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Vollständige Version anzeigen : 38,5 Std. Wochen - 167 Std. pro Monat???


dancehall
17.08.2008, 18:28
Hallo ihr Lieben,

mir liegt eine Frage auf dem Herzen, die mich z. Zeit sehr beschäftigt. Ich habe in meiner Einrichtung ( erst vor kurzem dort angefangen ) eine 38,5 Std. Woche. Somit bin ich davon ausgegangen, dass ich 154 Std. im Monat leisten muss. Klar, mir ist bewusst, dass es längere u. kürzere Monate gibt. Aber ich muss dort jeden Monat einen Soll von 167 Std. erfüllen. Ist das normal? Meine Kollegin und ich haben unseren Vorgesetzten darauf angesprochen. Keine große Erklärung / wir hätten eine 6,0 Tage Woche und das wäre halt so. Ich war am Anfang schon geschockt, dass ich in den Spätdienstwochen keinen Rolltag / A- Tag habe. Arbeite immer 12 Tage, dann 2 Tage frei. 26 Urlaubstage im Jahr.
Muss gestehen, dass ich erst im Nachhinein in meinem Vertrag gelesen habe, dass ich trotz 38,5 Std. " wie derzeit üblich 167 Std. im Monat" ableisten soll.:confused: War so euphorisch, dass ich das glatt überlas...
Vielleicht ist die Rechnung ja auch einfach nachvollziehbar - aber ich weiß einfach nicht, wie man jeden Monat auf diese Stunden kommt. Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann. Meine Kollegin und ich haben uns schon so sehr den Kopf zerbrochen...ohne Erfolg.

Ganz liebe Grüsse und vielen Dank im Voraus,
dance

kampfpfleger
17.08.2008, 20:51
Hallo dancehall

Also gehen wir von der 38,5 Stundenwoche aus.
Geteilt durch 6 ist 6.416666666666666667

Für August komme ich auf 160.4166666666666667 Stunden.

Wenn ich etwas falsch berechnet habe, dann korrigiert mich bitte jemand.
Ich habe mit 25 Arbeitstagen für August gerechnet.

Gruß Peter

Schwester Wolfgang
17.08.2008, 20:52
. . . ja, es wird nicht umsonst immer darauf verwiesen, Verträge nicht Hals über Kopf zu unterschreiben, denn Verträge sind zum vertragen und was blöde aufgeschrieben und formuliert ist, freut zwar die Rechtsanwälte, weil sie hübsch daran verdienen können, aber es hilft nicht wirklich, sich mit der Firma zu vertragen. . . .

Valentina
17.08.2008, 21:52
Hallo dancehall,
nach meiner Berechnung sind die 167 Stunden korrekt.
38,5 Std (pro Woche) x 4,34 (Faktor für die Berechnung eines Monats) = 167,09 Stunden.
Wir arbeiten mit Plus- und Minusstunden, d.h. in langen Monaten mal ein bißchen mehr, in kurzen etwas weniger. Bei einer 40-Stunden-Woche kämen übrigens 172 - 173 Stunden zusammen.
Gruß
Valentina

kampfpfleger
17.08.2008, 23:37
Hallo Valentina

Wie berechnest du dann Monate mit 5 Wochenenden?
Oder Monate mit vielen Feiertagen?

Gruß Peter

thorstein
17.08.2008, 23:54
Manche AG sind wirklich zu bewundern. Da teilt man 52 Wochen durch 12 und multipliziert mit den h/Woche = Sollzeit. Feiertage werden einfach ignoriert.
Ein seriöser AG berechnet die Sollzeiten für jeden Monat. Ein seriöser AG läßt seine Mitarbeiter aber auch nicht 12 Tage am Stück arbeiten.
Bedenkt man, wie oft in der Pflege eingesprungen werden muß, ist die 6-Tage-Woche eigentlich nicht vertretbar.

