieder so fit fühle, dass ich arbeiten kann - wenn nicht ruf ich PDL an und sag Bescheid, dss ich zum Dr. gehe und mich dann melde, wie lang ich AU bin.

Es ist bei uns üblich, dass ich am vorletzten oder letzten Tag meiner AU im Büro anrufe - entweder um zu erfahren, wann ich an meinem 1. Arbeitstag anfangen muß (ist im Amb. oft von Tag zu Tag verschieden) oder ihr zu sagen dass ich wieder zum Dr. gehe und sie nochmal anrufe, wie lang die nächste AU geht.

Anrufe während der AU hab ich auch nicht so gern - sooo gut ist das Klima bei uns net, dass ich glauben könnte dass der Anruf nur kommt um mir gute Besserung zu wünschen :D

Schönen Tag wünscht

agidog

Griesuh
25.08.2009, 06:33
Hi, eine AU-Bescheinigung wird immer ab dem 1. AU -Tag benötig. Die AU ist jedoch spätestens am 3 Tag der AU beim AG ab zu geben.
Aus dieser Au muss der Beginn und die voraussichtliche Dauer der Erkrankung hervor gehen.
Warum wird die AU - Bescheinigung immer ab dem 1. Krankheitstag benötigt? Hier geht es um die Ansprüche der Lohnfortzahlung, des Krankengeldes und der Lohnrückerstatung durch die Kassen an den AG, sofern er eine Rückversicherung mit den Kassen abgeschlossen hat.
Der Arzt kann dich bis zu 2 Tage rückwirkend krankschreiben. Das bedeutet: Mittwoch krank, Donnerstag gehst du zum Arzt, da es dir noch schlechter geht. Somit kann dich der Arzt ab diesem Mittwoch krankschreiben.
Hast du für diese Tage keine AU und bleibst der Arbeit fern, so ist das ein nicht attestiertes fernbleiben von der Arbeit und wird als unbezahlte Fehlstunden oder als minus Stunden gerechnet. Gehst du jedoch zum Arzt und erhälst eine AU ab deinem 1. Tag der Arbeitsunfähigkeit, so bekommst du deine Lohnfortzahlung für diese Tage. Das ist wichtig, auch für deine Krankenkasse, denn wenn du länger als 6 Wochen wegen der gleichen Krankheit krank gemeldet bist erhälst du ab der 6. Woche keine Lohnfortzahlung mehr sondern du bekommst Krankengeld von deiner Kasse.

Hi pegean, die Vertragsklauseln über die AU, auch mit vorlegen ab dem 1. Tag sind alle Rechtskräftig. Nur wird im Normalfall kein AG dies im Vertrag stehen haben. Was jedoch im Vertrag steht ist, bei Krankheit sich unverzüglich beim AG Krank zumelden, eben so kann es Vertraglich geregelt sein, sich am letzten AU Tag beim Arbeitgeber wieder zurück zu melden.
Die Gründe, warum das alleine schon der Anstand gebietet hat Agidog eindeutig genannt.
Also ihr seht, es ist auch in euerem Interesse die AU immer ab dem 1. AU Tag aussstellen zu lassen und spätestens am 3. AU-Tag beim AG ab zu geben, denn ansonsten kann es finazielle Nachteile für euch haben.

LG

agidog
25.08.2009, 06:56
Hallo ihr

sagt mal - kennt ihr das auch?
Ich warte auf ne Reha und bekomme schon Krankengeld. Meine PDL möchte auch weiterhin AU - Bescheinigungen haben (die mein HA nur widerstrebend ausstellt :confused: ).
Begründung: Sie bekommen einen Zuschuss für Langzeitkranke wenn weiterhin AUs eingereicht werden!
Bin ich verpflichtet mich weiterhin um AUs zu kümmern?

Was ist, wenn meinHA mir keine mehr ausstellen will?
Kann mein HA eine AU ausstellen, sozusagen mit ...open End?

Grüßle agidog

jackhammer
25.08.2009, 07:18
Guten Morgen Pegean,

sicherlich liegst du mit deinen Infos bezüglich der Pflege in Berlin nicht falsch.
Aufgrund der Vielzahl der Stellenangebote dachte ich mich verändern zu müssen.
Hatte vor wieder in die stationäre Pflege zu gehen, einige Bewerbungsgespräche geführt, darauf " Probetage" vereinbart.

