Familie wendet sich bei der Pflege ab

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resigniert
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Re: Familie wendet sich bei der Pflege ab

Beitrag von resigniert » Do 19. Apr 2018, 09:15

ganz ehrlich?
Deine Großeltern haben 5 Kinder und 5 Schwiegerkinder. Was haben die Schwiegerkinder mit deinen Großeltern zu tun? Die haben doch eigene Eltern. Was ist mit den männlichen Schwiegerkindern?
Welche Rolle spielst du in dieser Familiengeschichte. Du urteilst über jedes Familienmitglied - (teilweise) abwertend und hart. Diejenigen, die diese Familienmitglieder evtl. besser kennen und ja auch an erster Stelle von der Situation betroffen sind, die Kinder deiner Großeltern, sind da viel entspannter.
Und ja, bevor ich Vollwaise wurde, hatte auch ich alte Eltern und eine Schwester und eine große Verwandtschaft noch immer.
Es gibt eine riesige Meinungsvielfalt über häusliche FamilienPflege(Pflicht) innerhalb dieser Gruppe, aber jedem wird eine eigene Entscheidung ohne Moralkeule zugebilligt.



Spezi
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Re: Familie wendet sich bei der Pflege ab

Beitrag von Spezi » Do 19. Apr 2018, 10:26

resigniert hat geschrieben:
Do 19. Apr 2018, 09:15
Was ist mit den männlichen Schwiegerkindern?
Auf deren Hilfe kann man nicht zählen. Einer ist momentan gesundheitlich sehr angeschlagen und hat mit sich selbst genug zu tun.

Der andere ist nur scharf auf das Erbe. Mit seiner leiblichen Famlie hat er sich schon verkracht deswegen, weil er schon zu ihren Lebzeiten das Geld haben wollte. Er ist auch bei anderen Familienmitlgieder nicht hoch angesehen, weil er gerne einen über den Durst trinkt und dann (auch ohne Alkoholpegel) viel dummes Zeug redet. Lange Jahre haben wir das stillschweigend akzeptiert. Dann hatte ich das Thema im Vier-Augen-Gespräch bei seiner Frau angesprochen. Ganz ruhig und sachlich. Sie hatte mir indirekt Recht gegeben und seit dem war der Mann nie mehr bei meinen Großeltern gewesen. Andere Familienmitglieder (insbesondere Mutter und Tante) sind auch froh darüber.

Und der dritte. Naja.
Welche Rolle spielst du in dieser Familiengeschichte.
Ich bin eines von acht Enkelkindern. Um ehrlich zu sein: Derjenige, der immer am meisten von den Großeltern bekommen hat - und auch deswegen sich um sie jeden Tag kümmert. Die anderen sieben Enkelkindern sieht man nur auf den Feiern, um sich ihre Geschenke abzuholen. Schon ihr ganzes Leben lang.

Und aufgrund der Tatsache, dass ich mich jetzt schon fast drei Jahre um meine Großeltern kümmere, nehme ich mir auch das Recht heraus meine Meinung kund zu tun. Wer mich näher kennt weis, dass ich keinesfalls zu den Menschen gehöre, die gerne und oft großspurig herumerzählen.
Du urteilst über jedes Familienmitglied - (teilweise) abwertend und hart.
Was meinen andere Leser? Stimmt das wirklich so?

Ich habe versucht es objektiv widerzugeben.

Und um ehrlich zu sein: Ich möchte nicht wissen, wie andere, inbesondere die Angeheirateten, über mich oder sogar die Großeltern denken und reden.
Zumindest mir gegenüber ist das auch relativ egal. Weil ich meinen Weg gehe und mir jeden Morgen mit gutem Gewissen inden Spiegel sehen kann.
Diejenigen, die diese Familienmitglieder evtl. besser kennen und ja auch an erster Stelle von der Situation betroffen sind, die Kinder deiner Großeltern, sind da viel entspannter.
Naja, das stimmt so nicht.

Meine Mutter und Tante macht die Pflege schon fertig - zumal beide berufstätig sind. Die älteste Schwester auch. Sie hat auch noch familiäre Probleme. Das Thema der häuslichen Pflege ihrerer Eltern (= meine Großeltern) wurde auch öfters angesprochen. Aber ihre beiden erwachsenen Kinder (die beiden ältesten Enkelkinder) kommen halt nur zu den Feiern. Das ist ihr auch ein Stück weit unangenehm, weil sie genau weis, wie schwierig die Betreuung ist und dass ihre beiden Kinder immer nur genommen haben, aber nie (inbesondere ihr Sohn) etwas zurückgegeben haben.

Die vierte Tochte nimmt das auch sehr mit. Sie ist gegenwärtig gesundheitlich sehr angeschlagen und kann daher nicht oft helfen.

Zu dem Sohn: Hmmm.... nach außen hin macht er so ein bisschen den Eindruck "Naja, mir egal. Dafür sind die vier Schwestern zuständig". Andererseits weis ich schon, dass er im Inneren ein guter Mensch ist. Er hat es sicherlich mit seiner Frau auch nicht leicht. Andererseits finde ich seine Äußerungen und Anspielungen gegenüber seinen Eltern auch manchmal nicht in Ordnung.



Spezi
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Registriert: Do 22. Mär 2018, 09:13

Re: Familie wendet sich bei der Pflege ab

Beitrag von Spezi » Do 19. Apr 2018, 10:37

resigniert hat geschrieben:
Do 19. Apr 2018, 09:15
Es gibt eine riesige Meinungsvielfalt über häusliche FamilienPflege(Pflicht) innerhalb dieser Gruppe, aber jedem wird eine eigene Entscheidung ohne Moralkeule zugebilligt.
Anhand meiner Familie kann ich Dir schreiben: Es machen sich auch viele einfach. In geselliger Runde werden "gut gemeinte Ratschläge" gegeben. Aber selber mal etwas konkretres anfangen? Nein, dafür sind insbesondere die vier Töchter zuständig.

Naja, man kann natürlich seine Meinung kund tun. Das ist kein Problem. Aber gerade bei einen solchen sensiblen Thema sollte man doch ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigen, oder?



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