Valentina
18.08.2008, 06:39
Hallo,
Noch eine Berechnungsweise, die zum gleichen Ergebnis führt:
38,5 Std. x 52 Wochen = 2002,00 Std. : 12 Monate = 166,83 Std.
Vielleicht kann dancehall mal mitteilen, wieviele Stunden pro Tag sie arbeiten muss und wie sie bei ihrer Berechnung auf 154 Std kommt.
Valentina

dancehall
18.08.2008, 10:26
Hallo :-)

Ich bin recht unerfahren, habe daher einfach 38,5 x 4 gerechnet. Daher die 154 Std. *schäm* Zur Zeit arbeite ich im Frühdienst 7,25 Std., im Spätdienst 7,0 Std. Hatte daher letzten Monat knapp 200 Std....kommt ja auch mit 167 Std. nicht hin, wenn man immer 12 Tage am Stück arbeitet. Einmal bin ich sogar noch eingesprungen. Habe für diesen Monat 4 freie Tage extra bekommen. Die Überstunden werden ab Überschreitung der 167 Std. gerechnet. Ja, das mit dem Vertrag war echt dumm von mir...hatte mich so gefreut ( erster Stellenwechsel :-), dass ich einfach unterschrieb. Bin aber beruhigt, dass die 167 Std. nachvollziehbar sind. Wäre da von alleine nicht drauf gekommen. Vielen Dank Valentina! Hast mir echt weitergeholfen! habe auch geglaubt ( wie Kampfpfleger ), dass man jeden Monat gesondert berechnen muss. (wusste bloß nicht wie :-) Weiß nicht, wie das rechtlich ist.

Find' ich superlieb, dass soviel Resonance gekommen ist.

Daaaaanke :-)

Eine beruhigte dance ;-))

kampfpfleger
18.08.2008, 11:18
Klar muss man jeden Monat gesondert berechnen.
Nehmen wir als Beisoiel doch einfach mal den Dezember.
Wieviel Arbeitstage hat ein Dezember?
Wieviel Stunden muss man demnach Arbeiten?

Ich habe eine 38,5 Stunden-Woche und Arbeite 7,7 Stunden tgl.
Zieht man bei der ganzen Rechnung die Feiertage noch ab, dann hat man die Stunden die man arbeiten muss.

Oder liege ich vielleicht falsch. Lasse mich gerne korrigieren :-)

Gruß Peter

thorstein
18.08.2008, 17:47
Hallo Valentina,
nur weil eine Rechnung mathematisch korrekt ist, ist sie noch lange nicht sinnvoll. Die Sollzeit ermittelt man entsprechend den Arbeitstagen. Sonn-und Feiertage sind keine Arbeitstage. Die Sollzeit so zu berechnen lernt man bestimmt nicht in einer SL-oder PDL-Weiterbildung.
Hallo dancehall,
wenn dich die Berechnung von Valentina überzeugt, ist das deine Sache. Ich arbeite seit 20 jahren in der stationären Altenpflege bei verschiedenen Trägern, und habe auch jahrelange Praxis im Schreiben von Dienstplänen.
Alles was du schreibst, deutet darauf, das dein AG euch ausbeutet. Was heißt den extra freie Tage? Werden da nicht einfach die Überstunden abgebaut, die du vorher erbracht hast? Stehen dir diese freien Tage zu oder mußt du dankbar dafür sein?
Grüße

ferdi
18.08.2008, 18:22
Hallo,
hört auf kampfpfleger, alles andere ist beschiß.

38,5 wöchendlich - 5 Tagewoche = 7,7 täglich.
Wir haben eine Betriebsvereinbarung das Heiligabend und Silvester (TVöD) als Feiertage gerechnet werden. Demnach hat der Dezember dieses Jahr 19 Arbeitstage = 146,3 Sollstunden.
Der Juli hatte 23 Arbeitstage = 177,1 Sollstunden.

Laßt euch nicht einreden das sich die Stunden mit den Jahren ausgleichen, ich hab das über 10 Jahre hochgerechnet, bei jeder anderen Handhabung ist der AN der benachteidigte.

RE.: dancehall,
egal wieviel Tage in der Woche, bei 38,5 musst du die gleiche Sollarbeitszeit wie oben angegeben haben.

ferdi

waldemiene
18.08.2008, 20:39
Selbstverständlich wird für jeden Monat extra gerechnet!!! da jeder Monat unterschiedliche Anzahl von Arbeitstage.
Alle Monatistage zählen, außer Sonntage, Samstage und Feiertage, das ergibt die Arbeitstage des Monates. Diese werden Mutipliziert mit der Arbeitsstunde die man im Durchschnitt am Tage leisten sollte. Das heißt: Wochenarbetiszeit geteilt durch Arbeitstage. Diese werden mit den Monatsarbeitstage multipliziert, das Ergebnis ergibt die Monatsstunden die zu leisten sind(Soll).

johannes
18.08.2008, 20:49
Na, wieviele Stunden wollen denn jene bezahlt bekommen, die ihre Stunden runterrechnen? Da wäre es doch wirklich ehrlicher, geleistete Stunden abzurechnen. Achtung! Urlaubstage und Krankheitstage werden selbstverständlich wie gearbeitete Tage abgerechnet, damit niemand auf dumme Gedanken kommt. Man kann schließlich auch alles verkomplizieren.