Meist habe ich nach 2-3-Stunden den Rückzug angetreten weil man klar erkennen konnte was dort abläuft.

Stundenlöhne bis 13€ waren im Angebot, aber zu welchem Preis?

Nun wohne ich im "Westen", und arbeite im "Osten" und bekomme TÖVD Ost.
Also nicht sonderlich viel, aber entspannt und Tarifgehalt mit allen Zuschlägen sowie einem guten Gewissen wenn ich Feierabend mache.

Mein Vorteil hier in der Stadt sehe ich Hauptsächlich darin, dass es genügend Angebote zur Arbeit in der Pflege gibt und wie gesagt mit gesundem Selbstbewußtsein und Fachkompetenz man es nicht nötig hat sich über alle Maßen vm AG unter Druck setzen zu lassen.

Da muß ich halt nur suchen bis man den AG gefunden hat der mich auch verdient.

mit den HA ist es hier oft auch nicht anders, einmal im Quartal die Chipkarte durchziehen, das wars.
Wobei ich es eigentlich sehr gut finde wenn man die Bewohner zu einem Arzt des Vertrauens lenken kann, der mit dem Pflegepersonal zusammenarbeitet.

Bei mir in der HKP sind die Ärzte fast alle sehr bemüht, reagieren auf unsere Anfragen und führen Hausbesuche regelmäßig und bei Bedarf durch.

So, bin ich ganz schön vom Thema abgewichen, wollte für die Antwort aber nicht neues eröffnen.


Wünsche euch allen einen schönen, erfolgreichen Arbeitstag,

jackhammer

jackhammer
25.08.2009, 07:18
Guten Morgen Pegean,

sicherlich liegst du mit deinen Infos bezüglich der Pflege in Berlin nicht falsch.
Aufgrund der Vielzahl der Stellenangebote dachte ich mich verändern zu müssen.
Hatte vor wieder in die stationäre Pflege zu gehen, einige Bewerbungsgespräche geführt, darauf " Probetage" vereinbart.

Meist habe ich nach 2-3-Stunden den Rückzug angetreten weil man klar erkennen konnte was dort abläuft.

Stundenlöhne bis 13€ waren im Angebot, aber zu welchem Preis?

Nun wohne ich im "Westen", und arbeite im "Osten" und bekomme TÖVD Ost.
Also nicht sonderlich viel, aber entspannt und Tarifgehalt mit allen Zuschlägen sowie einem guten Gewissen wenn ich Feierabend mache.

Mein Vorteil hier in der Stadt sehe ich Hauptsächlich darin, dass es genügend Angebote zur Arbeit in der Pflege gibt und wie gesagt mit gesundem Selbstbewußtsein und Fachkompetenz man es nicht nötig hat sich über alle Maßen vm AG unter Druck setzen zu lassen.

Da muß ich halt nur suchen bis man den AG gefunden hat der mich auch verdient.

mit den HA ist es hier oft auch nicht anders, einmal im Quartal die Chipkarte durchziehen, das wars.
Wobei ich es eigentlich sehr gut finde wenn man die Bewohner zu einem Arzt des Vertrauens lenken kann, der mit dem Pflegepersonal zusammenarbeitet.

Bei mir in der HKP sind die Ärzte fast alle sehr bemüht, reagieren auf unsere Anfragen und führen Hausbesuche regelmäßig und bei Bedarf durch.

So, bin ich ganz schön vom Thema abgewichen, wollte für die Antwort aber nicht neues eröffnen.


Wünsche euch allen einen schönen, erfolgreichen Arbeitstag,

jackhammer

Griesuh
25.08.2009, 07:19
Agido, ganz einfache Antwort
JA!, du brauchst weiterhin eine AU.
Siehe meinen Beitrag zuvor, Lohnfortzahlung, Krankengeld usw.
Ohne AU kein Krank, ohne Krankmeldung keine Lohnfortzahlung oder in deinem Fall KEIN Krankengeld mehr von der Kasse.
Die Reha stellt dir dann eine Bescheinigung aus von wann bis wann du in Reha warst.
Da du schon Krankengeld beziehst hat dein AG für dich keine Lohnfortzahlung mehr zu zahlen.
Er benötigt dennoch die AU wegen der Meldungen an Finazamt, Krankenkasse und Versicherungen usw.
Es hängt an so einer AU etwas mehr drann, als der normale Angestellte evtl. vermuten könnte.