Johannes

dancehall
18.08.2008, 21:14
mmhhh....bin ein wenig verwirrt. Wie ich das sehe, rechnet mein AG nach Valentina's Rechnung auf's ganze Jahr gesehen. ( Da sich meine Sollstunden nicht verändern / jeden Monat 167 Std. erbracht werden müssen ).
Wegen meiner " extra freien Tage"...ich denke, sie dienen meinem Überstundenabbau. Klar hab ich mich darüber gefreut - zwei verängerte WE diesen Monat. Wäre allerdings schöner, wenn ich regelmäßig einen freien Tag in meiner Spätdienstwoche hätte. Das ist leider nicht der Fall. Mal schauen, wie sich das einpendelt.
Meint ihr, ich sollte meinen AG mal darauf ansprechen, dass jeder Monat extra berechnet werden muss? Ich hab' da doch meine Bedenken...schließlich 6 Monate Probezeit...

Valentina
18.08.2008, 21:48
Hallo Thorstein,
nur weil eine Rechnung mathematisch korrekt ist, ist sie noch lange nicht sinnvoll.Die Sollzeit ermittelt man entsprechend den Arbeitstagen. Sonn-und Feiertage sind keine Arbeitstage. Die Sollzeit so zu berechnen lernt man bestimmt nicht in einer SL-oder PDL-Weiterbildung.
Viele Wege führen nach Rom: Wir errechnen die monatliche Arbeitszeit auch anhand der Arbeitstage, für eine Vollzeitstelle sind das bei uns durchschnittlich 167,5 Std. In Monaten mit vielen Arbeitstagen wird bei uns auch schon mal über 175 Stunden gearbeitet, das gleicht sich dann aber in den kürzeren Monaten (siehe Vergleich Juli/Dezember) durch weniger Arbeitstage wieder aus (Arbeitszeitkonten).
Man kann sich natürlich auch jeden einzelnen Monat vornehmen und die Sonn-und Feiertage (6-Tage-Woche) rausrechnen. Dann werden bei 24 - 27 Tagen Sollarbeitszeiten zwischen 154,08 und 173,34 Std. ermittelt. Trotzdem bleibt eine 38,5-Std-Woche eine 38,5-Std-Woche.

Von dancehall hatte ich lediglich die Information, dass sie 38,5 Std bei einer zugrundeliegenden 6-Tage-Woche arbeitet.
Damit ihre Rechnung aufgeht dürfte sie nicht 7,25 bzw. 7,0 Std pro Schicht arbeiten, sondern nur maximal 6,42 (6 Std und 25 Min.) pro Tag. Wenn dann noch zusätzlich eingesprungen wird, ist man sonst schnell bei 200 Std angekommen.
So, genug gerechnet
Valentina

thorstein
18.08.2008, 23:01
Hallo valentina,
vielleicht drücke ich mich ungeschickt aus:
Bei deiner Berechnung werden alle Feiertage ignoriert, es kann also gar kein Durchschnittswert herauskommen. Berücksichtigt man die Feiertage müßte der Durchschnitt (je nach Bundesland) bei oder unter 160h /Monat liegen.
38,5h sind eben nur dann zu erbringen, wenn in der jeweiligen Woche kein Feiertag liegt. Wie sich das bei dir übers Jahr ausgleicht, bleibt mir daher ein Rätsel.
grüße

kampfpfleger
19.08.2008, 00:27
Hallo dancehall

Meint ihr, ich sollte meinen AG mal darauf ansprechen, dass jeder Monat extra berechnet werden muss? Ich hab' da doch meine Bedenken...schließlich 6 Monate Probezeit...

Versuche doch mal folgende Masche ...
Mach einfach bisschen auf dumm und lass dir einfach vom Chef seine Rechnung erklären. Was kann er den gegen dich sagen, wenn du sagst "Das verstehe ich jetzt nicht ganz" ?

Gruß Peter

thorstein
19.08.2008, 02:16
Hallo dancehall,

Probezeit hat auch dein AG. Du solltest sie also nutzen und ihm auf den Zahn fühlen. Kann mich Peter da nur anschließen. Gibt sich der AG Mühe bei der Antwort, erklärt er, oder wimmelt er ab: machen wir schon immer so...
Grüße

johannes
19.08.2008, 20:39
is natürlich ein guter Vorschlag um auch als solches betrachtet zu werden. Ich meine, das ist die übliche Negativmotivation. Warum nicht mal auf klug machen?

Vorausgesetzt wir rechnen genau 52 Wochen im Jahr. Dann sind das bei der 38,5 Std.-Woche 2002 Stunden. Das bedeutet bei einer 6-Tage-Woche täglich 6,42 Stunden Arbeitszeit. In einer 5-Tage-Woche eben 7,7 Stunden täglich. Die Jahresarbeitszeit wird durch Sonntage nicht berührt.

Die Sonntage werden selbstverständlich nicht gerechnet, da sie keine Werktage sind. Wochenfeiertage im Laufe eines Jahres ca. 9. Werden sie mit 135 % vergütet, entfällt ein zusätzlicher freier Tag, ansonsten sind nur solche zu berücksichtigen, an denen auch tatsächlich gearbeitet wird. Wer also z. B. Ostern Urlaub macht, hat nichts mit Karfreitag und Ostermontag zu tun.

Wer tatsächlich an allen Wochenfeiertagen arbeitet und hierfür keinen finanziellen Ausgleich erhält, reduziert seine Jahresarbeitszeit in einer 6-Tage-Woche um 57,75 Stunden und in einer 5-Tage-Woche um max. 69,3 Stunden.

Urlaubstage beeinflussen die Jahresarbeitszeit auch nicht, da sie wie Arbeitstage gerechnet werden. Gleichermaßen verhält es sich mit Krankheitstagen.

Ohne Wochenfeiertage liegt die durchschnittliche Monatsarbeitszeit somit bei 38,5 x 4,34 = 167,09 Stunden, in einer 6-Tage-Woche mit 9 Wochenfeiertagen 162,27 Stunden (2002 - 57,75 : 52 x 4,34), in einer 5-Tage-Woche mit 9 Wochenfeiertagen 161,31 Stunden (2002 - 69,3 : 52 x 4,34).

Ich betrachte es als würdelos, sich dumm hinzustellen - hier wird doch immer so viel von Würde geredet! Bin also gespannt, welche abenteuerlichen Rechnungen noch kommen.

Johannes

kampfpfleger
19.08.2008, 21:50
Hallo johannes

Es geht nicht darum dumm zu sein. Es geht darum wie der Arbeitgeber reagiert.
Anhand seiner Reaktion kann man evtl ablesen ob was faul ist. Und man hat sich dabei nicht mal einen Schiefer eingezogen.

Gruß Peter

thorstein
19.08.2008, 21:54
Hallo Johannes,
du hast bei deiner Berechnung die Feiertage abgezogen. Mehr wurde hier auch gar nicht gefordert. Das das Ergebnis dann bei etwa 160h statt 167h/Monat liegt macht schon einen Unterschied.
Diese Berechnung hängt natürlich davon ab, wieviele Feiertage es in dem jeweiligen Bundesland gibt u. wieviele auf einen Sonntag fallen.
Die einzige korrekte und mitarbeiterfreundliche Berechnung hat bislang Ferdi geliefert.
Und wer über Ostern Urlaub macht hat natürlich etwas mit Karfreitag und Ostermontag zu tun, weil Feiertage nicht als Urlaubstage berechnet werden.
Es gibt meiner Ansicht nach überhaupt keinen Grund, Mitarbeiter mit Jahresarbeitszeiten zu verwirren. Und es gibt keinen Grund von durchschnittlichen Sollzeiten auszugehen, wenn die genaue und vom Mitarbeiter direkt nachviollziehbare Sollzeiten für den jeweiligen Monat aus dem Dienstplan ersichtlich sind.
Grüße

Waschbär
20.08.2008, 08:09
Urlaubsberechnung
Die tariflichen Urlaubsvorschriften berechnen den Urlaubsanspruch zum Teil nach Werktagen und zum Teil nach Arbeitstagen. Werktage sind die Tage von Montag bis einschließlich Samstag. Ist der Urlaubsanspruch in Werktagen bemessen, sind pro Urlaubswoche sechs Urlaubstage anzurechnen. Dies gilt auch dann, wenn nur an fünf Tagen in der Woche gearbeitet wird.