LG

agidog
25.08.2009, 07:38
@ Griesuh

danke für deine Antwort.

Mich hat nur stutzig gemacht, dass selbst die KK keine weiteren AUs mehr braucht (sagt meine Sachbearbeiterin) und mein HA sich so sträubt.

O.K. ich muß sowieso alle 14 Tage zum HA um mir den Auszahlungsschein für die KK unterschreiben zu lassen - muß er halt noch ne Unterschrift mehr machen :D

Grüßle agidog

Griesuh
25.08.2009, 10:56
Hi agidoc, du hast schon die Auszahlungsscheine von der Kasse erhalten?
Dann brauchst du keine AU - Bescheinigung mehr, da schon länger als 6 Wochen im Krankenstandbist. Denn der Ag zahlt jetzt keine Lohnfortzahlung mehr.
Der behandelnde Arzt muss dir diese Auszahlungsscheine der kasse bestätigen. ist vom grund her auch eine AU.

LG

agidog
25.08.2009, 11:06
@ Griesuh

ja, ich bekomme schon Auszahlungsscheine, aber meine PDL hat mir erklärt, dass für den AG so ne Art Versicherung für Langzeitkranke besteht und da bekommr der AG einen Zuschuß - aber nur, wenn die AUs von mir geliefert werden.
Ist nun meine Frage: Kann (darf) der Dr. die nächste AU ausstellen und die Begrenzung - bis - offen lassen?
Bin ich verpflichtet diese AUs zu liefern?
Ist ja immer ne elende Rennerei!

Grüßle agidog

Griesuh
25.08.2009, 12:39
Hi, der Arzt kann. Es muss aber immer das von bis voraussichtlich Datum der Arbeitsunfähigkeit in der AU stehen.

LG

Lisa U.
25.08.2009, 13:08
Danke für die Antworten. Bin heute jetzt den 2. Tag krank zuhause, wenns morgen nicht besser ist geh ich zum Arzt. Brauch ich die Krankmeldung dann schon ab dem 1. Tag der ab dem 3.???

agidog
25.08.2009, 13:44
@ Griesuh

Ich hab grad mit meiner Kollegin telefoniert und deren Mann hat eine AU mit offenem Ende. Naja, mal abwarten, was mein HA am Freitag sagt.

Vielen Dank für deine Antworten

Grüßle agidog

Schwester Wolfgang
25.08.2009, 13:46
. . . erst nochmal zu den Krankmeldungen:
auch wenn der Arbeitgeber mir keine Lohnfortzahlung leistet, bin ich immer noch verpflichtet, ihm die weitere AU und deren voraussichtliche Dauer anzuzeigen. Im § 5 EntgFortzG steht, dass der AN verpflichtet ist, bei längeren AU eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Da steht nix drin, dass diese Verpflichtung mit dem Wegfall der Lohnfortzahlung entfällt. Man sollte manchen Hausärzten mal einen Crashkurs im Arbeitsrecht verordnen!

@Lisa U.
eine AU hat man dem Arbeitgeber unverzüglich, also ohne schuldhaftes Verzögern mitzuteilen. Gemäß § 5 EntGFortzG ist bei einer längeren AU ab dem dritten Tag eine AU-Bescheinigung vom Arzt vorzulegen. Der Arbeitgeber kann diese Bescheinigung aber auch schon eher verlangen.
Auf der sicheren Seite ist man, wenn man am ersten Tag der AU anruft und nachfragt, wie es der AG gern hätte . . .