Ist der Urlaubsanspruch in Arbeitstagen angegeben, dann bezieht sich der Begriff auf die tariflich vereinbarte Fünf-Tage-Woche. Pro Urlaubswoche sind in diesem Fall fünf Urlaubstage anzurechnen.
Diese Regelung gilt auch in dem Fall, dass trotz tariflicher Fünf-Tage-Woche an sechs Tagen gearbeitet wird

johannes
20.08.2008, 14:59
@ thorstein

die einfachste Berechnung ist immer noch die Gesetzliche. Schließlich ist sie für alle Arbeitnehmer verbindliche Norm.

Wer einen korrekten Durchschnitt im Monat wissen will, muß die wöchentliche Arbeitszeit mit den Wochen im Jahr multiplizieren und durch die Monate des Jahres teilen.

Daß jeder Monat damit real unterschiedliche Zeiten hat, liegt wohl auf der Hand. Jeder Monat hat unterschiedliche Wochen und Wochenteile. Die Rechenkapriolen von ferdi, bei denen jeder Monat anders zu berechnen ist, dürfen Gewerkschafter gern machen. Sie sind aber mehr als undurchsichtig.

Die Berechnung von 9 Wochenfeiertagen ist als Durchschnitt anzusehen. Wieviel Wochenfeiertage im jeweiligen Bundesland zu berücksichtigen sind, hängt halt von den Wochenfeiertagen in dem jeweiligen Bundesland ab.

Die Sache mit Ostern - hast du Recht, war ein Fehler. Richtiger muß es heißen: Fällt ein Wochenfeiertag auf ein geplantes Frei, hat er keine Auswirkung auf die Stundenzahl.

Vereinbarungen, die besser als die gesetzlichen Vorschriften sind - das weiß wohl jeder - sind jederzeit zulässig. Aber sie sind halt nur für Tarifpartner bindend. Bei uns ist es beispielsweise so, daß Wochenfeiertage, die in die Freiwoche fallen, keinen Einfluß haben. Die Jahresarbeitszeit wird real sowie so erheblich unterschritten. Aber das ist halt auch wieder eine betriebliche Vereinbarung.

Johannes

jilsi
20.08.2008, 15:11
Hallo Johannes

Was meinst du mit: Fällt ein Wochenfeiertag auf ein geplantes Frei, hat er keine Auswirkung auf die Stundenzahl?

Lg jilsi

KielerJunge
27.09.2008, 12:48
Verstehe ich das richtig?

Bsp. September bei einer 6-Tage Woche bei 38,5 Stunden

Sind 6,41 Stunden pro Tag!
Ergibt bei 26 Arbeitstagen 166,66 Stunden?

korrekt?

Gruß
KielerJunge

ferdi
27.09.2008, 19:16
johannes: Die Rechenkapriolen von ferdi, bei denen jeder Monat anders zu berechnen ist, dürfen Gewerkschafter gern machen. Sie sind aber mehr als undurchsichtig.

Korrekt ist Wochenarbeitszeit geteilt durch wöchendliche Arbeitstage mal Arbeitstage im Monat gleich monatliche Sollarbeitszeit.


KielerJunge: Verstehe ich das richtig?
Bsp. September bei einer 6-Tage Woche bei 38,5 Stunden
Sind 6,41 Stunden pro Tag! Ergibt bei 26 Arbeitstagen 166,66 Stunden?
korrekt?
Alle anderen Berechnungen sind zum Vorteil des Arbeitgebers.

johannes: Vorausgesetzt wir rechnen genau 52 Wochen im Jahr. Dann sind das bei der 38,5 Std.-Woche 2002 Stunden. Das bedeutet bei einer 6-Tage-Woche täglich 6,42 Stunden Arbeitszeit.

Es gibt kein Jahr mit 2002 Arbeitsstunden.
genau diese Rechnung wollte ein großer gemeinnütziger AG auch einführen um die AN um ihre Überstunden zu bringen.
Dieses Jahr ist mit seinen wenigen Feiertage die auf einen Wochenarbeitstag tag fallen AG freundlich. Nach monatlicher Ausrechnung hat dieses Jahr (mit Heiligabend) 332 Arbeitstage (38,5 Std.-Woche an 6 Tagen) minus 30 Tage Urlaub ergibt eine Jahresarbeitszeit von 1928,84 Stunden.


Meint ihr, ich sollte meinen AG mal darauf ansprechen, dass jeder Monat extra berechnet werden muss? Ich hab' da doch meine Bedenken...schließlich 6 Monate Probezeit...

Wenn du den Arbeitsvertrag so unterschriebe hast nimmt der AG sich nicht davon an.
Ändern könnte der BR was wenn es unterschiedliche Arbeitsverträge gibt.
Find dich jetzt damit ab und sei beim nächsten mal schlauer.

ferdi

Anna
29.09.2008, 16:26
Also bei uns wird so gerechnet:
75% Stelle Sollstd.zahl 126 Std.im Monat,
100% Stelle Sollstd.zahl 168Std im Monat ,
egal ob Feiertage oder nicht und egal wieviel Kalendertage der Monat hat.
Ich finde auch, dass ich besch... werde aber mein Arbeitsvertrag und der von 60 Kollegen sieht so aus.
Es gibt keinen Betriebsrat, der uns helfen könnte.
Was können wir dagegen tun, wenn der Betrieb sowas in den Arbeitsvertrag reinschreibt? Kann Verdi da im Nachhinein so einen Vertrag anfechten?
L.G. Anna

Gast003
30.09.2008, 08:34
Ich verstehe das irgendwie nicht. Wenn ich 38,5 Stunden / Woche arbeite und z.B. eine 5,5 Tage-woche arbeite, dann teile ich doch die 38,5 durch die 5,5, um meine tägliche Sollzeit zu erhalten.
Dann muß ich die Tage auf dem Kalender doch nur zählen ( hier von Montag bis Freitag und der Samstag halb ). Feiertag = Sonntag ( zumindest bei uns ).
Dann rechne ich die Solltage mal meine tägliche Sollzeit und habe meine Arbeitsstunden / Monat.
Dabei ist es doch egal, ob ich täglich genau diese Sollzeit arbeite, denn wenn ich länger arbeite, habe ich mehr frei und wenn ich kürzer arbeite, muß ich eben öfter ran. Oder seh ich das nun falsch ? Bisher stimmte das immer mit meiner Berechnung überein.

Andere Frage: Werden die Pausen auf die ARbeitszeit angerechnet oder zur Berechnung abgezogen. Ich arbeite nämlich 8 Stunden ( incl. 30 Minuten Pause ). Wir berechnet man nun den Tag, mit 8 oder 7,5 Stunden ? Die Pause ist doch eigentlich auch Arbeitszeit, oder ?

jilsi
30.09.2008, 12:18
Hallo Gast003

Bei uns wird auch so gerechnet. Komme ich über meine Arbeitsstunden im Monat gleiche ich sie im nächsten Monat mit mehr frei aus.(Na, ja klappt nicht immer).
Pause ist allerdings keine anzurechnende Arbeitszeit.

Lg jilsi

ferdi
30.09.2008, 16:48
Anna: Was können wir dagegen tun, wenn der Betrieb sowas in den Arbeitsvertrag reinschreibt? Kann Verdi da im Nachhinein so einen Vertrag anfechten?

Da lässt sich ohne BR kaum was ändern.
Wenn ihr genug Mitglieder seit könnte ver.di könntet ihr gemeinsam versuchen eine Betriebsvereinbarung mit dem AG zu machen.


Gast003: Ich verstehe das irgendwie nicht.
ist doch richtig deine Rechnung.

Gast003: Andere Frage: Werden die Pausen auf die ARbeitszeit angerechnet oder zur Berechnung abgezogen.

Pausen sind keine Arbeitszeit. In der Pause darf man den Arbeitsplatz verlassen und muss nich irgendwie erreichbar sein.
Sieh auch § 4
http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/index.html#BJNR117100994BJNE001200307


ferdi