Griesuh
25.08.2009, 14:04
Hallo Lisa U.,
lese einmal genau die vorherigen Beiträge.
Antwort auf deine Frage: JA !.
Alleine schon wegen deiner Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber.
Hast du für die ersten beiden Tage keine AU-Bescheinigung, so sind das unbezahlte Fehltage oder sie werden dir als minus Stunden angerechnet.
Eine AU ist spätestens am 3. AU Tag dem Arbeitgeber vor zulegen.
Das bedeutet, wenn du dich Montags krank meldest muss die AU -Bescheinigung am Mittwoch dem Arbeitgeber vorliegen.
Aus der AU-Bescheinigung muss der Beginn und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit hervorgehen.

Lg

Yvonniii
25.08.2009, 14:19
Hallo...
kann dir nur aus eigener erfahrung berichten.war einmal(in 2 Jahren) am we krank(mir wurde noch gesagt ich bräuchte nicht kommen,sind genug pk's,als ich halt morgens angerufen hatte)..
hatte jedenfalls keine krankmeldung(ich wusste was ich hatte ;) und ich geh am we doch nicht zum notdienst weil ich husten und schnupfen habe wie sonst was ^^ )...im nächsten monat fehlte dann halt das gehalt dafür..werde übrigens als aushilfe nach std bezahlt..
hatte hin und her telefoniert und in der verwaltung sagten sie mir dann das ich keine krankmeldung eingereicht hätte.
hab dann zum glück noch eine holen können(sehr schwierig) und nachrreichen können...
meine recherchen im inet und so sagten auch das ich erst beim dritten tag eine krankmeldung bräuchte...
würde mich aber echt nicht drauf verlassen..ich hatte genug theater damit dann...wegen zwei tagen..
bin übrigens bei der caritas beschäftigt...
also die eigentlichen drei tage die du hast bringen dir nicht viel wenn dein arbeitgeber was anderes sagt...der chef hat sowieso immer recht ;)
Bleib gesund ;)
Gruß
Yvonne

Griesuh
25.08.2009, 14:47
Hallo Yvonniii,
genau darin liegt ja das Missverständnis!!
Zitat:
meine recherchen im inet und so sagten auch das ich erst beim dritten tag eine krankmeldung bräuchte...

Zitat Ende

Wie schon x mal gesagt heist das im Klartext:
AM DRITTEN TAG DEINER ARBEITSUNFÄHIGKEIT MUSS DIE AU BEIM ARBEITGEBER SEIN !!!!!
Und zwar mit Datum des Ersten Arbeitsunfähigkeitstages, an sonsten gibt es für diese nicht attestierten Tage keinen Lohn, usw.( Siehe auch die vorherigen Beiträge)

LG
Griesuh

Murmelchen09
25.08.2009, 18:19
Hey Lisa,
also bei uns ist es auch so geregelt, dass man erst ab dem 3. tag eine krankmeldung braucht, d.h. du darfst 2 tage unentschuldigt (also ohne krankmeldung) fehlen und musst falls du länger krank bist, am 3. tag zum arzt gehen und dir eine krankmeldung geben lassen, ab dem datum des 3. tages wo du krank bist! lg

Lisa U.
25.08.2009, 18:24
Ich bin jetzt völlig verwirrt, habe vorhin mit einer Kollegin gesprochen, die mir auch nochmal bestätigte, dass es bei uns im Haus so ist, dass wir ab dem 3. Tag eine Krankmeldung brauchen. Also ist das dann wie Murmelchen geschrieben hat, oder?????

pegean
25.08.2009, 18:43
Murmelchen und Lisa !
Krankmeldung ist wenn Ihr Euch beim AG meldet und ihm erklärt das ihr
krank seid.
Der AG verlangt spätestens ab dem 3. Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
die natürlich vom Arzt ausgestellt werden muß.
Krankmeldung und Krankenschein sind unterschiedliche Begriffe.

Murmelchen : unentschuldigt der Arbeit fern bleiben bedeutet jede Menge Ärger für Dich.Du hast das wahrscheinlich auch so nicht gemeint.
Wenn Du Dich krank gemeldet hast hast Du Deiner Pflicht Genüge getan.
Aber wie bereits gesagt ab dem 3.Tag ...

Lisa : ist Dir denn beim Einstellungsgespräch nicht gesagt worden wie bei Deinem AG im Falle einer Erkrankung vorgegangen wird ? Ob KS am 1. oder am 3. Kranktag ?

http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__5.html

LG